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Powerbank zur Stromversorgung
#1
Ich möchte hier eine sogenannte „Powerbank“ vorstellen, also einen großen externen Akkuspeicher, der üblicherweise für das Wiederaufladen von Smartphones, Laptops und anderen Akkugeräten genutzt wird. Ich kam allerdings zu dieser Powerbank auf einem ganz anderen Weg.

   
So sieht die Powerbank in der Realität aus

Die Vorgeschichte

Aus baubiologischen Gründen hat unser Dachgeschoss (außer ein Stromverbraucher ist aktiv) üblicherweise keinen Strom. Erreicht wird das (ziemlich einfach) über sogenannte Netzfreischalter. Idealerweise sollen dabei vor allem in den Nachtstunden Störfelder von Wechselstromkreisen (Netzstrom) vermieden werden. Das Problem dabei ist der Radiowecker, der ja nun auch Nachts am Netz hängt. Ein Akkuwecker wäre die Lösung, aber ich habe einen Tageslichtwecker. Also wie es sich für Astronomen gehört weckt mich ein (simulierter) Sonnenaufgang. Ehrlicherweise geht es mir dabei aber gar nicht um Astronomie, sondern einfach darum entspannt und langsam aus der Tiefschlafphase aufzuwachen. So ein Gerät geht schon gar nicht mit internen Akku ...
Also war die Idee einen großen, externen Akku zu finden, der den Wecker Nachts betreiben kann und sich tagsüber am Netz wieder auflädt. Also „Powerwall“ im Miniformat ...
Und damit ging die Suche nach Powerbänken los. Schon nach den erste Minuten via Google war aber klar: Die gibt es wie Sand am Meer (oder thematisch besser „Sterne am Himmel“) und mir war schnell klar, dass ich da alleine „alles und nichts“ finden würde. Keine Ahnung welche gut, sinnvoll, passend, möglich wäre ... Hilfe, was nun?

Dankenswerterweise hat sich auf meinen erste Hilferuf hier Florian aus dem Forum gemeldet und von ihm stammt auch der Hinweis zu diesem Gerät.

http://enerprof.de/shop/akkus/powerbanks...v/?lang=de

Zwerg mit Riesenenergie

Tensai TB-30600B – 8 DC Spannungen: 5V / 7.4V / 9V / 12V / 14V / 16V / 19V und 24V - Fertigung Made-In-Germany
Leistung: 30600 mAh / 113,22 Wh
Zellen: Panasonic NCR18650B
Input (Ladestrom): 19V mit max. 1,5A
Output USB: 5V bis max. 2,1A (möglich sind 5V bis 11V)
DC-Ausgang: 5V / 7.4V / 9V mit max. 2A
DC-Ausgang: 12V / 14V / 16V / 19V / 24V mit max. 3,5A
Ladezeit: ca. 7-9 Stunden (leer bis voll)
Größe: 200 x 100 x 23 mm (L x B x H)
Gewicht: 450 g

Also das las sich ziemlich beeindruckend und die 24V die ich benötigte waren auch einstellbar. Gut, die gigantischen 30.600mA (30,6 Ah) beziehen sich natürlich auf die Spannung einer einzelnen Zelle, die bei 3,6-3,7V liegt (in der Powerbank sind ja viele dieser kleinen Zellen miteinander verschaltet). Dennoch ergeben sich dabei bei 12V (was ja im Astronomiebereich oft üblich ist) beeindruckende 9,1Ah.
Schnell erzählt ist, dass meine ursprünglich geplante „Hausinstallation“ damit ziemlich problemlos funktioniert und ich sehr problemlos mit der „Sonne“ aufwache und sich die Powerbank perfekt zwischen Akkuspeicher und Netzstrom bewegt. Schon mal cool ...
Aber mir kam dann sehr schnell der Gedanke, dass so ein Energieteil auch für meine astronomische Ausrüstung sehr praktikabel sein könnte. Da ich ja astronomisch immer mobil bin zählt bei mir fast jedes Gramm an Gewicht.

