Hallo,
nachdem ich am vergangenen Donnerstag bei Christoph zur "Sternstunde" eintraf und wir gemeinsam rund 30 Besucher beschäftigten, wollte ich gestern in aller Ruhe den Io-Durchgang mit GRF gegen Mitternacht festhalten.
Wie bei den letzten öffentlichen Sternwartenstunden hatten Christoph in der Sternwarte und ich an meinen beiden mitgebrachten Geräten alle Hände voll zu tun die vielen Gäste über den Himmel zu begleiten.
Da der Mond schon recht hell am Firmament strahlte blieben uns nur einige "sinnvolle" Objekte für die Beobachtung. Schließlich tun sich Astronomieneulinge immer schwer überhaupt etwas zu sehen.
Jupiter war natürlich trotz aufgehelltem Himmel ein dankbarer Einstieg. Saturn konnte von der Kuppel aus noch in der Dämmerung angesehen werden. Daneben zeigte ich den Orionnebel, den Doppelstern Castor und die hellsten Galaxien M31,81 und 82 sowie die Plejaden. Als PN durfte NGC 2392 der hübsche Eskimo herhalten. Im ACF waren die Ansichten tatsächlich mehr als passabel und auch der 8" Dobs tat treu seinen Dienst.
Daneben gab es mit dem Laser mehrmals Sternbildkunde und Erklärungen in alle Richtungen. Häufig wie immer die Frage, ob wir alleine im All sind.
Gegen 21.00 Uhr war dann alles klatschnass vom Tau, der sich über die Klostersternwarte senkte. Die Tröpfchen suchten sich ihren Weg an den Tuben. Spiegel und Schmidt-Platte begannen zu beschlagen.
Als sich das Feld so langsam ausdünnte durfte auch das Trapez von ein paar Eifrigen genauer betrachtet und die E- und F- Komponenten herausgedeutet werden.
Immer mehr fröstelnde Gäste suchten schließlich das Weite. Christoph schoss gemeinsam mit mir noch schnell einen Jupiter am Star-Fire-Refraktor, ehe wir ebenfalls den Beobachtungsabend beendeten. Nach gut 2 Stunden reden, erklären, zeigen... ist man doch irgendwie geschafft, auch wenn man selbst zwischendurch viel Freude an den eingestellten Highlights hat.
Der Sonntag war dann ein Tag, wie man ihn für Planetenbeobachtung braucht. Trocken, klar und windstill. Gegen 18.30 Uhr wurde der 130/1080 AOM FLT aufgesattelt und die Luftruhe begutachtet. Sie war in der Dämmerung schlichtweg perfekt. Schnell war das 3,5er Nagler im Auszug und bot mir einen Anblick zum hineinlegen.
Barren in den Bändern, Wolkenschleppen zum Jupieräquator und hellere Streifen bis in die Polregionen konnte ich bestaunen. Ziel war der Io-Durchgang, welcher gegen 23.30 Uhr mit Schattenwurf gemeinsam mit dem GRF angekündigt war.
Trotzdem hing ich lange Zeit kurz nach dem Aufbau am Teleskop und "musste" das Gesehene unbedingt festhalten. Hierzu setzte ich das Bino mit 7mm Okus und 1,25x Glaswegkorrektor ein... "Plopp-3D" ... eine atemberaubende Kugel schwebte im Raum. Daneben die galiläischen Monde. Ganymed verschwand dabei langsam hinter der Scheibe.
Mit Christoph tauschte ich mich währenddessen aus, wobei die Luftruhe dann doch etwas nachließ. Leider konnte er zu diesem Zeitpunkt kein Referenzbild anfertigen, da er noch unterwegs war.
Gegen 21.00 Uhr machte ich eine Pause in der Hoffnung, dass sich das Seeing wieder beruhigte und wärmte mich im kuscheligen Wohnzimmer auf. Die Temperatur war mittlerweile auf 3°C gesunken. Was soll ich sagen, das Glück war wieder mit den Mutigen und so durfte ich kurz nach 23.00 Uhr eine wunderbare Ansicht vom Gasriesen erleben.
Schnell waren wieder das Zeichenbrett und die Bleistifte gezückt und die zweite Zeichenrunde startete. Der FLT performte super. Das Bild super neutral in ästhetischen Planetenfarben - so wie man es von einer perfekten Optik erwartet. Io war als helles Pünktchen gut vor den Wolkenbändern zu sehen, während sich langsam der Schatten in die Planetenscheibe fraß.
Der GRF ergänzte das Spektakel.
Um Mitternacht war dann Schluss!
Äääh... weiß einer, warum die Bilder in der Ansicht gedreht sind??? - Abgespeichert sind sie richtig im Querformat.
nachdem ich am vergangenen Donnerstag bei Christoph zur "Sternstunde" eintraf und wir gemeinsam rund 30 Besucher beschäftigten, wollte ich gestern in aller Ruhe den Io-Durchgang mit GRF gegen Mitternacht festhalten.
