25.01.2026, 12:49
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.01.2026, 21:18 von Florian B..)
Servus,
sicher waren viele von euch draußen um die Polarlichter zu bestaunen. Jetzt habe ich die Bilder fertig, vieles aus Zeitraffer Sequenzen. Ein Video wird aber noch etliche Wochen brauchen, bis ich wieder Zeit dafür habe.
Schon am Sonntag, den 18.01.2026 kam die Info über die Polarlichtvorhersage App, als ich auf der hohen Geba um ca. 20:30 Uhr eintraf. Simon war auch dort und hat mich schon mit der Info empfangen, dass um 18:00 Uhr UTC ein X-Flare stattgefunden hat.
Am Montag darauf wan beim SWPC auf dem WSA-Enlil die Modellberechnung visualisiert. Der CME muss sehr schnell sein, er soll wohl etwas mehr als 24 bis 30 Stunden nach dem X-Flare auf die Erde treffen.
Nach Foren-Diskussionen, u.a. beim AKM, war das Eintreffen eher auf die 2. Nachthälfte, also sehr früh am 20.01.2026, prognostiziert. Mit Simon hatte ich schon geplant, vielleicht zum Kreuzberg in die Rhön zu fahren. Früh ins Bett gehen und um 00:00 Uhr aufstehen. Ein AKM Foreneintrag verwies auf begründete Spekulationen der CME könnte noch deutlich vor 00:00 Uhr eintreffen. Und bevor ich ins Bett wollte, beim Einladen vom Equipment ins Auto, kamen die ersten Warnungen von der Polarlicht-App, vom DSCOVR Satelliten. Der AKM Forenbeitrag hatte recht und seine Quelle.
Ich rief Simon an, nicht dass er schon ins Bett geht. Er war auch überrascht. Parallel hat uns Georg schon geschrieben, "schaut mal, Bz-Wert bei -90nT!!!" - was mich echt umgehauen hat. Da war klar die Bugwelle des CME trifft gerade auf das Erdmagnetfeld.
Also war klar: Sofort anziehen! Gepackt hatte ich ja schon. Und los! Die Rhön war zu lange zum Fahren. Also vereinbarten Simon und ich zum Bücholder Kreuz zu fahren, bei Arnstein.
Kaum aufgebaut hatte ich schon Polarlichter 10° hoch im Ultraweitwinkel, 15mm mit meiner EOS R8-Astromod. und war froh so schnell vor Ort zu sein. Von Rottendorf dorthin dauert es eigentlich über 30 Minuten. Ich bin auf der Autobahn aber geflogen und habe es in 20 Minuten geschafft.
Ich war mit Simon locker über eine Stunde alleine. Bis sich die Information in den sozialen Medien verbreitete und die meisten anderen Polarlicht-Apps endlich die Leute informierten.
Am Ende waren es um 22:00/23:00 Uhr mehrere Autos auf der Anhöhe, vielleicht bis zu 20 Personen. Um ca 01:00 Uhr war die Show vorbei, man hatte noch lange ein leichtes Glühen am Himmel im Norden wahrnehmen können.
Hier ein Ausschnitt aus meiner Ausbeute:
Übersicht mit dem 8mm Circular Fisheye an der 6da - man sieht dass das Polarlicht, wahrscheinlich SAR, bis im Orion war:
Und hier vom ersten Zeitraum mit IR-modifizierter 6d, (ca. 640 bis 840nm):
Auch tagsüber gab es Ausbrüche, und am Folgetag, 21.01.2026 abends erzeugt die "Heckwelle" noch einmal drei Ausbrüche die ich visuell außerhalb und auch im Ort von Rottendorf wahrnehmen konnte. Den ersten, so um 18:00 Uhr bis 19:00 Uhr hatte ich fotografisch verpasst, da ich spät von der Arbeit kam.
So Richtung 21:00 Uhr entstand das Panorama, später nach Mitternacht das vom Badezimmer aus. Irgendwann musste ich ja mal nach Hause. Drei Nächte in Folge und trotzdem auf die Arbeit gehen hinterlässt irgendwann viel Schlafmangel.
Viele Grüße,
Florian
sicher waren viele von euch draußen um die Polarlichter zu bestaunen. Jetzt habe ich die Bilder fertig, vieles aus Zeitraffer Sequenzen. Ein Video wird aber noch etliche Wochen brauchen, bis ich wieder Zeit dafür habe.
