09.06.2026, 15:46
Hallo,
seit einigen Jahren hat die Klostersternwarte auch eine drehbare Kuppel. Die Drehung erfolgte zwar motorisch aber nicht automatisch.
Ein Freund hatte mir mit etwas mathematischer Unterstützung immerhin für ca. 4 Stunden eine zeitgesteuerte Drehung automatisiert. Bei hohen Deklinationen und bei längeren Belichtungszeit und in jedem Fall bei Objektwechsel versagte aber das Verfahren.
Im letzten Jahr war Tobias mit Ralf in meiner Kuppel und er kam auf die Idee, die Kuppel mit RFIDs auszustatten.
Mit einem fest installierten RFID-Leser wurde eine Berührungsloses Abtasten der Kuppel und des Ortes des Kuppelspaltes möglich. Mit der Verbindung via ASCOM-Schnittstelle und geeigneter Sofware sollte eine automatische Drehung möglich sein.
Die Idee war toll, aber die Kuppel zu schnell für kleine RFIDs (2 cm Durchmesser). Der Leser kam manchmal mit dem Lesen nicht nach und so stockte das Unternehmen.
Bis die Idee für Chip-Karten RFIDs den Durchbruch brachten! 
Im April statten wir die Kuppel mit Chip-Karten RFIDs aus und montierten den RFID-Leser an einem vorhandenen Winkel in der Kuppel fachmännisch mit Isolierband:
Die Software-Erweiterung von Tobias rechnete aus dem Kuppeldurchmesser und der gewünschten Auflösung automatisch die nötige Anzahl der RFIDs und deren Platzuierung an der Kuppel aus.
Ich musste sie also nur an dem gewünschten Platz in der drehbaren Kuppel ankleben.
Die Anbindung an NINA geschieht via ASCOM-Schnittstelle, die Tobias programmiert hat. NINA selbst bringt die komplette Kuppelsteuerung im Zusammenhang mit der Teleskopsteuerung mit sich. Wenn das Teleskop via DeviceHub in ASCOM gesteuert wird, kann parallel das Teleskop auch in einem Planetariumsprogramm (SkyChart, Stellarium...) gesteuert werden. Das ist besonders cool: im Planetariumsprogramm ein Objekt suchen, Teleskop positionieren und die Kuppel fährt via NINA dem Teleskop hinterher!
Ansonsten schubst NINA die Kuppel dem Teleskop während seiner zeitlichen Drehung einfach hinterher.
Die Belichtung von mehreren Objekten in einer Nacht ist so ein Kinderspiel - oder auch Langzeitbelichtungen über verschiedene Nächte.
Die Feineinstellungen in NINA helfen auch noch dazu, dass mehrere Teleskope durch den Kuppelspalt schauen können, ohne dass eines in die Kuppel blickt, sondern den Durchblick durch den Kuppelspalt behält.
seit einigen Jahren hat die Klostersternwarte auch eine drehbare Kuppel. Die Drehung erfolgte zwar motorisch aber nicht automatisch.
Ein Freund hatte mir mit etwas mathematischer Unterstützung immerhin für ca. 4 Stunden eine zeitgesteuerte Drehung automatisiert. Bei hohen Deklinationen und bei längeren Belichtungszeit und in jedem Fall bei Objektwechsel versagte aber das Verfahren.
Im letzten Jahr war Tobias mit Ralf in meiner Kuppel und er kam auf die Idee, die Kuppel mit RFIDs auszustatten.

Mit einem fest installierten RFID-Leser wurde eine Berührungsloses Abtasten der Kuppel und des Ortes des Kuppelspaltes möglich. Mit der Verbindung via ASCOM-Schnittstelle und geeigneter Sofware sollte eine automatische Drehung möglich sein.
Die Idee war toll, aber die Kuppel zu schnell für kleine RFIDs (2 cm Durchmesser). Der Leser kam manchmal mit dem Lesen nicht nach und so stockte das Unternehmen.
Bis die Idee für Chip-Karten RFIDs den Durchbruch brachten! 
Im April statten wir die Kuppel mit Chip-Karten RFIDs aus und montierten den RFID-Leser an einem vorhandenen Winkel in der Kuppel fachmännisch mit Isolierband:
Die Software-Erweiterung von Tobias rechnete aus dem Kuppeldurchmesser und der gewünschten Auflösung automatisch die nötige Anzahl der RFIDs und deren Platzuierung an der Kuppel aus.
Ich musste sie also nur an dem gewünschten Platz in der drehbaren Kuppel ankleben.
Die Anbindung an NINA geschieht via ASCOM-Schnittstelle, die Tobias programmiert hat. NINA selbst bringt die komplette Kuppelsteuerung im Zusammenhang mit der Teleskopsteuerung mit sich. Wenn das Teleskop via DeviceHub in ASCOM gesteuert wird, kann parallel das Teleskop auch in einem Planetariumsprogramm (SkyChart, Stellarium...) gesteuert werden. Das ist besonders cool: im Planetariumsprogramm ein Objekt suchen, Teleskop positionieren und die Kuppel fährt via NINA dem Teleskop hinterher!

Ansonsten schubst NINA die Kuppel dem Teleskop während seiner zeitlichen Drehung einfach hinterher.

Die Belichtung von mehreren Objekten in einer Nacht ist so ein Kinderspiel - oder auch Langzeitbelichtungen über verschiedene Nächte.
Die Feineinstellungen in NINA helfen auch noch dazu, dass mehrere Teleskope durch den Kuppelspalt schauen können, ohne dass eines in die Kuppel blickt, sondern den Durchblick durch den Kuppelspalt behält.

