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  Wissenschaftlicher Abendvortrag der DPG - Dunkle Materie / Schwarze Löcher
Geschrieben von: Simon - 15.05.2020, 11:54 - Forum: Treffen, Termine und Veranstaltungen - Antworten (1)

Hallo zusammen,

Dani hat mich auf einen Online-Vortrag mit dem Titel "Besteht die Dunkle Materie aus Schwarzen Löchern?" aufmerksam gemacht.

Der Vortrag findet am 26. Mai um 18:30 Uhr statt und dauert eine Stunde. Das ganze wird via Zoom übertragen. Eine Anmeldung hierfür ist erforderlich.

Weiter Informationen findet ihr hier:
https://www.dpg-physik.de/veranstaltunge...2020-05-26


Gruß
Simon

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  Das blaue Wunder
Geschrieben von: Willi - 11.05.2020, 14:19 - Forum: Teleskope & Optik - Antworten (1)

Als Anregung gedacht für alle Selbstbauer, frustriert von einem Tubus auf parallaktischer Montierung.

Hallo zusammen!
Alles begann damit, dass ich stolzer Besitzer eines 10'' Tubus f/4,7 auf einer EQ6 wurde. Laut Prospekt geeignet für Fotografie und visuelles Spechteln. Genau das wollte ich! Meine volle Begeisterung wurde schnell gebremst durch die Erfahrung, dass das ganze doch nicht sooo einfach ist. Oft sah ich: Alignement failed. (Heute krieg ich's hin; hat aber Übung gebraucht). Meine Fotografieversuche blieben bis heute rudimentär. Davon ein anderes Mal. Aber das Visuelle erwies sich als schiere Katastrophe. Mal war der OAZ oben: Leiter her, dann unter: auf die Knie. Irgendwann hatte ich die Faxen dicke und packte das schöne Teil erst mal weg. Ich baute mir als Erstlingswerk einen 8'' f/6 Dobson. Handwerklich ganz brauchbar aber nicht optimal ausgelegt und halt optisch schlechter als der 10'' Tubus. Aber was für ein handling! Hinstellen. Loslegen. Kein Verrenken mehr. Nur reinschaun und staunen. Toll!

Da hatte ich ne Idee: für den 10'' Tubus die EQ6 durch eine Dobson Montierung ersetzen. Mit erstaunlich geringem Aufwand war das möglich. Meine Lösung:
   
Die rockerbox wird zusammengeleimt.
   
Und so sieht es fertig aus. (Jetzt erklärt sich auch der Name). Im Hintergrund der große Bruder.
Klar sieht man im 16''er mehr. Aber manchmal, wenn es schnell und einfach und bequem sein soll, dann ist das blaue Wunder immer noch unübertroffen. Zwei vergleichsweise leichte Teile rausschleppen, kaum Auskühlzeit und los geht's.

Vielleicht ne Idee zum Nachbauen?

Viele Grüße und CS
Willi

Edit1: Das Beste hab ich glatt vergessen: 3 Schrauben lösen und der Tubus kann so wie er ist wieder auf die EQ6 montiert
         werden.
Edit2: der Beitrag richtet sich nur an frustrierte Selbstbauer. Natürlich kann man auch mit der EQ6 happy sein.
         Jeder soll nach seiner Fasson selig werden.

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  NGC 5965 und Kollegen
Geschrieben von: Christoph - 07.05.2020, 20:18 - Forum: Deep Sky - Antworten (5)

Hallo!
Während der Schönwetterkatastrophe brauchte ich ein Objekt als Selbstläufer. Als mir Ralf ein rätselhaftes Bild mit Namen "Draco-Galaxie" zusandte, und auch dem Bild wenig zu sehen war, fiel die Wahl auf NGC 5965 und Umgebung.

