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M42 mit running man
#1
Hallo zum Winterende,
die Rohdaten wurden am 13.2.18 aufgenommen und lagen nun eine Weile auf der Festplatte. Optik ASL 180/900 mit Reducer Vixen HD auf ca. 700mm Brennweite und Kamera Canon 6D ohne mod.
Belichtet wurde 70x1min, sowie Serien von 10s und 5s  frames um die Chance zu haben das Zentrum darstellen zu können. Durchsicht war gut, Seeing eher schlecht in der Nacht.
Dieses Bild hat Jens Hackmann aus den recht großen Datenmengen erstellt. Die hier gezeigte Version wurde von mir verkleinert und etwas angepasst. Der Bildausschnitt ist beschnitten wegen der Vignettierung des Gehäuses, es bleibt insbesondere der Bildkreis des Reducers  auf der rechten Seite sichtbar was leider nicht zu ändern ist.

Trotzdem bietet das vergleichsweise weite Feld aus Brennweite und Vollformat einen Eindruck von der Natur des Nebels welcher aus Staub geschaffen wurde. Also Licht ausmachen und aus etwas Abstand zum Bildschrim den "Running Man" hinter dem Staub auf Euch leuchten lassen 
     

Besten Gruß und Dank an Jens
Ralf
Folgenden 8 Usern gefällt Ralf's Beitrag:
Andreas Paul (21.03.2018), Astrokarsten (21.03.2018), Florian B. (20.03.2018), Karsten (21.03.2018), LarsL. (22.04.2018), Martin.F (21.03.2018), tschetto (22.04.2018), Uwe (21.03.2018)
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#2
Hallo Ralf,

ja M42 fehlt mir auch noch in der Sammlung - da wäre der ED72 von Skywatcher was Big Grin .

Was mir bei deinem Bild auffällt, ist die tatsache, dass das Histogramm links weggeschnitten ist. Wenn ich das Billd hochziehe sind noch Bildinhalte (kalter Sternenstaub) zu sehen. Daher ist wahrscheinlich auch der abrupte Übergang von hellen Nebeln zum Hintergrund zu erklären.

Das Trapez konntest Du super auflösen - das gefällt mir echt sehr gut! Daumen hoch

Ich denke aus den Bilddaten bei 70 min f/5 plus das kurze Gedöns könnte man viel mehr rauszaubern Blush 

Gruß

Karsten
Klaren Himmel und klaren Kopf wünscht Karsten
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#3
Hallo Ralf,

das Bild ist sowas von der Hammer!

Findet beeindruckt staundend,
Andreas
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#4
Hallo Andreas,
freut mich - Danke!

Hallo Karsten -
das gezeigte Bild ist insbesondere meinem persönlichen Geschmack geschuldet und diese Version hat sich nach  langem Vergleichen der mittlerweile 7 Versionen entwickelt. Das mache ich im gedunkeltem Raum an einem gnadenlosen hart abbildenden 4K Panasonic mit leichter Rotschwäche desselben. Deswegen auch immer der Vergleich am 24" Monitor, der offenbar "Rot" in der Darstellung bevorzugt.

Jens mag im Grunde die Pixelwerte nicht ganz schwarz, der Orion ist so ein Fall für sich..und auf meinen Geschmack wurde Rücksicht genommen Sleepy
Die erste Version hat auch ganz anders ausgesehen und für den Bildschmuck zu einem Zeitungsartikel bei der Main-Post betreffend die Volkssternwarte Würzburg/ Tag der Astronomie ( Mal sehen ob es wirklich gedruckt wird) war mir das zu krass.
Die Trapezauflösung empfinde ich als nicht so gut, das Seeing war bescheiden - jedoch die Einbringung der Masken als super gemacht.
Ich stimme überein dass mit der Optik bei 6D A-Version, gekühlter Farbkamera oder auch CCD mehr drinnen ist. Die vorliegenden Daten halte ich schon für "ausgepixelt". Anbei eine der Versionen gleich mal ins Volle gegriffen, so die Datengrenze es zulässt.

Dein Spruch mit der "Zauberei" ist übrigens weit verbreitet, sogar in der Wortwahl, und ich habe auch schon einige Erfahrungen mit Zauberer.
Um nicht einen falschen Zungenschlag hineinzubekommen - es sind positive Erfahrungen. Da wurden auch schon manchmal gleiche Datensätze bezaubert oder auch behext - dabei habe ich gelernt das "Wunder" eine andere Bedeutung hat Angel


Schau mal bitte hier und ich bin mir selbst manchmal nicht sicher ob weniger auch mal mehr sein kann:
   

Besten Gruß
Ralf
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#5
Hallo Ralf,

das ist ein super Bild mit fein differenzierter Farbgebung. Man kann sich in den Details richtig verlieren...
Die Kunst besteht gerade bei M42 immer darin den riesen Kontrastumfang einigermaßen natürlich herüber zu bringen, ohne dass das Zentrum ausbrennt. Man sieht da im Netz viele Beispiele mit ganz scheußlich übertriebener Farbgebung, Kontrasten und harten Kanten. Dein Bild orientiert sich da eher am visuellen Eindruck und kommt daher sehr natürlich rüber.
Daumen hoch 

viele Grüße

Frank
Nur in einem ruhigen Teich
spiegelt sich das Licht der Sterne...
(aus China)
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#6
Hallo Ralf!
Meinen Vorschreibern kann ich mich bzgl. den Filamenten anschließen. Für die Belichtungszeit eine tolle Tiefe - wir hatten uns ja schon bei den 2x2 min Einzelframes dazu aufgetauscht.

