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NGC 891 mit QHY268C
#1
Guten Abend,
auch von mir ein Bildbeitrag, gewonnen aus den Daten vom 14.11.20
Belichtet wurde 119x60s am ASL 180 mit der QHY268C bei Gain 30 und -10°C.
Es wurde vorab kein Weißabgleich durchgeführt und danach schwierig die Farben einigermaßen hinzubekommen.
Hier bin ich ganz am Anfang mit der neuen Kamera und es gilt zunächst die passenden Einstellungen zu finden.
Was sich aber schon sagen lässt ist, dass im Vergleich zur Canon 6D die Empfindlichkeit deutlich gesteigert ist. Die Art, wie die Bilder bei der Bearbeitung reagieren ist auch völlig anders.
Das Bild ist ein Ausschnitt des Gesamtbildes:
   

Gerne höre ich von Euren Erfahrungen/Vorschlägen zu den Einstellungen an dieser Kamera oder auch der ASI 2600 MC, die den gleichen Chip hat.

Besten Gruß
Ralf
Folgenden 5 Usern gefällt Ralf's Beitrag:
Astrokarsten (24.11.2020), Christoph (23.11.2020), Herbipollution (21.11.2020), Spica59 (21.11.2020), Uwe (21.11.2020)
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#2
Servus,

erstmal tolles Bild!  Daumen hoch So viele Fizzelchen im Hintergrund. Auf den ersten Blick hat das Bild leichten Rot und Grünüberschuss. Hier mal eine Schnellanpassung in PixInsight.
Vergleiche mal die Histogramme. Du hast Astropixelprocessor zum bearbeiten genommen?

   

Zu den ASI Kameras können dir Johannes oder v.a. Thilo vielleicht mehr sagen. Gerade Thilo hat, bzw. hatte schon diverse mit großem Bildsensor.

Grüße,

Florian
DreamDiver.fb

Astronomie, einer der schönsten Gründe, nachts nicht schlafen zu gehen!
(Zeiss-Werbung)
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#3
Hallo Florian,
bei der farblich neutralen Version verlieren sich eben Details und Informationen, wie ich festgestellte und mich deswegen für den warmen Farbton entschieden habe.

Zudem könnte die Farbsättigung höher gezogen werden um Farben zum Leuchten zu bringen. Allerdings brennen mir dann Bereiche mit "Farbklecksen" in den Sternen aus.
Ich weiß bereits, dass bei Gain "0" die Full-Well gut dreimal so hoch ist und will bei nächster Gelegenheit das ausprobieren.
Ebenso den Weißableich vornehmen, weil beim NGC891 blau eindeutig zu schwach war. Die Empfindlichkeitskurven sind hier ja eindeutig.

Bei der Bearbeitung mit Astropixelprozessor dachte ich den Umstand ausgleichen zu können. Das war aber nicht der Fall.
Da gibt es noch einiges Auszuprobieren an den Modis und Einstellungen, aber die Empfindlichkeit und auch die Schnelligkeit des Downloads sind schon eine neue Welt.
Die kleinen Pixel mit der folglich hohen Auflösung fordern auch die Montierung und Justage der Gerätschaft neu heraus, die Aufnahmen sind ja ohne Autoguiding entstanden.

Soweit der Stand der Dinge
Besten Gruß
Ralf
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#4
Hallo Ralf

Ich bin neu hier und kann nicht so mitreden wie ich möchte, jedenfalls gefällt mir dein Foto sehr gut.

Liebe Grüße
Peter
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#5
Hallo Ralf!
Wenn ich mir die Farbe und die Sterne so ansehe... Confused ... hast Du eigentlich einen IR/UV-Cut Filter vor die Kamera?
Das Bild sieht mir so aus, als wenn die IR-Empfindlichkeit Dir in die Farbsuppe spuckt.
Viele Grüße
Christoph

https://www.klostersternwarte.de
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#6
Hallo Christoph,
Alles ist möglich. Meine Vermutung ist die Einstellung "Gain 30" in Verbindung mit der Belichtungszeit.

Ich habe keinen Filter davor!

CS
Ralf
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#7
Hallo Ralf,

zunächst hier auch nochmal Glückwunsch zur neuen Kamera. Ist ein feines Teil!

Wenn ich mir dein Bild anschaue fallen mir die Sterne auf, die weit weg von rund abgebildet werden. Das war auch bei der Nautilus Galaxie der Fall. Woran liegt das denn? Hast Du eine Idee? Das verhagelt Dir den kompletten Bildeindruck.