Insgesamt kamen in vier Nächten ungefähr 6,3 Stunden an L am 12" Newton bei 1123 mm Brennweite mit der G2-8300FW zusammen. Daneben machte ich mit dem 12" Newton fast 2 Std RGB mit der G28300FW und am 7" APO etwa 4,5 Std RGB mit der ASI293MCPro.
Die Grenzgröße kratzt an 24 mag, hätte vielleicht länger belichten sollen! Tongue

       

Der Hintergrund ist ein wenig unruhig aufgrund von galaktischen Staubwolken, deshalb auch etwas rötlich. Manche Bögen sind allerdings sicher intergalaktisch.

Die Bezeichnungen mit astrometry.net:

   

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  M 94 - Cat's oder Croc's Eye - jedenfalls schwierig
Geschrieben von: Lars - 06.05.2020, 22:10 - Forum: Deep Sky - Antworten (5)

Hallo nochmal,

unter den Wunschgalaxien für dieses Frühjahr war bei mir auch M94. 
Diese Galaxie war mir weder visuell noch fotografisch bekannt, bis ich bei astrobin eine Aufnahme sah. Der schwache Halo hat mich sofort interessiert und ich meine, daß es unter den Messierobjekten kein vergleichbares Beispiel gibt.

Die Aufnahmen entstanden wieder am AOM-Refraktor 160/1600, und zwar vor der Bearbeitung der M82-Daten. Es war also umso spannender abzuwarten, welche Auflösung zu erreichen ist.

Die Belichtungsdaten sind mit der ASI1600mmc:
L = 274 x 60 s (gain 100) = 4,5 Stunden 
RGB = 61 / 33 / 71 x 90 s (gain 100) = 4,1 Stunden

Bei CCD-Kameras werden ja oft die Farben im 2fach-Binning belichtet, um das schwächere Signal gegenüber der Luminanz auszugleichen.
Da echtes hardwaregestütztes Binning mit CMOS nicht funktioniert habe ich überlegt, einfach die Belichtungszeit heraufzusetzen, um das Signalniveau zwischen der Luminanz und den Farbkanälen anzugleichen.

Das "Sahnehäubchen" an dieser Galaxie ist die ringförmige innere Struktur mit den bläulich leuchtenden Sternentstehungsregionen und die schwache durchscheinende Spiralstruktur. Mit optimaler Helligkeitsverteilung lässt sich das Zentralgebiet nur insoliert darstellen - zusammen mit dem diffusen äußeren Halo wird es recht hell.
Bei der Bearbeitung habe ich versucht, den Sternen mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Die unterschiedlichen Sterndurchmesser je Farbkanal führen schnell zu Farbsäumen, zumal der Hintergrund hier stark gestreckt werden sollte. Die starnet-Prozedur mit Entfernen und Anpassen der Sterne habe ich deswegen beim RGB-Bild zusätzlich angewendet. Trotzdem bleiben Streulicht- und Farbeffekte bei den hellsten Sternen übrig - beim hellsten Stern oberhalb der Galaxie ist der ungleichmäßige Streulichthof schon in der Luminanz.
Dafür scheint die Auflösung im Zentrum ganz passabel zu sein. Hierfür habe ich die bessere Hälfte der Luminanzbilder gesondert gestackt und geschärft.

Ein Ausschnitt In 40%iger Auflösung:

[Bild: M94-2020-LRGB-Aim11A-40pr1110x768-hp.jpg]

Für die farbliche Abstimmung habe ich noch zwei weitere Varianten erstellt:
Zunächst mit etwas weniger Blau in den helleren Tonwerten:
[Bild: M94-2020-LRGB-Aim11AA-40pr1110x768-hp.jpg]

Dazu gibt es bei astrobin die 100%-Größe:
https://www.astrobin.com/glh88z/0/

Eine leichte Anhebung von Rot:
[Bild: M94-2020-LRGB-Aim11AB-40pr1110x768-hp.jpg]


Bei Gelegenheit möchte ich die Scheibe nochmal getrennt bearbeiten als Bildausschnitt ohne den großen Halo. Die Tonwerte lasssen sich dann besser verteilen und der Kontrast verbessert sich.


