Hallo, Gast
Du musst dich registrieren bevor du auf unserer Seite Beiträge schreiben kannst.

Benutzername
  

Passwort
  





Durchsuche Foren

(Erweiterte Suche)

Foren-Statistiken
» Mitglieder: 205
» Neuestes Mitglied: Torsten
» Foren-Themen: 4.460
» Foren-Beiträge: 31.145

Komplettstatistiken

Aktive Themen
28.8. die Nacht, die in E...
Forum: Beobachtungsberichte
Letzter Beitrag: Uwe
Vor 2 Stunden
» Antworten: 1
» Ansichten: 20
Was geht
Forum: Beobachtungsberichte
Letzter Beitrag: Uwe
Vor 2 Stunden
» Antworten: 1
» Ansichten: 22
Skywatcher Flextube Power...
Forum: Montierung
Letzter Beitrag: Simon
Vor 4 Stunden
» Antworten: 1
» Ansichten: 16
...vier!!! - Gebaberg
Forum: Beobachtungsberichte
Letzter Beitrag: Herbipollution
Vor 11 Stunden
» Antworten: 5
» Ansichten: 85
LDN 673 und NGC891
Forum: Deep Sky
Letzter Beitrag: Christoph
Gestern, 10:35
» Antworten: 3
» Ansichten: 61
...drei...
Forum: Beobachtungsberichte
Letzter Beitrag: Michael
27.08.2016, 14:29
» Antworten: 1
» Ansichten: 42
Sternwarte offen am Samst...
Forum: Treffen, Termine und Veranstaltungen
Letzter Beitrag: Winfried Berberich
27.08.2016, 09:52
» Antworten: 2
» Ansichten: 63
400mm pure Verzweiflung
Forum: Fotografie
Letzter Beitrag: Christoph
27.08.2016, 07:39
» Antworten: 2
» Ansichten: 54
NGC 7000 Weitfeld
Forum: Deep Sky
Letzter Beitrag: Wolfgang.F
26.08.2016, 19:21
» Antworten: 0
» Ansichten: 29
Auf der HOHEN GEBA
Forum: Beobachtungsberichte
Letzter Beitrag: Werner
26.08.2016, 14:01
» Antworten: 0
» Ansichten: 36

 
  Skywatcher Flextube Powerbox
Geschrieben von: Thomas64 - Vor 7 Stunden - Forum: Montierung - Antworten (1)

Hallo, hier die Vorstellung der neuen Stromversorgung für meinen Skywatcher 280P Flextube Goto
Der originale Hohlstecker am seitlichen Antriebskasten hatte reichlich Spiel, so dass er
trotz Fixierung mittels selbstklebenden Kabelführungen Kontaktprobleme hatte. Nach erfolgreichen
Setup und Ausrichtung passierte es unter der Beobachtung, dass die Stromzufuhr kurz unterbrochen
wurde und das Goto abstürzte oder der Controller einen Reset machte. Die Folge war ein 
erneutes Einrichten was ein hohes Frustpotential aufbaute. Eine Lösung musste her.
Zunächst baute ich eine neue Strombuchse mit sogenannten Mikrofonsteckern ein. Das Problem mit
den Aussetzern war behoben. Jedoch war die Stromversorgung mittels daneben stehenden Powertank
auch nicht das Nonplusultra. Dreht sich die Montierung um 360° besteht die Gefahr dass sich die
Zuleitung an der Montierung aufwickelt. Ideal wäre ein kleiner Akku welcher auf der Montierung Platz findet.
Ich kaufte einen Bleigeldakku mit 7,2 Ah was für meine Bedürfnisse ausreichend ist. Dieser kam in
eine passende Camcordertasche. Da ich eine neue Stromleitung anfertigen musste stieg ich bei
dieser Gelegenneit gleich auf XLR-Stecker um, die ich vom meinem Musikhobby noch im Bestand hatte.
Erste Versuche mit dieser neuen Stromversorgung waren zunächst sehr positiv. Es kam jedoch schnell 
das Problem auf, dass der Tubus nicht genug in die Höhe schwenken konnte weil er an der Akkutasche
anstieß. Da kam mir die Idee ein neues Akkugehäuse vorne an die Montierung zu hängen.
Ich fand ein passendes Gehäuse bei Ebay/Pollin, verpasste der Geschichte gleich noch eine
Spannungsanzeige, Sicherung und schaltbare Ein-/Ausgänge...... fertig!!! Das müsste es jetzt gewesen sein....

