Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Beteigeuze schwächelt (jetzt nicht mehr)
Ich denke das Beteigeuze das Verhalten zeigt was ich für das wahrscheinlichste halte.
Er wird die äussere Hülle abwerfen.
Warum? Weil er erheblich schneller hell wird als in den Zyklen davor. Doppelt so schnell wie jemals zuvor.
Während des Dimmings ist er geschrumpft und kälter geworden. 
Die Äussere Hülle stürzt also in ein kälteres "Gefäss" und wir dannn so komprimiert, das die Wasserstoff- und Helium-Brand-zone zwar langsamer starteten , durch die dichtere masse in der die Brennzone dann iaber länger angehalten hat. Damit wurde wesentlich mehr Energie freigesetzt als zuvor und die Druckwelle schleudert die Wasserstoff und Heliumbrennzone hinaus.
Selbst das wird ein Spektakel werden. Die SN wird aber noch ein Weilchen auf sich warten lassen.
Folgenden 4 Usern gefällt Katweazel's Beitrag:
Andreas-TAL (21.03.2020), Christoph (21.03.2020), Martina (24.03.2020), Wolfgang (21.03.2020)
Zitieren
Folgenden 4 Usern gefällt Katweazel's Beitrag:
Andreas-TAL (21.03.2020), Christoph (21.03.2020), Martina (24.03.2020), Wolfgang (21.03.2020)
Ich habe jetzt mal wieder mit ein paar Grafiken gespielt, weil sich die Abweichung(en) sich jetzt bildlich signifikant zeigen. Beteigeuze wird „dramatisch“ schneller hell, als wenn der Stern auf seinem normalen Weg durch sein Minimum wäre. Damit dürfte die These einer Überlagerung von Minima als Grundursache der Verdunkelung ad acta gelegt werden können. Auch die These, dass es sich im wesentlichen um ein „üblichen“ Minimumprozess handelt, der einfach in seinem Beitrag stärker ausfällt wird schwieriger.

Hier die Überlagerungen der Grafiken. BRAUN und MAGENTA ist der Stand 2. Januarwoche mit der damaligen symmetrischen Prognose eines normalen Minimumtermins. CYAN ist der asymmetrische Verlauf der realen Kurve. Nur den Termin und die untere Magnitude hat Beteigeuze gut getroffen.

   

Fazit: Was wir an Beteigeuze beobachten ist tatsächlich ein recht singuläres Ereignis, das sich nicht mit dem normalen Werkzeugkasten, der bei Beteigeuze sonst immer gut passte, erklären lässt.

Nächster „wichtiger“ Punkt wird sein zu beobachten, ob Beteigeuze auf sein „übliches“ Helligkeitsniveau zurückkehrt oder nicht. Alternativ könnte ein „Überschießen“ um denselben Beitrag wie das Minimum stattfinden oder es geht noch weiter nach oben.

Ob man quasi (als weit vorher stattfindenden) Vorlauf einer SN einen, etwas aus den Fugen geratenen, Prozess des Schalenbrennens (also vor allem der Wasserstoff und Heliumschale) beobachtet, wird zum einen die Zeit (und das Helligkeitsverhalten) zeigen und zum anderen, ob sich tatsächlich die möglicherweise abgestoßene Materie dann „visuell“ nachweisen ließe. Also visuell natürlich im nahen und mittleren Infrarot per VISIR am VLT.

Bleibt spannend ... auch wenn jetzt Beteigeuze immer schwerer beobachtbar wird. Im September wissen wir noch mal mehr. Dann ist Beteigeuze wieder da. Hoffentlich scheint er auf eine wenig pandemiegeplagte Welt.

Andreas.TAL
____________________________________________________

Die Nacht, in der das Fürchten wohnt, hat auch die Sterne und den Mond“
                                                                                                                              (Mascha Kaléko)  
Folgenden 6 Usern gefällt Andreas-TAL's Beitrag:
Herbipollution (22.03.2020), Katweazel (21.03.2020), Martina (24.03.2020), Uwe (21.03.2020), uwek (21.03.2020), Wolfgang (22.03.2020)
Zitieren
Folgenden 6 Usern gefällt Andreas-TAL's Beitrag:
Herbipollution (22.03.2020), Katweazel (21.03.2020), Martina (24.03.2020), Uwe (21.03.2020), uwek (21.03.2020), Wolfgang (22.03.2020)
Ab jetzt wird es spannend. Beteigeuze ist auf sein Vorkrisenniveau gestiegen. Abendlich leuchtet der Kerl wieder völlig „normal“. Nachdem es (tiefer stehend und nicht immer astronomisch dunkel) schwieriger ist ihn visuell zu schätzen, würde ich ihn für mich und meine Augen und meinen Himmel etwa bei ~0.5 mag sehen.