Gruß Lars

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  Canon 5D mk3 an Tal 150 Siberian
Geschrieben von: Johannes Röll - 06.05.2020, 18:29 - Forum: Fotografie - Antworten (4)

@ Florian B.
Ja, ich bin tatsächlich mit der Canon 5D mk3 an‘s Teleskop, weil ich noch nichts anders habe.

Von Omegon gab es günstig einen Adapter für Okularprojiktion + den passenden für Canon und fertig.
Ist aber nicht perfekt, weil die Vollformat nicht ganz ausgeleuchtet wurde. Sieht man ja auf den Bildern.
Muss das mit der Canon noch weiter studieren und mehr praktische Stunden sammeln. Hab das noch nicht alles ausgereizt.

Wäre noch eine Möglichkeit, mit dem Smartphone und einen entsprechenden Adapter. Aber ob sich das lohnt...? Hat da jemand Erfahrung?

Blöd ist aber aktuell, dass ich mit der Okularprojektion nur das 42mm Okular dafür nutzen kann. Bei den anderen Okularen (25,15mm) ist der Fokuspunkt zu nah am Auszug, und so nah komm ich mit den ganzen Bauteilen nicht ran. Somit steht aktuell nur die 28fache Vergrößerung zur Verfügung. Höchstens noch mit der 4-fach Barlow dann 114-fache Vergrößerung. Muss ich mal probieren ob das klappt. Aber dann wird der Aufbau recht lange...

Sind ja alles Einzelbilder. Jedes nur 30 Sekunden Belichtungszeit  

   
   


Gruß Johannes

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  Gekühlte DSLR - eine Seltenheit - CDS Cooled 6D
Geschrieben von: Florian B. - 03.05.2020, 18:59 - Forum: Fotografie - Antworten (4)

Servus,

ich habe endlich meine Traumkamera zu Hause und bereits erste Tests gemacht: Eine modifizierte, gekühlte EOS 6d von CentralDS aus Südkorea - die CDS Cooled 6D. Ich bin vor einigen Monaten über eine fast neue EOS 6d gebraucht gestolpert und habe nach kurzen Tests zu Hause gedacht: Die wird jetzt "gepimpt"!  Big Grin

Ich habe mir schon lange Gedanken gemacht, wie ich in der Astrofotografie das thermische Rauschen besser in den Griff kriege für lange Belichtungen. Zudem mache ich gerne Aufnahmen aber auch Zeitraffer von Atmosphärischen Erscheinungen, wie NLCs.
Nur für Astrofotografie im Deepsky-Bereich würden wohl alle zu einer "reinrassigen" gekühlten CCD oder CMOS Kamera greifen. Aber:

1. Dann brauche ich immer einen PC, oder einen Mini-PC wie ein ASI-Air plus Tablet, oder eine Standalone Variante wie von der Firma Astrel.

2. Ich muss immer rausfahren - also je weniger ich mitnehmen, verkabeln und Aufbauen muss, desto besser.

3. Die Kühlung mit den Peltierelementen alias TEC (Thermoelectric Cooler) fressen häufig viel Strom. Bei typischen 12V je nach Einstellung 1,5 bis zu 4 Ampere. Ich habe zwar eine "fette" Powerbank mit 400Wh, aber wenn alles angeschlossen ist, dann ist die Kühlung schon ein Energiefresser!

4. Meine Zeitraffer-Geschichten: Eine optimale Steuerung für Belichtungs-Ramping, noch in der Dämmerung, gibt es mit dem Komfort und den Möglichkeiten für die Astrokameras nicht. Für DSLRs und DSLMs schon. Ich nutze auf dem Tablet/Smartphone qDSLRdashboard als Steuer-App.

