Hallo,
nachdem ich in der Nacht den Start der Artemis 2 mitverfolgte, blieb nicht mehr viel Schlafenszeit bis zur geplanten Kometenbeobachtung, nachdem ich mit Christoph ausgemacht hatte, dass wir uns auf Grund der guten Wettervorhersagen am heutigen Morgen telefonisch kurzschließen, um C/2025 R3 Panstarrs aufs Korn zu nehmen. Die Aufnahme, welche Christoph schon auf seiner Seite veröffentlich hatte war Motivation genug.
Pünktlich um 4.30 Uhr wachte ich noch 10min vor dem gestellten Wecker auf (die innere Uhr funktioniert tatsächlich recht gut) und startete mit dem beladenen Auto auf die Anhöhe hinter dem Ort. Bei -2 °C wehte eine steife Brise und ich entschloss mich noch einmal umzuparken. Hinter dem Wäldchen und das Auto im Rücken, war der Wind etwas abgeschwächt. Trotzdem biss die Kälte gerade an den Fingern ungemein.
Der Frühlingsvollmond leuchtete intensiv am Südwesthorizont in voller Pracht und überstrahlte bis auf die allerhellsten Sterne alles am Firmament.
Es war so gegen 4.45 Uhr als ich mit der Suche am Osthorizont startete. Der Himmel war klar und die Luft ruhig. Trotzdem versanken die Sterne des Pegasus schon in der horizontnahen Aufhellung, so dass ich mir nur geschätzt von der nordöstlichen Kassiopeia und dem Schwan hoch im Osten etwas Orientierung verschaffen konnte. Von Deneb aus sollte der kosmische Wanderer in einer Linie in Richtung Horizont zu finden sein. Hier "rührte" ich dann vorsichtig die Teleskopröhre bei knapp 30facher Vergrößerung.
Als Gerät war natürlich der 8" Dobson mit dabei. Alles andere macht in der Früh keinen großen Sinn bzw. der Aufwand wäre mir zu groß. Außerdem ist es immer eine gute Übung anhand der Sternapp ein Objekt per Hand herauszupicken. Immerhin wird die Helligkeit im Moment in Sky-Safari mit nur knapp 11mag angegeben (gibt es hier andere Werte?)
Nach etwa 5 - 10 Minuten tauchte dann plötzlich ein winzig kleiner Nebelklecks naher zweier Sternchen im Okular auf. Ein prüfender Blick über den Tubus - Richtung und Höhe sollten in etwa passen. Einen KS schloss ich nach höherer Vergrößerung aus. Einen Schweif konnte ich allerdings auch bei höherer Vergrößerung nicht wirklich richtig ausmachen. Ein winziges Sternchen in der Nähe des Kometenkopfes irritierte zuerst ein wenig, wurde dann aber als Ausbeulung der Koma ausgeschlossen.
Es verhielt sich beinahe wie im vergangenen Jahr, als ich früh morgens auch in der Morgendämmerung nach Komet SWAN25F suchte: Die Nadel im Heuhaufen bzw. in der Morgengrauensuppe.
So ließ mich die Entdeckung freudig das Smartphone greifen, um Christoph anzufunken. Er war gerade in die Sternwarte unterwegs und konnte mir meine Beschreibung der Szenerie schließlich bestätigen. Seine Computergesteuerten Optiken lieferten das gleiche Bild: Zwei Feldsterne und der kleine Stern in der Nähe des Kometenkopfes! Wir unterhielten uns noch während das erste Bildchen aus der Klostersternwarte zugeschickt wurde.
Gegen 5.20 Uhr packte ich stolz, aber völlig durchgefroren an den Händen die eiskalten Okulare in den Koffer und freute mich auf die warme Wohnung. Es war echt saukalt heute.
Ein weiterer Komet in der Sammlung...
