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Lichtverschmutzung mittels Filter reduzieren
#1
Hallo Leute,
um das mal in der Praxis darzustellen wie der Himmel hier bei mir in Volkach neben REWE und Co. aussehen, hier mal ein Beispiel.....
Ein Vergleich mit meinem APM 107/700 (525mm) APO einmal ohne Filter und einmal mit IDAS D1 Strörfilter.
Camera: Canon 1000Da
Objekt: Bubble Nebel mit M52
Belichtungszeit bei der Aufnahme ohne Filter bei ISO400 150sek
Belichtungszeit bei der Aufnahme   mit  Filter bei ISO400 300sek

PS: Klar oder? Die rechte Aufnahme ist ohne Filter Big Grin

So ist die Lage, ohne Filter geht hier gar nichts, mit dem IDAS ist es besser als erwartet und somit sind vereinzelte Objekte machbar...

   
Grüße: Thilo

AstroBin-Thilo
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Astrokarsten (18.01.2019), Christoph (17.09.2018), Florian B. (17.09.2018), LarsL. (17.09.2018), Ulf (16.09.2018), Uwe (17.09.2018)
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#2
Hallo Thilo,

beeindruckendes Ergebniss, wäre mal interessant wie der Filter genau funktioniert.
Astronomische Grüße
Ulf

[Bild: signatur.jpg]

Wer die Freiheit einschränkt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren!
Benjamin Franklin
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#3
Servus,

naja - es wird die Variante hier sein, ist wie ein Astronomik Clipfilter, nur das da nichts klemmt:

IDAS LPS D1

Ich habe den Filter ja auch und nutze die modifizierte DLSR nie ohne in unserer Gegend. Der Kontrast Gewinn ist einfach sehr gut! Die Filterkurve im Link zeigt, was genau herausgefiltert wird.

Grüße,

Florian
DreamDiver.fb

Astronomie, einer der schönsten Gründe, nachts nicht schlafen zu gehen!
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Ulf (17.09.2018)
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#4
Hallo,

würde der Filter auch bei einer unmotifizierten Ksmera was bringen?
Astronomische Grüße
Ulf

[Bild: signatur.jpg]

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Benjamin Franklin
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#5
Servus,

ja ein wenig schon. Aber bemerkbar macht sich das erst bei längeren Belichtungszeiten. Wenn die Kamera nicht modifiziert ist sieht man halt das Lichtgradienten auch geringer werden. Aber am krassesten sieht man es bei der modifizierten Kamera wie sehr die Wasserstoffnebel mehr hervortreten. Da bleibt eine unmodifizierte Kamera hinten dran.

Grüße,

Florian
DreamDiver.fb

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#6
Hallo,

ich hab gesehn den gibt's auch als 2" Schraubfilter, egal oder ist einer besser?
Astronomische Grüße
Ulf

[Bild: signatur.jpg]

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Benjamin Franklin
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#7
Guten Abend,
bei den Idas Filtern wirkt sich offenbar dieser auch auf die Sternabbildung aus. Sie wird schlechter Confused 
Der Abstand von Filter zu Chip ist dabei offenbar auch von Bedeutung und je näher der Filter am Chip liegt, desto weniger wirkt der Filter nachteilig.
Den ersten Fall kann ich aus Erfahrung bestätigen, den zweiten Fall mit möglichst kurzem Abstand konnte ich noch nicht probieren und habe diese Info auch nur gelesen.

Habt Ihr Erfahrungen zum Einfluss Filterabstand zum Chip?

Besten Gruß
Ralf
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#8
Guten Morgen!
Ja, ich habe schlechte Erfahrungen mit dem 2" IDAS-Filter ca. 60 mm vor dem Chip bei einem APO mit f/5 gemacht! Die Sterne bekamen Halos, die sich, abhängig vom Abstand des Bildmittelpunktes, konzentrisch nach außen verlagerten. - Klassische Geisterabbildungen, wie man es noch von den Schmidt-Kameras her kennt. Wink 

Bei f/8 waren sie beim APO praktisch weg.