der neue XLR-Stecker am seitlichen Antrieb und die Akkutasche am Boden der Montierung
[Bild: 26645594vy.jpg]

die neue Powerbox an der Montierung hängend, mit Spannungsanzeige und den Schaltern für die seitlichen Buchsen
[Bild: 26645658uz.jpg]

die seitlichen Buchsen, oben Stromausgang, unten der Eingang zum Laden des Akku
[Bild: 26645695va.jpg]

die Powerbox ist einfach abnehmbar für Transport und Aufladen, Gewicht etwas über 2,5kg (der Powertank hatte 10kg)
[Bild: 26645728zn.jpg]

und hier das Innenleben der Powerbox mit dem 7,2 Ah Akku
[Bild: 26645759qm.jpg]

der XLR-Stecker am Antrieb in Detail
[Bild: 26645787jo.jpg]

Drucke diesen Beitrag

  28.8. die Nacht, die in Erinnerung bleibt
Geschrieben von: Winfried Berberich - Vor 9 Stunden - Forum: Beobachtungsberichte - Antworten (1)

Ja Freunde,

so etwas erlebt man wirklich selten.
Wir hatten ja Gäste auf dem Fotoforum Würzburg hier und Andrea, eigentlich Busfahrerin, hat ihre erste Milchstraße fotografiert und damit gleich eine Hammeraufnahme geschossen.

Es war heiß, auch noch in der Nacht. Also habe ich schon morgens meinen 127ED ins Haus zum Auskühlen gebracht, was sich als absolut richtig herausstellte. Ab Beginn der leichten Dämmerung dann auf Mars und Saturn gehalten, - ein Traumpaar. Deutlich und beide im gleichen Blickfeld des 31mm Naglers.
Dann mein Erstaunen bei höherer Vergrößerung (256x): da zug doch bei absolut klarem Himmel eine Wolke über Mars. Aber nein, sie blieb und je dunkler es wurde, desto röter wurde Mars und desto deutlicher die vermeindliche "Wolke". Es war eine durchgängige, klar abgegrenzte Stuktur auf dem Mars. So gut hatte ich mars noch nie gesehen. Zudem beidseitig Aufhellungen, schneeweiß, also die eisbedeckten Polkappen. Irre! Die Zeichnung dazu folgt morgen. Danach kamen unsere Gäste. Ein jüngeres Pärchen, das noch nie durch ein Teleskop geschaut hatte.
Die beiden waren mehr als begeistert und konnten sich an den Objekten, die ich vorstellte, nicht sattsehen. WOOW und AHHHH und so weiter.

Natürlich hatte ich die Galaobjekte eingestellt, die da wären Albireo und Almanach (And) sowie Delta Cepheus, eine Kleinversion des Albireo, nur weißlich-gelb zu blau und kleiner. Danach die offenen Sternhaufen bis hin zum wild duck cluster (M11), dann M17 (Adlernebel), rüber zu diversen Kugelhaufen, von ganz klein bis zu M13. Das Hinaufschaukeln bis M13 hat Eindruck gemacht, die Kugeln wurden immer deutlicher und größer. M57 für Raucher (Anmerkung zu Ralf`s Bericht, den Zentralstern habe ich auch noch nie halten bzw. sehen können, auch gestern nicht im 14" Dob). Darauf folgte M27, die Hantel, mal mit, mal ohne Filter. Dann hinaus in die Weiten des Universums. M81/82 waren leider nur ganz schwach zu sehen, da bereits das Dach der Sternwarte das halbe Rohr des Richfielders abdeckte, der 127er war schon ganz abgeschattet.

M31 war ein Gedicht, wie haben sie abwechselnd im Refraktor und im Ulugh Beg betrachtet. Es folgten moch einie Objekte, bis unsere Gäste müder waren und den Heimweg antraten. Das war gegen 12 Uhr.

Danach ging es bei mir erst so richtig ab. Ich schnappte mir den Deep Sky Reiseatlas und "graste" erst einmal ohne Rücksicht auf Große und Objektart die Cassiopeia ab. Sonst hatte ich mir immer die schönsten Objekte angeschaut, dieses mal aber so ziemlich alles, was es in Cas und Cepheus zu sehen gibt. Und das war eine Menge! Kleinste, weit entfernte Sternhaufen, im 31mm nur verwaschen als "da ist doch was" zu erkennen, sich bei hoher Vergrößerung jedoch als beeindruckende Sternhaufen, sehr reich, entpuppten. Nebel, Dunkelwolken etc. Es war ein Gedicht.

Ein für mich besonderes Erlebnis war der Anblick von M33. Diese Riesengalaxie hatte ich mit meinen nicht mehr all zu guten Augen mal im Ulugh Beg gesehen. Aber im 127mm Refraktor? Ja, superdeutlich mit den gewundenen Spiralarmen. Ich hatte mich trotzdem etwas geärgert, hatte ich doch den Ulugh Beg zusammen mit Lucia schon wieder im Haus eingeparkt. Der hätte noch mal eine Schippe draufgelegt.

