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bitte um Tipps für Reiseequipment und größeres Fernglas
#1
Guten Abend, 


wie in meiner Vorstellung geschrieben, suche ich ein "Gerät" (auch für die Reise) mit dessen Hilfe ich zumindest das Trapez im Orionnebel klar und scharf sehen kann.

Gibt es etwas, was ihr mit eurer Erfahrung empfehlen könnt?


Falls ich mir ein größeres Fernglas kaufen möchte (8 x 40 ist vorhanden) - was wäre die nächste, sinnvolle Erweiterung?  


Viele Grüße und Dank im Voraus!



GutWein
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#2
Hallo,

am Astronomitag habe ich das Trapez den Besucher gezeigt.
Verwendet habe ich dazu meinen 10" Newton bei 80 facher Vergrößerung, ich weiß nicht ob das mit nem Fernglas machbar ist.
Astronomische Grüße
Ulf

[Bild: signatur.jpg]

Wer die Freiheit einschränkt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren!
Benjamin Franklin
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Mathias Muth (11.04.2019)
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Mathias Muth (11.04.2019)
#3
Guten Abend GutWein,
wobei ich nach Deinem Namen gesucht habe und diesen gerne verwendet hätte.

Wenn Du die Anforderungen erfüllen möchtest und bereit bist etwas tiefer in den Geldbeutel zu langen,
kann ich das Vixen BT-ED70S-A empfehlen. Unten stehend näher auf meiner Seite beschrieben oder auch direkt auf der Vixen Seite. https://www.vixen-astronomie.de/produkte...%C3%A4ser/


https://www.astro-theke.de/teleskope-und...ernglaser/


Dieses Glas zeigt die Trapezsterne mühelos und die Vergrößerung ist von ca. 13x bis durchaus 70x und höher wählbar, wozu es jeweils pro Vergrößerung ein Paar Okulare braucht.
Astrookulare gibt es mit 1,25Zoll Durchmesser in großer Auswahl. Fernglashersteller wie Kowa lassen in der Regel nur eigene Anschlüsse zu und sind hier richtig teuer.
Die 45° halte ich für Pflicht, wenn länger astronomisch beobachtet werden soll. Den großen "Bruder" BT 81 hatte ich in Spanien im Fluggepäck dabei. Montiert auf einem Berlebach Mini Stativ. Ohne Stativ ist so ein Fernglas nicht nutzbar.
Die Möglichkeit höher vergrößern zu können, als "normale" Ferngläser mit fester Vergrößerung, halte ich für sehr wichtig. Sobald es um Details geht oder auch mal Galaxien außer M31 und M33 aufgesucht werden sollen, braucht es gut 40x und mehr um diese sicher erkennen zu können. Auch der Orionnebel beginnt erst ab einer gewissen Vergrößerung faszinierend zu wirken. 
Was es dafür braucht ist eine gute Kollimation der beiden Optiken und kontrastreiche Abbildung sowie gute Streulichtunterdrückung. Im Vergleich bringt das Vixen BT-ED70 neben einer hohen Farbreinheit auch eine knackige Schärfe daher. Dafür ist es bekannt.
Aktuell habe ich ein 100mm Großfernglas mit 90° Einblick speziell für Astronomieeinsatz. 45° erlaubt Tag und "Nachtanwendung "mit Ausnahme Zenitbereich.
Qualität zeigt sich auch in der Streulichtunterdrückung was im Falle von meinem 100mm Großfernglas nicht optimal gelöst wurde. Das 70mm Glas ist ohne weiteres Reisetauglich aber eben doch so groß, dass es genügend Lichtsammelvermögen bietet um Spaß zu machen. 
Wenn die finanziellen Mittel eine geringere Rolle spielen sollten, wäre die beste Wahl der Kowa Highlander. Drei Okularpaare sind jedoch dort teurer als das ganze Vixen ED70.

Wie die Amerikaner so sagen, "just my two Cents"
Besten Gruß
Ralf
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GutWein (09.04.2019)
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GutWein (09.04.2019)
#4
Danke, Ralf,

die finanziellen Mittel spielen schon eine gewisse Rolle.  Vor allem aber bin ich mir noch nicht sicher, ob dieses so anspruchsvolle "Hobby" auch nach den zu erwartenden ungemütlichen Nächten noch mein Interesse hat.    

Schöne Grüße


Bernhard
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#5
Hallo,

die "ungemütlichen" Nächte halten sich in Grenzen, klar im Winter ist's meist kalt. Aber man wird schnell entschädigt wenn man wieder die ersten Objekte beobachtet hat. Dann bleibt auch das Interesse oder steigt sogar.
Damit mir das gelingt setze ich zwischen durch auch auf kleine, sehr mobile Ausrüstung. Deshalb musst du dir überlegen bei den größeren Ferngläsern, die auch ein Stativ benötigen: Wieviel Gewicht und Ausrüstung bin ich bereit mit raus zu schleppen. Gläser, wie oben genannt mit 70 bis 80mm Öffnung pro Rohr, bieten denke ich ein gutes Verhältnis zwischen Sichtbarkeit vieler Objekte und Gewicht, das man Schleppen muss.
Natürlich ist die Budget-Frage wie immer eine wichtige. Daher die Frage muss es z.B. ein Vixen BT-ED70 sein, oder doch ein guter Achromat wie das BT-81S-A. Ebenfalls ein gutes Bino, durch das ich schon selbst öfter mal gucken konnte. Sternhaufen sind da auch schon eine Pracht. Das Gerät ist mit Stativ schnell aufgebaut und einsatzbereit. 