Und als "Ojektivfilter" eingesetzt (vor einem Tele) war die Funktion am besten.


PS: der von Florian verlinkte IDAS LPS D1 weiter oben kann schnell zu einer ungewünschten Vignettierung führen! Bei einem ø 37 mm und das ca. 40 mm vor dem Sensor würde ich nicht allzu schnelle Systeme einsetzen.
Viele Grüße
Christoph

https://www.klostersternwarte.de
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#9
Gut zu wissen  
Dann ist die Clip Filter Methode ja immer noch die beste bei DSLR, da liegt der Filter ca. 30 mm vor dem Sensor. 
Bei meinen Rohbildern kann ich keine Halos erkennen. Bei sehr hellen Sternen habe ich allerdings noch nicht getestet  
Und Ulf. Klar bringt der auch an einer unmod dslr was. Ich kann gerne mal ein Vergleich mit der 100D machen.
Grüße: Thilo

AstroBin-Thilo
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#10
Hi,
ich bin neu hier und auch ein Neuling in der Astronomie... 
Momentan stelle ich mein Setup für die ersten Shots zusammen.

Mein bisheriges Equipment ist:
Skywatcher HEQ-5 SynScan GoTo
Canon EOS 700D (wird am Wochenende modifiziert)
Astronomik MC Klarglas für den Umbau der 700D
Meine ersten Shots werde ich mit einer 300mm f/4 Festbrennweite wagen, also einem Fotoobjektiv. Ein Hanimex HMC M42 Altglas, eventuell zusätzlich mit einem 2x Telekonverter.
Raspberry Pi für Autoguider (PHD2)
Stomversorgung ist auch noch in Arbeit

Beim Thema Nebelfilter steige ich momentan noch aus, habe auf meiner Liste einen Astronomik CLS CCD Clipfilter aber den gibt es aber auch ohne "CCD". Was wäre denn besser? 
Die Beschreibungen der Artikel verunsichern mich sehr, es wird auch von zusätzlichen IR-Filtern geredet wo ich mich frage, wozu man dann die Modifikation der Kamera vornimmt ...
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#11
(17.01.2019, 19:13)Lucas schrieb: ...
Astronomik MC Klarglas für den Umbau der 700D
...
Beim Thema Nebelfilter steige ich momentan noch aus, habe auf meiner Liste einen Astronomik CLS CCD Clipfilter aber den gibt es aber auch ohne "CCD"...

Die Beschreibungen der Artikel verunsichern mich sehr, es wird auch von zusätzlichen IR-Filtern geredet wo ich mich frage, wozu man dann die Modifikation der Kamera vornimmt ...

Servus,

für den Umbau mit MC Klarglas nimm bitte den CLS CCD Clipfilter. Schau dir mal zum Vergleich die Filterkurve zum CLS"Ohne CCD"-Filter an. Der "Ohne" ist hinten zum IR Bereich offen. Wenn du gleichzeitig mit dem normalen Lichtspektrum aufnimmst, wirst du bei IR einige Probleme kriegen:

1. Der Fokus bei über 700nm liegt ganz woanders, Teile von Nebeln oder im IR emittierende Sterne oder andere Objekte werden in dem Bereich matschig und unscharf.

2. Manche Teleobjektive nutzen IR Sensorik mit aktiven IR-LEDS für die Objektivstellung (es gibt einige bei Canon, Nikon,...). Mit dem MC Klarglas Umbau und ohne IR Blocking kriegst du sehr deutliche und hässliche Störeinstreuungen ins Bild.

3. Die IR Sensitive Variante deiner 700d ist noch anfälliger als meine 700d mod., bei aktivem Display geht eine zusätzliche Verstärkerschaltung in der Kamera an, die im IR und sogar langwelligem Rotbereich bei mehreren Minuten Belichtung hässliche Störeinstrahlungen verursacht. Bei der IR-Sensitven Variante kann dass evtl. auch anderweitig auftauchen. Der Herr von Astrotec hat mir damals geholfen bei dem Problem, er kennt sich gut aus und hat mich aufgeklärt, dass ich mit Klarglasumbauten zwar den IR Bereich nutzen kann aber auch viele Probleme dazu bekommen kann. Für reine IR Fotografie würde ich daher auch einen speziellen Umbau mit Filtertausch mit internem IR-Filterglas empfehlen.