Durchgehalten (mir eine gut gekühlten Flasche Wein) habe ich es bis 3:30 geschafft. Danach war ICH geschafft und bin glücklich zu Bett.

Astronomische Grüße und cs,
Winfried

Drucke diesen Beitrag

  Was geht
Geschrieben von: Ralf - Vor 11 Stunden - Forum: Beobachtungsberichte - Antworten (1)

unter Lindelbacher Himmel.
Das war im Geiste vorhanden weil die Nacht am Gebaberg noch ganz frisch im Gedächtnis lag. Die Nacht vom 27.08.16 war für unsere Verhältnisse recht transparent, warm und mit gutem Seeing gesegnet. Bis zum Horizont leuchtete der Himmel hell und von Dunst keine Spur. Trotzdem war die Milchstraße eher weich strukturiert, während die Grenzgröße an Sternen ganz gut ausfiel.
Indirekt konnte ich M 13 Mitternacht noch freien Auges sehen was auf der hohen Geba auch gelang. Vermutlich wäre die gestrige Nacht auf der Hohen Geba nochmals besser gewesen wie am Freitag, aber diese Schönwetterperiode muss genutzt werden – egal wo.


Gleich zum 16 Zöller ACF und mit M57 gestartet. Der Zentralstern, mit dem ich etwas auf Kriegsfuß stehe, sollte das Ziel sein. Gewechselt von 500x bis 800x ergab viel Detail im Ring und das aufgehellte Innere versteckte den Zentralstern. Beim Absuchen des besten Punktes für das indirekte Sehen blitzte der Stern auch gelegentlich mal auf und verschwindet beim direkten Sehen sofort so dass ich nie so recht weiß ob nun Gesehen oder Getäuscht?
M 57wechselte beim längeren Sehen die Farbe von grau auf blau, hatte ich so auch noch nicht.


Die Karte 14 vom Deep Sky Reiseatlas vor mir ging ich nun die PN´s durch,
IC4997, M27, NGC6891, NGC 6905 ( Blue Flash Nebula ) und NGC7027.
War es beim blue Flash Nebula eindeutig blau zu sehen, so zeigte sich M27 eindeutig grün mit etwas rot oder braun, jedenfalls einer zweiten Farbe strukturiert.

Die Meißten der kleinen Nebelchen verkrafteten gut 800x und auch die Zentralsterne gaben sich williger Preis als es M57 lebt.

Den Egg Nebel verpasste ich ohne Koordinaten, so ging es weiter zum Cirrus ohne Filter im 34mm Okular und es zeigte dieser viel Feindetail beim Spazieren fahren entlang der Sichel.
M56 ist nicht so prall, lag aber auf der Route.

Nun war NGC7662 blue Snowball an der Reihe, die Farbe ist Programm. Dann noch NGC 7008 und/oder 7009. Beim Saturnnebel musste ich den GoTo abbrechen aufgrund schlechter Lage von Teleskop und Kuppel.
Beide Objekte hatten wir auf der hohen Geba gesehen und ich tippte aus Erinnerung die Daten in die FS-2.


Die Galaxie NGC7640 musste ich zweimal anfahren um das schwache Teil zu sehen. Auch bei NGC891 merkte ich, dass die Nacht obwohl klasse an den PN´s nicht ganz optimal an Galaxien war.
Soweit im Osten musste es auch M31 sein und hier zu meinem Erstaunen zeigte sich der innere Bereich der Galaxie wieder farbig im 34mm Okular am ACF. Ich würde bläulich sagen, jedenfalls kein Grau.
Ich möchte meinen, dass meine Augen Farben im Dunklen noch gut sehen können, jedoch in der Grenzgröße oder Objekten wie den Zentralstern in M57 muss die Latte bei mir niedriger gelegt werden.

Die Karte 2 führte mich dann zu meinem Lieblingssternhaufen NGC 7789 in der Cassiopeia und damit der Apo auch mal glänzen kann zum Paar NGC884/869.
Die Grenzgrößen vom 16"  und 8" habe ich mir gut gemerkt, auch an manchem PN, finde aber nun keine Karte die mir die Werte der V-Helligkeiten wiedergibt.

Abschluss war M76 mit ordentlich Struktur und seiner besonderen eckigen Grundform.

An der Nacht bleibt mir die erstaunlich leichte Farberkennung vieler Objekte im Gedächtnis hängen. Hat richtig Spaß gemacht.