Wie bei den letzten öffentlichen Sternwartenstunden hatten Christoph in der Sternwarte und ich an meinen beiden mitgebrachten Geräten alle Hände voll zu tun die vielen Gäste über den Himmel zu begleiten.
Da der Mond schon recht hell am Firmament strahlte blieben uns nur einige "sinnvolle" Objekte für die Beobachtung. Schließlich tun sich Astronomieneulinge immer schwer überhaupt etwas zu sehen.
Jupiter war natürlich trotz aufgehelltem Himmel ein dankbarer Einstieg. Saturn konnte von der Kuppel aus noch in der Dämmerung angesehen werden. Daneben zeigte ich den Orionnebel, den Doppelstern Castor und die hellsten Galaxien M31,81 und 82 sowie die Plejaden. Als PN durfte NGC 2392 der hübsche Eskimo herhalten. Im ACF waren die Ansichten tatsächlich mehr als passabel und auch der 8" Dobs tat treu seinen Dienst.
Daneben gab es mit dem Laser mehrmals Sternbildkunde und Erklärungen in alle Richtungen. Häufig wie immer die Frage, ob wir alleine im All sind.
Gegen 21.00 Uhr war dann alles klatschnass vom Tau, der sich über die Klostersternwarte senkte. Die Tröpfchen suchten sich ihren Weg an den Tuben. Spiegel und Schmidt-Platte begannen zu beschlagen.
Als sich das Feld so langsam ausdünnte durfte auch das Trapez von ein paar Eifrigen genauer betrachtet und die E- und F- Komponenten herausgedeutet werden.
Immer mehr fröstelnde Gäste suchten schließlich das Weite. Christoph schoss gemeinsam mit mir noch schnell einen Jupiter am Star-Fire-Refraktor, ehe wir ebenfalls den Beobachtungsabend beendeten. Nach gut 2 Stunden reden, erklären, zeigen... ist man doch irgendwie geschafft, auch wenn man selbst zwischendurch viel Freude an den eingestellten Highlights hat.
Der Sonntag war dann ein Tag, wie man ihn für Planetenbeobachtung braucht. Trocken, klar und windstill. Gegen 18.30 Uhr wurde der 130/1080 AOM FLT aufgesattelt und die Luftruhe begutachtet. Sie war in der Dämmerung schlichtweg perfekt. Schnell war das 3,5er Nagler im Auszug und bot mir einen Anblick zum hineinlegen.
Barren in den Bändern, Wolkenschleppen zum Jupieräquator und hellere Streifen bis in die Polregionen konnte ich bestaunen. Ziel war der Io-Durchgang, welcher gegen 23.30 Uhr mit Schattenwurf gemeinsam mit dem GRF angekündigt war.
Trotzdem hing ich lange Zeit kurz nach dem Aufbau am Teleskop und "musste" das Gesehene unbedingt festhalten. Hierzu setzte ich das Bino mit 7mm Okus und 1,25x Glaswegkorrektor ein... "Plopp-3D" ... eine atemberaubende Kugel schwebte im Raum. Daneben die galiläischen Monde. Ganymed verschwand dabei langsam hinter der Scheibe.
Mit Christoph tauschte ich mich währenddessen aus, wobei die Luftruhe dann doch etwas nachließ. Leider konnte er zu diesem Zeitpunkt kein Referenzbild anfertigen, da er noch unterwegs war.
Gegen 21.00 Uhr machte ich eine Pause in der Hoffnung, dass sich das Seeing wieder beruhigte und wärmte mich im kuscheligen Wohnzimmer auf. Die Temperatur war mittlerweile auf 3°C gesunken. Was soll ich sagen, das Glück war wieder mit den Mutigen und so durfte ich kurz nach 23.00 Uhr eine wunderbare Ansicht vom Gasriesen erleben.
Schnell waren wieder das Zeichenbrett und die Bleistifte gezückt und die zweite Zeichenrunde startete. Der FLT performte super. Das Bild super neutral in ästhetischen Planetenfarben - so wie man es von einer perfekten Optik erwartet. Io war als helles Pünktchen gut vor den Wolkenbändern zu sehen, während sich langsam der Schatten in die Planetenscheibe fraß.
Der GRF ergänzte das Spektakel.
Um Mitternacht war dann Schluss!
Äääh... weiß einer, warum die Bilder in der Ansicht gedreht sind??? - Abgespeichert sind sie richtig im Querformat.
the sky is the limit
Gruß Uwe
"Sehen ist schwieriger als Glauben" Zitat aus "Die Kometenjäger"
http://www.the-night-black-white.de
Gruß Uwe
"Sehen ist schwieriger als Glauben" Zitat aus "Die Kometenjäger"
http://www.the-night-black-white.de

