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  Ein bisschen Kino ...
Geschrieben von: Andreas-TAL - 29.01.2019, 21:56 - Forum: Unser Sonnensystem - Antworten (9)

Hallo!
Ich habe heute nochmal mit PIPP herumgespielt, was die Bilder der Mondfinsternis angeht. Die Summenbilder werden nicht besser als mit AutoStakkert3, aber PIPP hat eine sehr schöne Routine um die Bilder per Stapelverarbeitung zu zentrieren und zu beschneiden. So kommt man zu deckungsgleichen Bildern ...

Und da bietet sich natürlich ein GIF an.

Aber auch PIPP hatte (wie AutoStakkert) seine großen Probleme mit den überbelichteten Mondbildern nach der Totalität. Die ausgebrannten Pixel, die die Kreisform verlassen und in den schwarzen Hintergrund hineinlaufen, bringen die Software gehörig durcheinander. Aber bis zur Totalität klappt das alles sehr gut. Deswegen gibt es noch ein GIF der Mondfinsternis hinterher - recht groß, mit 800 x 800 Pixeln aber schon mal komprimiert im Vergleich zum Originalmond. Was ich nicht groß gemacht habe, ist hier eine Anpassung der Bildhelligkeiten, deswegen flackert das Teil etwas hell/dunkel.

   

Das andere was ich aber noch gemachte habe ist, diese Bilderserie durch ein Morphingprogrammm laufen zu lassen. In dem Fall hier war das "Morpheus Photo Animation Suite". Damit da nicht zuviel Phantasie bei den Zwischenbildern entsteht, habe ich vorher fast 90 Fixpunkte auf dem Mond definiert, an denen sich die Software orientieren kann. Das waren meist irgendwelche Krater und Gebirge, die auch bei Vollmond gut Helligkeitsunterschiede aufwiesen. Und siehe da, Morpheus hatte keine Probleme mit den zunehmenden Schatten und den darin "verschwindenden" Strukturen, die ich auf dem Startbild definiert hatte. Das war meine größte Sorge. Aber die Software hat die dann einfach ignoriert. Entstanden ist ein schöner Film der "Mondfinsternis" - also eigentlich irgendwie auch wieder kein Film - weil ja etwas, was man auch ganz real hätte Filmen können, hier nachgebaut wurde (nur 5% Inhalt ist nach dieser Definition "echt") und die Software eine Art von neuer Realität wiedergibt, die aber wie die Echte ausschaut - nures eben nicht ist. Ach ist das kompliziert zu denken ...
Sei es drum, das Ergebnis schaut jedenfalls sehr schön aus, weil groß und scharf ...

NUR - damit das auch vernünftig wird, ist das zum einen im unkomprimierten AVI-Format gespeichert und zum anderen auf 800x800 Pixel Auflösung gerechnet. Die entstandenen 478 MB sind nun wirklich VIEL ZU GROß um sie hier einzustellen und Webspace den ich hier so verlinken kann, dass im Forum ein Vorschaubild und eine Mini-Animation (als Vorschau) abläuft, habe ich nicht. Deswegen stelle ich das Download über GoogleDrive hier ein:

https://drive.google.com/open?id=1nONYa1...InU3o64XeK

Wer es sehen will muss es sich halt herunterladen, sorry. Wüsste nicht wie ich das anders lösen kann.
Eine kleinere Version mit 400x400 Pixel habe ich auch erzeugt, aber auch die hat 120 MB und da kommt man schon an die Grenze der Ästhetik, weil es langsam zu pixeln beginnt.

Also, wen´s interessiert: Viel Spaß im Mondkino ...

