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NGC 6992 / 6960 mit 135mm
#1
Servus,
ich war vorgestern zum ersten mal auf der Hohen Geba für eine Beobachtungsnacht und war total begeistert vom Sternenhimmel in der Rhön. Das entschädigt schonmal für gut 2 Stunden Anfahrt...

Leider ist die Zeit in der es einigermaßen dunkel ist ja recht kurz, daher kamen auch nur ca. 45 min. effektive Gesamtbelichtungszeit für meine Aufnahme zusammen.

Kamera:  Canon Eos 250d, nicht modifiziert, 135mm Tele Samyang f/2.0, fotografiert mit Blende 2.8
Nachgeführt mit Omegon Minitrack LX3, IS0 1600, Darks, Bias, 60 lights a 45 sec
Bearbeitet mit DSS, Fitswork, Gimp

Leider fehlen die Rotanteile, fehlende Astromodifikation...

Ich freue mich über Kritik und Kommentare zu meiner Aufnahme, ich betreibe das Hobby ja erst wenige Monate...

Danke und beste Grüße, Frank
   
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el_Micha (13.06.2021), Florian B. (13.06.2021), Joachim (03.07.2021), LarsL. (14.06.2021)
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#2
Servus,

erst einmal Glückwunsch zum erfolgreichen Nachteinsatz und dem Bild! Daumen hoch  

Wie gut hat die Nachführung bei den 45 Sekunden funktioniert? Das sieht im kleinen Format schon gar nicht mal so schlecht aus für die kleine Mini-Montierung und 135mm an APS-C Sensor.
Sicher, bei der Bildbearbeitung ist noch Luft nach oben, aber auf dem Bildsensor sind ja schon mal die Daten gebannt. Das braucht einfach Zeit bis man mehr rausholen kann. Der fehlende Rotanteil ist erst einmal nicht so wichtig, dann fehlt eben Ha-Signal. 
Die OIII-Anteile sind sehr stark angehoben und farblich, auch im Kontrast sehr extrem. Wie bist du bei der Bearbeitung vorgegangen? Ich denke man kann bei den Daten noch viel, viel mehr rausholen.

Grüße,

Florian
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#3
Servus Florian, 
danke für Dein Feedback. Ich bin mit der LX3 sehr zufrieden, bis ca. 60 sec Belichtungszeit führt sie sehr sauber nach, wenn gut eingenordet ist. Ich habe auf der Canon noch einen Leuchtpunktsucher, das 135mm Tele, das ist schon einiges an Gewicht. Nachteil aus meiner Sicht ist die Laufzeit von nur 1 Std, danach muss man wieder 15 Grad vorstellen.

Mein Workflow bei der Bearbeitung war:
- 60 Lights, 6 Darks und 8 Bias im DSS gestackt
- In Fitswork Gradienten entfernt mit "Hintergrund Ebnen Nebel" und Weißabgleich korrigiert (weiß nicht wie das in GiMP geht)
- In Gimp dann 3 x gestratcht mit "Farben / Werte" und dann mit dem Astrofilter "DSO aufhellen" angewandt
- Dann im GiMP die Sättigung erhöht, den gewünschten Bildteil ausgeschnitten und noch etwas mit der Gradationskurve unter "Farben / Kurve" gespielt.

Bin sehr dankbar für Tipps was man da besser machen kann...

Beste Grüße, Frank
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#4
(14.06.2021, 16:10)Jack Sparrow schrieb: ...
Mein Workflow bei der Bearbeitung war:
- 60 Lights, 6 Darks und 8 Bias im DSS gestackt
- In Fitswork Gradienten entfernt mit "Hintergrund Ebnen Nebel" und Weißabgleich korrigiert (weiß nicht wie das in GiMP geht)
- In Gimp dann 3 x gestratcht mit "Farben / Werte" und dann mit dem Astrofilter "DSO aufhellen" angewandt
- Dann im GiMP die Sättigung erhöht, den gewünschten Bildteil ausgeschnitten und noch etwas mit der Gradationskurve unter "Farben / Kurve" gespielt.

Bin sehr dankbar für Tipps was man da besser machen kann...

...

Servus,

der Workflow ist schonmal ganz gut. Bias Bilder kannst du 64 oder bis über 100, z.B. 128 machen. Allerdings nutzt du keine Flats, denn dafür werden die Bias gebraucht um diese zu kalibrieren. Ohne Flatframes reichen die Darks. 6 Stück sind o.k, bei deiner Belichtungszeit kannst du auch gerne doppelt so viel machen. 
Allerdings kann man streiten über Darks bei ungekühlten Kameras, bei stärkerem Strecken kann das unterschiedliche Rauschen in der Signalamplitude zu leichtem "Lochfraß" führen, da die Darks immer eine leicht andere Temperatur haben. Der "Lochfraß" passiert v.a. dann, wenn die Darks am Chip eine leicht höhere Temperatur und damit stärkeres Rauschsignal haben. Sind die Temperaturgradienten in der Nacht gering, geht das aber - aus eigener Erfahrung. Voraussetzung ist, das der Bildsensor schon länger aufnimmt und sich damit schon erwärmt hat und nach vll. 15 Minuten einen halbwegs stabilen Temperatur-Beharrungszustand erreicht hat.

Ich würde das Strecken auch in Fitswork überwiegend machen, da das wandeln für GIMP in das tif-Format immer einen kleinen Verlust bedeutet im Signalumfang.
Mit dem Anheben der Farben und Kontraste ist immer eine Erfahrungssache. Früher habe ich das auch in Gimp gemacht. Den Astrofilter in Gimp kenne ich leider nicht, scheint wohl etwas neueren Datums zu sein.

Gute Tutorials auf Deutsch für Fitswork, v.a. zum Strecken: https://www.youtube.com/watch?v=WddwCG_fL7w
oder hier: https://www.youtube.com/watch?v=3wKMODyp1Wk

Gerade das Kalibrieren und Strecken ist in der EBV mit am wichtigsten. Probiere es mal aus, wenn du Zeit hast.

Grüße,

Florian
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#5
Vielen Dank für die Tipps, .Florian 

Beste Grüße, Frank
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#6
   


Ich habe noch etwas mit der Auswertung herumprobiert, was meint Ihr dazu?
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Florian B. (23.06.2021), Joachim (19.07.2021)
#7
Hi,

jetzt ist das Rauschen halt schon sehr stark. Aber es zeigt, dass doch viel mehr auf dem Chip gebannt wurde.

Wenn du dir die Zeit nehmen willst: Probiere Fitswork auch schon zum Stacken.

Wenn man ans Maximum bei Kalibrierung und Stacking will, sowie der weiteren Nachbehandlung, kann ich nur PixInsight empfehlen. Ja, das kostet, aber ich habe auch erst einmal die 45 Tage Kostenlos-Lizenz ausprobiert.
Allerdings empfehle ich erst ein paar weitere Nachteinsätze und Bilder in der Bearbeitung, bevor du diesen Schritt wagst. Dann hast du das Basiswissen und vieles drumherum wesentlich mehr vertieft. Das hilft ungemein!

Am Ende ist dieser weitere Weg immer eine Frage, wie tief will ich weiter in die Materie, aber vor allem, welche Bildqualität möchte ich mittelfristig erreichen.

Für den Anfang ist deine Erfolgskette auf jeden Fall besser als meine, wenn ich mich so erinnere an meine ersten Bilder. Shy

Grüße,

Florian
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