CS
Ralf

Drucke diesen Beitrag

  LDN 673 und NGC891
Geschrieben von: Christoph - 27.08.2016, 09:22 - Forum: Deep Sky - Antworten (3)

Hallo!
Bei der Schönwetterkatastrophe donnert, blitzt und hagelt es ja nur so an Beiträgen! Daumen hoch

Leider musste ich an den letzten Tagen arbeiten und habe keine Unterrichtsfreie Zeit wie andere Genusspechtler! Wink

Aber gestern reichte es auch für mich, die Kameras mal wieder kaltzustellen und ein paar Stunden zu belichten. Objekt des Abends sollte der Dunkelnebel LDN673 im Adler werden. Nach dem Einstellen dachte ich mir beim Überprüfen des Himmelsausschnitts, das sieht aber komisch aus... und richtig ich lag volle 2° daneben! Angry

Warum sich meine FS2 immer wieder mal um ein paar Grad verhaut und dann hunderte Male alles richtig einstellt ist mir schleierhaft. Aber sie tuts immer wieder mal. Also, noch mal alles eingestellt und eine halbe Stunde später konnte ich mit die ersten Bilder starten. Zusammen kamen dann jeweils 2h L und RGB in bewährter Manier: die L-Aufnahmen entstanden am 10" Newton bei 1.140 mm Brennweite mit der G2-8300 ohne Filter, der APO schickte bei 800 mm seine gesammelten Photonen auf die STF8300C und meine betagte ST-402 werkelte als Autoguider vor sich hin.

Um einiges nach Mitternacht war LDN673 schon weit über den Meridian hinaus gelaufen. Was also tun mit der angebrochenen Nacht? Nachdem ich mit dem Feldstecher ausgiebigst in der Milchstraße unterwegs war, wollte ich mich wenigstens ein paar Stunden ins Bett legen vor dem Morgengebet. Außerdem passte ja der Dämmerungsbeginn gegen 4:25 MESZ durchaus dazu. Nur die schmale Mondsichel störte ein wenig ab 2 Uhr...
Die Wahl fiel auf NGC 891. Diesmal schaltete ich einen L-Filter vor die G2-8300 (es ging ja nicht um einen Dunkelnebel). Und ich hatte noch jeweils 3h L- und RGB-Frames noch vor der Dämmerung. Diesmal lief alles wie am Schnürchen. Während die ersten Bilder auf die Platte kamen noch ein Abschiedsblick gen Osten: bei indirektem Hinsehen war M33 immer wieder zu sehen. Acht Sterne an den noch nicht wirklich hoch stehenden Plejaden und eine für meine Verhältnisse ausgezeichnete Luftruhe!
Um 4:20 MESZ ging ich wieder in die Sternwarte und es war alles gut gelaufen! 6 h LRGB! Super, so soll es sein!   Smile Smile Smile 


Die Anhänge sind mal schnell zusammengebastelt. Die Rohdaten waren einfach klasse! Ein Diagramm von der Himmelshelligkeit hänge ich noch mit dran. 6h war der Himmel dunkel genug für 6 mag fst und das trotz Mond ab 1:30 MESZ!



Angehängte Dateien Thumbnail(s)
           
Drucke diesen Beitrag

  ...vier!!! - Gebaberg
Geschrieben von: Uwe - 27.08.2016, 09:15 - Forum: Beobachtungsberichte - Antworten (5)

BB vom 26.08.2016

So, ich schon wieder Wink,

gestern Abend machten sich Frank, Ralf und ich auf den Weg in die Rhön zum sagenumwobenen Gebaberg, dessen Ruf durch seine hervorragenden Bedingungen schon öfter voraus geeilt war. Auf 750m ü. NN. sind Plattformen für unsere Gerätschaft eingerichtet, die auch einen Windschutz und Stromanschluss bieten.

Nach etwa zwei Stunden Fahrzeit (über Würzburg und Lindelbach) mit umladen / einladen kamen wir kurz vor 20.00 Uhr auf dem "Berg der Hoffnung" an. Ralfs Eule (80er Vixen-Binoskop) und mein 10"er auf Franks SXP durften in den dunkelblauen, klaren Himmel blicken. Ein Mainzer Astrofreund stand mit einem 20"f5 Dobson bereits in den Startlöchern. Auf der Wiese waren Hamburger Kollegen mit einem 150er LZOS Fraunhofer unter sich und neben uns traf eine astronomisch unbeleckte Familie mit einem 8"f5 Newton auf einem GP-Klon ein. Ob sich die Nacht für die Neulinge bei ihnen noch lange im Gedächtnis hält, steht wahrscheinlich jetzt noch in den Sternen. Die Sonne versank lautlos im Westen, während der Erdschatten im Südosten aufstieg.

