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  118. Astro-Stammtisch
Geschrieben von: CorCaroli - 12.07.2019, 15:15 - Forum: Treffen, Termine und Veranstaltungen - Antworten (35)

Hallo,

Nach dem Stammtisch ist vor dem Stammtisch.
Für August bietet sich der 15. an, am diesem Tag ist Vollmond.

Ebenfalls würde der 8. August gehen, hier geht der Mond erst nach Mitternacht unter.
Am Donnerstag den 22. August wird es immer noch spät dunkel, so das ein Stammtisch nicht so sehr mit Beobachtungsmöglichkeiten kollidieren würde.

Wo wäre dann der Stammtisch?

Ich selbst könnte nur am 8. oder 22. August zum Stammtisch kommen, am 15. habe ich Spät/Nachtschicht.

Viele Grüße
Gerd

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  Das Universum in 14 mm ...
Geschrieben von: Andreas-TAL - 09.07.2019, 20:02 - Forum: Beobachtungsberichte - Keine Antworten

... könnte das Thema des Abends und der Nacht von Montag auf Dienstag gewesen sein. Ich habe aktuell ein Okular der neuen SSW Okularserie hier vor Ort (14mm) und wollte das mal testweise an meinen TAL-250K ausprobieren.

           

Also holte ich ähnliche Okularbrennweiten ganz verschiedener Serien heraus und hatte ein munteres Okularvergleichen über komplett andere Designs hinweg. An den Start gingen das 12,5mm Baader Genuine Ortho mit 40° Gesichtsfeld, das VIXEN LVW mit 13 mm und 65° Gesichtsfeld, das TAL Ultrawide UWA 15mm mit rund 80° Gesichtsfeld und das VIXEN SSW in 14mm, was bei  83° Gesichtsfeld liegen soll.

Also ein recht schräges Vorhaben: Alles wird heute Abend mit nahezu identischer Vergrößerung beobachtet.

Ziel war es, das Verhalten des TAL-250K in Bezug auf verschiedenen Okulare genauer zu untersuchen. Denn das Problem ist ein recht komplexes, mein 10“ Klevtsov hat kein komplett flaches Gesichtsfeld, sondern es ist leicht kissenförmig dreidimensional verzerrt (also wölbt sich wie ein Netz mit Gewicht in der Mitte etwas nach „unten“. Ebenso hat es (auch systembedingt) einen gewissen Astigmatismus im Feld. Das macht die Okularwahl nicht einfacher. Grundsätzlich sieht man natürlich mit jeden Okular etwas und auf der Achse auch scharf. Darüber hinaus braucht es aber Okulare, die kurioserweise NICHT absolut perfekt sind. „Perfekt“ wäre ja nach dem üblichen Maßstab ein flaches Gesichtsfeld und ein komplett kompensierter Feldastigmatismus. Ideal funktionieren am Klevtsov aber die Okulare, die im Feld dieselben Abweichungen wie das Teleskop aufweisen, aber mit umgekehrten Vorzeichen. In der Summe heben sich dann beide Fehler gegenseitig auf und es entsteht ein perfektes Bild.

Die andere Alternative: Ein Gesichtsfeld, das klein genug ist, damit die Abweichung neben der Achse erst gar nicht bemerkbar groß werden kann. Aber schick sind ja gerade Okulare von 80° Gesichtsfeld aufwärts ...

Perfekt korrigierte Pentax, Nagler, ExploreScientific, Televue ... Okulare, deren Designer wahrscheinlich unendlich viel Mühen darauf ausgerichtet haben, ein möglichst fehlerfreies Okular zusammenzubasteln, helfen mir überhaupt nicht weiter. In den ersten Reviews der SSW Okulare im englischsprachigen Bereich, ging es stattdessen immer wieder darum, dass diese offenbar kein komplett flaches Feld aufweisen und auch der Astigmatismus im Feld nicht vollständig korrigiert zu sein scheint. Was als Kritik gemeint war, könnte für den Klevtsov passen.

Erstes Ziel der Nacht nach dem Alignment war Jupiter, was aber gegen 23:00 Uhr noch unsinnig war (zu tief und zu schlechtes Seeing - draußen und im Tubus).

Also wieder mal auf zu Epsilon Lyrae.
BGO: Heimspiel auf der Achse, definiertester und kontrastreichster Anblick über alle Okulare hinweg. Sehr schön getrennt mit deutlichem schwarzen Zwischenraum
LVW: Standen den BGO wenig nach, etwas unschärfer, aber wirklich nur, wenn man direkt zwischen beiden hin und her wechselte und sehr genau schaute.
UWA: Schwächster Anblick bei diesen Objekt. Der Einblick wirkt eher wie mit leichtem Weichzeichner. Nadelfeine Sterne waren das nicht.
SSW: Erstaunlich kontrastreich, klar und scharf. Vom Empfinden her waren die BGO noch etwas schärfer und ruhiger (was aber auch an dem engeren Gesichtsfeld liegen könnte, dass den Fokus noch mehr auf die Achse führt).

Wega:
Der Vergleich am Stern zeigte nahezu identische Resultate. Die Farbreinheit war bei allen dreien sehr ähnlich, lediglich die UWA zeigten Wega einen Ticken mehr in Richtung Elfenbein oder Creme. Der etwas geringere Kontrast führte dann vielleicht auch dazu dass Wega durch die UWA gesehen als nicht so extrem scharf begrenzt empfunden wurde.