So bin ich nach vielen Überlegungen und Vergleichen immer wieder zu gekühlten DSLRs gekommen. Es gab 2016 und 2017 mal eine kurze Phase, wo die bekannten großen Astro-Shops solche hatten: EOS 700da cooled oder eine Nikon 5300 cooled usw. - aber leider hat niemand damit Geld verdient, die Nachfrage war zu gering und die TECs waren auch noch sehr Strom-hungrig. Eine Vollformat DSLR gekühlt habe ich auch nie dort gefunden. Mittlerweile gibt es diese Teile nicht mehr.

So bin ich zur Südkoreanischen Firma Central-DS gekommen. Es gibt nur sehr wenige Geräte in Deutschland, es gibt wenig Erfahrung mit dieser Firma. Allerdings werden die auch in USA und Kanada über Astro-Shops angeboten. Aber neu kosten sie auch noch. Wenn man eine Kamera kauft aus Korea, umgerüstet, dann wird am Ende auch noch viel Steuer fällig beim Zoll.
Central DS bietet aber auch Umrüstung der eigenen Kamera an. Perfekt für mich - ich hatte ja eine günstige 6d ergattert.  Cool

Wenn man etwas Englisch kann, geht die Kontaktaufnahme recht leicht. Manchmal dauert es zwei, drei Tage, dann meldet sich aber auch immer jemand. Nach einigem Schreiben habe ich die Kamera auf die Reise geschickt nach Südkorea. Schön bezahlt bei der DHL, aber am Ende hat es schon über 3 Wochen gedauert (komisch, zurück über UPS hat's nur 4 Tage gedauert...). Und dann kam die Corona-Pandemie ja auch zu uns und in Südkorea hat trotz der guter Maßnahmen auch hier und da ein größerer Lockdown stattgefunden. Eigentlich dauert alles vom Versand, Umbau bis zum Erhalten der Kamera ca. 5-6 Wochen. Central-DS hatte aber wie Firmen weltweit so seine Probleme, mit Bauteilen etc. zum Besorgen. Am Ende hat alles 13 Wochen gedauert. Aber was will man machen? Man kann nur warten und nachfragen. Zwischendurch haben sich die Südkoreaner aber auch gemeldet und entschuldigt, aber sie sind da teilweise auch machtlos.

Letzte Woche war die neue CDS 6d dann endlich da. Der Zoll hatte über UPS von mir den Kaufnachweis mit Seriennummer der Kamera, das ich die in Deutschland schon gekauft habe und Central DS nur "repariert" und modifiziert hat. Auf jeden Fall hatte ich da keine Zusatzkosten.

Die DSLR ist nun eigentlich keine DSLR mehr. Seit einigen Jahren hat Central-DS eigene Gehäuse konstruiert, optimiert für beste Belüftung der warmen TEC-Seite. Die 3. Generation für die 6d hat nun auch eine Lüfter-Peltierelement Kombi die nur 5-6 Watt elektrischer Leistung braucht um auf 20 Grad unter Umgebungstemperatur den Sensor zu kühlen.  --> Perfekt für meine mobilen Anforderungen mit Powerbanks.  Daumen hoch

So sieht das "Monster" aus:

       

Der Sensor wurde aus dem Gehäuse der DSLR ausgebaut und in den Vorbau verlagert. Alle Steuerungen sind erhalten. Vorne dran ein EF-Adpater, der Arbeitsabstand ist wieder 44mm. Man kann aber auch direkt adaptieren an ein Teleskop. Der EF Adapter hat keine elektrische Übertragung, man muss bei Verwendung eines Objektives also an einer anderen DSLR vorher die Blende wählen und das Objektiv bei gedrückter Abblendtaste entfernen. Ist easy!  Big Grin  Es gibt einen Adapter mit externem Kabel das eine elektronische Verbindung ermöglicht, war mir aber zu zerbrechlich. Der EF Adpater hat einen Filter-Drop-In Halter. Ich kann verschiedene 2" Schraubfilter einbauen und einfach rein schieben. Es gibt auch glaube ich eine 54mm Variante. Man muss auf jeden Fall mit Filter arbeiten, die 2 bis 3mm optische Dicke aufweisen.  Exclamation Mein UV/IR Cut Filter von Baader hat 2mm. So kommt bei normalen Objektiven wieder in den Fokus! Der Sensor ist mit einem Hoya Klarglas geschützt im Vorbau und die üblichen normalen Filter auf dem Sensor wurden entfernt, wie bei den meisten üblichen Astromodifikationen.
Der Verschluss rattert hinten zwar noch, aber ist nutzlos. Ich betreibe die Kamera im Silent Modus. Der Spiegel fällt damit auch weg, er ist noch da, soweit ich weiß aber durch den Sucher sieht man dann also nichts mehr. Aber nachts nimmt man eh immer den Liveview mit Digitalzoom. 
Jetzt ist auch der enge Spiegelkasten weg und damit Beugungsartefakte an hellen Sternen in Form einer Kreuzblende sollten der Vergangenheit angehören!