Auf dem Berg war später eine Party am Laufen. Nette Live-Musik säuselte in unsere Ohren. Ob Nena, Helene Fischer oder auch härtere Klänge. Die spielten echt gut. Etwas lästig war allerdings die dadurch bedingte Verkehrslage. Immer wieder kamen und fuhren Autos, so dass die Nachtadaption öfter in Gefahr war.

Gespannt wurden die ersten Blicke durch die Gerätschaften noch bei Tageslicht gewagt. In der Ferne sah man Dunst, der aber unter uns lag und einer der zahlreichen Heißluftballons durfte als Testobjekt fungieren. Ralf war gleich entzückt, denn die Luft stand... kein Zappeln, kein Wabern, kein Zucken und das quer über die Landschaft, dicht über den Horizont. Fantastisch!!!

Als dann Saturn tief ... äh, hier ist es eher nicht so tief (man steht ja über den Dingen Sleepy ) ... sein erstes Licht zu erkennen gab, waren wir nicht mehr zu Halten und überfielen ihn gleich mit beiden Geräten mit drei Augen. Egal ob 20x, 40x oder ... 270x der Ring stand wie eine Eins! Cassiniteilung, Planetenschatten auf dem Ringsystem und Thetys dicht am Planeten. Es war der absolute Genuss!!! Auch unsere Hamburger Kollegen waren angetan von meinem glatten Spiegel und gaben gleich mal eine Runde "Augentropfen" vor ihrem Wohnmobil aus. Wir nutzten die Chance durch deren Russenoptik zu blicken und waren erfreut, was ein 150€ Gerät (bei Ebay wegen eines kleinen Kratzers in der Linse ins Eigentum übergegangen) doch Freude bereiten kann. Das Bild des Ringplaneten kam sehr kontrastreich daher.

Doch dann mussten wir schnell zurück, denn der Himmel wurde zusehends dunkler und wir wollten die kostbare Zeit vor Ort nicht ungenutzt lassen. Wir stürzten uns auf den Trifidnebel und der war für mich auch eines der Highlights des Abends. Die tiefschwarze Teilung und die feinen, klaren Sternchen in der Mitte waren...  Rolleyes

Mars zeigte sogar die große Syrte und noch andere dunklere Gebiete, an die in den letzten Wochen bei uns überhaupt nicht mehr zu denken war. Leider hatten wir den Atmosphärenkiller nicht dabei, sonst wär noch mehr möglich gewesen.

Wir bewegten uns natürlich auf Grund der Höhe in Gegenden die wir sonst nur schwer erreichen können. Im Schützen und Skorpion gibt es ja eine Menge an Objekten, die wir auf alle Fälle betrachten mussten. Der Omeganebel war dermaßen hell, dass wir gar nicht an einen OIII Filter dachten - wie bei uns in Franken in tollen Nächten eben auch. Ralfs Bino war ideal um einfach die Milchstraße nach Schätzen abzugrasen. Die rattenscharfe Nachteule macht echt Spaß. Und dann die wohlklingenden Worte (eines uns bekannten Astrohändlers): "So ein Gerät ist auch zu Hause klasse! Du packst das niedliche Teil, stellst es raus, schaust durch, freust dich und wenn du müde bist nimmst du es am Stück und stellst es wieder ins Wohnzimmer!"
Wenn man dann noch einen Knecht hat, der die Objekte quasi mit einem Dreh aus dem Handgelenk in die Panoptics bugsiert hat man ein Rundumsorglospaket. Cool

Nach und nach wurde auch die Milchstraße immer deutlicher. Von Horizont bis Horizont erstreckte sich das milchige Band, gut strukturiert sich quer durch ein Sternenmeer schlängelnd. Alles in allem war die Durchsicht und Transparenz sehr gut. Es wäre jetzt aber zu viel gelobt, wenn man von einem gravierenden Unterschied zu Badisch-Sibirien spräche. Hier in unserer Gegend kommt man schon sehr nahe an die Ansicht heran. Das konnte Frank bestätigen. Freilich, die Höhe haben wir nicht und die Lichtglocken von Würzburg und Frankfurt sind etwas Nachteilig, aber der Abend auf der Geba lebte auch von den wunderbaren, äußeren Bedingungen. Die Temperaturen blieben sehr angenehm, so dass Mütze, Daunenjacke und Weste (ja der Ralf hatte vorgesorgt) nicht nötig wurden. Wir konnten bis zum Schluss im T-Shirt an den Teleskopen werkeln. Durch die sensationelle Luftruhe machte das Beobachten einfach nur wahnsinnig Spaß. In Topnächten werden sich die Standorte aber nicht sehr viel geben.