M57
BGO: Immer noch ein Heimspiel für das BGO, zumindest wenn es um den planetarischen Nebel selbst ging. Der Kontrast litt natürlich unter dem Mondlicht, aber auf den außerhalb des Rings stehenden kleinen 13 mag hellen Stern, ließ sich sehr schön scharf fokussieren.
LVW: Sehr schönes, scharfes Bild über das gesamte Gesichtsfeld hinweg, alle Sterne waren sehr fein und scharf dargestellt, bis zum Rand der 65° Abbildung. In der Mitte konnte das LVW weder mehr, noch weniger Kontrast aus dem planetarischen Nebel herausziehen. Dafür passten die Bedingungen einfach nicht.
UWA: Auch hier landet ihr das Okular auf dem letzten Platz. Das lag vor allem daran, dass die Fokusdifferenz zwischen dem Rand (gut, das hat 80° Gesichtsfeld) und dem Fokus auf der Achse 1,5 mm beträgt. In der Mitte war fast ein Sternscheibchen zu sehen, wenn ich auf einen Stern ganz am Rand des Gesichtsfeldes fokussierte
SSW: Die Überraschung des Abends. Das Bildfeld ist bis zum Rand der 83° scharf begrenzt. Ich habe mehrmals über die 1:10 Untersetzung auf den Rand oder auf die Mitte fokussiert und dann jeweils das Andere geprüft. Ich komme allenfalls auf eine Fokusdifferenz von 0,15 mm.

Mond - Krater Aristillus und Autolycos
BGO: Das BGO zeigt enorm feine Details innerhalb der Krater und in den Kraterwänden, die teilweise wirklich dreidimensional gestuft erscheinen. Die BGO sind definitiv eine Hausnummer bei kontrastreicher Abbildung auf der Achse. Auch die Schattenwürfe waren in den Phasen guten Seeings sehr kontrastreich dargestellt.
LVW: Im Eindruck nochmals eine Steigerung zu den BGO, was an dem großen Gesichtsfeld liegt, dass alles nochmal plastischer erscheinen lässt. Der Mondrand ist durch die atmosphärische Dispersion, mit einer feinen hellgelben Linie versehen. Erstaunlicherweise ist die Farbe bei den LVW deutlich geringer als bei den SSW, die die Farbe am Mondrand deutlich stärker zeigen.
UWA: Hier verlieren die UWA am deutlichsten, weil die Unschärfen nach 2/3 des Gesichtsfelds stark zutage treten. Faktisch liefern die Teile ein zu ebenes Bildfeld ab.
SSW: Sehr schöner Kontrast und erneut über das komplette Gesichtsfeld von 83° scharf. Diese Randschärfe ist schon sehr beeindruckend. Es gibt faktisch keinen Unterschied zwischen dem äußersten Rand und der Achse.
Hier taucht aber auch ein Problem auf, was im dunklen Hintergrund eher verschwindet. Die Augenmuschel kann herausgedreht werden, damit das Auge eine passende „Auflage“ (max. 13 mm Augenabstand) hat. Das funktioniert sehr gut. Die oft beschriebenen Einblickprobleme (Kidney Beaning, unruhige Einblickposition) tauchen bei mir mit diesem Abstand nicht auf. Allenfalls pendle ich einen Hauch mehr als wie bei den LVW.
Aber durch die herausgedrehte Augenmuschel entsteht so etwas wie ein mechanischer Tunnel, der im Einblick zu sehen ist. Gefühlt ist der Einblick nicht größer als wie bei den LVW. Was man machen kann ist natürlich dann in dieser Position schräg hineinzublicken und siehe da: Dahinter (also hinter diesem Tunnel) geht’s weiter ... das ist schade, weil sich auf diese Art und Weise ein „Spacewalk-Effekt“ nicht einstellen will. Es ist eher wie der Blick aus einem Bullauge und wenn man dann vor dem Bullauge den Kopf dreht, sieht man rechts/links/oben/unten, dass das noch mehr zu sehen ist (das ist der treffendste Vergleich der mir gerade einfällt).
Ich weiß nicht, ob das bei anderen 83° Okularen anders ist, bei den UWA ist das z.B. nicht so ausgeprägt.
Wenn ich dann den Augenabstand verringere (Muschel reindrehe) wird es „spacewalkiger“, aber so ab 7-8mm Abstand taucht dann sehr deutlich das Kidney Beaning auf.
Da weiß ich ehrlicherweise nicht, ob mir das gefällt.

H & chi Persei
BGO: Macht keinen Sinn, das Gesichtsfeld ist zu klein.
LVW: Einer der beiden Sternhaufen passt perfekt in das Gesichtsfeld. Randschärfe, Farbigkeit, Kontrast sind das was ich beim Klevtsov als nahe am Optimum bezeichnen würde.
UWA: Auch hier stören wieder die unscharfen Sterne am Rand und wenn man zwischen Rand und Achse mittelt, dann ist das ganze Bild irgendwie unbefriedigend.
SSW: Hier spielen das SSW erneut seine Stärken aus. Absolut randscharf, Kontrast und Farbe passen wie bei den LVW sehr, sehr gut. Der dunkle Ring/Rand verschwindet hier, deutlich leichter im Vergleich zum Mond, so dass sich eher das Gefühl von Schweben im Raum einstellt. Aber (zumindest in der Erinnerung) nicht perfekt.

Ach ja, Jupiter und Saturn waren dann kurz nach Mitternacht (trotz Maintal) erstaunlich kontrastreich. Sehr klare Strukturen im dunkleren der beiden Äquatorbänder Jupiters, vor allem die Begrenzung erschien wie mit eine feinen Tuschpinsel nachgezogen. Die nachfolgenden Bänder bis zu Pol (insgesamt waren 5 sichtbar) waren auch deutlich zu sehen - und das ohne ADC.
Kein Wunder, dass Saturn dann auch sehr fein und präzise im SSW Okular stand. Die Cassinitrennung war fast umlaufend zu erkennen und neben dem helleren Äquatorband war ein zweites, etwas oberhalb zu sehen. Schau an, Achse können sie, die SSW am Klevtsov.

