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  EXOS-2 Aufrüstung mit EQ-5 Motorkit mit ST4 Steuerung
Geschrieben von: Florian B. - 02.05.2020, 21:19 - Forum: Montierung - Keine Antworten

Servus,

ich bin in den letzten Wochen auch nicht untätig geblieben. Eines meiner Umbau-Projekte möchte ich hier einmal vorstellen: Die Aufrüstung meiner alten, manuellen Bresser Exos-2 Montierung mit Motoren.
Es gibt dafür extra ein Motorkit mit kleiner Handbox: hier.

Finde ich teuer im Gegensatz zu dem EQ-5 Motorkit inkl. ST-4 Anschluss in der Handbox: hier.

Günstiger - aber die Frage war natürlich: Geht das für die Skywatcher EQ-5 auch für die Exos-2. Recherche, aber auch die Erfahrung dass ja auch die Exos ein Vixen-GP Klon ist, machen schnell klar: Ja, das muss gehen.
Nach der Bestellung habe ich das Kit gleich ausprobiert. Mein Fazit: Es passt. Die Montage-Positionen findet man schnell heraus, wo welcher Motor hin muss (RA oder DEC?). Das sieht man durch hinhalten an die Montierung sehr schnell. 

Ein kleines Problem bei der Motorbefestigung für die RA Achse: Die Innensechskantschraube ist zu kurz, das Gehäuse unterscheidet sich da wohl leicht. China-Herstellung eben! Man braucht eine M5x45 oder M5x50 Schraube. Dann geht die Befestigung des Motors am Halteblech zum Montierungskörper.
Vertauschen kann man die Motoren am Ende nicht. Die Bleche und Gewindehülsen sind an unterschiedlicher Position und außerdem braucht man für den RA Motor M5 und für den DEC Motor M6 vom Gewinde her!

Hier sieht man das Schraubenloch, wo die M5x50 Innensechskantschraube durch muss (von unterhalb des Polsuchers durch gesteckt, ein wenig fummelig) für den RA Motor:

         

Und hier die Einbaulage mit Motor - einfach und passend zu montieren. Man muss kein Technikspezialist sein:

   

Speziell der DEC Motor:

   

Hier seht ihr das zweite, kleine Problem: Das Gehäuse der EXOS-2 weicht wieder leicht ab und das Motorbefestigungsblech würde leicht schief sitzen. Die Distanz, dass der Motor eben aufliegt und die Zahnräder korrekt zueinander stehen habe ich erst einmal mit einer Karosseriescheibe ausgeglichen. Hat perfekt gepasst. Die wird aber noch ersetzt.

Nach dem Zusammenbau noch einmal Schmieren - ich habe LM47 Langzeitfett von Liqui Moly genommen, dass hatte ich schon in einer Tube da. Man braucht nur homöopathische Mengen:

       

Und ein erster Test hat gezeigt - alles läuft wunderbar! EXOS-2 mit dem EQ-5 Motorkit. Wenn man sich ein wenig helfen kann, geht die Montage sehr zügig.

Jetzt liegen die Motoren, schön geschmiert aber noch "nackig" frei. Die Funktion ist gewährleistet, aber gegen groben Schmutz fehlt ein Schutz und man saut sich evtl. mal die Finger ein beim Einsatz. Was tun?
Antwort: Klar - ich baue mir angepasste Gehäuse.

Die einfachste Art: Messen mit Maßband, besser Messschieber (Schieblehre, ... wie auch immer...  Cool ) und einen Prototypen aufbauen. "Rapid-Prototyping" nur mit Karton:

   

Dann sieht man gleich, ob man eine Aussparung vergessen hat oder einige Maße nicht passen.

Erst jetzt habe ich mich mit freeCAD hingesetzt - ich bin kein Kontrukteur, aber nach Einarbeitung mit Tutorials habe ich an einem vollen Tag am Ende aber auch zwei Gehäuse konstruiert, die jetzt bald auf einem 3D-Drucker Gestalt annehmen:

       

Kann sein dass immer noch etwas nicht ganz passt, aber mit ein wenig Nacharbeit geht das schon. Besser als etliche Iterationen am CAD, wenn man ohne Bezugspunkte an der Montierung messen muss. Die Karton-Prototypen (bzw. an der RA Achse fast komplett das alte Kunststoffgeäuse angepasst) sind da Gold wert und sparen jede Menge Frust am Ende und vor allem Zeit!