Was wir nun alles in den Okularen gesehen haben möchte ich hier nicht zumuten. Wir gingen zwischendurch auf PN-Jagd im Schwan/Vulpecula und erfreuten uns auch an den hellen Krachern. Der Crescentnebel NGC 6888 war mit OIII glaube ich auch ein kleiner Höhepunkt. Schöne Strukturen, wie auf den Fotografien zeichneten sich ab. Dazwischen immer wieder blicke auf OH´s (Ha- und Chi-Persei usw.) und die riesige Andromeda, die durch das Bino perfekt in Szene gesetzt werden konnte.
Auch wenn der Himmel sich von einer sehr guten Seite zeigte, blieb an zarten Objekten wie NGC 891 oder Stephans Quintett der letzte Ticken verwehrt. Hier hätte ich mir noch ein wenig mehr erwartet. Ich möchte aber keinesfalls jammern. Die Hohe Geba hat viel Potential und wäre absolut ein Plätzchen für ein Teleskoptreffen. Das sollten wir mal andenken. (Wind, Wetter und Temperaturen sollten aber so wie gestern passen Tongue ). Die Entfernung ist gut machbar, die Möglichkeiten der Versorgung dort ja gegeben und alles Notwendige ließe sich sicherlich organisieren. Unterkunft, Trinken, Essen... und wenn dann der Magen zwicken sollte, findet Ralf sicherlich den ein oder anderen REGULATOR in seinem Rucksack. Ein förmlich einschnei...ups... einbrennendes Erlebnis!!! Das kann ich jedem versprechen.

Also, wir gaben bis beinahe 2.00 Uhr richtig Gas und endeten erst, als der Mond mit seiner Beleuchtung das Sternenlicht dimmte. Gegen Ende konnte ich sogar noch eine Skizze (ich wollte nicht länger als eine viertel Stunde das Okular belegen) vom Helix-Nebel NGC 7293 in Aquarius anfertigen.

Uranus und Neptun standen zwischendurch als schöne bläulich, türkise Kügelchen ordentlich in den Okus. Nur für Pluto war es leider schon zu spät. Er war bereits außer Reichweite. Besonderer Dank gilt hier Franks Einsatz am Tablet bei der Objektsuche und deren Lagebestimmung.

So, was gabs noch... hab bestimmt die Hälfte vergessen, aber nach nur 3h Schlaf sei es mir verziehen. Vielleicht melden sich auch noch die tapferen Begleiter zu Wort und ergänzen meine sachlichen, nüchternen Zeilen um ein paar greifbare, emotionale Worte. Biiettte!!!
Auf dem Heimweg trafen wir zum Glück kein Reh, aber drei halbwüchsige Waschbären ließen uns kurz Inne halten auf den schmalen, idyllischen, abgelegenen Pfaden der Rhön. An einem schweren Unfall mussten wir auch noch vorbei. Frank brachte uns aber sicher in heimische Gefilde und gegen 4.15 Uhr konnte ich meinen mittlerweile schon astronomisch beanspruchten... geschundenen Körper im Bett ausstrecken Big Grin . 4 Nächte am Stück zeigen doch ihre Wirkung. Jetzt geht's mit den Kids wie in den vergangenen Tagen ins kühle Nass.

Anbei noch ein paar Eindrücke und meine Skizze.

   
   
   

   

Drucke diesen Beitrag

  ...drei...
Geschrieben von: Uwe - 27.08.2016, 08:11 - Forum: Beobachtungsberichte - Antworten (1)

BB vom 25.08.2016

Hallo,

an diesem Abend ging´s für mich Richtung Höchstadt zu Michael. Wir treffen uns in der Regel 1x im Jahr bei ihm. Diesmal zum Glück nicht im Winter Wink. Besonders freute ich mich, dass Christian wieder einmal mitbeobachtete. Nach einer kleinen Erfrischungsgetränk war es gegen 21.30 Uhr schon dunkel genug. Die Luft war deutlich besser als am Vortag bei uns auf freiem Feld, dafür war die Milchstraße wegen den Lichtglocken und der Himmelsaufhellung nicht so "greifbar". Schnell war mein 10"er aufgebaut und schon ging es los. Wir starteten im Schützen und Skorpion mit den üblichen Verdächtigen. Schon bei den ersten Blicken zeigten sich die Lichtpünktchen schön definiert in den Geräten und es konnte schön hoch vergrößert werden, ohne dass die Sternchen zuckten. Wunderbar war dies an Albireo zu erkennen.

Diesmal war die Luft trocken und hier zeigte sich dann doch der Öffnungsunterschied zum 8" ACF, der in der Sternwarte werkelte. Auf der G11 saß auch noch der 90er Vixen Refraktor in den Startlöchern.