Und in der Astronomie?

Von den obigen ~9 Ah ausgehend habe ich dann recherchiert wie viel Ampere meine CEM60 benötigt. Die Antwort von TS und dem US-amerikanischen iOptron Support war erfreulich: maximal 1,8-2,1 A und rund 0,3-0,5 A in der Nachführung. Da Li-Ion Akkus auch weit unter 50 % entladen werden können (empfohlen werden immer 10-20%) kann man die Powerbank so grob mit einem 18Ah Bleigel-Akku vergleichen, bei dem ja bei 50% Entladung sinnvollerweise Schluss sein sollte um die Anzahl der Ladezyklen nicht zu verkürzen.
Selbst unter sehr restriktiven Voraussetzungen (z.B. die maximale Kapazität sinkt im Laufe der Zeit auf 80 % und man beendet die Nutzung bei minimal 20 %) könnte ich meine CEM60 rund 2-3 Stunden lang ununterbrochen permanent mit maximaler Geschwindigkeit positionieren lassen, oder auch mindestens 10 Stunden nachführen lassen. Das sind Werte, die ich in einer Beobachtungsnacht niemals erreichen werde.

       
Es ist schon ein deutlicher Unterschied zwischen beiden Akkuspeichern zu sehen, obwohl die Powerbank fast an die Nutzung des großen Bleigelakkus heranreicht.

Zusätzlich muss man bedenken, dass (wenn man auch im Winter draußen ist), Bleigel-Akkus wegen der Minustemperaturen noch mehr Probleme bekommen und deren Kapazität sich (teils dramatisch) reduziert. Li-Ion Akkus sind zwar bei Minustemperaturen ähnliche Sensibelchen - aber so eine kleine Powerbank, lässt sich definitiv viel leichter warm halten. Wäre das störende Kabel nicht, könnte man den Akku sogar in der Jackeninnentasche deponieren. Um die Powerbank im Außeneinsatz ausreichend warm zu halten, dürften es aber auch zwei Wärmepads (diese Knick-Gel-Teile mit Natrumacetat) tun, die man einfach in der kleinen Transporttasche deponiert. Klein genug ist sie ja ...

   
Stromversorgung so "riesig" wie die Handbox? Ein ungewohnter Anblick ...

Folgt die Praxis der Theorie?

Nun, soweit die Theorie, in der alles wunderbar klingt. Aber würde sich das Teil auch praktisch bewähren? Schließlich gibt es da noch eine ganze Menge mehr Unwägbarkeiten. 

   
Umgestellt auf 12V war das Teil per Druckkopf und Menü sehr schnell. Das Display leuchtet, immer dann wenn Tasten gedrückt werden oder Stecker eingesteckt werden, im astronomisch völlig uncoolen Blaulicht, aber nur rund 3 Sekunden lang. Wenn angeschlossen ist, ist alles dunkel und bleibt auch so.

Um nicht gleich einen kapitalen Bock zu schießen, entschied ich mich für einen ersten Test im Zimmer. Es macht allemal mehr Sinn so etwas erst einmal unter kontrollierten Bedingungen (warm, kein Regenrisiko, hell, kein Zeitdruck ...) zu simulieren, als gleich in die Vollen (also in die Nacht) mitzunehmen.
Also wurde kurzerhand das Stativ und die Montierung aufgebaut und zunächst mit meinem Bleigelakku verbunden. Das GPS der CEM60 funktioniert im Innenraum nicht, aber das war ja auch nicht weiter wichtig, da es ja nur um die Stromversorgung an sich ging und nicht um ein präzises GoTo. Mit dem Bleigelakku lief alles problemlos, die Handbox steuerte die Montierung wie gewohnt.
Also wurde alles wieder in die Parkposition gebracht, die Montierung ausgeschaltet und die Powerbank angeschlossen. Schon im Vorfeld war klar, dass die Verkabelung wesentlich filigraner und feiner ausfallen muss. Ist der DC-Ausgang der Powerbank doch eine dünne Buchse für einen Federstecker, anstelle der massigen Zigarettenanzünderbuchse des Powertanks. Von diesem Federstecker ausgehend musste das DC-Kabel dann auf einem 5,5x2,1 mm Rundstecker enden, der zu dem (oft üblichen) DC-Eingang der Montierung passt.
Die Powerbank war mittlerweile auf 12V DC umgestellt (sonst läuft sie bei mir unter 24V) - dann noch kurz Luft geholt - und dann angeschaltet ... und siehe da alles sehr problemlos. Yeah ... klappt!
Die CEM wurde mit Strom versorgt, die Powerbank signalisierte, dass alles o.k. wäre und auch bei Schwenken in allem Achsen, mit maximaler Geschwindigkeit und bei deutlichem Ungleichgewicht (damit die Montierung kräftig schleppen muss) keine Probleme - ja wunderbar.
Dann gleich der nächster Test: Wo kann die Powerbank an der Montierung oder am Stativ angebracht werden, hängen, oder ...