   

Hier seht ihr einen CAD Schnitt, an einer Nikon DSLR und was noch so alles machbar ist: http://www.centralds.net/cam/?p=9885

Die Kamera hat links am neuen Vorbau-Gehäuse einen Anschluss für Strom zur Kühlung und einen für ein Thermometer. Und der Verbrauch liegt echt nur bei ca. 5 Watt:

           

Das Gewicht hält sich in Grenzen und hat nur ca. 400 bis 450 Gramm mehr als der ursprüngliche Body! 
Die Kühlung wird über die Powerbank betrieben. Die Kamera an sich über den normalen LP-E6 Akku oder Akkudummy und dann separat auch an der Powerbank.

Hier sieht man visuell den Unterschied beim Rauschen (ihr seht hier nur das rechte untere viertel der Bilder, Lightroom hatte mit dem komprimieren Probleme bei den Rauschbildern). Links die 6d ohne Kühlung, rechts mit Kühlung:

       

Beide Kameras wurden mit denselben Parametern getestet, 5 Minuten Liveview Vorlauf, dann 5 x 5 Minuten bei ISO 6400 mit 5 Sekunden Pause zwischen den Bildern. Ihr seht das Rauschen des jeweils letzten Bildes nach 30 Minuten aktivem Sensor also. In Lightroom aufbereitet, alle Bearbeitung deaktiviert und nur um 3 Blenden aufgehellt um das Rauschen gut zu sehen.

Mit Kühlung ein enormer Unterschied. Zudem gibt es durch die Verlagerung in den Vorbau kein Verstärkerglühen mehr, was bei der 6d zwar minimal, aber sichtbar ist. Die Kühlung regelt fest auf Maximum, laut Angaben 18 Grad unter Umgebungstemperatur, bei sind es fast genau 20 Grad!

Eine ungekühlte DSLR/DSLM hat immer einen Wärmestau im Gehäuse. Die Kameras sind für so lange Belichtungen eigentlich nicht gebaut. Nach Recherche im Netz geht nach 15 bis 30 Minuten die Bildsensor Temperatur auf 10 - 12 Grad über Umgebungstemperatur hoch in den meisten Fällen. Also habe ich bei der CDS 6d im Gegensatz zur ungekühlten Variante ein Temperatur-Delta von 30 bis 32 Grad.

Weitere Tests folgen am Nachthimmel und vielleicht nochmal im Vergleich. Schade nur dass ich die letzte gute Wetterphase leider nicht nutzen konnte.

Am Ende, denke ich, bin ich aber ein echter Exot mit dieser Kamera, oder?  Cool

Grüße,

Florian

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  Eine Deep Sky Zumutung
Geschrieben von: Ralf - 03.05.2020, 14:09 - Forum: Deep Sky - Antworten (13)

für Euch, da Ihr mit Eurer Nase fast bis zum Bildschirm vorrücken müsst um auch die feinsten Miniatur-Galaxien erkennen zu können. Das sind dann Beobachtungstechniken wie bei der visuellen Deep Sky Beobachtung gefragt, wenigstens aber das Tragen einer „Nahsichtbrille“ für die Weitsichtigen. Tausende Galaxien wollen schließlich gesehen werden.
Das riesige Feld zeigt den Herkules Superhaufen, mittig Abell 2151.

