19.08.2025, 12:50
Hallo,
Uwe und ich trafen uns gegen 21:00 Uhr in Stetten. Aufgrund der einfacheren Umständen, wählten wir den Garten meines Elternhauses. Das hatte auch den Vorteil, dass wir die Livemusik vom Dorffest noch sehr gut hören konnten. Uwe sang immer wieder begeistert mit. Nach der ersten flüssigen, alc-freien Stärkung in der Dämmerung, mit der Leier fest im Blick über uns, ging es los.
Uwe hatte mir den Auftrag gegeben, ein Beobachtung Programm zusammenzustellen. Da dachte ich noch, dass wir hoch auf den Berg gehen, wo wir letztes Jahr waren. Aber nun hatten wir den Berg der Buchenhölle vor der Nase und das Teleskop fuhr bei Messier 6, Messier 7 und Messier 19 munter in die Wiese vor uns. So ging es nicht weiter!
Also höher hinaus zum Lagunen Nebel M 8, der auch noch über dem Horizont stand. Der Sternhaufen war schon gut zu sehen, aber um 21:45 Uhr war es leider noch etwas hell. Die Nebelanteile konnten kaum erkannt werden. Weiter ging es zum Trifidnebel, Messier 20: aber auch hier waren die Nebelanteile schwer auszumachen und mehr die dunklen Teile des Nebels zu sehen!
Deshalb fuhren wir einige Kugel Steinhaufen an: M 28 und M 22, sehr reich und schon in Einzelsternen aufzulösen. Dann einige Offene Sternhaufen wie am 23 eine sehr längliche offene Haufen, und am 25 nicht ganz so groß, aber auch wunderschön von der Auflösung her.
Wir arbeiteten uns langsam der Milchstraße in pro M 17, der Omega Nebel, war wunderschön anzuschauen. Christoph meinte immer wieder die rote Farbe zu erkennen, was natürlich Uwe völlig abstritt: da ist vielleicht hellgrau und dunkelgrau, aber überhaupt keine Farbe, da ist nur schwarz-weiß! Unter Protest ging es zu M16. Der offene Haufen war ganz leicht zu sehen, aber die Nebelanteile nur sehr, sehr schwach.
Der lange Rede kurzer Sinn: ich überredete Uwe doch einen Filter einzuschalten. Nach etwas Kramen in seiner Ausrüstung Koffer fand er einen UHC Filter! Den machten wir in die Granate von 36 mm (?) hinein und siehe da: Nach Anfahren von M 8 war nur noch ein A und O zu hören! Jetzt war eindeutig der Nebelanteil das interessante Objekt. Wunderschön war die Lagune zu sehen. Weiter nach Westenwar auch dann leer der Stundenglas-Nebel zu erkennen. Überraschender Weise war dieser Uwe völlig unbekannt! Wobei man wesentlich besser das untere Dreieck des Stundenglas Nebel sah. Das obere Dreieck musste man sich etwas dazu denken. In jedem Fall ein brillanter Einblick in ein Stern. Entstehung Gebiet! Dann fuhren wir wieder weiter zum Trifidnebel. Dieser war diesmal wunderschön zu erkennen. Die dreifacher Form war sehr gut zu sehen und natürlich auch die Farben!
Da wir schon den Nebelfilter drin hatten, ginge es wieder zu M 17 und M 16 hinauf. Die Nebelanteile beider Nebel waren wunderbar zu erkennen und vor allen Dingen auch die schwachen Ausläufer, die es Christoph angetan hatten. Gerade um den Omeganebel sah man wunderbar die filigrane Umgebung und auch mehr Details im Nebel selbst. Der Adlernebel gab richtig seine Nebelgebiete Preis und es verblasste der Sternhaufen (auch wegen des UHC – Filter), eindeutig gegenüber dem Nebel, der wunderbar davon getrennt zu sehen sah. Wir waren begeistert, dass wir so viel Details sahen!
Zur „Nebel – Entspannung“ ging es weiter zu M11. Ein richtiger Kracher! Durch das eher mäßige seeing, war der Sternhaufen ständig in Bewegung. Es blinkte und waberte vor sich hin im Sternhaufen, was aber den Reiz des Anblick noch erhöhte! Für mich sieht der Nebel immer so aus, wie wenn man über eine große, beleuchtete Stadt in der Nacht fliegt, in der man ganze Straßenzüge erkennen kann.
