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Abell 2151 nun mit 5h Belichtungszeit..
#1
Hallo Deep Sky Freunde,
Jürgen konnte nochmal mit dem CDK 12,5  nachlegen und wenn ich richtig gerechnet habe, sind es nun 300min Belichtungszeit. Gegenüber dem ersten Bild eine Verdoppelung der Belichtungszeit und das bietet eine viel bessere Ausgangslage. Nochmals eine Verdoppelung auf 10h wäre sicherlich interessant, aber auch beste Bedingungen vom Himmelshintergrund, Seeing und exakte Kalibrierung der Daten. Auf einige Punkte hat ein Beobachter Einfluss, auf die Umweltbedingungen leider nicht. Da gehört auch Glück dazu, optimale Nächte zu bekommen. Mehr Belichtungszeit ist jedenfalls ein sehr gutes Mittel, da muss man eben die Zeit dafür aufbringen können. Bei der Kallibrierung über mehrere Nächte wird es aufwendig, wenn idealerweise jedes mal neue Flats aufgenommen werden müssen. Damit kämpfen wir leider alle, wie eben auch mit Staub auf den Sensoren, die gerne jeden Tag "Wandertag" machen.

Die kürzer belichtete Version habe ich bei dem "Frühjahrsbilderstrauß " vor Kurzem gezeigt, zum Vergleich und zum Ansporn für gut ausbelichtete Rohdaten dieses neue Bild mit den 300min. Hier durfte ich Jürgens Summenbild nun "aggressiver" beim Strecken angehen, weil es die Datenlage nun hergibt.

   

Die neue Funktion in PixInsight stellt die kleinen Galaxien eindeutig zugeordnet dar:
   

Viel Spaß beim Anschauen
Ralf
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#2
Hallo Ralf und Jürgen,
wow! ein Superbild des Gx-haufens!  Daumen hoch

Tolle Galaxienschweife, und Formen von Galaxien mit ihren Armen und Galaxienpärchen.
Genial ist die Aufstellung von den fast 300 Galaxien!
Sehr ausgewogene Bildverarbeitung in Tiefe, Farben, Schärfe und Rauschen!
Viele Grüße
Christoph

https://www.klostersternwarte.de
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#3
Hallo Ralf,

es ist ein tolles Bild geworden - diese extrem tiefen Blicke sind irgendwie unbeschreiblich, mysteriös, aufregend…

Was die Sterne angeht, würde ich ja wetten, dass du mit MultiScale Adaptive Stretch gearbeitet hast. Stimmt das? Falls ja: erinnerst du dich an die Streckparameter vom ersten, unterbelichteten Bild vs. das jetzige, gut belichtete? Würde mich interessieren, was da möglich geworden ist.

Liebe Grüße 
Philipp
At this point, hobby astronomers have become citizen scientists.
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Florian B. (06.06.2026)
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Florian B. (06.06.2026)
#4
Danke für Eure Rückmeldungen!

Wegen der Bearbeitung, da führen viele Wege nach Rom.

Wie der Name Galaxienhaufen schon sagt, habe ich eben zunächst besonders auf das Herausarbeiten der Galaxien meinen Augenmerk gerichtet.
Tja, da sind noch die Galaxienkerne, die gewissermaßen Sternartig, aber eben doch nicht so hart wie Sterne aussehen sollen.

Sterntrennung half nicht wirklich das Ergebnis zu verbessern, also wieder zurück zum MAS Strecken, dass schon genial ist.

Philipp, da hast Du natürlich richtig getippt. 

Dynamic range compression auf der einen Seite und Aggressivenes auf der anderen Seite, aber diesmal mit Augenmerk auf die Sterne. Die längere Belichtungszeit erlaubt bei der Aggressivenes höhere Werte zu nehmen und dafür bei  Dynamic range compression die Sterne und die Galaxienkerne nicht zu hart ausbrennen zu lassen, also nicht auf "0" zu stellen. Hier gilt es den Kompromiss zu finden, ohne zu verwaschen oder zu hart darzustellen. Den Hintergrund haarscharf vom Signal zu trennen, bringt Kontrast und erfolgt in vielen kleinen Schritten.
Durch die längere Belichtungszeit von Jürgen ist eben das Signallevel höher geworden, was dann neue Bereiche bei einigen Galaxien sichtbar macht.
Erstmal habe ich die Farbe im Hintergrund zugelassen und zum Ende hin selektiv im Bereich Schatten die Luminanz angehoben. Das war hier schwierig, weil wohl durch Bildversatz über die Aufnahmenächte ein Farbgradient sichtbar war. Diesen Gradienten auszublenden ohne Signal abzuschneiden war die Herausforderung. Eben immer in kleinen Stücken weiter und weiter, bei Zuviel des Guten wieder zurück Smile

Am Ende muss man immer das Gesamtbild vor Augen haben und nicht nur die Galaxien. Dazu gehören auch die Sterne und meiner Meinung nach machen die Sternfarben den Pepp aus. Das richtige Maß an Farbsättigung ist dann das Thema.

Besten Dank fürs Ansehen und Eure Meinung.

Ralf
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#5
Servus,

die Bildbearbeitung lässt alles sehr natürlich wirken.  Daumen hoch  Bei vielen Bildern auf Astrobin, die eigentlich klasse sind und richtig viel Tiefe haben sind häufig die Galaxien und v.a. deren Kerne überschärft. Gerade die KI-basierten Schärfungsalgorithmen machen das gerne, da in den Galaxien natürlich das meiste Nutz-Signal steckt. Was dann schnell unnatürlich aussieht, v.a. beim reinzoomen. 
Bei dem Bild von euch kriegt man doch gleich wieder Galaxien-Hunger...  Blush

Grüße,

Florian
Astrobin
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Astronomie, einer der schönsten Gründe, nachts nicht schlafen zu gehen!
(Zeiss-Werbung)
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Ralf (07.06.2026)
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Ralf (07.06.2026)
#6
Auch ich finde das ein sehr ausgewogen bearbeitetes Bild Ralf. Daumen hoch


Schön, dass Du auch gleich die neue Pixinsight Ansichtsversion hier angewendet hast, bei diesem Wimmelbild lohnt es sich total.  Big Grin
Viele Grüße,
Marco

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