Wir suchten uns bewusst schöne Objekte heraus. Gemeinsam verglichen wir auch im Bino, wie die Deep-Sky Objekte beidäugig Begeisterung bei uns Hobbyastronomen hervorrufen.
Man muss dies einfach mal probieren. Viele Ms und NGC wirken einfach räumlich und plastisch, wenn man mit beiden Augen Photonen aufsaugen kann. Cool
Besonders angetan war Michael von M 17, dem Omeganebel und dem Blue-Flash NGC 6905. Zwischen den üblichen astronomischen Gesprächen und Witzeleien erfreuten wir uns an den PN, KS und OH, die uns "über den Weg liefen". Daumen hoch  An NGC 891 wurde klar, dass die Transparenz nicht reichte, um uns das Staubband sichtbar werden zu lassen.

Begeistert bin ich von Michaels Sternwarte. Sie ist sehr durchdacht konstruiert und Michael erklärte mir ausführlich die Funktionsweise der Rolldachhütte und wie er sie geplant hat. Da werde ich vielleicht irgend wann mal drauf zurück kommen. Wer weiß?

Es war ein warmer, völlig trockener Abend. Die Zeit verging im Flug - zahlreiche schöne Objekte wie M13 (mit NGC 6207), M92, den Stars im Großen Wagen M 81/82 führten uns kreuz und Quer über den Himmel. Christian verließ uns etwas früher, aber ich habe die Hoffnung dass er in Zukunft wieder öfter mit dabei ist, wenn es heißt: Teleskoptreffen oder Stammtisch mit "verrückten Nachtschwärmern".  Immer wieder sausten auch sehr helle Sternschnuppen über unsere Köpfe hinweg und wir wechselten eifrig die Plätze an den Teleskopen um die Ansichten zu vergleichen. Einfach klasse. Gegen 1.00 Uhr wurde es Zeit zusammen zu räumen. Der Mond stieg langsam höher und flutete die dunkle Nacht mit seinem Licht. Ich hatte noch gut eine Stunde Fahrzeit vor mir. Die dritte Beobachtungsnacht in Folge ging zu Ende.

Dank gilt wie immer dem Gastgeber, der nicht zu viel versprochen hat und uns gut bewirtete. Ich komme wieder!

Ach ja, das Erinnerungsbild musste auf Grund der Unfähigkeit des Astrozeichners diesmal ausfallen (ohne Chipkarte in der Kamera geht halt nichts Confused )

Drucke diesen Beitrag

  NGC 7000 Weitfeld
Geschrieben von: Wolfgang.F - 26.08.2016, 19:21 - Forum: Deep Sky - Keine Antworten

Hallo zusammen,

nach einer längeren Pause hatte ich endlich mal wieder Muse für ein wenig Astronomie. Irgendwie hab' ich hier gefühlte 150 Beiträge und viel zu viele Beobachtungsnächte verpasst... Wink

Aber immerhin, gestern Abend ging's mal wieder. Im Lauf eines schönen Beobachtungsabends unter einem fantastischen Sommer-Sternenhimmel entstand die folgende Aufnahme des Nordamerika-Nebels NGC 7000.

   

Aufnahmedaten:
EOS 500D(a) mit Canon USM 4,5-5,6 / 70 - 300 auf EQ 6
80 x 120 sec @ ISO 800


Viele Grüße, W.

Drucke diesen Beitrag

  Sternwarte offen am Samstag!
Geschrieben von: Winfried Berberich - 26.08.2016, 17:45 - Forum: Treffen, Termine und Veranstaltungen - Antworten (2)

Hallo,

das Wetter ist blendend und ich lade für morgen, Samstag, alle ein, die Lust auf eine Beobachtung haben.
Die Sternwarte ist offen, ich werde beobachten und die Terrasse ist halbwegs frei. Mein Ulugh Beg streht draussen, andere Teleskope können gerne hinzukommen.

Ich habe das auch mal in den "Fototreff Würzburg" auf FB gepostet, vielleicht kommen von dort einige hinzu.
Für Getrüänke müsst ihr selber sorgen... heiß genug isses ja....

Adresse:
Margeritenstraße 2
97950 Gerchsheim
Fon: 09344-1254

Die meisten wissen ja, wo es ist. Parken bitte unterhalb der Sternwarte auf der Straße oder in unserer Einfahrt. Zum Aufbau könnt ihr natürlich hochfahren. Die Straße ist diesmal nicht gesperrt.