Andreas-TAL

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  Entlang des Mondrandes
Geschrieben von: Philipp - 29.01.2019, 20:42 - Forum: Beobachtungsberichte - Antworten (1)

Hallo,

komme jetzt nach über eine Woche endlich zum BB schreiben. Diesmal nicht wie meist üblich über Deep Sky, sondern über unseren guten alten Mond direkt vor unserer kosmischen Haustüre.
Nachdem die Mofi bei mir aufgrund der vielen Wolken daneben ging, hatte ich denoch zwei Nächte davor am 18. und 20. 01. interessante Mondbeobachtungen.
In den Newslettern von Astronomie heute die ja leider eingestellt wurde gab es eine Zeit lang gute Beobachtungstips von Lampert Spix  "Spix Blick zum Mond" mit Nasa Aufnahmen von den beschrieben Objekten. Mit diesen Newslettern und zusammen mit meinem Mondarbeitsordner sowie den Mondreiseatlas arbeite ich gewissermasen schon seit einigen Jahren die Lunar Top 100 ab.
Nachdem ich bereits gut 90% abgehakt habe, sind jetzt die schwierigeren Bereiche hauptsächlich am Mondrand dran. Einige sind schwer bis fast gar nicht beobachtbar bzw. gehen nur bei günstiger Libration. Drei und ein Tag vor Vollmond hatte ich mich aufrund der günstigen Wetterlage dann dazu entschieden die randnahe Westhemisphäre unsicher zu machen.
Ich entschied mich für den 14" Dobson mit Binoansatz bis ca 300x  Nicht gerade das typische Gerät für Mondbeobachtung, aber 14" Öffnung in Stereo sozusagen zeigen trotzdem einiges, und so war es auch. Ich wurde nicht entäuscht, stand doch der Mond schön hoch und präsentierte sich mit fantastischer Landschaft und feinen Details:

18.01.-  Das Aristarchus Plateau, eine merkwürdige rechteckige Gegend breitet sich hell und mit vielen Details vor mir aus. Zusammen mit den sehr hellen Kratern Aristarchus und den dunklen Herodus geben die beiden ein interessantes ungleiches Paar ab. Dazu noch das markante Schrödertal dass sich gabelt. Ich habe die Region natürlich schon einige male gesehen, aber der Terminator steht in dieser Nacht optimal und alles sieht sehr plastisch und beeindruckend aus.

Gruithusen Delta und Gamma südlich von Kap Heraklit Sinus Iridum, sind durch zähflüssige Lave entandene Dome die als Beulen gut zu erkennen sind.

Zum ersten mal kann ich gut die Mariushügel erkennen. Ein ca 300 km großes Gebiet mit unzähligen Domen schließen sich westlich des aufälligen Mariuskrater an.

Krater Mersenius 2900 m tief liegt am Westrand des Mare Humorum und ist mit einer kleinen Kraterreihe und einer feinen Rille durchzogen. Die Rille kann ich jedoch nur ansatzweise erkennen.
Rupes Liebig und Rima Doppelmayer sind leicht am Marerand zu sehen. Doppelmayer ist ein halbversunkener Krater mit Zentralberg. Rima Gasparis ist eine kreuzende Rille und Rima Mersenius zieht sich aufällig zwischen Mersenius und Gassendi nach Norden. Gassendi selbs ist ein interesanter Krater mit Zentralberg und Rillen durchzogen.

Jetzt über den langgezogene Krater Schiller, der vermutlich durch eine schrägen Einschlag entstanden ist nach Süden:

Von großen Krater Clavius aus der jetzt ohne Schattenwurf gar nicht so einfach auszumachen ist, arbeite ich mich südwestlich über Krater Blancanus, Klapproth, Casatus und südöstlich über Cysatus und Moretus zum Newton Krater nicht mehr weit zum Südpol vor.  Moretus 5000 m tief zeigt sich als schöne gleichmäßige ovale Schüssel mit Zentralberg 2100 m hoch. Dahinter schwer zu erkennen wie ein Loch in das man schräg über den Rand sieht der der Newtonkrater mit 6100 m tiefste Krater der Mondvorderseite. Gleich dahinter muss man sich den Südpol vorstellen. Die Perspektive ist jetzt zum Rand hin sehr flach und es ist schwer noch Details in der Tiefe zu erkennen. Bei günstiger Libration ist der Newton Krater mit Südpolregion jedoch besser erfassbar.
Direkt neben dem Newtonkrater den ich zum Teil erkennen kann erheben sich hohe Berge auf dem Mondrand bzw. Horizont. Es sind die Leibnitzberge oder auch die Berge des ewigen Lichts genannt und bilden den Rand des gewaltigen Südpol Aitken Beckens.