Die Belichtungen fanden am 23, 24, 25 und 26.4.2020 statt. In diesen vier Nächten am Stück kamen 272x 150s Einzelbelichtungen zusammen, was addiert 11 1/3 Stunden Belichtungszeit entspricht.
Optik Apo ASL 180/900 an unmodifizierter Canon 6d. Das Bild ist die 100% Version, nur die Ränder mit Vignettierung wurden ausgeschnitten. Allerdings leidet die beigefügte unter 2 MB Darstellung schon sichtbar zum Original.

Bearbeitet von mir ausschließlich mit Astro-Pixel-Prozessor. Das Summenbild war erst dann in Ordnung, als Darks, Flats, Darkflats und Bias verwendet wurden. Obwohl die Temperaturen geschwankt haben und Daten aus verschiedenen Nächten verwendet wurden ist es deutlich besser als nur Lights und Bias zu verwenden.
Hier hat mich Max mit seinem PC-Geschick und seinem schnelleren Rechner unterstützt beim „Stacken“und auch der sechs Kernprozessor braucht für das Rohbild mal gute 2 Stunden Rechenzeit.
Die Gradientenentfernung macht der „APP“ sehr gut. Es blieb ein etwas unruhiger roter Hintergrund, den ich zunächst für Rauschen oder Aufnahme- bzw. Bearbeitungsfehler hielt.
Der Vergleich zu dem Profibild zeigt jedoch, dass der fleckige Hintergrund durchaus real ist!
( Danke für den Link Christoph )
Seht hier:
Allerdings ist für das Betrachten beider Bilder jeweils ein dunkler Raum und kontrastreicher Monitor erforderlich.
Die „Rotschwäche“ der Canon 6d lässt sich bei den Sternen noch einigermaßen hinbiegen, bei den Galaxien wird diese Schwäche sichtbar, während die blaulastigen Galaxien herausstechen.
Die Canon liefert mit Ihren 6,6 µm großen Pixeln Vor – und Nachteile. Das relativ gute Rauschverhalten einerseits, die eingeschränkte Auflösung am 180/900 als Nachteil.
Das fehlende Auflösungvermögen mit ca. 1,5“/Pixel macht sich bei den kleinen Galaxien bemerkbar. Im Summenbild zeigt sich die FWHM – Werte größer als 3, siehe Auswertung anbei.
Die Einzelbilder lagen bei ca. 2,5 und teils besser. Daraus könnte nun auf ein Limit von 4 Bogensekunden geschlossen werden, was aber nur die mittel hellen Sterne betrifft während die Auflösung an kleinen Galaxien dennoch profitieren würde mit kleineren Pixeln!
Darauf hat mich Lars schon hingewiesen, aber diese Aufnahme zeigt es nun deutlich.
So wurde jedenfalls die Canon 6d an Ihre Grenzen gebracht und Christoph hat eine Grenzgröße um die 23mag gemessen. Manche Objekte mit 22,7mag fehlten während Anderseits 23,2mag zu erkennen war. Alles mit etwas Unsicherheit verbunden, aber um die 23mag sollte passen nach Christophs Messungen.
Die Sternabbildung bei der Aufnahme sehr ordentlich ging eine Justage an Linse 5 am 18.4.20 voraus. Die Teleskoplage nach Osten zeigend zeigt auch eine gewisse Verbesserung als zum Zenit. Ich bin gespannt, ob Karsten es so durchgehen lässt?
Die Durchsicht war in den Nächten gut, wenn auch nicht hervorragend. Das Seeing im Mittel gut und jedenfalls deutlich besser als in den sonst stürmischen Nächten. Das Objekt stand zu Aufnahmebeginn jeweils nach 22.00Uhr erst knapp über den Bäumen und nicht besonders hoch über dem Horizont. Richtig dunkel wurde der Hintergrund erst am 23.00Uhr. Um in der Arbeitswoche überhaupt Aufnahmen gewinnen zu können, sage ich Danke an meinen Sohn Max, der am Mittwoch und Donnerstag die Kuppel so um 01:30Uhr schloss und die Geräte parkte. Da war ich jeweils schon im Bett. Freitag und Samstag erledigte ich das dann selbst.
Viel Spaß beim „Galaxiensuchen“
   
