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Saisonstart 2019
#1
BB vom 02.01.2019

Hallo,

Der Wetterbericht sagte eine klare Nacht voraus und schon am Morgen glänzten der Mond und unser Nachbarplanet Venus um die Wette…

   

War jetzt noch einer von uns visuellen aktiv????

Gegen 17:30 Uhr war zumindest mein TMB APO auf der Terrasse soweit ausgekühlt, dass ich mit einem Blick auf den winzigen Mars starten konnte. Die Vergrößerung steigerte ich bis 200x. Winzige Details wurden auf dem orangenen Scheibchen erhascht. Und auch die Polregion blitzte hell hervor.
An Alpha Pegasii konnte ich anschließend die Luftruhe testen und war positiv überrascht. Selbst bei Höchstvergrößerung 230x blieb das Sternscheibchen einigermaßen ruhig und die Beugungsringe wabbelten nur wenig.
Später begutachtete ich Rigel und konnte den hübschen Doppelstern im Sternbild Orion fürs Logbuch festhalten…immer wieder ein schönes Paar.

 
Die Saisoneröffnung 2019 war dann aber zunehmend ein Kampf mit den feinen, tieferen durchziehenden Wolken, die häufig die Objekte verhüllten. Meist gerade dann, wenn ich mit dem Teleskop auf der händisch bewegten MON2 mit Berlebach Uni 18 darunter beinahe am Ziel war, wurde es in den Okularen finster… die Wolkenlücken wurden im Laufe der Zeit immer dichter.
 
M 15 und M 2 konnte ich noch gut vor die Linsen bringen. Im 31er Nagler stehen die riesigen KS als kleine Wattebäuschchen im weiten Sternfeld und begeisterten mich. Mit dem 6mm Ortho beginnen die Außenbereiche zu grießeln und einzelne Sternchen werden sichtbar. Auflösen kann man die dichten Sternkugelhaufen mit 115mm Öffnung freilich nicht.
 
Weiter östlich konnte ich dann M 74 hauchzart, hart an der Wahrnehmungsgrenze erkennen. Eine echt harte Nuss, die Spirale.


Deutlich Länger verweilte ich schließlich an M31, unserer Andromedagalaxie. Diese fantastische Sterninsel zeigt nur im Übersichtsokular ihre wahre Gestalt und macht im TMB einfach Spaß.  Die beiden Staubbänder konnte ich aber nur ansatzweise erkennen. Das war schon besser. Zumal ich auch immer wieder eine Wolke durchziehen lassen musste. Aber in der Summe mit den beiden Begleitgalaxien M32 und M110 ist und bleibt es eine grandiose Ansicht.


Ich hangelte mich dann über den Südwesthimmel und sammelte noch das ein oder andere hellere Messier-Objekt.
 
Das Thermometer zeigte jetzt schon - 3°C bei böig, rauhem Nordwind.

Auf Orion in seiner ganzen Pracht freute ich mich aber besonders - das Trapez mit seinen feinen Sternlein kommt im Refraktor beeindruckend daher und im Übersichtsokular ergibt das Umfeld mit dem "Adler" den wahrscheinlich schönsten Blick in die Tiefe unserer Galaxie. Kurzzeitig blitze auch die 5. Und 6. Komponente auf. Den „Flammennebel" und auch "Running man" wurden abgegrast.

Dazwischen lehnte ich mich einfach mal nach hinten und ließ die Seele baumeln - die Milchstraße spannte sich fein strukturiert bis tief in den Westen hinunter...
Leider stand NGC 891 wiedermal so "teleskopungünstig", dass ich sie nicht richtig einstellen konnte. Refraktor und Stativbeine sag ich nur... !
Aber warum jammern, im Osten leuchtete schließlich mein Sternzeichen. Im Zwilling konnte ich M 35 in aller Ruhe betrachten. Daneben steht winzig der ferne offene Haufen NGC 2158.

So langsam kroch die Kälte unter die dicken Klamotten. Also nochmal den schönsten aller Nebel angefahren und absacken lassen. Gegen 22.15 Uhr war dann der Himmel mehr bedeckt als offen, so dass ich meine „sieben Sachen“ ins warme Wohnzimmer verräumte.