Der Kugel Sternhaufen Messier 71 war zwar dagegen wesentlich schwächer, aber in seiner gedrungen, dreieckigen Form immer noch sehr ansprechend. Die Auflösung in Einzelsterne gelang mühelos! Wenn wir schon dort waren, fuhren wir Messier 27, den Hantelnebel an. Nach etwas ruhigen Einsehen, konnte der Zentralstern mühelos gehalten werden. Damit war klar, dass wir vielleicht auch den Zentralstern im Ringnebel erkennen könnten.
Also gab Uwe schnell Messier 57 in seine Steuerung, FS 2 ein. Dieser brauchte aber schon eine hohe Vergrößerung! Nach längerem Betrachten und abwarten blitzte der Zentralstern immer wieder für uns beide auf.
Immer wieder sahen wir auch verschiedene Sternschnuppen am Himmel aufblitzen. Einige Perseiden verirrten sich noch am Himmel, Kappa-Cygniden und auch welche,, die wir nicht zuordnen konnten. Die Grenzöse lag jenseits der sechsten Magnitude. Messier 13 konnten wir ohne Probleme mit freiem Auge sehen.
Der Cirrus – Nebel stand als Nächstes auf meinem Programm. Zunächst suchten wir den Sturmvogel (NGC 6992) auf. Mit dem UHC-Filter im Okular fuhren wir den Nebel immer wieder ab. Dabei kamen wunderschöne Einblicke von der Hexenhand (oder auch dem Fledermaus – Nebel). Der weiter westliche Teil um Cyg 52 war ebenfalls sehr deutlich zu erkennen! Christoph meinte auch, hier wieder die Farben zu sehen, innen eher rötlich und außen mit einem Hauch von blau. Uwe quittierte es wieder mit seiner Beurteilung von hellgrau und dunkelgrau…
Weiter ging es für uns in den Pegasus. Dort wartete die Supernova in NGC 7331 auf uns. relativ schnell konnte sie in der Nähes des Kernes dingfest gemacht werden. Uwe wollte es aber genau wissen! Deshalb kramten wir das Bild der Supernova und der Galaxie von mir im Forum hervor und verglichen den visuellen Eindruck, der natürlich (!) stimmte. Danach beschäftigten wir uns noch mit den schwachen Galaxien um NGC 7331, um auch diese zu sehen. Zwei, der drei schwachen Galaxien konnten wir auffinden. Beim benachbarten Stephans–Quintett, konnten wir drei Galaxien in jedem Fall erkennen, bei der vierten taten wir uns schwer, und die fünfte blieb uns verborgen.
Was fehlte uns noch? Weiter im Osten stand schon die Andromeda Galaxie hoch! Ein schneller Schwenk zu ihr zeigte die zweitgrößte Galaxie am Himmel in ihrer ganzen Pracht! Zwei Dunkelstrukturen in den Armen der Galaxie waren sehr gut zu sehen. Einzelne Kugesternhaufen konnte Uwe aus seiner Tiefen-Erinnerung ganz locker erkennen. NGC 206 war ganz einfach zu sehen als Verdichtung in einem der Galaxienarme. Messier 32 und 110 leuchteten einen gerade an! Ein wunderbares Objekt dieser Nacht, bei dem wir länger verweilten.
Eine Enttäuschung wert war Messier 33! Sie war wohl nicht hoch genug am Himmel und blieb ein großer Matschfleck im Okular.
Deshalb versuchten wir uns an NGC 891 und ihrem Staubband. Auch ihr fehlte noch etwas an der Höhe, doch war die Trennlinie eindeutig zu erkennen, und die Galaxie stand groß im Okular.
Weiter schwenkten wir dann zu H und CHI im Perseus, der absolute Kracher, der offenen Sternhaufen!
Da die Turmuhr der Kirche schon Mitternacht schlug und Uwe noch in der Nacht einen kleinen Personentransport zum Flughafen Stuttgart vor hatte, beeilten wir uns zum Saturn zu schwenken. Leider vermieste uns das Seeing einen wunderschönen Anblick des Ring Planeten. Etwas enttäuscht von dem Wabern und dem rot-blauen Saum um den Planeten, schwenkten wir schnell so Neptun Und von Neptun dann noch mal zum Abschluss in den Steinbock zu Messier 30, einem Kugelsternhaufen, der mühelos aufgelöst werden konnte.
Danach packten wir unsere Sachen zusammen, ginge noch einen alcfreien Absacker trinken, und Uwe verabschiedete sich voller Begeisterung aus Stetten über den tollen Himmel, der schönen Musik und natürlich mit seinem besten Teleskop des Abends.
Falls ich etwas vergessen haben sollte, bitte ich um Ergänzung!