20.01.-  Wieder am Start und der Mond steht schön hoch. Es ist jetzt nur noch ein Tag vor Vollmond und der Mofi. Es kommen nun die Bereiche ganz nahe am westlichen Mondrand dran, die ich bis jetzt kaum genau Beobachtet hatte:
Ich beginne mit Grimaldi den Rest eines Marebeckens das zum Teil überlagert ist. Kann auch schwach zwei Dome ausmachen. Doch jetzt erst mal zum Südwestlichen Rand: In Lambert Spix Beobachtungstip wurde ich auf einen seltsamen Krater aufmerksam, den ich jetzt endlich bei passender Beleuchtung sehe.

Wargentin, ein wie gesagt merkwürdiger Krater südwestlich vom großen Krater Schickard und nordwestlich von Nasmyth und Phoclydes gelegen. An der Südseite erhebt sich ein Kraterwall, während sein inneres komplett und eben mit Lava gefüllt ist, um an der Nordwestseite und das ist das besondere, die Lava überglaufen ist und einen großen schrägen Hang bildet. Wie eine übergelaufene Pfanne. Nur jetzt bei diesem Beleuchtungsgrad kurz vor Vollmond kann man dieses Phänomen schön und deutlich sehen. Ich hab mal ein Bild von diesem coolen Krater mit eingestellt. In der Mitte des Kraters auf der Lavaebene ist ein Meresrücken in "Vogelfußform" erkennbar die ich allerdings nicht sicher ausmachen konnte. Dazu muss der Terminatoir wohl noch näher dran sein. Ein Krater den es in dieser Art nicht so häufig gibt.

Weiter nach Süden direkt am Mondrand nicht mehr alzuweit zum Südpol liegt Bailly mit 4500 der größte Krater der Mondvorderseite. Ich sehe ihn in ganz flacher Perspektive, so als würde man im Landeanflug auf ihn zusteuern. Im Vordergrund der Kraterrand und dahinter der Kraterboden mit kleineren Kratern und schwach einen Dom zu erkennen. Alles in ganz flacher Perspektive. Man kann sich gut vorstellen man stehe mitten drinnen und sieht die gegenüberliegnde Kraterwand als Bergwall. Sehe mir das eine ganze Weile an und lasse es auf mich wirken. Im Bino bei hoher Vergrößerung zeigt sich dieser perspektivischer Effekt gut. Bei günstiger Libration sieht man dann wieder steiler in diesen großen Krater hinein.

Wieder etwas nördlicher: Valles Ingrihami, Bouvard sowie Montes Cordillera sind schwer auszumachende langgezogene Täler und Bergketten die sehr nahe am Mondrand kleben und von Süd nach Nord verlaufen. Sie bilden die östlichen Ränder des großen Mare Orientale, dass nur bei günstiger Libration etwas zu sehen ist. Ich kann die Täler und Bergketten nur ansatzweise idendifizieren.

Zwischen Schickard und Grimaldi zieht sich die die große und aufällige Rima Sirsalis. Besonders der südliche Teil bildet eine markanten Bogen, der sich kontrastreich abhebt und förmlich ins Auge springt.

Wieder nahe am Mondrand bereits auf der Nordhalbkugel liegen die beiden Krater Cardanus und Kraft. Etwa gleich groß, terassiert und wie an einem Faden mit einer Nord Süd verlaufenden Rille verbunden.

Westlich von Sinus Iridum im Oceanus Procellarum ragt Mons Rümker ein großer Lunardom Komplex wie eine Insel aus dem Meer. Jetzt bei diesem Beleuchtungsgrad sehr aufällig und ist wohl der größte Dom auf der Mondvorderseite.

Nach dem Mare Frigoris im Norden kann ich die Krater Babbage, Phytagoras, Herschel der stark errodiert ist, sowie Anaximander und Carpender idendifizieren. Alle in typischer flacher Perspektive Nahe des Mondrandes. Interessante Krater mit vielen Details und eigener Caraktere.

Die Norpolregion hatte ich früher schon mal inspiziert und den Krater Pearry mit dem Pol idendifizieren können.

Ich beende jetzt die Reise entlang bzw. in Mondrandnähe und konnte noch ein paar der letzten Obiekte der Lunar Top 100 einsammeln. Hat wieder Spaß gemacht mit dem großen Dobson und Binoansatz. Wahrscheinlich kennt der ein oder andere auch so manche von mir beschriebenen Objekte.