Andreas-TAL

Ergänzung: In der darauffolgenden Nacht war nochmals draußen um die oben beschriebenen Beobachtungen gegenzuprüfen. Bei weitaus schlechteren Bedingungen konnte ich aber im wesentlichen alles oben geschriebene auch dieser Nacht wiederfinden. Einzig - und war der Grund für die "Verlängerung" in eine zweite Runde - ist der oben geschilderte "Tunnel" des SSW doch nicht so störend, wie in der ersten Nacht empfunden. Es ist eine sehr feine Einstellung der Augenmuschel sinnvoll, um so nah wie möglich an die Okularlinse zu kommen, bevor die eigene Iris als Blende wirkt und Teile des Lichtstrahls aus dem Okular abblendet und so die berühmten Bohnen im Bild erzeugt. Hat man den aber gefunden, ist es dann doch ein schöner An- und Einblick, selbst wenn das Einblickverhalten etwas unruhiger wird. Scheinbar muss man sich auch in so große Gesichtsfelder erst "einsehen".

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  NLC Schauspiel Juni 2019 - Timelapse und Panorama
Geschrieben von: Florian B. - 08.07.2019, 18:44 - Forum: Blauer Planet - Antworten (5)

Servus,

in der Woche um den 21.06.2019 waren ja recht häufig und teilweise ungewöhnlich starke leuchtende Nachtwolken sichtbar. Ich habe sie am 15.06, am 17.06, am 21.06 und 27.06.2019 fotografiert und sogar Zeitraffersequenzen aufnehmen können.
So häufig auf Jagd nach NLCs zu gehen, war mir durch eine Woche Arbeitsurlaub für unser Feuerwehrfest und Jubiläum in Rottendorf, möglich. Ich glaube so viel fotografiert und Zeitraffer aufgenommen, wie in der Woche und folgende Tage vom 15.06 bis 24.06.2019, habe ich noch nie.

Am Start war meine EOS80d. Diese und Stativ sowie ein Hocker, und weiteres Sachen waren quasi permanent im Auto. Ich war in der Woche überwältigt, was ich ablichten konnte. Aber seht selbst. 

Hier das Video mit beeindruckender NLC-Dynamik



Die Dynamik der NLC ist echt sehr hoch, sie bewegen sich schnell. Generell habe ich mit Objektiven im Weitwinkelbereich gearbeitet, lichtstark bei Blende 1.4 oder 1.8, trotzdem sind bei 6 Sekunden schon im digitalen Zoom schon erste Unschärfen zu erkennen. Aber ich wollte wegen der EBV den ISO immer bei 100 belassen. Mit den lichtstarken Gläsern geht das.
Die Dynamik zeigt auch, dass die Hauptströmung eigentlich immer von Ost nach West läuft. Es ist sehr selten, dass die Wolken umgekehrt in Bewegung sind.

Und noch ein paar ausgewählte Bilder.

links - 15.06., 23:48 Uhr; rechts - 17.06., 22:59 Uhr
       

links - 21.06., 21:50 Uhr; rechts - 27.06., 23:45 Uhr
       

Viel Spaß beim Anschauen!

Grüße,

Florian

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  Tabbys Stern und Starlink
Geschrieben von: Philipp - 08.07.2019, 17:39 - Forum: Beobachtungsberichte - Antworten (2)

Hallo zusammen,

natürlich habe ich auch die gute Hochdrucklage mit den klaren und mondlosen Nächten genutzt. Diesmal war ich mehr mit dem 190/1000 mm Maksutov Newton von Skywatcher auf EQ6 am Werk, weil ich auch wieder mal Bilder machen wollte. Unter anderem auch von Pluto, was mir aber diesmal anscheinend nicht so ganz geglückt ist. Von den verschiedensten Objekten die ich Beobachtete und auch zum Teil Fotografierte (von Planetaren Nebeln und Sternhaufen in der Milchstraße bis hin zu Quasaren im Chepheus und Draco) suchte ich auch den inzwischen schon fast Berühmten und Mysteriösen Tabbys Stern im Cygnus auf. Er befindet sich unweit vom offenen Sternhaufen NGC 6866 im Cygnus und hat ca 12 mag, ist also leicht zu sehen und mit einer guten Aufsuchkarte zu indendifizieren. Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Berichten über den Verdunkelungsmechanismus bis hin zu Spekulationen über Außerirdische.

https://www.spektrum.de/news/tabbys-ster...er/1425556

Bei einer Aufnahme von NGC 7008 dem Fötusnebel fielen mir dann die beiden Linien diagonal durchs Bild laufend auf. Könnten das die Spuren der neuen Starlinksatelliten sein die uns Elon Musks SpaceX am Himmel vermacht hat? Bin mir nicht sicher und will das mal hier im Forum zur Diskusion stellen.



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  TeleVue Nagler Type 6, 11mm
Geschrieben von: CorCaroli - 07.07.2019, 18:17 - Forum: Biete - Keine Antworten

Hallo,

Ich verkaufe ein gebrauchtes TeleVue Nagler, Type 6, 11mm Okular.

Die Daten zum Okular:

  • Brennweite: 11mm.
  • Eigengesichtsfeld: 82°.
  • Steckhülse: 1¼".
Das Okular wurde intensiv genutzt und hat Gebrauchsspuren, besonders an der Steckhülse. Die Linsen sind ohne Kratzer, sie sind aber leicht verschmutzt.

[Bild: Nagler-1.jpg]

Weitere Infos gibt es auf meiner Seite: TeleVue Nagler, 11mm - corcaroli.de

Viele Grüße
Gerd

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  Verdacht auf morgendliche leuchtende Nachtwolken, 05.07.2019
Geschrieben von: Andreas Paul - 06.07.2019, 12:28 - Forum: Blauer Planet - Antworten (5)

Hallo,

Freitag war ich in aller Frühe draußen auf der Terrasse. Gegen ca. 04:30 BSZ (Bayerische SommerZeit).