Setzt jetzt „flatten the curve“ ein, dann müsste Beteigeuze nun recht schnell seinen Helligkeitsanstieg bremsen. Aktuell sieht es nicht danach aus.
Mal ganz grob geschätzt: Wenn der Anstieg genauso lange andauert wie der Abfall (rein zeitlich auf den Wendepunkt bezogen), dann geht es noch ein Stück weiter nach oben und eine Helligkeit von -0.5mag bis -1 mag wären drin. Hui, das ist viel ...

Kleine Anekdote: War vor kurzem Nachts geografisch/räumlich leicht desorientiert unterwegs, hab‘ tief im Westen (soviel an Orientierung war noch da), im extrem klaren Himmel, einen knallhellen (so -3.5 mag) orangeroten Stern gesehen.
Booah ... Puls ging nach oben, Richtung passte grob, Zeit auch so la la, Flugzeuge gibt’s grade nicht ... sollte das etwa ...

Nach 3 Minuten Supernovafeeling ging der Puls runter. Westen war etwas zu viel Nordwesten, Zeit war dann doch 60-90 min zu viel: Rote Venus in atmosphärischer Dispersion.

Kann Euch aber eins sagen: So 30-45 Sekunden Supernova fühlen sich *geil* an.

Andreas.TAL
____________________________________________________

Die Nacht, in der das Fürchten wohnt, hat auch die Sterne und den Mond“
                                                                                                                              (Mascha Kaléko)  
Folgenden 4 Usern gefällt Andreas-TAL's Beitrag:
Christoph (16.04.2020), Martin.F (17.04.2020), Ulf (16.04.2020), Wolfgang (18.04.2020)
Zitieren
Folgenden 4 Usern gefällt Andreas-TAL's Beitrag:
Christoph (16.04.2020), Martin.F (17.04.2020), Ulf (16.04.2020), Wolfgang (18.04.2020)
Hallo Andreas!
Ja, habe Betelgeuse weiter im Blick - aber alles noch normal!
Und die Venus knallt ja richtig rein in der Nacht! Cool
Viele Grüße
Christoph

https://www.klostersternwarte.de
Zitieren
auch was zum Thema

https://britastro.org/node/20235

Wie allerdings die Theorie aus < https://arxiv.org/abs/2002.10463 > mit dem "schnellen" Erhellen in Einklang zu bringen ist, weiß ich nicht
Zitieren
Hallo,
ich wollte mich eigentlich erst wieder melden, wenn die Helligkeit des B. mag 0 erreicht hat. Jetzt muss ich doch erst mal loswerden:
Die Experten, die Staubwolken für die Verdunkelung verantwortlich hielten (gefühlt 98%), werden sich geirrt haben. So richtig wissen wir das erst, wenn mag 0 erreicht wird,
es ist aber schwer vorstellbar, dass der Helligkeitsverlauf des B. im Diagramm jetzt plötzlich scharf nach rechts abknickt. Zudem befinden wir uns noch tief in der Anstiegsphase,
wie Andreas bereits anmerkte.

Also: SN-Fans - es gibt Hoffnung, hinter den Vorgängen scheint doch etwas Kernphysikalisches zu stecken.

Viele Grüße von Wolfgang
Zitieren
B. gehört seit Monaten zum abendlichen Pflichtprogramm. Dabei treten schon mal ULOs auf (unbekannte leuchtende Objekte), die Puls und Blutdruck in die Höhe schnellen lassen.
An das Defilee der Armada der Starlink-Satelliten hat man sich ja mittlerweile gewöhnt. Eine fast minütige sehr helle Erscheinung (ca. -2m), die sich kaum bewegte, wurde nach einiger Überlegung als Leuchtmunition in Richtung des nahen Truppenübungsplatzes interpretiert.