Gruß und clear Sky  Philipp

PS.  Linkes Bild:  Rima Sirsalis ganz links und Rima Mersenius zwischen Mersenius und Gassendi.



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  Plakatständer
Geschrieben von: Ulf - 28.01.2019, 18:48 - Forum: Suche - Antworten (3)

Hallo,

suche für den Astronomietag einen Plakaständer in DIN A2.
Am besten für Plakate auf beiden Seiten.

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  NEQ6 Synscan3.97
Geschrieben von: Jensna - 27.01.2019, 11:00 - Forum: Biete - Keine Antworten

Habe weiße NEQ6 GoTo mit 2 Gewichten und Netzteil anzubieten.
Alles in gutem Zustand. Sind schon verstärkte Polschrauben verbaut.
VB 790 €

jensna@t-online.de

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  Mondfinsternis 21.1.2019
Geschrieben von: Andreas-TAL - 26.01.2019, 19:23 - Forum: Unser Sonnensystem - Antworten (5)

Hallo Miteinander!
Die ersten Ergebnisse der Mondfinsternis von hier https://forum-stellarum.de/showthread.ph...2#pid43992 sind präsentabel. Hat einige Zeit gedauert, aber APS-C Format Bilder sind was anderes, als die kleinen AVI/BMP Bilder der Planeten ... will sagen das Stacken und Co. hat ganz schön gedauert ...

Zur Entstehung:
Vor Beginn der Mondfinsternis habe ich mir eine Übersicht über die Zeitabläufe (Kernschatten - Eintritt - Austritt - Totalität) verschafft und rund 30 Zeitpunkte festgelegt an denen ich Bilder machen wollte. Die fortschreitende Verfinsterung habe ich mal als linear ablaufenden Prozess gerechnet. Auf einer Kugeloberfläche in einem dreidimensionalen Raum wird das nicht wirklich stimmen, aber für mich war die Näherung völlig ausreichend.
Danach habe ich - je nach Verfinsterungsgrad - die entsprechenden Belichtungszeiten festgelegt. Ein große Hilfe war diese Übersicht hier http://i0.wp.com/scienceblogs.de/alpha-c...chtung.png . Die hat im wesentlichen sehr gut gepasst.
In jedem Set wurden rund 20 Mondbilder angefertigt.

Das Setup:
Als Grundlage diente dieses Mal mein TAL-100 APOLAR Apochromat mit 750mm Brennweite auf der CEM60 mit EOS 350D. Die Belichtungszeiten variierten von 1/2000 Sek. bis 1,5 Sek. bei ISO 800. Die einzige Kröte, die ich schlucken musste, war das Aufnahmeformat JPEG bei der EOS, welches ich wählen musste, da ich nur eine sehr kleine Speicherkarte zur Verfügung hatte.

Die Verarbeitung:
Anschließend wurden in der Regel 85% der Bilder pro Set via AutoStakkert gestackt - also die 3 schlechtesten von 20 wurden aussortiert. Insgesamt war die Qualität der Einzelbilder erstaunlich hoch - so richtigen Ausschuss hat das Setup gar nicht produziert. Mein kleiner APO scheint nicht zu den schlechtesten zu gehören, was die Farbe angeht.
Anschließend habe ich in Registax 6.0 acht unterschiedliche Wavelet-Schemata definiert, die verschieden hart/weich... schärften um den verschiedenen Ergebnissen der Summenbilder gerecht zu werden. Vor dem Schärfen wurde zudem auch jeweils das Histogramm gestreckt. Die größten Schwierigkeiten hatte Registax mit den Bildern kurz nach der Totalität, die eine stark überbelichtete Mondsichel, die bereits aus dem Kernschatten ausgetreten war, zeigten. Hier musste ich teilweise von Hand selektieren und zentrieren. Anschließend wurden die Bilder per noch IrfanView um 90 Grad gedreht.