Ernüchterung ... kaum hatte ich die Powerbank angefasst und angehoben (ohne groß auf das Kabel zu achten) kam es zu Unregelmäßigkeiten in der Stromversorgung, was meine CEM60 mit einem Piepton quittierte und diese die Nachführung beendet und auch keine Menüsteuerung mehr möglich war. Um die ganze Sache zu reproduzieren bewegte ich die angeschlossene Powerbank immer wieder mal ein Stück hin und her, klopfte leicht auf den Stecker oder achtete auf den Zug, der an den Kabeln oder am Stecker entsteht. Und siehe da: Jedes Mal, wenn dort physisch irgendwas einwirkte, kam es zu solchen Stromaussetzern. Mist…

       
Die filigraneren Anschlüsse der Powerbank bereiten Probleme. Die ganze Powerbank ist nur so dick wie alleine der Anschlussstecker des Bleigelakkus.

Ein Zigarettenanzünderstecker ist halt doch wuchtiger und hat weit mehr Kontaktflächen als so ein dünnes Federsteckerchen, das offenbar immer wieder mal den Kontakt zum DC-Ausgang verlor. Das ist natürlich in der Nacht ein NoGo, jedes mal wäre das Alignment im Eimer ...
Etwas frustriert packte ich an diesem Nachmittag zusammen und begrub meine Pläne das Teil astronomisch zu nutzen. So macht das keinen Sinn ...

Neuer Stecker, neues Glück

Zwei Tage später trieb mich aber die Neugier noch einmal zu diesem Setup und ich versuchte (ich hatte einen neuen Federstecker-Adapter gefunden) mit einer leicht veränderten Stecker-Kabel-Kombination von der Powerbank zu Montierung zu gelangen.
Also wurde dieselbe Prozedur erneut durchgeführt. Wie zu erwarten lief die Montierung - sowohl mit dem Bleigelakku, wie auch mit der ruhig daliegenden Powerbank - problemlos.
Wie würde es weitergehen?
Ich nahm die Powerbank von der Ablage, schüttelte und wackelte am Kabel, drehte, klopfte und zog am Stecker und versuchte auch sonst möglichst viel auf diesen Stecker einwirken zu lassen (natürlich immer ohne den Steckerkontakt zu beschädigen). Und siehe da ... ich konnte auch bei „sehr unsanfter Behandlung“ keinerlei Stromaussetzer mehr erzeugen.

Es lag also tatsächlich an einer nicht so ganz zuverlässigen Stecker-Adapter-Kombination und nicht an einem grundsätzlichen Makel am Ausgang der Powerbank.

Auch in den darauffolgenden Stunden ließen sich die Spannungsschwankungen nicht mehr reproduzieren. Die Powerbank lag, hing, stand auf dem Boden, der Ablageplatte, war am Bein des Stativs oder wurde im angeschlossenen Zustand in die Transporttasche verpackt - alles unproblematisch.

           
Dieses mal gab es keine "Wackler" in der Stromversorgung. Egal in welcher Position die Powerbank war, auch Ziehen und Drücken und drehen waren unproblematisch.