Uwe und ich trafen uns gegen 21:00 Uhr in Stetten. Aufgrund der einfacheren Umständen, wählten wir den Garten meines Elternhauses. Das hatte auch den Vorteil, dass wir die Livemusik vom Dorffest noch sehr gut hören konnten. Uwe sang immer wieder begeistert mit. Nach der ersten flüssigen, alc-freien Stärkung in der Dämmerung, mit der Leier fest im Blick über uns, ging es los.
Uwe hatte mir den Auftrag gegeben, ein Beobachtung Programm zusammenzustellen. Da dachte ich noch, dass wir hoch auf den Berg gehen, wo wir letztes Jahr waren. Aber nun hatten wir den Berg der Buchenhölle vor der Nase und das Teleskop fuhr bei Messier 6, Messier 7 und Messier 19 munter in die Wiese vor uns. So ging es nicht weiter!
Also höher hinaus zum Lagunen Nebel M 8, der auch noch über dem Horizont stand. Der Sternhaufen war schon gut zu sehen, aber um 21:45 Uhr war es leider noch etwas hell. Die Nebelanteile konnten kaum erkannt werden. Weiter ging es zum Trifidnebel, Messier 20: aber auch hier waren die Nebelanteile schwer auszumachen und mehr die dunklen Teile des Nebels zu sehen!
Deshalb fuhren wir einige Kugel Steinhaufen an: M 28 und M 22, sehr reich und schon in Einzelsternen aufzulösen. Dann einige Offene Sternhaufen wie am 23 eine sehr längliche offene Haufen, und am 25 nicht ganz so groß, aber auch wunderschön von der Auflösung her.
Wir arbeiteten uns langsam der Milchstraße in pro M 17, der Omega Nebel, war wunderschön anzuschauen. Christoph meinte immer wieder die rote Farbe zu erkennen, was natürlich Uwe völlig abstritt: da ist vielleicht hellgrau und dunkelgrau, aber überhaupt keine Farbe, da ist nur schwarz-weiß! Unter Protest ging es zu M16. Der offene Haufen war ganz leicht zu sehen, aber die Nebelanteile nur sehr, sehr schwach.
Der lange Rede kurzer Sinn: ich überredete Uwe doch einen Filter einzuschalten. Nach etwas Kramen in seiner Ausrüstung Koffer fand er einen UHC Filter! Den machten wir in die Granate von 36 mm (?) hinein und siehe da: Nach Anfahren von M 8 war nur noch ein A und O zu hören! Jetzt war eindeutig der Nebelanteil das interessante Objekt. Wunderschön war die Lagune zu sehen. Weiter nach Westenwar auch dann leer der Stundenglas-Nebel zu erkennen. Überraschender Weise war dieser Uwe völlig unbekannt! Wobei man wesentlich besser das untere Dreieck des Stundenglas Nebel sah. Das obere Dreieck musste man sich etwas dazu denken. In jedem Fall ein brillanter Einblick in ein Stern. Entstehung Gebiet! Dann fuhren wir wieder weiter zum Trifidnebel. Dieser war diesmal wunderschön zu erkennen. Die dreifacher Form war sehr gut zu sehen und natürlich auch die Farben!

Da wir schon den Nebelfilter drin hatten, ginge es wieder zu M 17 und M 16 hinauf. Die Nebelanteile beider Nebel waren wunderbar zu erkennen und vor allen Dingen auch die schwachen Ausläufer, die es Christoph angetan hatten. Gerade um den Omeganebel sah man wunderbar die filigrane Umgebung und auch mehr Details im Nebel selbst. Der Adlernebel gab richtig seine Nebelgebiete Preis und es verblasste der Sternhaufen (auch wegen des UHC – Filter), eindeutig gegenüber dem Nebel, der wunderbar davon getrennt zu sehen sah. Wir waren begeistert, dass wir so viel Details sahen!
Zur „Nebel – Entspannung“ ging es weiter zu M11. Ein richtiger Kracher! Durch das eher mäßige seeing, war der Sternhaufen ständig in Bewegung. Es blinkte und waberte vor sich hin im Sternhaufen, was aber den Reiz des Anblick noch erhöhte! Für mich sieht der Nebel immer so aus, wie wenn man über eine große, beleuchtete Stadt in der Nacht fliegt, in der man ganze Straßenzüge erkennen kann.