Ein Test auf dem Balkon hat gezeigt dass alles ruhig läuft, der Test mit einem 105mm Objektiv war schon ganz gut. Allerdings kann ich nicht ohne großen Aufwand die Montierung auf Polaris einrichten! Deshalb müssen weitere Tests, wenn ich Zeit habe, für fotografische Anwendungen, draußen gemacht werden. Der MGEN-II hat auf jeden Fall erfolgreich angesteuert, aber leider sind mit die Sterne beim Kalibrieren und Ausrichteversuchen einfach zu schnell gewandert. Wenn ich die Montierung mal mit rausnehme kann ich dass aber ausschließen, den Polsucher habe ich natürlich auch gleich nochmal justiert.

Vielleicht nehme ich die aufgerüstete EXOS-2 mal mit zu einem Treffen. Beim Astronomietag kann ich sie mir auch gut vorstellen. So kann man den Besuchern eine günstige, aber dennoch ganz passable Einstiegsvariante zeigen wie man von manuell zu motorisiert wechseln kann.
Ok - ein GoTo fehlt natürlich. Aber das ist bei dem Preis nicht drin, bei dem Kit. Und die Motoren wären zu langsam mit der Steuerbox. 

Ich hoffe ich kann in den nächsten Monaten mehr zu Low-Budget "Foto-Montierung" erzählen.

Grüße,

Florian

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  Hesiodusstrahl und Venus
Geschrieben von: Philipp - 01.05.2020, 20:24 - Forum: Beobachtungsberichte - Keine Antworten

Hallo,

wie ich heute Vormittag bereits angekündigt hatte, ist wieder mal der Hesiodusstrahl auf dem Mond zu sehen. Kam vor ner halben Stunde rein. Hat sich gelohnt. Da das Wetter heute nicht so sicher ist, entschied ich mich für das 100 mm ED Bino. Es war die richtige Wahl und ist schnell auf und abgebaut. 
Zu Beginn um 19:15 war das Ganze noch eine blasse und kontrastarme Angelegenheit, die sich aber mit fortschreitender Zeit immer mehr Verbesserte. Nach einer Stunde leuchtete auch schon der Mond etwas und der Kontrast nahm deutlich zu. Jetzt war der Hesiodusstrahl gut und leicht zu erkennen, wie er den dunklen Kraterboden von Hesiodus förmlich durchschneidet. 
Am 03.03. Konnte ich es auch am Taghimmel mit dem kleinen70 mm APO verfolgen und konnte den Strahl zweifelsfrei erkennen.
Heute jedoch ist es mit etwas größerer Öffnung und in Stereo noch eine Klasse besser gewesen. Trotz nicht besonderen Seeing war das Ganze bei 81x und 143x schön und Eindrucksvoll zu verfolgen. In Stereo vor allem bei 81x wo ein riesiger Mond als Ganzes locker in das 82° Feld der 8,8 mm Explore Okulare passt ist es einfach eine Wucht. Da spielt das Bino seine Stärke aus.

Als schöne Beigabe zeigte sich Venus als wunderschöne große Sichel bei 143x und 81x  Einfach genial im Bino und herrlich anzusehen dieser ästhetischer Anblick. Spechtelgenuss pur Tongue so machts Spaß. 

Baute dann wieder zufrieden ab, da dass das Wetter trotz der häufigen Schauer jetzt am Abend schön mitgespielt hat. Die schnellen kurzen Beobachtungen sind häufig am Befriedigsten und auch nicht so strapaziös.

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  M 98, M 99 und NGC 4237
Geschrieben von: Ralf - 01.05.2020, 17:21 - Forum: Deep Sky - Antworten (9)

Guten Tag Galaxienfans,
heute zeige ich Messier 98 und 99, sowie in der Mitte oben im Bild NGC 4237.
Zu diesem NGC-Objekt gibt es ein aktuelles HST Bild vom März 2020.
Die Objekte befinden sich im Sternbild „ Haar der Berenice“
54x150s mit der Canon 6d und Apo ASL 180/900 am 21.4.20 ohne Guiding aufgenommen.
   