Ich bin mir jetzt sicher, dass die Powerbank grundsätzlich für den Einsatz in der Astronomie geeignet wäre - was auch den Ausschlag zu diesem Beitrag gegeben hat (es macht ja keinen Sinn etwas zu empfehlen, was nicht wirklich funktioniert). Die „Schwachstelle“ oder besser der kritische Punkt ist tatsächlich die filigrane Steckerverbindung (der Zigarettenanzünderstecker selbst ist ja schon dicker als die ganze Powerbank). Hier muss man wirklich auf eine gute Passung und saubere Fertigung achten. Ein geeigneter Winkelstecker könnte auch ganz gut gegen allzu heftige Zugkräfte wirken und vor allem die auf die Buchse wirkenden Hebelkräfte noch weiter minimieren.

       
Noch eine Variante die Powerbank zu befestigen. Mit Gummistreifen und Klettband würde die Energieversorgung auch gut einfach an ein Stativbein des Berlebach Planet "gepappt" werden können. Besonders vorteilhaft: Noch weniger Kabelgewirr, da theoretisch schon 50cm Kabellänge ausreichen und keine Stolperfallen auf dem Boden. 

Preislich gibt sich die Powerbank mit 149€ nichts zu den üblichen Bleigelakkus. Der größte Vorteil für mich ist, dass ich letztlich eine Stromversorgung für die Jackentasche habe, leicht zu transportieren, platz- und gewichtssparend. Eben ein Teil weniger zu einzuladen, zu tragen, zu schleppen ... 8,5kg zu 500 Gramm ist schon mehr als eindeutig.

Wermutstropfen

Ich stand in der letzten Zeit viel in Kontakt mit der Firma Enerdan/Enerprof und mit dem Geschäftsführer Herrn Assi Rutzki. Die Powerbänke werden in Deutschland endgefertigt und gebaut (wenn auch die verwendeten Zellen natürlich aus Fernost stammen) und sind nicht wirklich vorrätige Lagerware. Der Wermutstropfen ist, dass die Powerbank in der Version mit 30.600mA aktuell nicht gefertigt wird, sondern gerade kleinere Powerbänke (für Outdoorshops) gefertigt und geliefert werden. Das ist natürlich dumm. Aber ich würde das Teil hier nicht vorstellen, wenn es das gar nicht mehr gäbe. Nach Herrn Rutzki in Berlin werden die Tensai Powerbanke in der großen Kapazität in den nächsten Wochen auch wieder gefertigt. Im "Firmensprech" bedeutet "in den nächsten Wochen" zwar wahrscheinlichlich rund 2-3 Monate - aber es gibt sie zumindest noch. Dementsprechend lohnt sich eine Nachfrage. Das obige ist der Stand vor 2 Wochen ... vielleicht geht es ja auch schneller.

Zusammenfassung
Wie sieht es jetzt im Vergleich zu handelsüblichen Bleigelakkus (Powertanks) aus. Hier ist einmal eine Gegenüberstellung, auf welchen Gesichtspunkt man am meisten Wert legt ist natürlich individuell verschieden, deswegen gibt es am Schluss auch keine Wertung meinerseits.
Der erste Wert ist jeweils der Bleigelakku und der zweite die Powerbank.

Effektiv nutzbare Kapazität: 80-50% = 7,2Ah zu 80-20% = 5,5Ah
Größe: ca. 45x30x10cm (kleiner Trolley) zu 20x10x2cm (dickeres Tablet)
Gewicht: 7-10kg zu 0,5kg
Preis: 159€ (TS-Powertank Celestron) zu 149€
Ladezeit: identisch (7-9 Stunden)
Zusätzliche Features: Radio, Rotlicht, Alarmton zu kleine LED-Lampe im Weißlicht