Der Kugel Sternhaufen Messier 71 war zwar dagegen wesentlich schwächer, aber in seiner gedrungen, dreieckigen Form immer noch sehr ansprechend. Die Auflösung in Einzelsterne gelang mühelos! Wenn wir schon dort waren, fuhren wir Messier 27, den Hantelnebel an. Nach etwas ruhigen Einsehen, konnte der Zentralstern mühelos gehalten werden. Damit war klar, dass wir vielleicht auch den Zentralstern im Ringnebel erkennen könnten.
Also gab Uwe schnell Messier 57 in seine Steuerung, FS 2 ein. Dieser brauchte aber schon eine hohe Vergrößerung! Nach längerem Betrachten und abwarten blitzte der Zentralstern immer wieder für uns beide auf.
Immer wieder sahen wir auch verschiedene Sternschnuppen am Himmel aufblitzen. Einige Perseiden verirrten sich noch am Himmel, Kappa-Cygniden und auch welche,, die wir nicht zuordnen konnten. Die Grenzöse lag jenseits der sechsten Magnitude. Messier 13 konnten wir ohne Probleme mit freiem Auge sehen.
Der Cirrus – Nebel stand als Nächstes auf meinem Programm. Zunächst suchten wir den Sturmvogel (NGC 6992) auf. Mit dem UHC-Filter im Okular fuhren wir den Nebel immer wieder ab. Dabei kamen wunderschöne Einblicke von der Hexenhand (oder auch dem Fledermaus – Nebel). Der weiter westliche Teil um Cyg 52 war ebenfalls sehr deutlich zu erkennen! Christoph meinte auch, hier wieder die Farben zu sehen, innen eher rötlich und außen mit einem Hauch von blau. Uwe quittierte es wieder mit seiner Beurteilung von hellgrau und dunkelgrau…
Weiter ging es für uns in den Pegasus. Dort wartete die Supernova in NGC 7331 auf uns. relativ schnell konnte sie in der Nähes des Kernes dingfest gemacht werden. Uwe wollte es aber genau wissen! Deshalb kramten wir das Bild der Supernova und der Galaxie von mir im Forum hervor und verglichen den visuellen Eindruck, der natürlich (!) stimmte. Danach beschäftigten wir uns noch mit den schwachen Galaxien um NGC 7331, um auch diese zu sehen. Zwei, der drei schwachen Galaxien konnten wir auffinden. Beim benachbarten Stephans–Quintett, konnten wir drei Galaxien in jedem Fall erkennen, bei der vierten taten wir uns schwer, und die fünfte blieb uns verborgen.
Was fehlte uns noch? Weiter im Osten stand schon die Andromeda Galaxie hoch! Ein schneller Schwenk zu ihr zeigte die zweitgrößte Galaxie am Himmel in ihrer ganzen Pracht! Zwei Dunkelstrukturen in den Armen der Galaxie waren sehr gut zu sehen. Einzelne Kugesternhaufen konnte Uwe aus seiner Tiefen-Erinnerung ganz locker erkennen. NGC 206 war ganz einfach zu sehen als Verdichtung in einem der Galaxienarme. Messier 32 und 110 leuchteten einen gerade an! Ein wunderbares Objekt dieser Nacht, bei dem wir länger verweilten.
Eine Enttäuschung wert war Messier 33! Sie war wohl nicht hoch genug am Himmel und blieb ein großer Matschfleck im Okular.
Deshalb versuchten wir uns an NGC 891 und ihrem Staubband. Auch ihr fehlte noch etwas an der Höhe, doch war die Trennlinie eindeutig zu erkennen, und die Galaxie stand groß im Okular.
Weiter schwenkten wir dann zu H und CHI im Perseus, der absolute Kracher, der offenen Sternhaufen!
Da die Turmuhr der Kirche schon Mitternacht schlug und Uwe noch in der Nacht einen kleinen Personentransport zum Flughafen Stuttgart vor hatte, beeilten wir uns zum Saturn zu schwenken. Leider vermieste uns das Seeing einen wunderschönen Anblick des Ring Planeten. Etwas enttäuscht von dem Wabern und dem rot-blauen Saum um den Planeten, schwenkten wir schnell so Neptun Und von Neptun dann noch mal zum Abschluss in den Steinbock zu Messier 30, einem Kugelsternhaufen, der mühelos aufgelöst werden konnte.
Danach packten wir unsere Sachen zusammen, ginge noch einen alcfreien Absacker trinken, und Uwe verabschiedete sich voller Begeisterung aus Stetten über den tollen Himmel, der schönen Musik und natürlich mit seinem besten Teleskop des Abends.
Falls ich etwas vergessen haben sollte, bitte ich um Ergänzung!


Was man nicht alles an einem Abend lernt.