Die Weiterverarbeitung:
Nach der Reduzierung auf jeweils ein geschärftes 1 Summenbild pro Set wurden die Mondbilder in Photoshop CS2 zusammengesetzt und positioniert. Hier erfolgte auch noch eine sachte Tonwertkorrektur um die tlw. verschiedenen Mondhelligkeiten, die sich durch die unterschiedlichen Belichtungszeiten ergeben haben, einander anzugleichen. Am stärksten habe ich via Photoshop bei den zwei Bildern kurz vor der Totalität eingegriffen, um die langsam deutlicher werdende Mondscheibe vom Kernschatten noch stärken zu zeigen (Tonwertkorrektur, Farbbalance, Sättigung), damit der Übergang zum rot/orangen Mond nicht zu abrupt geschieht. Auch die letzten beiden Bilder sind via Photoshop stärker bearbeitet, da ich bei der Aufnahme kürzere Verschlusszeiten wählte, um die Himmelshintergrund dunkel zu halten. Der Mond bekam dadurch - und durch seinen tiefen Stand von 13° über dem Horizont - eine gelblich, cremige Färbung, die ich etwas ins hellere Grau geschoben habe.

Ansonsten habe nicht nicht groß drin rumgefummelt, der Rest ist Kunstwerk der Natur und Schöpfung.

Die Ergebnisse:
Die Originaldatei hat Posterformat - rund 9000 x 8000 Pixel (also in etwa 76 x 68 cm). Hier sind zwei, wieder nach JPEG konvertierte, verkleinerte Versionen: Einmal eine FullHD Version mit 1980 Pixel Breite und eine HD Version mit 1080 Pixel Breite. Die 4K Version ist bereits zu groß für hier. Außerdem stelle ich noch ein verkleinertes, einzelnes Stackingbild der Mondes in der Totalität rein, das mir von den Farben, die die Finsternis auf den Mond malte, sehr gut gefällt.

1080 Pixel Breite ist hier:
   

FullHD Breite ist hier:
   

Einzelmond ist hier:
   

So, das waren die ersten Resultate. Mal sehen, ob noch was in anderen Anordnungen oder so geht ... wird aber noch etwas länger dauern. Abschließend ein herzliches Dankeschön an Christoph hier, der mich bei meinem ersten DSLR-Experiment mit seinem Fachwissen unterstützte.

Andreas-TAL

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  EQ6 Edelstahlstativ mit Kurzsäule
Geschrieben von: Ralf - 26.01.2019, 15:41 - Forum: Biete - Antworten (3)

Biete ein Edelstahlstativ wie im Lieferumfang einer AZ-EQ6 GT enthalten, gebraucht an.
Zusätzlich mit Skywatcher Halbsäule. 
Diese Kombination bietet mehr Montagehöhe und macht es als Basis für schwere Ferngläser interessant.
Ein Neiger kann auf der Halbsäule aufgeschraubt werden.
Auch als upgrate zu den weniger stabilen Stativen der verschiedenen EQ-5 Versionen zu empfehlen.
Die Stativbeine aus Edelstahl haben einen Durchmesser von 50mm.

Abholpreis 95,--€

Besten Gruß
Ralf

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  ITV Teleskoptreffen und Forum Stellarum
Geschrieben von: tschetto - 25.01.2019, 17:19 - Forum: Treffen, Termine und Veranstaltungen - Antworten (2)

Hallo Leute
Ich hatte ja schon mal in der WhatsApp Gruppe das Thema angestoßen,
wer auf unserem Bekanntenkreis/Forum Stellarum evtl. Interesse hat aufs ITV zu fahren....

Das wäre vom
29.05 bis 02.06.2019 in Gedern, Am Gederner See direkt auf dem Campingplatz.
(der 30.05.2019 ist übrigens ein Feiertag)
Außerdem kann man sich auch tagsüber mal zusammensetzen ....Prost.... Big Grin
 
Unabhängig vom Wetter werde ich mit dem Wohnmobil dort sein, und falls meine bessere Hälfte frei bekommt auch Sie.



Zugesagt haben bis jetzt:

Ich
Winfried
Philipp
Jörg
Uwe
Simon


Evtl. Ulf
Evtl. Florian


Stimmt doch so die Liste??
Und wer hat noch Lust.... Ralf?? z.B.....