Hoch am Himmel sah ich Wolkenstreifen. Nur schwach, bei indirektem Sehen indess gut wahrzunehmen.
Bewegten sich mit rasender Geschwindigkeit gen Osten.

   
Freitag, 05. Juli 2019, 04:34 MESZ

   
Freitag, 05. Juli 2019, 04:35 MESZ

Viele Grüße,
Andreas

 "Das gewalttätigste Element der Gesellschaft ist die Unwissenheit"
  Emma Goldmann
.

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  The Night After ...
Geschrieben von: Andreas-TAL - 01.07.2019, 23:26 - Forum: Beobachtungsberichte - Antworten (5)

The Night After ...

Parallel läuft ja meine Dokumentation des Klevtsov Umbaus, insofern greift das jetzt etwas vor, aber ein eine Woche später „nachgeschobener“ Bericht, ist jetzt auch nicht mehr so prickelnd für mich zu schreiben.

Also sei hiermit vorweggenommen, dass mein TAL-250K noch existiert - ergo ist der Umbau irgendwann ans Ende gekommen. Aber die Frage (auch für mich) blieb : 🤔... sieht zwar wieder aus wie ein Teleskop, aber funktioniert’s auch so?

Außer ein bisschen in der Gegend rumzukollimieren hatte ich noch nichts damit gemacht. Das sah zwar da schon sehr ordentlich aus, aber wer will sich schon die ganze Zeit für defokussierten Sternscheibchen begeistern? Also wollte ich die erste und beste (idealerweise beides gleichzeitig) Gelegenheit ergreifen.

Die Nacht vom Sonntag auf Montag schien recht passabel und bot gleichzeitig die Möglichkeit einen kritischen Blick auf die Seeingprognosen von MeteoBlue zu werfen, die allen Ernstes um die 0,6“ erwarteten. Mit schöner Regelmäßigkeit liegt der Algorithmus aber auch daneben. Sei’s drum: Es würde reichen abzuchecken, ob und wie das TAL-250K beinander ist.

Um es kurz zu machen: Es ist das beste TAL-250K rausgekommen, das ich je hatte.  Big Grin Big Grin Big Grin  

Es übertrifft sogar seinen Auslieferungszustand. Nun gut, Kritiker würden einwerfen, dass da auch nicht allzu viel dazu gehört. Aber ein paar Punkte sollen nachfolgend zeigen, dass da ein sehr ordentliches Teleskop in den Nachthimmel blickt.

Nach der irrsinnigen Hitze des Tages, fuhr ich gegen 22:15 Uhr bei 28,5 °C in den Odenwald und hatte die üblichen Aufbauarbeiten gegen 23:00 abgeschlossen. Anfangs fiel die Montierungssteuerung in RA aus, keine Ahnung warum, aber nachdem ich das Kabel von der Handbox zur Montierung „gedreht“ hatte (die Stecker sind ja beidseits identisch) ging’s wieder. Vielleicht hat irgendwo ein Staubkörnchen für ein Kontaktproblem gesorgt.

Der erste Hops ging zu Jupiter, schon allein weil das „SolarSystem Align“ bei meiner CEM60 Software nochmal präzisere Ergebnisse liefert, warum auch immer. Nun, der Herr des Himmels hatte noch ordentlich damit zu tun sich in der Atmosphäre höher zu kämpfen (hoch ist bei der aktuellen Deklination sowieso das falsche Wort - „unflach“ oder so ähnlich, trifft es besser“).

Also, mir ging es ja um die optische Leistung des TAL, mussten erst mal die Epsilon Lyrae Sterne herhalten. Die waren umgehend und ganz locker getrennt. Die Beugungsscheibchen standen „noch nicht“ muss man sagen, wenn man den Verlauf der Nacht betrachtet, ruhig da, waren aber schon in Ansätzen deutlich zu erkennen.

Von der Nähe angelockt, ging es zum ersten Höhepunkt der Nacht. Je länger ich (ich hatte die Genuine Orthos von Baader in allen ihren Staffelungen im Einsatz) beobachtete, desto heller und präsenter und konturierter wurde M57. Die beste Balance zwischen dunklem Hintergrund und M57 hatten die 6 und 7mm Orthos (303x und 354x). Das zeigt schon die Ausnahmebedingungen an, die von 23:30 bis rund 1:00 morgens herrschten.

Ich bin mir sehr sicher, dass ich an M57 zum ersten Mal sowas wie eine Doppelhelix gesehen habe. Also natürlich den äußeren elliptischen Ring und darin eingebettet und überlagt, die eher kreisförmigen Gasbänder, die sich dann über die Ellipse legen und diese auch seitlich „aufhellen“ - und das Ganze auch noch sehr konturiert. Das Auge konnte sich sich gar nicht an einem Detail festmachen, sondern flitzte von einer Struktur zur anderen.

Je dunkler es wurde desto besser waren die Augen adaptiert und dann war tatsächlich das möglich (so insgeheim hatte ich es gehofft), was mir am Klevtsov bisher nur 1x gelang. Stellenweise war der Zentralstern von M57 zu sehen. Nicht stabil und dauerhaft, auch nicht als fein definiertes Sternpünktchen, das hin und wieder aufblitzt, aber immer wieder als indirekte, aber deutlich sichtbare Aufhellung in der Mitte, mit einem manchmal hellgrauen „Kern“. 15,3 mag sind mit meinem 10“ Klevtsov eher selten drin. Einen kleinen Bonus gab es noch für 2 weitere Sekunden: Im Gasring von M57 selbst befindet sich (ziemlich direkt auf der gegenüberliegenden Seite des immer sichtbaren 13mag hellen Sterns, der außerhalb des Gasrings liegt), ein weiterer, lichtschwacher Stern eingebettet, mit rund 15.7 mag. Für 2 Sekunden blitzte dieser sehr deutlich und klar auf und verschwand dann wieder, ohne sich nochmals blicken zu lassen. Einbildung? Ich glaube nicht. Ich habe heute nochmal die Position aus der Erinnerung heraus skizziert und erst dann auf Sternkarten geschaut. Der Ort ist fast deckungsgleich ... 