Gruß
Winfried

Drucke diesen Beitrag

  Auf der HOHEN GEBA
Geschrieben von: Werner - 26.08.2016, 14:01 - Forum: Beobachtungsberichte - Keine Antworten

Hallo Sternfreunde

War gestern (Do.25.8.) auf der Hohen Geba. Inzwischen sind an den Plattformen auch die Stromanschlüsse mit
je 6 Dosen installiert . Bis zur Dämmerung hatte ich mein Equipment aufgebaut . Einen TS 152 -900 Individual Refraktor auf
AZ-EQ-5 ( grenzwertig ) und meinen Dobson 16"-Gitterrohr .Schnell würde es dunkel und ich war überwältigt von
der Pracht eines Sternenhimmels ,wie ich ihn nur von den Alpen her kenne .Das extrem helle Band der Milchstrasse
erstreckte sich von Horizont zu Horizont . Die schier unermeßliche Zahl von Sternen machte das Erkennen der
Sternbilder auch für einen Erfahrenen schwer . Ich begann meine Beobachtungen mit dem Refraktor .Saturn mit seinen
Monden-Cassiniteilung bei 150fach .Wunderbar die Objekte im Schützen und Skorpion -weiter über Schild zum fantastischen
 Cygnus - über Cepheus  , Cassiopeia bis Perseus . Die ganze sichtbare Milchstrasse konnte ich abfahren .Später Pegasus und
die phantastische Andromeda mit ihren Begleitern . NGC 7331 im Pegasus war dann Ausgangspunkt für Stephans
Quintett , das ich mit Hyperion 13mm im Dobson noch nie so deutlich gesehen habe !Inzwischen waren auch einige Besucher , die ihren Campingwagen weiter oben aufgestellt hatten ,dabei und ließen sich die schönsten Objekte im Dobson zeigen .
Mein individuelles Beobachtungsprogramm war somit beendet. Ich erklärte Sternbilder und die einzelnen Objekte . Das Erstaunen
war groß über noch nie gesehene Himmels objekte - manche hatten noch nie die Milchstrasse gesehen ! Schnell verging die Zeit.
Ein etwas kundiger Besucher wollte unbedingt einmal den Cirrus -Komplex sehen . Er war leicht zu finden und bot mit OIII - Filter
einen phantastischen Anblick.Es war inzwischen 2 Uhr geworden und der abnehmende Mond erhellte nun schon den halben Himmel.
Die Plejaden beendeten die Beobachtungsnacht .Auf dem Heimweg begegnete ich im Wald bei Willmars noch einer Rotte Wildschweine.
Dann war ich gegen 3 Uhr zu Hause . Ich saß noch eine halbe Stunde im Garten und betrachtete die immer höher s undefined teigende Milchstrasse
bis Fuhrmann und Stier .Man soll nicht übertreiben -die Hohe Geba ist wirklich für unsere Gegend das Non-Plus - Ultra !!

Grüße  Werner Daumen hoch

Drucke diesen Beitrag

  400mm pure Verzweiflung
Geschrieben von: JohnnyB - 26.08.2016, 13:44 - Forum: Fotografie - Antworten (2)

Mahlzeit liebe Leidensgenossen Tongue

Ich vemute jeder von euch kennt das und hat das auch schon durch gemacht, wenn einfach NICHTS funktioniert...

Ich war gestern Abend gegen 21Uhr auf dem Kreutzberg und wollte M31 nochmal "vernüftig" vor die Linse nehmen und ordentlich BLZ Sammeln.
So.... Ich also Stativ hingestellt, Montierung drauf geschraubt und wirklich gut in Waage gestellt und anschließend auf Polaris ausgerichtet.
Erster Test bei 150mm (ich hatte das 150-600mm Sigma Contemporary drauf)
1Min. ohne probleme, 2 Minuten ohne Problem und und und bis 5 minuten alles gut.
Also, ich voller vorfreude, auf 600mm aufgedreht, 5 Minuten drauf gehalten, was kam raus... Striche ohne ende
Also das gleiche Spiel rückwärts bis auf 30 Sekunden und trotzdem striche....

Alles also nochmal durch kontrolliert und angepasst...
Nächster Versuch ging wieder in die Hose...
Also lediglich auf 400mm reduziert und trotz allem ist es mir nicht gelungen länger als 1 Minute zu belichten, und selbst da waren die sterne leicht verzogen.... ich kann mir nicht erklären was da genau falsch lief... ich habs immerhin schon mal geschaft mit 600mm 5 minuten zu belichten OHNE das ich striche bekam...

Schlussednlich war es mir dann egal und ich hab 91 x 60 Sekunden bei 400mm auf Andromeda gehalten 10 Darks dazu und gut wars.
Mond war dann auch schon ziemlich weit oben und ich war müde...

Gestackt hab ich die ganze Sache dann mit Fitswork (vielen dank hier nochmal an Florian der mir gezeigt hat wie das geht)
und bearbeitet hab ich mit Fits und Gimp

Und für mich ist es dennoch das beste Ergebniss das ich JEMALS zustande gebracht hab Big Grin
Also doch ein kleiner Erfolg Smile

   

Drucke diesen Beitrag