Insofern Daumen hoch spricht für die Optik und Montierung!

Was mir allerdings weniger gefällt und ich hoffe, ich finde jetzt nicht das Haar in der Suppe Blush , sind die Sternfarben, die kaum mehr vorhanden sind. Vielleicht liegt es auch am "Ausbrennen" der meisten Sterne bei der Bearbeitung? Du magst es ja lieber härter in der Bearbeitung. Oder positiv gewendet liegt es daran, dass die Farben generell im Bild nicht übertrieben wurden?

In jedem Fall bin ich schon gespannt auf das erste CCD-Bild von Dir mit dem 180er!   Rolleyes
Viele Grüße
Christoph

http://www.klostersternwarte.de
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#7
Hallo Frank und Christoph,
danke für das Feedback.

@Frank
Das Lob geht an Jens Hackmann. Auch unter uns gab es Diskussionen wohin die Entwicklung gehen soll. Die Detaildarstellung im Kern geht immer zu Lasten des realistischen Helligkeitsverlaufs von M42. Beides perfekt vereinen geht wohl nicht und ein Mittelweg muss gesucht werden.

@ Christoph
Wo sind Sie geblieben, die Farben der Sterne?
Gerade habe ich die einzelnen RAW Bilder angesehen, auch hier Fehlanzeige bei den Sternfarben. Auch bei den 10s und 5s Bildern sind keine Farben im Zentrum der Sterne zu sehen.
Echt interessant; auch mit Schiebereglern hatte ich keinen Erfolg.
Ich habe mir Deine Bearbeitung von der Pferdekopfregion angesehen und im Grunde sind die Sternfarben dort in der Umgebung des Sterns bei einigen Sternen zu sehen, aber nicht im Zentrum. Ich kann es nicht erklären, aber Jens sagte mir mal dass nur bei ganz niedriger ISO Stufe Sternfarben sichtbar sind.
Möglicherweise trägt auch die interne Software von Canon Ihren Anteil bei, ebenso die 14 bit statt der 16bit wie bei CCD. Die rasent schnelle Datenübertragung macht mich auch stutzig...
Leider bin ich technisch nicht in der Lage das zu Beurteilen oder zu Erklären....

Besten Gruß
Ralf
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#8
Hallo Ralf!
Schau Dir mal Deine Vergleichsbilder von Anfang Februar an: Da sind im mittleren Bild die Sterne noch farbig, aber nicht mehr so richtig rechts außen! Huh

   

Mein Versuch bei M42 habe ich mit 1600 ASA oder weniger gemacht (allerdings nur 270 sec):

   
Viele Grüße
Christoph

http://www.klostersternwarte.de
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#9
Hallo Christoph,

das mit den Sternfarben kenne ich. Ich konnte mich gestern Abend bei ralf im Keller davon überzeugen. Bei meinen 600 Sekunden Belichtungen sind die Sterne immer komplett übergelaufen. Die Farben kann ich nur in PI retten - da gibt es ein sehr schönes Tool.

Schau Dir mal eine Einzelbelichtung 600 Sekunden ISO 400 vom Rosettennebel an.

   
Klaren Himmel und klaren Kopf wünscht Karsten
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#10
Hallo Ralf,
ich habe den Beitrag gefunden !!  ;-)

Saubere Arbeit! Das ist ein Orion genau nach meinem Geschmack!!  Nicht soooo übertrieben BUNT wie ich ihn nur noch in anderen Foren finde...
Die Farbgebung ist auf den Punk getroffen!! Da passt einfach alles. Auch das Zentrum hast du schön hinein gearbeitet. Leichtes Farbrauschen auf der gesamten Fläche. Wahrscheinlich keine 6Da?
Nur rechts oben und unten in den Ecken ein Rest von Vignettierung? Da war die Aufnahme wohl zu Nah am Rand? Ich kenn das von der 6D die Bauartbedingt hauptsächlich unten vignettiert...
Da wird es [ups] schwer mit der Bildbearbeitung, besonders wenn du das maximale heraus kitzelst...

Im Ganzen aber gibt es nix zu kritisieren.. LOL

Grüße Thilo
Grüße: Thilo

AstroBin-Thilo
Folgenden 1 User gefällt tschetto's Beitrag:
Uwe (22.04.2018)
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Uwe (22.04.2018)




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