Nach der erfolgreichen M57 Beobachtung machte ich mich wieder auf dem Weg zu Jupiter. Stellenweise war der schon besser, aber halt sehr, sehr tief, das merkte man in jeder Sekunde der Beobachtung. Nachdem ich den ADC dabei hatte, entfernte ich den ZS (der ADC geht nur geradesichtig, weil er zu viel optischen Weg verbraucht, als das noch ein ZS oder Prisma Platz hätte) und stellte ihn ein.
Immer ein bisschen Gefummel, weil beim Verdrehen der Prismen das Bild auch aus der Okularmitte wandert. Aber, als alles passte eine Offenbarung. Jupiter stand um Welten besser im Okular als vorher. Das untere, dunkle Äquatorband war scharf konturiert und innerhalb des Bandes konnte man verschiedene hell-dunkel Zonen erkennen. Der große rote Fleck, den man aktuell den großen blass-orangen Fleck nennen müsste, stand mittig auf der Planetenscheibe, so dass Jupiter fast wie ein Zyklop daherkam. Um den GRF waren deutlich weiß konturierte Bänder zu sehen. Und auch weiter, in die Pol-Regionen hinauf, wechselten sich zwei cremefarbene Bänder mit einem dazwischenliegenden sehr hellen, fast weißen Band ab.

Die Kontraste waren nicht immer so stabil, was aber gar nicht geschah war, dass Jupiter selbst sich großartig bewegte oder im Okular wackelte. Es war eher so, dass er eine ziemlich ruhig stehende Scheibe war, die mal mehr oder weniger an Details zeigte. Ich trieb die Vergrößerung immer weiter hoch, bis mir beim 5 mm BGO die Okularbrennweite ausging. Gut, mehr Details als wie mit 6 mm habe ich da nicht mehr gesehen, aber ich wollte einmal ausreizen, ob und wie lange Jupiter stabil im Okular stehen bleibt. Also 425x waren, rein vom Seeing her, noch gut möglich. Jupiter füllte rund ein Fünftel des Gesichtsfelds aus und stand ziemlich stoisch und ruhig mitten drin und der GRF blickte fast provozierend zurück, als wollte er sagen: Ey, was guckst du?

Wow, ich kann mich an wenige Nächte erinnern in denen ich die Vergrößerung so hoch treiben konnte. Natürlich habe ich schon kontrastreichere und detailliertere Jupiter gesehen, aber die standen auch deutlich höher.
Bei Saturn ergab gab sich - auch mit ADC - aber gar nichts. Nicht ganz die optimale Richtung (aus seiner Richtung stieg noch warme Luft aus dem Tal hoch) und noch tiefer als Jupiter.

Also ging’s in Richtung Doppelsterne und aus meiner Liste enger Doppelsterne, die immer irgendwo rumliegt, stach mir einer ins Auge, der in passender Richtung und Höhe zu stehen schien. Lambda Cygni - um die 0,8“ Abstand, zwei Komponenten 4,5 und 6,3 mag. Also stellte ich die passenden Koordinaten ein und im Sucher ist ein 4-5 mag Stern ja schnell gefunden.
Nach dem ersten Blick ins Okular zeigte sich schnell, dass ich den richtigen Stern gefunden hatte.  Der längliche Kerl in der Okularmitte dürfte er sein. Langsam steigerte ich die Vergrößerung, die Beugungsringe waren noch immer nicht ganz ruhig, aber ganz ordentlich beieinander.

Der Beugungsring am TAL-250K hat rechnerisch rund 1,1“ Durchmesser, bei ca. 0,8“ Distanz der Komponenten zueinander musste der zweite Stern zwischen dem ersten und dem zweiten Beugungsring zu liegen kommen. Bei 354x mit dem 6mm BGO hatte ich Erfolg, der erste wabernde Beugungsring hatte regelmäßig auf 12 Uhr eine kleine Ausbeulung. Und als ich das Bild genauer fixierte bemerkte ich um dieses Ausbeulung selbst auch einen, deutlich schwächeren Beugungsring.
Nächstes Wow! Ich blickte hier auf einen Doppelstern mit weniger als 1“ Distanz. Und trotz der sphärischen Aberration des Klevtsov, gelang mir die Trennung der Komponenten (nicht dauerhaft über Minuten, aber auch länger als nur 1-2 Sekunden).

 „Rechnet“ man sich die Beugungsringe weg, dann war da auch noch etwas Distanz zwischen den „Sternkernen“. Hätte man ein perfektes Teleskop ohne Beugungserscheinung (oder fast keiner Energie im ersten Beugungsring) könnte man versuchen, das noch zu steigern. Meinem Gefühl nach wäre auch noch 0,7“ Distanz oder ein bisschen weniger, vielleicht gerade noch so gegangen.

Aber an meinem TAL-250K wollte ich das nicht weiter steigern, zu prominent ist der erste Beugungsring und in dieser Nacht gibt es lohnendere Objekte.

M81 gehörte nicht dazu - die weißen Nächte forderten ihren Tribut. Schwache, lichtarme Kontraste ließen sich nicht zufriedenstellend einfangen. Wenn ich die Vergrößerung steigerte um den Himmelshintergrund dunkler zu bekommen, wurde M81 zu schwach. Reduzierte ich sie, versanken die Details im hellen Hintergrund ...

M101 brachte das identische Ergebnis, wobei zumindest der Kern der Galaxie hauchzart zu sehen war. Auch das erlebe ich eher selten ...