Und deshalb nicht verunsichern lassen: IR Bereich sollte geblockt werden (Deshalb blockt jede normale Kamera mit ihren Standardfilter UV und IR). Im Astro-Bereich ist alles jenseits der SII-Linie im Rotspektrum bei 671,70 nm aus meiner Sicht kaum uninteressant. Ich habe bei Astrotec meine 700d Umbauen lassen. Statt Klarglas habe ich einen Filter einbauen lassen der von ca. 400 bis 680nm 99% durchlässt und den Rest blockiert.
Bei wenig Lichtverschmutzung kann ich so ohne Clipfilter arbeiten, sonst nehme ich einen Clipfilter (IDAS LPS D1 oder Astronomik UHC-E).

Wenn du den IR Bereich nutzen willst, dann nimm den IR Bereich separat mit einem entsprechenden Filter auf, dann hast du den optimalen Fokus auf IR-bereich und der Rest im  sichtbaren Licht ist ausgeblendet, welcher dann zunehmend unscharf würde!

Also: Nicht alles bei den beiden großen Shops glauben. Einige der Mitarbeiter haben außerdem mal gar keinen Ahnung. Am Ende wollen sie eben verkaufen!

Grüße,

Florian
DreamDiver.fb

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#12
(18.01.2019, 08:32)Florian B. schrieb: 3. Die IR Sensitive Variante deiner 700d ist noch anfälliger als meine 700d mod.

Was genau meinst du damit? Meinst du den Unterschied zwischen MC Klarglas und dem Filter den du hast? Oder ist da noch eine Modifikation an der Hard/Software?
Bevor ich die Kamera auf den OP-Tisch lege und den Fehler mit dem Klarglas begehe, warte ich doch lieber ab und bestelle den passenden Filter der mir das Leben leichter macht...
Nur welchen Filter benötige ich da? Ist das der Baader BCF1 ?

Danke für die vielen Infos Florian, ich hoffe meine Fragen sind nicht all zu... nennen wir es blöd Wink Das ist für mich noch Neuland aber ich bin technisch sehr interessiert. Mir fehlt leider komplett die praktische Erfahrung, habe das Equipment auch noch nie eingesetzt. Bisher nur den Polsucher justiert, eine Kamera gekauft und mich um den Raspberry Pi gekümmert. Um mir ein Bild von der ganzen Geschichte zu machen, möchte ich zu erst mit dem Teleobjektiv ein Paar erste Fotos machen und dann entscheiden welche Optik es werden soll Refraktor oder Newton... Brennweite usw. Wenn möglich, gleich mit einer passenden astromodifizierten Kamera.

Jetzt steht aber erst einmal die Modifikation der Kamera an und hier will ich es gleich richtig machen, will ja nicht ständig daran herumschrauben.
Bleibt also die Frage, was muss ich auf den Sensor setzen um als Einsteiger nicht gleich komplett zu versagen?

Grüße

Lucas
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#13
Hi,

der Baader BCF1 ist vom verhalten her ähnlich wie mein Filter von Astrotec, der statt des normalen, originalen Filters verbaut ist. Also wäre dieser die richtige Wahl. Bei dem Filter ist der IR Bereich gesperrt. Mit MC Klarglas ist dann empfehlenswert den IR Bereich mittels Clipfilter mit dem CLS-CCD oder einem IDAS LPS D1 oder UV/IR-Block Clipfilter auszusperren.
Weitere Modifikationen hat meine 700d mod. dann auch nicht.

Ich empfehle dir bei Astrotec anzurufen. Der Mann ist äußerst nett, kompetent und klärt dich in ein paar Minuten auf! Du kannst deine Kamera dort hinschicken und modifizieren lassen, ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht!

Grüße,

Florian
DreamDiver.fb

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Lucas (21.01.2019)




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