Mein selbstgebasteltes Diagramm finde ich irgendwie übersichtlicher als das Original der AAVSO (wenn auch noch nicht alle Filter/Frequenzbereiche implementiert sind):
https://ri-medic.de/Astro/betel_light3.p...es=vis+ccd

Die Helligkeit würde ich gerade auf +0.6m schätzen, irgendwo zwischen Prokyon und Aldebaran. Es wird täglich schwieriger, Himmelsresthelligkeit und Extinktion abzuschätzen.
Das Minimum war also mit 1.68m am 9. Februar. Zu sehen ist auch, daß die visuellen Beobachter (schwarze Punkte / Mittelwerte rot) zum Minimum knapp 0.1m heller geschätzt haben als die photometrischen Methoden (hellgrün).
Insgesamt bin ich enttäuscht, daß sich das Riesenmonster so exakt an den Zeitplan gehalten hat. War also wohl doch nur ein außergewöhnlich tiefes Tief, das sich so alle paar hundert oder tausend Jahre wiederholt.
Da ich den Wendepunkt des Anstiegs bei 0.9 schätze, erwarte ich das nächste kurzperiodische Maximum im Frühsommer bei 0.1m. (Vorsicht, reine Spekulation!) Dann dürfte der Spuk vorbei sein. Schade. Sad
Zitieren
Kann uns jemand etwas über die Messmethode DSLR erzählen und den Filtern TR, TG und TB?
Im grünen Bereich sehe ich hier schon 0.2m:
https://ri-medic.de/Astro/betel_light3.p...s=vis+dslr
Auch im letzten Maximum war Betelgeuse im grünen Bereich deutlich heller als visuell. Dies deutet auf ein Ende des Anstiegs hin.
Zitieren
Hallo Uwek,

(TR+TG+TB)/3= ~V  (Tx ist jeweils normiert auf die Gesamthelligkeit)

Das bedeutet in unserem Fall, dass der grüne Spektralanteil dominiert.
Der aktuelle Helligkeitsverlauf wird immer rätselhafter. Meinr Vermutung, dass der steile Anstieg nicht plötzlich nach rechts abknicken würde, trifft offensichtlich nicht zu. Ich dachte schon, dass die neuesten Werte auf einen neuen, starken Helligkeitsabfall hindeuten. Was bleibt? Warten... diesmal ein paar Monate....

Grüße von Wolfgang
Zitieren
Hallo!
Vielleicht sollten wir ein neues Thema aufmachen: Beteigeuze schwächelt nicht mehr... Big Grin 

In der Dämmerung hätte ich den Stern nun sogar heller als 0,5 mag eingeschätzt, wie das viele tun. Aber das kann freilich gut täuschen. Für mich sieht er aus wie früher in den besten Tagen!

Mal schauen, wie lange er noch durch hält vor dem großen Wumm!
Wenn, dann bitte ab Mitte April, dann könnte man ihn ja noch immer gut am Taghimmel beobachten!   Tongue
Viele Grüße
Christoph

https://www.klostersternwarte.de
Zitieren
Hier mal wieder was über den unsichtbaren Beteigeuze
http://www.mpia.de/aktuelles/wissenschaf...beteigeuze
Nix Staub - eher Flecken ...
Andreas-TAL
____________________________________________________

Die Nacht, in der das Fürchten wohnt, hat auch die Sterne und den Mond“
                                                                                                                              (Mascha Kaléko)  
Folgenden 1 User gefällt Andreas-TAL's Beitrag:
Christoph (30.06.2020)
Zitieren
Folgenden 1 User gefällt Andreas-TAL's Beitrag:
Christoph (30.06.2020)
Hallo!
... oder auch im Video von Josef M. Gaßner wird das Originalpaper besprochen:
https://www.urknall-weltall-leben.de/ite...ssner.html
Viele Grüße
Christoph

https://www.klostersternwarte.de
Folgenden 1 User gefällt Christoph's Beitrag:
Martin.F (04.07.2020)
Zitieren
Folgenden 1 User gefällt Christoph's Beitrag:
Martin.F (04.07.2020)




Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste