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Day Star Quark h alpha Filter
#1
Hallo zusammen,

nutzt jemand von Euch den Day Star Quark h Alpha Filter für die Sonnenbeobachtung? Ich kenne die alten Day-Star Filter (jene, die der Alterung unterliegen - Sternwarte hat auch einen) und die neueren, jedoch die "Quark" Modelle waren mir völlig neu. Die Sonne war schon immer ein Betätigungsfeld von mir, jedoch haben mich die Preise weit jenseits von 1000 Euro für ein Sonnenteleskop oder ordentlichen halpha-Filtersatz abgeschreckt. Daher wäre es mal interessant zu erfahren ob der neue Ansatz 'etwas taugt' oder ob gar Vergleiche von Euch durchgeführt werden konnten?
[Bild: signatur_fs.gif]
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#2
Hallo Florian,

Ralf hatte mal einen beim Stammtisch dabei, der kann die dazu einiges erzählen.
Astronomische Grüße
Ulf

[Bild: signatur.jpg]

Wer die Freiheit einschränkt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren!
Benjamin Franklin
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Florian Köhler (08.02.2015)
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Florian Köhler (08.02.2015)
#3
Hallo Florian,

Frank und ich wollten mal auf der AME durchschauen. Da das Wetter aber nicht gut war, konnten wir nur einen Blick in die Vitrine werfen.

Soweit ich mich erinnere gibt es zwei dieser Okularfilter. Einer für Protuberanzen und einen für die Sonnenoberfläche.

Beide sind nur ein Kompromiss, denn die Bildausschnitte (das Gesichtsfeld) sind beschränkt.

Ich hoffe ich erzähle jetzt nichts falsches, aber so in etwa war glaube ich das Fazit. Irgendetwas war auch noch mit den Bandbreiten, aber das habe ich nur auf dem Stammtisch so nebenbei mitbekommen.
the sky is the limit

Gruß Uwe

"Sehen ist schwieriger als Glauben" Zitat aus "Die Kometenjäger"

http://www.the-night-black-white.de
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Florian Köhler (08.02.2015)
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Florian Köhler (08.02.2015)
#4
Hallo,

ich kann Uwe nur beipflichten.
Ich hatte auf dem ITV das (fragliche) Vergnügen, einen der beiden an meinem Teleskop ausprobieren zu können. Ehrlich gesagt, ich war enttäuscht.
Nur ein Ausschnitt der Sonne, auch bei kurzen Geräten und dann braucht man noch dazu 2 dieser Dinge, da eben nur Flecken gehen oder nur Protuperanzen. - Macht also auch schon € 2000.- bei sehr eingeschränktem Gesichtsfeld.
Ich hätte mich gefreut, gäbe es endlich etwas bezahlbares. Aber diese Teile sind es nicht, ich finde sie schlecht!

Trotzdem denke ich, daß sich in den kommenden Jahren auf diesem Gebiet noch etwas bewegt, die reinen Geräte sind vielen, so auch mir, einfach zu teuer.

Gruß
Winfried
Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es "RTL"
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Florian Köhler (11.02.2015)
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Florian Köhler (11.02.2015)
#5
Hallo zusammen,

in der Zwischenzeit war ich nicht ganz untätig und habe auch etwas im Web gestöbert. Meine Zusammenfassung:

- zwei Modelle: Prominence (Protuberancen) und Chromosphere (Chromosphäre)
- Prominence mit 0,8 - 0,6 A HWB und Chromosphere mit 0,5 - 0,3 A HWB
- das Chromosphere Modell wird von den Anwendern als das universelle Werkzeug angesehen, da sowohl die Oberflächenstrukturen als auch Protuberanzen zu sehen sind
- die empfohlene Teleskopgröße ist um 60 bis 80 mm Durchmesser bei f/5 bis f/9 (klar sonst noch kleines Gesichtsfeld wegen der eingebauten Telezentrik)
- Thema Telezentrik: Der Faktor ist wohl deshalb so hoch, da der Filter (das Etalon) ein fast parallel einfallendes Lichtbündel benötigt um 'sauber' zu arbeiten. Die alten T-Scanner von DayStar mussten auch bei einem Systemöffnungsverhältnis von f/30 eingesetzt werden (12 Zoll RC mit f=2400mm abgeblendet auf d=80mm mit ERF (Rotglas) ergibt f/30 - nur dass das alte Rotglas das UV nicht ausgefiltert hat...). Viele schrauben dann dem Gerät einen Reducer vor...
- ab 80mm Öffnung aufwärts wird als Minimum ein UV/IR Cut seitens des Herstellers vorgeschlagen, versierte Amateure empfehlen eher einen D-ERF (was die Sache dann auch schnell teuer macht) auch unterhalb der beschriebenen Öffnung von 80mm um eben auch UV und die Energie aus dem Tubus raus zu halten
- Die Berichte von den Anwendern fallen positiv aus (ich war ehrlich gesagt erstaunt, dass so viele das Teil bereits nutzen) - hoffentlich sind nicht alle Anwender 'gekauft'
- Das Quark muss mit Spannung beheizt werden hierzu ist ein USB-Micro am Filter und man benötigt noch ein Akkupack mit min. 1,5 A USB Ausgang

Ansonsten Danke für den Input. Falls jemand hier das Teil bereits in Gebrauch hätte - wäre ich erpicht darauf auch mal durch zu schauen. Wie in vielen Bereichen der Astronomie ist es wohl wichtig selbst zu schauen und dann zu urteilen.
[Bild: signatur_fs.gif]
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#6
Hallo Florian,
Du hast gut recherchiert!
Der Spruch "Yoe get what you pay for" hat wohl noch immer seine Berechtigung, auch wenn die Werbeangaben die Hoffnung geweckt haben davon abzukommen.
Wenn die Werbung nicht wörtlich genommen wird so bekommt man eine ordentliche Abbildung mit den von Dir genannten Einschränkungen.

Die Zufriedenheit ist eigentlich immer von den eigenen Erwartungen abhängig, ob diese nun erreicht, übertroffen oder darunter liegen.
Problematisch scheint mir besonders bei Sonnenfilter die Serienstreuung zu sein. Guckst Du bei Jemand und findest gefallen heißt das aber nicht dass Dein Teil auch so abbildet. Die Langzeitbestätigkeit ist ebenfalls nicht abgeklärt.
Für die Gesamtsonne wäre z.B. ein Lunt 50/350 interessanter, für Detailauflösung einer Teilsonne hat der Quark seine Berechtigung.

Das ITV wäre bestimmt eine Gelegenheit für eigene Beobachtung.

Besten Gruß
Ralf
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Florian Köhler (12.02.2015)
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Florian Köhler (12.02.2015)




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