Gain 30 ist bei der Kamera optimal, wenn ich mir die Kurven auf der QHY-Homepage anschaue. Ich würde allerdings die Belichtungszeit deutlich erhöhen.
Klaren Himmel und klaren Kopf wünscht Karsten
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#8
Guten Tag Karsten,
danke für die Glückwünsche, mit der QHY 268C beginnt nun die Eingewöhnung.
Vorneweg, auch wenn Bilder technisch nicht perfekt sind, sollten die Ergebnisse dennoch gezeigt werden, weil es eben auch dazugehört.
Der unrunden Sternform bin ich mir natürlich bewusst und habe eben beim „Nautilusbild“ die Werkzeuge benutzt, aber mit schlechterem Ergebnis geendet und ob der Kälte auch den Zustand am Gerät so belassen. Im Frühjahr geht es an der Baustelle weiter, wenn es wieder wärmer wird. Dafür gerade Teile gedreht um dann mit Reducer bei f/3,9 als Wunschziel arbeiten zu können.
Es gibt viele Möglichkeiten, die als Ursache für das Problem der Sternform in Frage kommen und genau weiß ich es nicht. Perfekt rund ist das Beugungsbild des ASL 180 ohnehin nicht, erklärt aber die Ursache der Sternabbildung der zwei Bilder nicht hinreichend.
Bei Kälte scheinen Spannungen aufzutreten würde ich sagen. Die kleinen Pixel decken auch Fehler auf, welche in der Pixelgröße der 6D nicht in der Form zum Tragen kommen.
Das schnelle Livebild bei hohem Gain ermöglicht aber nun auch neue Erkenntnisse und Möglichkeiten. Die Einstellmöglichkeiten betreffen acht verschiedene Bauteileinstellungen!
Das ist überhaupt nicht mit einem üblichen Apo zu vergleichen!
Mittlerweile weiß ich wie professionell große Viellinserobjektive justiert werden. Aber diese Spezialvorrichtungen und Spezialkitte, wo alle Linsen auf einen Einstelltisch ausgerichtet und danach fixiert wird, stehen mir nicht zur Verfügung. Das ist Hightec, wo sich der Anwender keine Vorstellung davon macht und für meine Möglichkeiten nicht umsetzbar ist.
Es ist eben eine Herausforderung und unglaublich schwierig.
Mittelfristig ist das Ziel beim ASL eine dauerhafte Einstellung zu finden und mittels Reducer bei f/3.9 zu arbeiten.
Demnächst hoffe ich aber mit dem FLT 135 und der QHYKamera auf dem Balkon erste Schritte zu gehen. Die Vorbereitungen laufen dazu und einige neue Teile müssen ausprobiert und zusammengebracht werden.
Zur Kamera schreibe ich etwas beim „Natilus“


CS
Ralf
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Florian B. (30.11.2020)
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Florian B. (30.11.2020)
#9
Hallo Christoph,
so wie es aussieht, hast Du  Recht mit der Beeinträchtigung durch IR. Ich habe zwar keine neuen Bilder gemacht, aber heute abklären können dass die großen QHY Kameras im Spektralbereich offen sind soweit der Sensor reicht.
Die kleinen Kameras haben einen Sperrfilter eingebaut während bei der 268C ein zusätzlicher Sperrfilter zwingend nötig ist.
Liegt dann morgen vermutlich bei mir im Briefkasten Smile 

An sich eine gute Sache, da die Beeinträchtigung durch Halos sehr gering ist und die Möglichkeit besteht mit Schmalbandfilter uneingeschränkt zu arbeiten.
Statt wie bei Monokameras jeweils OIII und H-alpha einzeln aufzunehmen und die Farben dann zu mischen, kann mit so einem Filter wie Florian Ihn bereits verwendet:
https://www.teleskop-express.de/shop/pro...meras.html

mit Farbkameras sozusagen in einem Gang diese Kombi belichtet werden.

Das muss man erst mal verinnerlichen nach dem Motto "hören heißt nicht verstehen" und "verstehen heißt nicht anwenden". Jedenfalls die Möglichkeit besteht und damit eine Perspektive auch im Hinblick auf zunehmende Lichtverschmutzung.

Besten Gruß
Ralf
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Christoph (30.11.2020), Florian B. (Gestern)
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#10
Hallo Ralf!
Na, dann werden mit dem Dreifach-Schmalbandfilter selbst die Vollmondnächte noch nutzbar!  Daumen hoch

Bin schon nah dran mir zwei von diesen Filtern zu kaufen...
Viele Grüße
Christoph

https://www.klostersternwarte.de
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#11
Moin Ralf und Christoph,

interessant mit den Filtern ist das auf jeden Fall. Ralf Du schreibst, dass bei den kleineren Kameras ein IR-Sperrfilter verbaut sei. Bei mir gibt es auch "New stuff" - es liegt eine QHY 294c bei mir rum und gestern sind die ganzen Abstandshülsen und Adapter eingetroffen. Wisst ihr aus der kalten Hose, ob dort der Filter drin ist?
Klaren Himmel und klaren Kopf wünscht Karsten
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