Besten Gruß
Ralf

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  C/2020 F8 SWAN
Geschrieben von: Ulf - 01.05.2020, 11:12 - Forum: Aktuelles aus der Astronomie - Antworten (7)

Hallo,

ein neuer vielversprechender Komet ist im Anflug.

C/2020 F8 SWAN ist aktuell 5mag hell und könnte bis zu 3mag hell werden.

Im Moment ist er aber nur von der Südhalbkugel aus zu sehen und kommt erst ende Mai bei uns über den Horizont.

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  Hesiodusstrahl
Geschrieben von: Philipp - 01.05.2020, 10:26 - Forum: Unser Sonnensystem - Antworten (7)

Hallo,

heute ab 17:00 UT (19:00 MESZ) ist wieder das Lichtphänomen des Hesiodusstrahls im Hesioduskrater zu sehen. Vielleicht spielt das Wetter einigermaßen mit und man kann mit kleiner leichter Ausrüstung zwischen Wolkenlücken und neuen herranrückenden Schauern beobachten.
Beim letzten mal am 03.03. konnte ich ihn bei Tageslicht um 17:00 mit dem 70 mm APO beobachten.

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  M 82 - die Zigarre in LRGB-Ha
Geschrieben von: Lars - 30.04.2020, 20:04 - Forum: Deep Sky - Antworten (6)

Hallo allerseits,

eigentlich war M82 gar nicht mein Favorit, aber starker Nordostwind bedingte an einigen Tagen der vergangenen Schönwetter"epoche" eine eingeschränkte Objektauswahl.
Mit dem AOM-Refraktor 160/1600 hatte ich bisher nur Einzelbelichtungen von wenigen Sekunden machen können, weil die genutzte Montierung nicht guidingfähig ist und zu große periodische Fehler aufweist. Sie stammt aus dem Jahr 1925 und man sieht es ihr gern nach.
Spontan habe ich nun den 160er auf die ioptron CEM60 gesetzt und durfte erfreut feststellen, daß sie dem Gerät auch fotografisch gewachsen ist. Nur bei Wind wird es kritisch, aber vermutlich haben da auch kräftigere Montierungen ohne vornehmen Kuppelschutz Probleme. 
Innerhalb des breiten Datenstroms der letzten Wochen wurde die M82-Serie mit LRGB und H-alpha als erste fertig und bot sich für eine Bearbeitung an. 

Aufnahmedaten (alles mit 0,75 Reducer): 
L = 156 x 60 s (gain 100) = 2,6 Stunden 
RGB = 60 / 38 / 51 x 90 s (gain 100) = 3,7 Stunden
Ha = 60 x 300 s (gain 200) = 6,0 Stunden

Es wurde mehr RGB als L, aber die Zeit habe ich lieber in das H-alpha investiert, nachdem zu sehen war, daß 3 Stunden dafür zu wenig sind.

Die Bearbeitung ist an - hoffentlich kommenden - langen Regentagen sicher verbesserungsfähig. Die Luminanz brauchte keinen Rauschfilter.

In 40%iger Auflösung:

[Bild: M82-2020-LRGBHa-ACA-40pr1056x684-hp.jpg]

Und größer bei astrobin:
https://www.astrobin.com/1h1tyb/?nc=user



Gruß Lars

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  NGC 5466 der vergessene Nachbar von M3
Geschrieben von: tschetto - 29.04.2020, 19:43 - Forum: Deep Sky - Antworten (13)

NGC 5466 der vergessene Nachbar von Messier 3.
Im Netz findet man nicht sehr viel über diesen Kugelsternhaufen, da er wohl wegen dem berühmten Messier 3 nur "Nebenschauplatz" ist.
NGC 5466 hat einen Durchmesser von 9,0' und eine scheinbare Helligkeit von 9,2 mag.
Aufgenommen mit meinem UNC 10" Carbon Newton f/3,74
25.04 und 26.04.2020 insg.52 Aufnahmen a 480sek ,Gain 0 mit der ASI533 MC-Pro