Schon am Sonntag, den 18.01.2026 kam die Info über die Polarlichtvorhersage App, als ich auf der hohen Geba um ca. 20:30 Uhr eintraf. Simon war auch dort und hat mich schon mit der Info empfangen, dass um 18:00 Uhr UTC ein X-Flare stattgefunden hat.
Am Montag darauf wan beim SWPC auf dem WSA-Enlil die Modellberechnung visualisiert. Der CME muss sehr schnell sein, er soll wohl etwas mehr als 24 bis 30 Stunden nach dem X-Flare auf die Erde treffen.
Nach Foren-Diskussionen, u.a. beim AKM, war das Eintreffen eher auf die 2. Nachthälfte, also sehr früh am 20.01.2026, prognostiziert. Mit Simon hatte ich schon geplant, vielleicht zum Kreuzberg in die Rhön zu fahren. Früh ins Bett gehen und um 00:00 Uhr aufstehen. Ein AKM Foreneintrag verwies auf begründete Spekulationen der CME könnte noch deutlich vor 00:00 Uhr eintreffen. Und bevor ich ins Bett wollte, beim Einladen vom Equipment ins Auto, kamen die ersten Warnungen von der Polarlicht-App, vom DSCOVR Satelliten. Der AKM Forenbeitrag hatte recht und seine Quelle.
Ich rief Simon an, nicht dass er schon ins Bett geht. Er war auch überrascht. Parallel hat uns Georg schon geschrieben, "schaut mal, Bz-Wert bei -90nT!!!" - was mich echt umgehauen hat. Da war klar die Bugwelle des CME trifft gerade auf das Erdmagnetfeld.
Also war klar: Sofort anziehen! Gepackt hatte ich ja schon. Und los! Die Rhön war zu lange zum Fahren. Also vereinbarten Simon und ich zum Bücholder Kreuz zu fahren, bei Arnstein.
Kaum aufgebaut hatte ich schon Polarlichter 10° hoch im Ultraweitwinkel, 15mm mit meiner EOS R8-Astromod. und war froh so schnell vor Ort zu sein. Von Rottendorf dorthin dauert es eigentlich über 30 Minuten. Ich bin auf der Autobahn aber geflogen und habe es in 20 Minuten geschafft.

Ich war mit Simon locker über eine Stunde alleine. Bis sich die Information in den sozialen Medien verbreitete und die meisten anderen Polarlicht-Apps endlich die Leute informierten.
Am Ende waren es um 22:00/23:00 Uhr mehrere Autos auf der Anhöhe, vielleicht bis zu 20 Personen. Um ca 01:00 Uhr war die Show vorbei, man hatte noch lange ein leichtes Glühen am Himmel im Norden wahrnehmen können.
Hier ein Ausschnitt aus meiner Ausbeute:
Übersicht mit dem 8mm Circular Fisheye an der 6da - man sieht dass das Polarlicht, wahrscheinlich SAR, bis im Orion war:
Und hier vom ersten Zeitraum mit IR-modifizierter 6d, (ca. 640 bis 840nm):
Auch tagsüber gab es Ausbrüche, und am Folgetag, 21.01.2026 abends erzeugt die "Heckwelle" noch einmal drei Ausbrüche die ich visuell außerhalb und auch im Ort von Rottendorf wahrnehmen konnte. Den ersten, so um 18:00 Uhr bis 19:00 Uhr hatte ich fotografisch verpasst, da ich spät von der Arbeit kam.
So Richtung 21:00 Uhr entstand das Panorama, später nach Mitternacht das vom Badezimmer aus. Irgendwann musste ich ja mal nach Hause. Drei Nächte in Folge und trotzdem auf die Arbeit gehen hinterlässt irgendwann viel Schlafmangel.
Viele Grüße,
Florian
Astrobin
Fotocommunity
Instagram
Youtube
Astronomie, einer der schönsten Gründe, nachts nicht schlafen zu gehen!
(Zeiss-Werbung)
Fotocommunity
Youtube
Astronomie, einer der schönsten Gründe, nachts nicht schlafen zu gehen!
(Zeiss-Werbung)