Was wäre denn im Etwa deine Budgetgrenze?

Grüße,

Florian
DreamDiver.fb

Astronomie, einer der schönsten Gründe, nachts nicht schlafen zu gehen!
(Zeiss-Werbung)
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GutWein (11.04.2019)
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GutWein (11.04.2019)
#6
Hallo Bernhard,

die wärmeren Monate warten immer wieder mal mit äußerst gemütlichen Nächten auf.
Von daher: Laß Dir Zeit.

Und es gibt auch für recht überschaubares Geld Gerätschaften,
die richtig viel Spaß machen und Staunen lehren.
Ganz konkret kleine und einfache Dobson-Geräte mit um die 100 mm Öffnung.

Meine Planetenfaszination begann mit einem Celestron FirstScope 76/300.
Ich erinnere mich heute noch an eine Nacht mit besten Sichtbedingungen,
in der ich an Saturn das Ringsystem als feine Linie bestaunte (dieses war damals in Kantenstellung).
Saturnmond Titan war allerbestens zu sehen, Rhea ganz knapp über der Wahrnehmungsgrenze.
Das war einfach nur großartig. Und sehr, sehr beeindruckend.

Mit so einem kleinen und einfachen Gerät kannst Du dann auch kennenlernen,
was Dich denn überhaupt anspricht und fasziniert. Und man kann damit recht
entspannt über den Himmel spazieren.

Und: Wenn Du fünf Leute fragst, wirst Du sieben Meinungen bekommen. Mindestens.  Smile

Viele Grüße,
Andreas
.
 
 . weniger . langsamer . einfacher . schöner .

 
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GutWein (11.04.2019)
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GutWein (11.04.2019)
#7
Vielen Dank, Florian und Andreas!

Jetzt wird die Sache ja schon konkret. 


Jetzt habe ich ein  Nikon VII   8x40 - und das ist richtig gut und wirkt sehr scharf. 

Heute kam ein Bresser 20 x 80 - wir haben jetzt viel Sonne - auch auf Stativ ist, im Vergleich zum Nikon, alles ein wenig matschig. Kann sein, dass auch das zu sehende Hitzeflirren eine Rolle spielt. Bin erstmal enttäuscht.  Mal sehen, wie es sich heute Nacht schlägt.

Nächste Woche geht es in den Campingurlaub.


Da wäre das genannte Celestron ja auch eine sinnvolle Erweiterung. 


Florian, die Budgetfrage ist schwer zu beantworten. Macht es mir wirklich nachhaltig Freude, dann sind sicher auch +/-  1500.- Euro drinn.   Ich will halt keinen Matsch sehen, sonder das Gefühl haben es lohnt sich auch durchzusehen. 

Jemand hat mir auch schon das Canon 15x50 IS empfohlen.  Das wäre vermutlich ein wenig zu wenig Vergrößerung.


Schöne Grüße



Bernhard
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#8
Wenn es transportabel und robust und vielseitig sein soll und hohe Vergrößerung nicht nötig ist - kann man auch mal über ein Spektiv nachdenken. Die gehen je nach Typ bei der Vergrößerung so bis 80. Üblich sind WW Zoom Okulare ca. 30-60x. Bevor man sich was kauft erst mal bei anderen durchschauen. Dazu kommt dann noch das Stativ. Ohne geht nicht. Und Schrägeinblick ist für Astro bei sowas _dringend_ zu empfehlen.
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GutWein (12.04.2019)
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GutWein (12.04.2019)
#9
Hallo Bernhard,

das ein Nikon 8x40 das bessere Bild hat wie ein Bresser 20x80 ist denke ich selbstredend.
Astronomische Grüße
Ulf

[Bild: signatur.jpg]

Wer die Freiheit einschränkt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren!
Benjamin Franklin
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#10
So, der nächste Schritt,  einen Skywatcher Heritage-76 300 Mini Dobson habe ich heute bestellt. Bin gespannt!

Schönes Wochenende!


Bernhard
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#11
Erfahrungen der letzten Nacht, das Glas Bresser 20x80 ist eher schärfer und klarer, als das Skywatcher Heritage-76 300 mit dem 10er Okular. Dessen 30 fache Vergrößerung bringt keinen Vorteil.

Habe es heute nochmals auf ca. 500 mtr getestet. Dort befindet sich eine Reklametafel mit schwarzer Schrift auf gelbem Grund.

Sollte ich in hochwertigere Okulare investieren?  Wenn ja, welches ggf?



Schönen Sonntag!




Bernhard
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#12
Servus,

Ich habe nichts darüber gefunden, dass das Heritage einen parabolischen Spiegel hat, sondern nur einen sphärischen Spiegel, und das bei einem Öffnungsverhältnis von 4.
Das kann dann durchaus sein, das dieses Teleskop nicht sehr scharf abbildet.

Ich kann dir aber keinen Rat geben, ob sich für dieses Teleskop bessere Okulare lohnen.

Viele Grüße
Gerd
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GutWein (14.04.2019)
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GutWein (14.04.2019)




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