66% Version
   

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  Neuer 16'' Dobson Selbstbau fertig
Geschrieben von: Willi - 29.04.2020, 15:06 - Forum: Teleskope & Optik - Antworten (4)

Hallo zusammen!
Nachdem nun diese beispiellose CS Periode rum ist, komme ich endlich dazu euch mein neuestes Baby vorzustellen.
Es ist mein 4. Selbstbau-Dobson, in den doch einige Erfahrungen der Vorgängermodelle eingeflossen sind. Begonnen habe ich mit einem 8'' f/6 (im Forum vorgestellt), dann habe ich zu einem 10'' Tubus auf EQ6 eine Dobson Montierung gebaut, dann den 10'' Reisedobson (im Forum zu finden) und jetzt etwas mehr Öffnung gewagt.
Nach ersten Tests und Behebung einiger Kleinigkeiten bin ich damit auf Frühjahrsgalaxien-Jagd gegangen. Wow! Das war der Schritt vom Ahnen zum Sehen! Doch davon ein anderes Mal.
Ich beschreib mal den schrittweisen Aufbau:
   
Man sieht die Teflon-Gleitlager.Der Fuß hat 2 Libellen. Das korrekte horizontale Ausrichten ist für die Leichtgängigkeit speziell der Höhenräder sehr wichtig. Dann die Rockerbox drauf.

   
Die Größe der Teflonpads ist gegeben durch den guten Erfahrungswert 1cm2/1kg Masse. Nun ist die Spiegelbox dran.
   
Der Schutzdeckel des HS ist -wie bei meinen anderen Dobsons auch- aus Plexiglas. Die ursprüngliche Hoffnung, das wird den Staub elektrostatisch vom HS fernhalten, hat sich nicht erfüllt. Aber man kann wenigstens mit Schutzdeckel justieren. Auf die Stangen kommt der Hut.
   



Als OAZ verwende ich wieder den HC2A von KineOptics, der sich sehr bewährt hat. Die Gesamthöhe beträgt 205cm, die Einblickhöhe 190cm, was bei meinen 175cm Körpergröße leider fast immer eine Leiter notwendig macht. Ach ja, fast vergessen:
es ist ein f/4,5 System (f=1800mm). Ein Detail zur Stangenbefestigung am Hut:
   
Am oberen Stangenende sind 20mm Alu-Kugeln, die durch einen Alu-Riegel in genaue Sacklöcher gepresst werden. Das funzt so gut, dass bei wiederholtem Neuaufbau der Justierlaserspot nicht mehr als 5mm aus der Mitte des HS auswandert.
   
Nun noch der Streulichtschutz, der Telrad und der 8x50 Sucher. Im Hintergrund übrigens meine Notwehrmaßnahme gegen Straßenlaternenlicht in der laublosen Zeit. Sonst ist mein Garten einfach zu lichtverseucht.
   
Ein Blick von unten auf die mit PLOP berechnete 18-Punkt HS-Lagerung und den Lüfter, der auch bitter nötig ist, denn der HS hat das stattliche Gewicht von 13,5 kg, was eine Auskühlzeit von ca 3h bedingt. Ferner sieht man mittig die Transportsicherungen, 2 der
3 Justierrändelmuttern mit Kontermuttern und oben auf der Spiegelbox die Trimmgewichte.

Das Gesamtgewicht beträgt 49 kg. Das habe ich etwas unterschätzt.... Ich denke über einen geeigneten "Transportschubkarren" nach.

So, hoffentlich kommen bald wieder astrotaugliche Nächte!
Euch allen CS und viele Grüße
Willi

 

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  ...den Himmel erforschen!
Geschrieben von: Uwe - 28.04.2020, 20:10 - Forum: Beobachtungsberichte - Keine Antworten

BB vom 26.04.2020

Hallo,

mit dem TMB 115/805 konnte ich nach der noch schmalen Mondsichel und der Venus, die nun auch deutlich abgenommen hat, förmlich den Südhimmel "erforschen". Erforschen bezieht sich auf die doch wirklich große Herausforderung an sich bekannte Objekte aus dem NGC-Katalog mit einem kleinen Gerät (ohne Sucher und ohne Goto) am Sternhimmel ausfindig zu machen.