Link zum ITV

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  Mond vor der Mofi in Farbe
Geschrieben von: tschetto - 22.01.2019, 17:13 - Forum: Unser Sonnensystem - Antworten (6)

Grüezi !
Ich habe ein paar Tage vor der Mondfinsternis meine neue Kamera ausprobiert
und dazu gleich den Test für einen Farbmond, so wie ich es als Tutorial im Internet gefunden habe...
Der "Blutmond" ähhhh "Farbmond" entstand mit einer ASI183MC-Pro am APM107/700 (525mm)
Da die Kamera sehr kleine Pixel besitzt wirkt sich das auf die geringe Brennweite positiv "vergrößernd" aus  Big Grin 
Der Test am C11 steht noch aus. Da benötigt es gutes Seeing....
Also hier erstmal die "kleine" Version Rolleyes 

   

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  Pure Moon
Geschrieben von: astroexcel - 21.01.2019, 22:39 - Forum: Unser Sonnensystem - Keine Antworten

HiHi,

ich nenn´s mal ganz klassich

Stilleben mit Mond (oben rechts)

   

Gesehen heute morgen aus unserem Küchenfenster Cool

Ciao
Thomas

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  Eine runde Sache - mit Haken und Ösen...
Geschrieben von: Andreas-TAL - 21.01.2019, 18:57 - Forum: Beobachtungsberichte - Antworten (2)

Ein Widerspruch – ja, gewiss! Aber das beschreibt recht gut „meine Mondfinsternis 2019“. Aber nun zur (Vor)Geschichte.
 
Last Chance
Nachdem ich recherchiert hatte, dass diese Winterfinsternis in 2019 die letzte komplett beobachtbare, totale Mondfinsternis für die nächsten 10 Jahre sein würde, wollte ich dieses Mal wirklich etwas Aufwand betreiben.
Die nächsten gut und (fast komplett) beobachtbaren, totalen Mondfinsternisse in Deutschland sind erst wieder am 20.12. 2029 und am 18.10.2032. Vorher ist eine (lustigerweise) genau an Silvester 2028 – aber da geht der Mond schon verfinstert auf und gegen 20:00 ist die Finsternis bereits wieder vorbei.

Aufwand
Also entschied ich mich endlich mal meine EOS 350D in Betrieb zu nehmen und - seit ich meinen 4“ TAL-APO habe ist auch ausreichend wenig Brennweite da – mal so ganz fachlich Astrofotografie zu betreiben. Die EOS 350D hat einen Akku-Dummy und kann daher gut über meinen Bleigelakku extern versorgt werden. Ein 2“ Steckanschluss auf T2 war ja da und ein T2 auf EOS Bajonett sowieso. Was noch fehlte war ein Fernauslöser, aber in China stand man schnell mit Rat und Tat beiseite. Den (nun wirklich steinzeitlichen) „Knickohr-Timer“ wollte ich mir nicht antun.Ich würde wahrscheinlich eine Woche brauchen da wieder einen Durchblick zu bekommen.

Läuft doch rund ...
Also die neue Konfiguration flugs mal zusammengebaut und getestet – trotz (oder wegen?) Dornröschenschlaf frisch und jung geblieben. Alles klappt. Leider ging das Fotoprojekt „Komet Wirtanen“ schief, nachdem zwar nicht die Technik, aber das Wetter komplett versagte. Also, nächster Stopp: Mondfinsternis - runde Sache!

... mit Mini-Speicher
In meiner Euphorie habe ich aber komplett übersehen, dass ich nur eine CF Karte mit 1 GB zur Verfügung hatte und als ich es bemerkte war es schon zu spät. OK, welches Elektrogeschäft hat heute noch CF-Karten, die so groß und dick wie ein Butterkeks daherkommen? Die Verkäufer schauten mich dementsprechend auch an als wäre ich „Catweazle“ (wer´s nicht kennt, mal googlen), der nach einem Telefonhörer-Zauberknochen fragt. Also gut, dann halt nur 1 GB – fängt ja schon wieder hakelig an …
Von Christoph bekam ich den Tipp, ob meiner arg limitierten Speicherkapazität (die Kamera zeigte 140 Bilder an), auf RAW zu verzichten und lieber in JPEG zu speichern. Also Bilderzahl statt Rauschminimierung und das Ganze über eine hohe Anzahl an zu stackenden Bildern zu schärfen. Die Kamera zeigt nach der Änderung auf JPEG dann fette 242 Bilder an. Na, das ist ja schon mal was. Sie lag mit der Zahl aber völlig daneben – dazu später noch mehr.