Dank an Christoph für den Motivationsschub!
nachdem ich in der Nacht den Start der Artemis 2 mitverfolgte, blieb nicht mehr viel Schlafenszeit bis zur geplanten Kometenbeobachtung, nachdem ich mit Christoph ausgemacht hatte, dass wir uns auf Grund der guten Wettervorhersagen am heutigen Morgen telefonisch kurzschließen, um C/2025 R3 Panstarrs aufs Korn zu nehmen. Die Aufnahme, welche Christoph schon auf seiner Seite veröffentlich hatte war Motivation genug.
Pünktlich um 4.30 Uhr wachte ich noch 10min vor dem gestellten Wecker auf (die innere Uhr funktioniert tatsächlich recht gut) und startete mit dem beladenen Auto auf die Anhöhe hinter dem Ort. Bei -2 °C wehte eine steife Brise und ich entschloss mich noch einmal umzuparken. Hinter dem Wäldchen und das Auto im Rücken, war der Wind etwas abgeschwächt. Trotzdem biss die Kälte gerade an den Fingern ungemein.
Der Frühlingsvollmond leuchtete intensiv am Südwesthorizont in voller Pracht und überstrahlte bis auf die allerhellsten Sterne alles am Firmament.
Es war so gegen 4.45 Uhr als ich mit der Suche am Osthorizont startete. Der Himmel war klar und die Luft ruhig. Trotzdem versanken die Sterne des Pegasus schon in der horizontnahen Aufhellung, so dass ich mir nur geschätzt von der nordöstlichen Kassiopeia und dem Schwan hoch im Osten etwas Orientierung verschaffen konnte. Von Deneb aus sollte der kosmische Wanderer in einer Linie in Richtung Horizont zu finden sein. Hier "rührte" ich dann vorsichtig die Teleskopröhre bei knapp 30facher Vergrößerung.
Als Gerät war natürlich der 8" Dobson mit dabei. Alles andere macht in der Früh keinen großen Sinn bzw. der Aufwand wäre mir zu groß. Außerdem ist es immer eine gute Übung anhand der Sternapp ein Objekt per Hand herauszupicken. Immerhin wird die Helligkeit im Moment in Sky-Safari mit nur knapp 11mag angegeben (gibt es hier andere Werte?)
Nach etwa 5 - 10 Minuten tauchte dann plötzlich ein winzig kleiner Nebelklecks naher zweier Sternchen im Okular auf. Ein prüfender Blick über den Tubus - Richtung und Höhe sollten in etwa passen. Einen KS schloss ich nach höherer Vergrößerung aus. Einen Schweif konnte ich allerdings auch bei höherer Vergrößerung nicht wirklich richtig ausmachen. Ein winziges Sternchen in der Nähe des Kometenkopfes irritierte zuerst ein wenig, wurde dann aber als Ausbeulung der Koma ausgeschlossen.
Es verhielt sich beinahe wie im vergangenen Jahr, als ich früh morgens auch in der Morgendämmerung nach Komet SWAN25F suchte: Die Nadel im Heuhaufen bzw. in der Morgengrauensuppe.
So ließ mich die Entdeckung freudig das Smartphone greifen, um Christoph anzufunken. Er war gerade in die Sternwarte unterwegs und konnte mir meine Beschreibung der Szenerie schließlich bestätigen. Seine Computergesteuerten Optiken lieferten das gleiche Bild: Zwei Feldsterne und der kleine Stern in der Nähe des Kometenkopfes! Wir unterhielten uns noch während das erste Bildchen aus der Klostersternwarte zugeschickt wurde.
Gegen 5.20 Uhr packte ich stolz, aber völlig durchgefroren an den Händen die eiskalten Okulare in den Koffer und freute mich auf die warme Wohnung. Es war echt saukalt heute.
Ein weiterer Komet in der Sammlung...

Dank an Christoph für den Motivationsschub!
the sky is the limit
Gruß Uwe
"Sehen ist schwieriger als Glauben" Zitat aus "Die Kometenjäger"
http://www.the-night-black-white.de
Gruß Uwe
"Sehen ist schwieriger als Glauben" Zitat aus "Die Kometenjäger"
http://www.the-night-black-white.de