Ralf

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  Testaufnahmen mit einer Canon EOS 600Dm
Geschrieben von: Astrokarsten - 03.05.2020, 09:55 - Forum: Fotografie - Antworten (4)

Hallo Astrofreunde,

ich spiele schon lange mit dem Gedanken mich fotografisch weiter zu entwickeln. Geplant ist auf jeden Fall mal eine CCD im LRGB Verfahren. Aber es tut sich derzeit so viel am Markt, dass ich warte und nicht so richtig weiss was gerade richtig ist. Die empfindlichen CMOS Kameras von QHYCCD sind eine Alternative.

Johann Schiffmann von  Wega Telescopes ist auf mich zu getreten und hat mir eine gebrauchte Mono EOS 600 Dm angeboten, weil wir schon oft darüber geschrieben hatten. Vor zwei Wochen konnte ich das Paket auspacken und bei der letzten Schönwetter Katastrophe vier Nächte belichten. Zwei Nächte an M81[url=https://www.balkonsternwarten-netzwerk.de/lexicon/index.php/Entry/9-M81/][/url]/82 und 2 Nächte an NGC7023.

DIe 600D wird aufgrund der sehr guten Rausch-Werte dafür genommen und von der Bayer Matrix befreit. Theoretisch hat man damit die komplette Auflösung. Die Empfindlichkeit nimmt nicht zu, weil auch die Microlinsen entfernt werden.

Nachstehend habe ich ein Bild von NGC7023 mal quick n dirty bearbeitet. Nur die Daten reduziert, hoch gezogen und den Kontrast erhöht. Ich denke man kann das Potential der Mono Kamera deutlich erkennen. Das Bild wurde am ED80 fotofrafiert und integriert 11 Stunden Licht aus 10min Einzelbelichtung bei ISO800.

Mich interessiert sehr was ihr darüber denkt! Los gehts....

   

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  Der Whirlpool im All
Geschrieben von: Astrokarsten - 03.05.2020, 09:35 - Forum: Deep Sky - Antworten (3)

Hallo Astrofreunde,

am 28. und 31.03.2020 konnte ich bei herrlichen Bedingungen (SQM-L 21,65) Messier 51 fotografieren. Corona hat auch gute Seiten. So einen klaren und transparenten Himmel hatte ich lange nicht. Insgesamt kam am ED80 eine Belichtungszeit von 10:50 Stunden zusammen. Wie immer wurde die Ausrüstung mit Sucherguiding auf der NEQ6 nachgeführt und das Material mit PixInsight bearbeitet.

Am 28.03. -- 35x600s bei ISO 800 und am 31.03. -- 60x300s bei ISO 800 mit der EOS400Da.

So nun seht selbst

   

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  Astro-Kamera ø 44mm, Höhe 13 mm
Geschrieben von: Christoph - 03.05.2020, 07:49 - Forum: Suche - Antworten (10)

Hallo!
Da ich eine alte Schmitt-Kamera (140 mm / 225 mm) ins digitale Zeitalter katapultieren möchte, suche ich eine passende USB-fähige Kamera.

Hat einer eine Ahnung, ob es eine astro-taugliche USB-Kameras in der Größe von ca. ø 44m und einer Höhe von 13 mm gibt?

Groß darf / muss der Chip nicht sein, da das Bildfeld eh kugelig ist. Aber so 5 mm in der Diagonale müssten einigermaßen hinhauen (ja, ja, ich weiß: eigentlich Frevel an einer Kamera, die ein 24 mm x 36 mm - Bildfeld hat).

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