Test - 1 - 2 - 3 - Test - Test 
Am Tag vorher machte (sicherheitshalber) einmal ein paar Testaufnahmen am Fast-Voll-Mond, schon allein um die Relation von Mondgröße, Belichtung und Kamerachip zu testen. Das ganze Projekt war ja meine DSLR Premiere – und wenn´s schiefgeht gibt es eine Eintrittskarte für die nächste Aufführung in 10 Jahren. Nicht so prickelnd. Grundsätzlich passte beim Test alles – nur eines ging gar nicht: Fokussieren! Ja gut, die EOS 350D stammt technisch gesehen aus der Steinzeit (obwohl das Neolithikum der Spiegelreflexfotografie hier nur 10 Jahre zurückliegt) und hat keinen Liveview. In meinem (nicht mehr so ganz) jugendlichen Leichtsinn dachte ich, dass das am Sucher doch passabel gehen müsste.

Das Seeing ist schuld
Pustekuchen! Der Fokus war wie ein zäher Kaugummi und irgendwie ging gar nichts scharf. Ohne Brille schon gleich nicht – mit Brille durch den Sucher war genauso doof. Na, das konnte ja was werden. Nachdem ich das Teleskop (mit Okular war es knackscharf), die Kamera (Umlenkspiegel und Chipglas waren sauber) und den Sucher (genauso sauber) als Fehlerquelle ausgeschlossen hatte, schob ich es auf die Thermik und das Seeing. Passt ja in Astrokreisen fast immer …

Wolkengrummeln
Mit etwas flauen Gefühl startete ich in den Sonntag. Hoffnungsvoll sah´ wenigstens das Wetter aus. Nachdem am Freitagmorgen im gesamten Maintal dichter Nebel hing, hatte ich schon überlegt in den Odenwald zu fahren. Aber bei -10 Grad, nachts für 4 Stunden auf einer Wiese stehen und gen Mond starren? Das klang nicht nur in meinen Ohren verrückt. Das machten noch nicht mal Druiden, bei denen der Mond und seine Finsternisse hoch im Kurs standen, da war ich mir sicher. Der Samstag brachte dann die Entscheidung: A..schkalt und klar am Morgen – also heimischer Balkon mit warmen Zimmer nebenan. So entwickelte sich der Sonntag sehr passend, bis … ja, bis am Abend von Osten richtig dicke Wolken heranzogen.

Es hakt
Meine ganzen Vorbereitungen (wie geschrieben - dieses mal wollte ich Aufwand betreiben) schienen für die „Katz“ oder besser für die „Wolkenwand“ zu sein: das Stativ war aufgestellt, die Montierung bereits drauf und passend eingenordet für 4:00 morgens, das Gegengewicht bereits ausbalanciert, das Teleskop lagen nebendran bereit damit es in 8 Stunden durchfrieren kann (von Auskühlen kann man ja bei -8 Grad nicht reden), alle Akkus waren geladen, die Alignmentsterne herausgesucht, die doppelten Winterklamotten vorbereitet … und jetzt das. Grade noch lief alles rund und es hakt schon wieder.
Frustriert schlich ich gegen Mitternacht ins Bett und stellte mir den Wecker auf 3:30 Uhr mit dem Gedanken: „Na ja. Ich steh´ mal auf, schau mir die Wolken an und kann dann wenigstens weiterschlafen.“