Soweit erstmal von mir,
Andreas-TAL, mit der Powerbank
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Die Nacht, in der das Fürchten wohnt, hat auch die Sterne und den Mond“
                                                                                                                              (Mascha Kaléko)  
Folgenden 7 Usern gefällt Andreas-TAL's Beitrag:
Astrokarsten (02.04.2018), Christoph (02.04.2018), Florian B. (02.04.2018), Gerhard (02.04.2018), Martin.F (03.04.2018), Thomas64 (02.04.2018), Ulf (02.04.2018)
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Astrokarsten (02.04.2018), Christoph (02.04.2018), Florian B. (02.04.2018), Gerhard (02.04.2018), Martin.F (03.04.2018), Thomas64 (02.04.2018), Ulf (02.04.2018)
#2
Servus,

sehr gut aufbereitet mit deinem Beitrag. Ja - die Story dauerte ein wenig, bis es zu dieser Powerbank kam. Mittlerweile ist es erstaunlich, wie viel sich die letzten 8 bis 10 Jahre in der Akkutechnik getan hat.

Ich habe am letzten Donnerstag bei Julian und seinem Bruder in Volkach eine Powerbank getestet mit zwei Kabelvarianten, eine Selbstbauvariante. Die "Selbstbau-Steck-Verlängerung", hat trotz ordentlicher Stecker am kleinen Klinken-Buchse Ausgang, noch eine Nummer kleiner als bei deiner Powerbank, Probleme verursacht. Problem war die Begrenzung auf 3,5A, was die EQ-6R mit 8-Zöller schon ausgereizt hat. Durch drei weitere Steckverbindungen war der Widerstand nicht viel, aber offenbar genug angestiegen, oder die Steckverbindung wackelig, um beim Anfahren auch ein Quiecken, vermeintlich am Antrieb zu erzeugen. Der Motor bekam evtl. nicht genug Saft. Die DA Achse wurde langsamer, man hat das sehen können.
Die kleine Powerbank hat noch einen Ausgang als 12V-Kfz-Starter. Da kann die PB angeblich locker 600 bis 800 Ampere kurzzeitig. Mit einem Adapter dort die Montierung angeschlossen und alles war gut. Der Ausgang ist so niedrig vom Widerstand - muss er ja - das das Anfahren der Beladenen Montierung der Größe kein Problem ist. Nicht einmal die LED zur Signalisierung mit langsamen blinken, das die Versorgungsspannung evtl. niedrig ist, war zu sehen. Alles Bestens.
Karsten hat quasi eine Baugleiche Powerbank. Das Teil will ich mal demnächst vorstellen. Wahnsinnig gut, klein und ultraleicht. Und auch bei hohen Minusgraden kein Problem!

Ich bin gespannt das Teil evtl. mal beim nächsten Teleksoptreffen zu sehen.

Grüße,

Florian
Astronomie, einer der schönsten Gründe, nachts nicht schlafen zu gehen!
(Zeiss-Werbung)
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#3
Ja, der Plan ist, dass ich beim Teleskoptreffen die erste Beobachtungsnacht komplett mit der Powerbank mache. Meinen großen gelben Bleigelakku habe ich aber als Backup, falls Murphy (Shit happens) recht behalten sollte, noch dabei.

Außerdem kann man beim Teleskoptreffen meinen StarFi Adapter
https://www.ioptron.com/product-p/8434.htm

zur WLAN Steuerung der CEM60, in Zusammenhang mit SkySafari 6 Pro
https://skysafariastronomy.com/

in Aktion sehen (falls Murphy schweigsam bleibt Wink )
Ich kann noch nicht alles damit ... (Alignment ... hmmm ... aber der iOptron Support ist üblicherweise ja recht fix)

Andreas-TAL
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                                                                                                                              (Mascha Kaléko)  
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#4
Hallo Andreas,

na hoffentlich gehts dir damit nicht so wie mit diesem Wifi Adapter.
Bei dem geht mit Android alles ohne Probleme aber bei IOS musst du zwei Geräte gleichzeitig benutzen, also SkySafari auf dem IPad und SynScan Pro auf dem IPhone. Huh
Astronomische Grüße
Ulf