 


 
 
the sky is the limit

Gruß Uwe

"Sehen ist schwieriger als Glauben" Zitat aus "Die Kometenjäger"

http://www.the-night-black-white.de
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#2
Hallo Uwe, 

ja ich war vorletzte Nacht auch mit meinem Dobson am Start. Abgesehen von zwei Zwangspausen durch Wolken war die Durchsicht recht gut. Hatte mir ein Galaxienpäärchen und einige Sternhaufen in Canis major und Puppis aufgesucht. Komet Wirtanen konnte ich jetzt erst so richtig mit großer  Öffnung  bobachten, aber sein  Maximum ist vorüber. Im Lyncis sah  ich mir nochmal die Pearbow  Galaxie an , Ein helles  rundliches Teil. Zum Abschluß  dann noch mal das Leotriplet und M82 die sehr strukturiert bei 320x zu sehen war. 
Gestern Vormittag nutzte ich die Gelegenheit zur Venusbeobachtung. Sie zeigte  sich schon wieder zur Hälfte im ED Bino.
Auch auf der Sonne ist eine kleine Fleckengruppe  in Nähe Westrand  auf  der Nordhemisphäre zu sehen. 

Das war mein Saisonstart in 2019

Gruß  Philipp
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Christoph (04.01.2019)
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Christoph (04.01.2019)
#3
Oh ihr Glücklichen,

den ganzen Nachmittag hatten wir hier in der oberen Rhön strahlend blauen Himmel. Ich hab alles brav rausgeräumt und dann nicht mal genug stabile Sicht auf die Alignmentsterne.
Es war nicht schön.
Vielmehr freut es mich für Euch!

VG Michael
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#4
Hallo!
Mein Saisonstart war, ähnlich wie bei Michael, etwas durchwachsen.

Jupiter, Mond und Venus sah ich auch am Morgen des 2.1.2019 Shy :

   

Dann wollte ich auch am Abend loslegen. Am 2.1. war nichts drin, am Abend zogen die Wolken zu! Tongue


Immerhin wachte ich am Morgen des 3.1. um 3 Uhr auf (jaja, ich bin wieder ein Jahr älter geworden... Wink ) und da war es klar! Was machen... also raus, den ASL APO mit G2-8300 Kamera angeschmissen, nebenher am TS-APO die Photonen auf die Bayermatrix der Canon D6a prasseln lassen und nach fast zweieinhalb Stunden kamen doch wieder Wolken durchs Bild. Immerhin ein Anfang! Smile

   

PS: Das Bild ist noch nicht richtig fertig. Die Sterne gehören noch etwas gebügelt, da mir etwas der Fokus davon lief.
Insgesamt ist der ASL APO einfach klasse, wenn es um mittelgroße Felder, schnelle und gleichzeitig tiefe Aufnahmen geht. Ein super Teleskop!
Viele Grüße
Christoph

http://www.klostersternwarte.de
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#5
Hui,

der Frühling ist schon da!!! Daumen hoch

Auch Jupiter ist ja gigantisch... 1 Pixel??
the sky is the limit

Gruß Uwe

"Sehen ist schwieriger als Glauben" Zitat aus "Die Kometenjäger"

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Christoph (06.01.2019)
#6
Hallo Christoph,

klasse Aufnahme Markarians Galaxienkette. So oft schon fotografiert und immer wieder schön. Eine der Klassiker unter den Galaxienmotiven. Daumen hoch

Gruß  Philipp
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Christoph (06.01.2019)
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Christoph (06.01.2019)
#7
Hallo,

mein Saisonstart war sehr gut. Am 02.01. war es nach anfänglicher Bewölkung die ganze Nacht klar und ich konnte das erste Mal den ED80 mit dem neuen Okularauszug testen. Der Auszug ist stabil und durch den Microfokussierer ist das Handling sehr gut. Ziel sollte ein helles Objekt sein, damit ggf. auch ein Bild mit wenig Belichtungszeit im Kasten ist. Den Orionnebel habe ich bisher noch nicht vernünftig gemacht und damit war das Ziel gefunden.

Fazit: Erfolgreicher Test des OAZ, runde Sterne und ein Bild.

Noch unbearbeiteter Stack aus 25 x 600s bei ISO800

   
Klaren Himmel und klaren Kopf wünscht Karsten
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