M31 war da schon lohnender, hell genug, dass höhere Vergrößerungen (mittlerweile bin ich bei den LVW Okularen angelangt) das Galaxienzentrum quer ins Okulargesichtsfeld legen. Sogar die Staubbänder waren nach einiger Eingewöhnungszeit sehr deutlich zu sehen und zogen sich als halbe Schwingen durch das Gesichtsfeld.

Klassisch kam auch noch M13 (hell, gut vergrößerbar, kontrastreich, da viele Sterne) ins Okular. Und da erlebte ich mein nächstes Wunder. Mit dem 17mm LVW ist der KS schon schön, mit 13mm passte der Himmelshintergrund schon besser und die Sterne waren wunderschöne sehr kleine, definierte Punkte. Das 8mm erweiterte M13 schon auf rund 1/3 des Gesichtsfelds. Noch immer waren die Sterne feine helle Punkte und das fokussieren fiel extrem leicht. Lustig vergrößerte ich weiter und es kamen die 5mm zum Einsatz. Der Kugelsternhaufen nahm mittlerweile rund 75% des Gesichtsfelds ein. Ok, der KS wurde langsam dunkler und die Sterne etwas größer, aber der Anblick war weiterhin sehr schön und auch gut definiert. Von Weichzeichner war wenig zu merken. Also steckte ich spaßeshalber mal das 3.5mm LVW ein. Bei 607x ist M13 schon wirklich dunkel, aber er stand nach wie vor völlig ruhig, ohne Wabern oder Tanzen der Sterne im Okular da. Nicht ein Hauch an Bewegung!

So intensiv die Nacht war, so schnell war sie dann vorbei. Gegen 1:30 änderten die bisher am Horizont dahindümpelnden Wolken schlagartig ihre Zugbahn und machten sich gen Westen auf und schon 30 Minuten später war alles bewölkt. Kaum hatte ich gegen 2:30 alles eingeräumt, schickte der Himmel ein kurzen nassen Gruß herunter, so als wollte er mich freundlich, aber bestimmt ins Bett verfrachten. So nach dem Motto: „Sooo, das reicht jetzt - nicht übertreiben. Ab ins Bett.“
Das dauerte zwar noch etwas, gegen 3:00 war ich wieder Zuhause und gegen 4:00 war wieder alles im Haus und ein kleiner Imbiss war auch noch drin.

Sehr müde, aber auch sehr beruhigt konnte ich doch noch 2:30 Stunden schlafen, bis das Tagwerk begann.  Tongue

Als Fazit kann gesagt werden, dass der Klevtsov in allen Bereichen, die ich im Blick hatte, ans Limit dessen kam (und teilweise darüber hinaus gegangen ist), was mit einer solchen Optik (oder eben einem TAL-250K möglich ist) ist.

Beugungsscheibchen: klar, definiert, nahezu rund, mir scheint auch, dass der Astigmatismus (der erste Ring ist bei ihm üblicherweise dreigeteilt) ein Stück geringer wurde.

Fokus: Sehr klar definiert, deutlich besser als vorher (da war er auf eine gewisse Art „schwammig“)

Backfokus: Traumhaft, fast noch 10mm bis zum Anschlag (und das mit +10mm Reduzierhülse auf 1,25“). Jetzt ist auch der Takahashi ZS mit 2“ möglich und mit Pushfix auch 1,25“. Der neue STF ZS wird keine Probleme haben.

Kontrast: Bei hellen Objekten sehr kontrastreiche Abbildung, nach meinem Empfinden auch einen Ticken besser als vorher.

Grenzhelligkeit: Erreicht wurden 15.3 - 15.7 mag. Das ist nach verschiedenen Formeln das Maximum des Erreichbaren.

Auflösungsvermögen: Erreicht wurden 0,8“, aber mit keiner perfekten Abbildung. Theoretisch wären ja 0,5“ möglich, faktisch erreicht das Teleskop aber das in Mitteleuropa mögliche Auflösungsvermögen.

Kollimation: Unter sommerlichen Bedingungen absolut stabil.

Sternabbildung: Sehr präzise und klar, sehr definiert bis rund 1,5xD. Danach etwas weicher werdend.

Wie geschrieben: Das beste TAL-250K, das ich je hatte. Was ein Ergebnis  ...  Cool Big Grin

Andreas-TAL

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  NGC 5906 / 5907
Geschrieben von: Christoph - 01.07.2019, 19:55 - Forum: Deep Sky - Antworten (1)

Hallo!
Seit Monaten befindet sich bei mir ein Bild von NGC 5906 / 5907 in der Pipeline und ich werde nicht recht fertig damit.
Aber irgendwann muss einmal Schluss sein mit Überlegen. Ich denke, das ist das maximal mögliche an meinem Standort, will ich nicht noch weitere Jahre für ein Bild von NGC 5906 / 5907 investieren.

Zum Hintergrund:
Ralf hat in 2011 schon einmal mehrere Stunden auf die Galaxie gehalten und wir konnten mit Ach und Krach den Sternstrom dingfest machen.
Dieses Jahr begann ich im Februar mit einer Nacht mit etwas mehr als zwei Stunden L mit meinem 12" Newton bei 1380 mm und der G2-8300FW.
Dann war Schlechtwetterpause bis Anfang Mai. Da konnte ich noch fast vier Stunden L bei 1125 mm nachlegen.
Das Bild ist in L insgesamt ca. 480 min L belichtet.
RGB gab es nochmal ähnlich viel, allerdings auch mit dem 72 TS-Photoline und der Canon D6a.