[Bild: signatur.jpg]

Wer die Freiheit einschränkt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren!
Benjamin Franklin
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#5
Danke Wie schräg ist das denn?
Ich hoffe mal nicht - glaube ich auch nicht. Das Teil stammt direkt von iOptron und unterstützt erst mal sowieso nur die CEM Montierungen.
Mit iPad ist es perfekt, mit dem iPhone hab‘ ich es noch gar nicht probiert.
Muss ich aber machen, weil mir das mit dem Tablet draußen zu risikoreich ist. Hab‘ schon mal festgestellt, dass die App-Einstellungen von Sky Safari wohl lokal auf dem Gerät zu sein scheinen. Kenn ich gar nicht mehr aus der vernetzten Apple Welt ...

PS: Gefunden ... geht auch in der iCloud.
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#6
Hallo Andreas,

hier gäbe es auch noch einen SKYWI Adapter bei dem würde es mit dem IPad gehen ohne das man noch gleichzeitig ein IPhone braucht, allerdings kostete dieser 199,50€ und das war mir dann doch zu viel.
Astronomische Grüße
Ulf

[Bild: signatur.jpg]

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Benjamin Franklin
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#7
Boah, das ist ja s...teuer. Das hätte ich auch nicht gemacht.
Dagegen ist der StarFi ja ein Schnäppchen gewesen ~50%, das hat es mir leichter gemacht.
Vor allem behebt das Teil zusammen mit SkySafari die einzige gefühlte Schwachstelle der CEM60: Die Auswahlliste „Tonight’s best“ oder so ... fehlt in der Handbox. Jetzt habe ich sie wieder über SkySafari ...
Andreas-TAL
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#8
Hallo Andreas,

super dass du auf die Akku-Geschichte hier ausführlich eingehst. Wir hatten uns ja in Gerchsheim beim Astronomietag darüber unterhalten, da ich auch auf der Suche nach einer mobilen Stromversorgung bin. Dann hoffe ich mal auf die neue Batteriefertigung....

Grüße aus WÜ

Frank
Nur in einem ruhigen Teich
spiegelt sich das Licht der Sterne...
(aus China)
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#9
Ja, unsere Unterhaltung in Gerchsheim gab den Anstoß zum obigen Beitrag.
Wenn Du beim TT da bist, müsstest Du das Teil in Aktion sehen.
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#10
Abschließend noch eine Ergänzung was die passende Befestigungsmöglichkeit der Powerbank angeht.
Auf den Boden legen ist ja so eine Sache, schnell übersehen und draufgetreten, Feuchtigkeit ...
Auf der Ablageplatte braucht das sowieso zuviel Platz zwischen den Okularen.

Variante 1 ist oben auf den Bildern schon zu sehen: In die Transporttasche und an die Montierung hängen.

Aber ich hatte Lust zum "Basteln" und so kam noch eine Variante 2 raus. Mir ist aufgefallen, dass die Breite der Powerbank ziemlich genau 1/3 DIN A4 ist. Und das ist wiederum ein Standardmaß für 3fach gefaltete Flyer (hat bestimmt jeder von uns schon einmal in der Hand gehabt) und für die wiederum gibt es zahllose sogenannte „Prospekthalter“ für die Wand, zum Aufstellen, mit Deckel und und und ...
Allen gemeinsam ist, dass die Powerbank da wunderbar hineingesteckt werden kann (anstelle der Prospekte).

Also habe ich etwas gesucht und unter Dutzenden einen passenden Prospekthalter ausgewählt.
https://www.amazon.de/VITAdisplays%C2%AE...B002LWW5H6

Das Material war Polystyrol (das war wichtig), denn Polystyrol lässt sich wunderbar unter Hitze verformen (mitunter auch schmelzen). Es ist zwar nicht UV-beständig, aber wir sind ja Nachts unterwegs ... hi, hi ... Acrylglas wäre besser gewesen, hätte dieselben Biegeeigenschaften, aber kein Acrylteil passte so gut wie das hier.