Ohne Schnickschnack... TMB auf MON2:

   

Was soll das auch? Mit 4,5" Nebelfleckchen ansehen... Dodgy

Im Übersichtsokular sind "Durchschnitts-Galaxien" schon winzig klein und kaum oder nur nach akribischer Untersuchung von den anderen Lichtpunkten zu unterscheiden. Hellere Kandidaten geben auch etwas Strukur preis.

Das Leo-Triplett beispielsweise ist schnell entdeckt und schwebt im dunklen Raum zwischen den Sternen. Auch M 104 lässt sich nicht bitten - das dunkle Staubband wird nach längerer Betrachtung und höherer Vergrößerung deutlich.

Vorne weg muss man sich viel Zeit nehmen, Geduld üben und wahrnehmen. Ähnlich der Quasarsuche im 24"er Riesenlichteimer.

So machte freute ich mich schon beinahe über M-Nebel, die zumindest ordentlich flächig erschienen.

Schwieriger war NGC 4697 - wenn man solch ein ca. 9mag - Fizzelchen dann im Gesichtsfeld wirken lässt... fein!
Den Kugelsternhaufen NGC 5634 suchte ich als nächstes auf und fand ein winziges diffuses Fleckchen... geht auch so!

Konzentriert arbeitete ich mich mit dem Deep-Sky-Reiseatlas durch die Nacht...

NGC 5746, welche im Licht von Virginis 109 "ertrinkt" war nicht zu entdecken.


Am Ende müssen es aber auch für die kleine Öffnung dann wieder die Schönheiten des Frühsommerhimmels sein. Abwechslung mit den Teleskopen ist auch wichtig. Man freut sich im Anschluss an die mit kleinem Gerät gemachten Erfolge und blickt das nächste Mal vielleicht mit dem 10"er staunend auf die gewaltigen Sterninseln und kosmischen Nebel.

Weiterhin auf Stand-By-Modus... Daumen hoch

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  M101 mit Nachbarn
Geschrieben von: Ralf - 26.04.2020, 20:02 - Forum: Deep Sky - Antworten (12)

Hallo zusammen,
die derzeitige Schönwetterperiode konnte ich aktuell mit 7 Nächten am Stück nutzen und insgesamt konnten im März und April 10 Objekte belichtet werden.

Der zunehmende Mond und die immer später eintretende Dunkelheit setzen dem nun ein Ende.

Jetzt gilt es aus den Daten etwas zu machen. Dazu läuft bei mir eine 30Tage Testversion von Astro-Pixel-Prozessor. Der erste Eindruck ist sehr gut und insbesondere wie das Stacking vollzogen wird und nachfolgend in den Tools Gradienten entfernt werden ist schlicht beeindruckend.
Gerade für mich, der nicht den „höheren Weihen“ von PS oder gar PixInside würdig ist hat mit APP ein Programm zur Hand, dass die gröbsten Probleme aus dem Weg räumt.
Für die schwierigen Fälle hoffe ich auf Christophs Geschicklichkeit mit PS.

Hier kann ich nun ein erstes Ergebnis vorstellen, dass ich mit APP erstellt und mit PS ein wenig angepasst habe.
Der Datensatz ist auch der einzige, bei dem das volle Programm mit Flats, Darkflats, Darks und Bias durchgezogen wurde.

300 min Lights a 150s subs mit ASA1600 , gewonnen am 14.und 15.04.2020.
ASL 180/900 Apo und Canon 6d (unmod.) , ohne Guiding
   

Die Rotschwäche der unmod. Kamera ist offensichtlich. Die Empfindlichkeit ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit und die Pixelgröße eignet sich auch nicht für höchste Auflösung. Das Vollformat 6D bietet aber einen interessanten Einblick in die Umgebung von M101 und ist vielleicht die günstigste Möglichkeit mit Vollformat zu arbeiten.

Besten Gruß
Ralf

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