Nur die Galaxie, nicht hoch aufgedreht und etwas angeschärft in 100 Prozent:
   

Für die Sternströme durfte es aber etwas mehr an der Tonwertkurve sein.
Vor allem zeigt das Bild die unzähligen Fizzelchen im Hintergrund:
   

Und abschließend das RGB des "Kleinen" 72 mm, ca. 400 min RGB:
   

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  M27 als erstes Objekt für einen TS115
Geschrieben von: tschetto - 01.07.2019, 14:03 - Forum: Deep Sky - Antworten (2)

Hallo Leute,
da ihr ja wisst das ich nur noch 2x im Jahr Astofotos mache Big Grin Big Grin Big Grin  wollte ich für ein Fototeleskop nicht mehr so viel ausgeben.
Wichtig dabei ist mir eigentlich nur das selbst mit Reducer bei richtigem Abstand keine Verkippung oder unsaubere Sterne zu sehen sind.
Ich habe die Aufnahme mal absichtlich in voller Auflösung hochgeladen um selber zu sehen. Wobei bei jammern schon in einer Ecke etwas zu sehen ist.... Angel 
Der Fokus war auch nicht 100% getroffen, was aber nur bei voller Ansicht auffällt.. Wie schon geschrieben... Testaufnahme.. LOL
Die Auswahl viel wegen der Kamera mit den sehr kleinen Pixeln (ASI183) auf ein paar vereinzelte Geräte, darunter perfekt für die ASI183 der TS115 Tripplet mit 800mm Brennweite und mit kleinen Riccardi Reducer bei  600mm, der es dann auch geworden ist.
Natürlich hat man bei dem Preis auch Angst das was nicht in Ordnung ist, aber "Wolfi" bot mir an das Gerät zu testen und wenn irgendwas nicht passt kann ich es wieder zurück schicken.
Guter Deal....
Also Gerät bekommen und es hat "diesmal" wirklich alles gepasst, nachdem das ja nicht immer so war...
Da die Nächte zur Zeit zu kurz sind habe ich mich für M27 gezwungen aufzubleiben..
Das Ergebnis war fürs erste sehr Positiv:

Seeing war mittelmäßig, aber extrem trockene Lust so das ich ohne Zusatzfilter arbeiten konnte.
Insgesamt
40Aufnahmen a 120sek Gain111 bei -15Grad
Darks abgezogen

Viel Spaß bei Suchen.... Big Grin
PS: Bei max 3MB pro Attachment leidet leider die jpg Qualität bei der Größe etwas...

   

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  High-Noon in Franken..
Geschrieben von: Uwe - 30.06.2019, 08:59 - Forum: Beobachtungsberichte - Antworten (8)

BB vom 28.06.2019

Hallo in die Runde,

bei stabiler Wetterlage ist es leicht, ein verlässliches Treffen anzuberaumen. Ralf hatte schon im Frühjahr den Plan, mit verschiedenen 4"er einen Vergleichstest durchzuführen.

Als ich die "Arena" betrat waren bereits Christoph mit seinem No-Lable-Apo und Ralf mit dem Doppel-AOM-FLT im "Gefecht". Wolfgang begutachtete schon konzentriert den eingestellten Jupiter. Kurz nach mir erreichte Thilo mit seinem ausgesuchten-TS-Refri den "Ort der Entscheidung". Dazu stießen Frank und Florian, ohne Gerätschaft.

Schnell standen unsere vier Teleskope auf der Terrasse nebeneinander und das "Hauen und Stechen" (freilich auch verbal) begann. Apropos "stechen"... erstmal zogen Florian und Thilo die Autan-Keule und schufen einen unsichtbaren, chemischen Vorhang um sich herum, um sich vor den nächtlichen Plagegeistern zu schützen. Ich hatte in Anbetracht der bevorstehenden Nacht in der Lindelbacher Fauna einen Kebab-Spezial mit ordentlich Knoblauch verzehrt, um über die natürlichen Ausdünstungen den blutsaugenden Mücken zu entgehen.

Was dort in Area-Lindelbach vor sich geht ist mir jedesmal ein Rätsel....

"Natürlich zeigt mein TMB das absolut beste Abbild!!!" (dieses Zitat ist mit persönlichen Emotionen behaftet und nur bedingt als sachliches Argument zu betrachten Tongue ) Bis das wankelhafte Seeing den Augengenuss zerfließen ließ... So ging es den anderen reihum auch. Sekundenweiße schälten sich aus der Planetenscheibe tolle Feinheiten und auch der Wolkensaum um den GRF, ehe wabbelige Luftschlieren das Gesehene förmlich in Luft auflösten.

An Ralfs FLTs gibt es nichts auszusetzen. Sie haben eine unglaublich helle, saubere Darstellung und beidäugig ist halt anders... das habe ich beim letzten Vergleich schon gesehen.

Thilos TS zeigte aus meiner Sicht eine sehr gute Performance und brannte ein sehr neutrales Jupiterbild auf die Sehzellen meiner Netzhaut.
"Den hat er sich gut ausgesucht, der "Dönertellerkönig" vom Ützelbrützel" Big Grin , waren meine Gedanken.

Die Suche nach der richtigen, maximalen Vergrößerung, um das maximale an Sehfreude herauszukitzeln war nicht wirklich einfach. Ich denke, dass wir so um die 100x - 120x mit unseren Okularen (vorrangig Televue Nagler / Ethos / Delos bzw. Baader Morpheus / Orthos / Zoom) dann schon auf Augenhöhe beobachten konnten - mehr war aber nicht besser.

Christophs "Schwarzer", der auf seiner 25 Jahre alten Montierung saß und mit einem etwas kniffeligen Okularauszug ausgestattet ist, wirkte aus meiner Sicht gelegentlich etwas "franzelig" um den Planetenrand, aber dennoch super in den Details... schwer zu beschreiben.

Ralf warf dann, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, dazwischen, dass mein kleiner LZOS absolut un-"beugsam" sei! Wie immer er das gemeint hat???