Also kurzerhand bestellt, die entsprechenden Aussparungen ausgeschnitten (das Teil sollte an mein Berlebach Planet Stativ kommen) und dann mit dem Hartlötbrenner auf niedrigster Flamme auf um die 140-160 Grad erhitzt und schrittweise gebogen.

   
Kann bis zu 850 Grad, also war große Vorsicht angesagt.

Das klappte weitaus besser als gedacht. Denn, ist es noch nicht weich genug, bricht das Material, ist es schon zu weich wirft die Oberfläche blasen, wird fast flüssig und klebt an der Biegeschablone fest. Aber es gibt hier wohl einen sehr toleranten Temperaturbereich, jedenfalls war das ziemlich schnell gelöst.
Und das kam dabei raus:
         

Und etwas aufgehübscht und mit Filz versehen:
   

Und so kommt es an das Stativ:
               
Die breiten Beine des Berlebach Planet sind geradezu dazu prädestiniert etwas daran zu hängen. Der Vorteil ist, dass man keine Schrauben oder anderes braucht und damit auch keine scharfkantigen Überstände geschaffen werden.

Die Halterung wird einfach eingehängt, die Ausziehbeine des Berlebach Planet sind breit genug. Die einzige Einschränkung: Im komplett eingefahrenen Zustand des Stativs kann man es nicht sofort einhängen, sondern muss erst das Bein etwas ausziehen. Danach könnte man das Bein wieder einziehen wenn nötig.

       
So hängt der Akku jetzt einfach am Bein.

Fazit: Super aufgeräumte Befestigungsmöglichkeit der Powerbank, die auch noch ordentlich aussieht und das Teil jetzt wirklich komplett aus dem Weg schafft und trotzdem ganz nah an der Montierung ist (da bleibt man auch nicht dran hängen).

Und weil ich grade dabei war, habe ich mir gleich noch ein zweites Teil zusammengebogen, damit endlich die Handbox auch einen Ort hat. Besonders wenn das Teil über SkySafari läuft - da brauche ich die Handbox im wesentlichen nur zum Alignment, für die „Zero Position“ der CEM60 und wenn zwischendurch die Positioniergenauigkeit erhöht werden soll.

   
Die Steuertasten bleiben frei, so dass man sogar im eingesteckten Zustand mit der Handbox positionieren könnte, wenn die voreingestellte Geschwindigkeit passt. Wenn man sich an die auf den Kopf stehenden Zahlentasten gewöhnt, kann man auch die Geschwindigkeit mit einem Fingerdruck anpassen

Andreas-TAL
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                                                                                                                              (Mascha Kaléko)  
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Florian B. (06.04.2018), Gerhard (06.04.2018), Herbipollution (06.04.2018), Thomas64 (06.04.2018), Uwe (06.04.2018)
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#11
Servus,

klasse angepasste Halterungen. Daumen hoch Da muss ich mir auch mal was überlegen. Und das Polystyrol lässt sich wirklich so leicht verformen? Oder grille ich das eher? Ich probier's glaube ich einfach aus.  Big Grin

Grüße,

Florian
Astronomie, einer der schönsten Gründe, nachts nicht schlafen zu gehen!
(Zeiss-Werbung)
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#12
super Idee...!!!!!!  statt mit dem Flammenwerfer müsste es auch mit einer Heißluftpistole funktionieren
die ist besser dosierbar denke ich
Grüße Thomas
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#13
@ Florian:
Die Biegsamkeit ist erstaunlich. Mindestens 82 Grad, besser etwas drüber, länger bei 160 Grad verflüssigt das Zeug (tropft sehr heiß!), nächste Stufe ist dann Blasenbildung (=Kochen), letzte Stufe wird dunkel und brennt und stinkt Wink
Sehr gleichmäßig an der Biegestelle erwärmen, Holz o.a. als Biegehilfe/form verwenden. Anfassen produziert entweder Brandblasen oder eingeprägte Fingerabdrücke an der Druckstelle oder beides.
Ich habe es um ein passend geschnittenes Holzstück gewickelt und - damit die Kanten vernünftig werden, gegen die Holzwerkbank gepresst. Polystyrol hält die Temperatur sehr lange, also hat man etwas Zeit, heißt aber auch - wenn die Form passt muss man gut zuwarten bis es wieder genug ausgehärtet ist. Sonst sinkt das Zeug wieder ein.
Acrylglas aus dem Baumarkt geht genauso, an solchen Stückelchen kann man üben.