Picknick auf der Himmelswiese
Als ich um 3:30 Uhr geweckt wurde und noch im Schlafanzug auf dem Balkon stand, traute ich meinen Augen kaum: Alles voller Wolken über der einen Himmelshälfte und daneben, als wären die Wolken eine Picknickdecke mit schnurgerader Kante, eine freie klare Himmelswiese. Wow – unglaublich! In wenigen Minuten war die Himmelsdecke weggezogen und gab den Blick auf einen strahlend hellen, klaren Mond frei. Und dann kam alles ins Rollen. Kurz vor 4 Uhr stand ich als dickes Michelin-Männchen auf dem Balkon, Teleskop war montiert und verkabelt und ich schaltete Punkt 4:00 Uhr die Montierung ein. Jepp – alles piepste und blinkte zufrieden vor sich hin - nur das GPS suchte sich dumm und dämlich. Oh nein, Haus und Dach im Osten neben mir, verhinderten den Kontakt zu ausreichend vielen GPS-Satelliten. Also – ich war ja mittlerweile die Haken und Ösen gewohnt - alle Daten schnell per Hand (Oh je - welcher Breitengrad und Längengrad ist das hier? Und ist das Ost oder West …?) und alles andere eingegeben und bestätigen. Uff … Schrecksekunde rum, weiter geht´s mit dem One-Star Alignment an Spica und (tatsächlich) um 4:30 Uhr war alles bereit und man bemerkt auch schon den beginnenden Kernschatten. Mein eng getakteter Zeitplan sah 14 Abschnitte bis zur Totalität vor, bei denen ich jeweils rund 15 Bilder, mit vorher genau festgelegten Belichtungszeiten von 1/2000 bis 1,5 Sek. machen wollte, was dann 210 von den 240 möglichen Bildern, die der Kameraspeicher anzeigte, verbrauchen würde. Die restlichen waren der Sicherheitspuffer. Viel Papierkram neben mir, aber ohne den wäre ich rettungslos verloren gewesen im Wust von Uhrzeiten, Verschlusszeiten, Verfinsterungsprozenten, Bilderzählen …

Durchblick da
Nach den ersten beiden Serien passte ich die Belichtungszeit an und erhaschte auch einen Blick auf den Kameraspeicher. Statt 30 Bilder weniger, zeigte mir die Kamera aber noch 230 von 242 Bildern an. Was war das? Lösten einige Bilder nicht aus, wurden einige Bilder nicht gespeichert … keine Ahnung. Überschlagsmäßig kalkulierte ich, dass ich dann rund 20 Auslösungen pro Fotozeitpunkt machen konnte, sollte, musste, um den Speicherplatz auszunutzen. Also löste ich per Kabeltimer munter Bild über Bild aus. Und auch die Sache mit dem Fokus hatte sich gelöst. Ohne Brille: kein scharfes Bild im Sucher. Mit Gleitsichtbrille (aha das war´s): Auch kein scharfes Bild im Sucher, wenn ich ganz nah dran war. Mit etwas Abstand konnte ich aber sehr problemlose Fokussieren. Ha, läuft wieder rund.

Winter-Wunder-Mond
Zwischendrin schüttelte ich immer wieder mal den Kopf, wegen den komplett ausbleibenden Wolken. Es war eine fantastische Nacht mit einer wunderbaren Durchsicht. Als ich am Morgen den CF-Speicher der Kamera komplett gefüllt hatte, weigerte sich der mittlerweile sehr tiefstehende Mond immer noch, in irgendwelchen Dunstschichten zu verschwinden. Sogar in rund 2 Grad Höhe über dem Horizont, stand er fettgelb, und einem Resthauch von Kernschatten, als riesiges, quergelegtes Ei da und tat so, als könne er kein Wässerchen trüben. Und dann sah ich tatsächlich einen Monduntergang an der Horizontkante der Landschaft. Nicht hinter einem nahen Baum oder so, sondern genau in einem Taleinschnitt mit einer ca. 10 km entfernten baumlosen Senke – unglaublich. Das hatte ich in solcher Klarheit hier vor Ort noch nie gesehen. Schon aus diesem Grund wird mir diese Wintermondfinsternis lange in Erinnerung bleiben.

Schön war´s 
Ach ja – und auch noch wegen den 616 Bildern, die ich dann auf dem Speicherchip gefunden habe. Da sind nun ausreichend Bilder zum Stacken und Spiegeln und Nachbearbeiten und Stapelverarbeiten. Was für eine Winternacht, was für ein Wintervollmondnacht, was für eine Wintervollmondnachtfinsternis … 
Hier eine Kostprobe mit einer Einzelaufnahme (nix gemacht außer kleiner skaliert, gecropped, gespiegelt und rotiert).

   
 
Andreas-TAL

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