Ich denke, dass die Vergleichsgerätschaften wieder einmal der mangelnden Umgebungsbedingungen geschuldet ihr ganzes Potential nicht ausreizen konnten. Da war noch viel Luft nach Oben. Die Freude lag in den kurzen Zeiträumen in denen wir mit feinen Wolkenstreifen auch zwischen NEB und SEB, sowie Richtung Polregionen verwöhnt wruden. Da schnackelts dann im Glasweg, wenn die Photonen durch die Linsen gesaugt werden und sich den Weg in unsere persönliche Optik suchen.

Da die Luft um den tiefstehenden Jupiter nicht besser wurde, wollten wir an Doppelsternen weiter voranschreiten im Gefecht der kleinen Linsen. Epsilon Lyra (Doppel-Doppel) und Epsilon Bootes (Izar) bildeten die Zielsterne.
Hier verlor ganz klar Christophs "Klosterglas"! Während die blaue Komponente von Izar in allen anderen Refraktoren dicht neben dem orangenden Partner stand, war sie bei Christoph erst gar nicht zu sehen... (Da mit allen Mitteln gekämpf wurde kann man dies als grobes Foul eines Sternfreundes werten, der "hilfreich" das Ziel ins Okular einstellte Wink ) ... die Handbox ist aber auch für einen Golem konstruiert und mit meinen feinen Händen kaum zu bedienen.

In meinem 115er gefiel mir Izar diesmal auch nicht so recht - das Sterndoppel verschmierte und blähte (als hätte meine Optik feinste Koma). Na klar... im FLT waren kaum Beugungsringchen zu erkennen, was aber, so meine Vermutung daran liegt, dass Ralf nur auf 100x- 150x vergrößern muss, um den gleichen Anblick zu erzeugen, wie man monokular mit etwa 200xplus erhält. Das ist wahrscheinlich der Trick, um sich den Vergleichstestsieg zu sichern...

Gestört wurde der äußerst ruhige, fair geführte Wettstreitt von wilden Tieren, die sich im nahegelegenen Unterholz mit bestialischen Geräuschen und Gekreische in der Wolle hatten. Vielleicht hatten sie sich auch nur lieb Rolleyes. Ich weiß es nicht! Zumindest konnte man sich zwischendurch kaum auf das Wesentliche konzentrierten.
"Ralf, jetzt wirf doch mal ein Okular da runter, damit das endlich aufhört, das ist doch nicht auszuhalten - nimm bitte das dicke 31er!", flehte ich. Shy

Langsam spannte sich zart die Milchstraße über den Zenith. Die Schildwolke schimmerte etwas heller im Süden. Ein paar kleine Sternschnuppen sausten über den Himmel und rundeten das Erlebnis unter dem Sternhimmel ab.

Was bleibt war Deep-Sky. Hier durften die üblichen Verdächtigen durch die Okulare rauschen. In Ralfs Bino überzeugte einmal mehr der 3D-Effekt und das "im Raum schwebende Objekt", während die anderen Vierzöller das zeigten, was man von sehr guten Geräten erwarten darf.

Zum Glück kann man das Gerät einfach über eine Rändelschraube im Augenabstand verändern, schließlich haben wir Fluchtbeobachter (die Sehen auch die Sterne hinter sich Rolleyes )


Für mich war das Highlight der Nacht der Trifidnebel in Ralfs Gerät, da hier wunderschön die Dunkelstrukturen zum Ausdruck kamen. Eher noch bei niedrigerer Vergrößerung. Einfach toll!!! Daumen hoch

Alles in allem wurde aus dem Vergleichstest eher ein unbedarftes Beobachten, da die pumpenden Sternchen und die unruhige Luft nicht wirklich Spaß machten.
Wenn ich jetzt ein ehrliches Ranking vornehmen müsste sähe das so aus (das ist aber echt nur meine Meinung Exclamation , vielleicht sieht das auch jemand anders! Dann bitte schreiben):

1. Platz FLT (auf Grund der tollen, klaren Sternabbildung mit hauchzartem Beugungsringchen und der natürlichen Farben am Planeten)
2. Platz TS und TMB (TS: natürliche Farben, etwas schwächerer Kontrast als der TMB, der dafür eine Gelbtönung besitzt - das mag auch nicht jeder)
3. Platz Christophs Apo (vielleicht lag es auch am Auszug - es fiel mir hier etwas schwer den richtigen Fokus zu finden - Abbildung deshalb nicht ganz so "knackig"? )

Wir bewegen uns hier auf sehr hohem Niveau und ich denke dass jedes Gerät seinem Besitzer viel Beobachtungsfreude schafft. Es wäre halt klasse gewesen, wenn man stabile Luft gehabt hätte. So war es ein hin und her und auf und ab ohne richtige, ernsthafte "Gegenüberstellung".

Immerhin konnte Florian zwei 30er WW-Okus testen und für sich eine Entscheidung treffen, welches der beiden (das weiß ich jetzt nicht mehr) besser abschneidet. 

Nachdem dann die ersten "Geschlagenen" das Schlachtfeld verließen - gepeinigt von Ungeziefer und einem Heupferd iim Jackenärmel - hielten es noch Wolfgang und Frank, sowie Ralf und ich länger aus - Wir wagten dann noch einen Blick auf M31. Dieser bestätigte die etwas schwierigen Verhältnisse. Kurz nach 1 Uhr war dann schluss. Die warme T-Shirt-Nacht wird mir lange noch im Gedächtnis bleiben.

Ach ja, auf der Heimfahrt durch den berüchtigten Lindelbacher Forst kontrollierten wieder 2 Füchse, ein Reh und zwei weitere glühende Augen meinen Heimweg (irgendwann passierts wahrscheinlich, dass die Verrückten Waldbewohner mitfahren wollen... Dodgy )


Danke Ralf, dass du das Treffen organisiert hast und meine nächtlichen "Sprüche und Kommentare" immer so geduldig erträgst... Daumen hoch

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