@Thomas:
Heißluftpistole geht genauso. Allerdings muss man aufpassen, weil der Luftstrom nach dem Auftreffen auf dem Werkstück weiter sehr heiß bleibt und beim Abgleiten über die Fläche größere Teile des Werkstücks ungewollt miterhitzt. So ein Brenner hat eine sehr genau definierte Hitzespitze (aber halt sehr heiß, selbst wenn runtergeregelt), in 10-15 Sekunden ist die Biegekante heiß, aber sonst kaum etwas, oder deutlich weniger.
Was nicht geht ist Fön - zu kalt und macht letztlich alles warm.
Backofen geht auch, wenn man eine solche Platte in eine Form einsinken lassen will oder großflächig was (ver)formen will.
Was wahrscheinlich auch gut ginge wäre so ein kleiner Küchenbrenner zum Abflammen, karamellisieren von Zucker und so. Hitze reicht locker und noch kleiner und punktueller.

Heute Abend kann man die Teile mal sehen.

Andreas-TAL
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Florian B. (08.04.2018)
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Florian B. (08.04.2018)
#14
Was noch fehlt ist ein Fazit zur Powerbank im praktischen Einsatz, damit die Sache rund wird.

Also: Fazit
Die Powerbank hat jetzt 2 Indoor Testläufe und 2 astronomische Einsätze draußen hinter sich.

* Es gab keinerlei Probleme, Wackler oder Spannungsschwankungen mehr

* Zu meiner CEM60 genügt ein 50cm Kabel

* Nach rund 5-stündigen Einsatz (dabei spaßeshalber 40-50 Objekte per Goto angefahren um Strom zu verbrauchen) und den Rest in der Nachführung, zeigte die Anzeige noch eine Kapazität von 70% (aus den Strichen hochgerechnet), beim zweiten Einsatz (normale Nutzung, dieselbe Nutzungszeitraum) war den Akkustand bei 80%.

* Die gebogenen Halterungen sind hervorragend geeignet den Bereich um die Montierung aufgeräumt zu halten. Handbox / Powerbank werden stabil gehalten, Handbox ist sehr schön griffbereit (ohne Bücken) und Powerbank habe beim Ausräumen gleich mal im Auto vergessen, weil mir das kleine Teil gar nicht aufgefallen ist.

* Aktuell gibt es nichts, was bei mir ein Stirnrunzeln verursacht. Das einzige ist, dass ich mir vielleicht einen kleinen Verteiler bauen muss, damit ich auch meinen Tubuslüfter für den Klevtsov parallel dazu betreiben kann oder was anderes strommäßiges parallel anschließen und nutzen kann. Die Kapazität der Powerbank mit meiner CEM60, die wohl tatsächlich ein Stromsparer ist, scheint dafür gut zu reichen.

So long, Andreas-TAL
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Die Nacht, in der das Fürchten wohnt, hat auch die Sterne und den Mond“
                                                                                                                              (Mascha Kaléko)  
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Florian B. (09.04.2018), Gerhard (09.04.2018)
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#15
Hallo Andreas,

nach mehrmonatiger Wartezeit ist jetzt meine Powerbank eingetroffen. Den Wackelkontakt an den mitgelieferten Steckern konnte ich sofort an meiner Vixen SXP nachvollziehen....  Angry

Kannst du mir/uns verraten welchen Federstecker du genau verwendest?

viele Grüße aus WÜ

Frank
Nur in einem ruhigen Teich
spiegelt sich das Licht der Sterne...
(aus China)
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