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Zwischen Kassiopeia/Kepheus und ein Phantom
#1
Hallo zusammen,
ich zeige hier das Ergebnis der letzten schön Wetter/klarer Nachthimmel Periode.

Das erste Bild ist ein Weifeld der verschiedenen Emissionsnebel zwischen den beiden Sternbildern Kassiopeia und Kepheus.
Bei 250mm Brennweite ist da alles drauf was Rang und Namen hat, angefangen beim Höhlennebel über Blasen Nebel und Lobster Nebel.
Ich füge wieder mal ein beschriftetes Bild mit den Bezeichnungen der verschiedenen Emissions und Dunkelnebel mit an.
Mittlerweile habe ich auch herausgefunden wie man in Pixinsight  LDN,LBN,Collinder und so weiter beim Astrometrieren auswählen kann.
Im Annotade Script ist unten ein rotes Pluszeichen mit dem man die verschiedenen Kataloge auswählen oder abwählen kann.

       

Das Bild besteht aus 130x120s RGB und 40x300s Ha/O3 Einzelbildern.
Aufgenommen mit dem RedCat51/Asi2600Mcp.
Die Bildbearbeitung habe ich wieder in klassischer RGB mit H-Alpha ''Anfütterung'' gemacht.

Das zweite Bild ist der sehr sehr schwache Phantom der Oper Nebel Sh2-173, auch im Sternbild Kassiopeia gelegen.
Der Nebel hat seinen Spitznamen durch die Ähnlichkeit der Maske aus dem bekannten Musical das Phantom der Oper erhalten.
Er hat einen Durchmesser von 77 Lichtjahren und ist ca. 8800 Lichtjahre von uns entfernt.
Zum Zeitpunkt der Aufnahmen war der Mond leider schon ziemlich voll, was sich bei einem derart lichtschwachen Objekt doch in einem stärkerem Rauschen und auch einem Gradienten bemerkbar macht.
Eigentlich wollte ich noch einiges an Belichtungszeit mehr haben, aber der Vollmond und vor allen die dünnen Schleierwolken habe das bis jetzt verhindert.

   

Auch hier habe ich eine klassische Bildbearbeitung in RGB/H-Alpha bevorzugt um den natürlichen Look zu erhalten.
Dieses Bild besteht aus 45x120s RGB und nochmal 105x300s Ha/O3 Einzelbilder mit meinem Noctutec RedDwarfII 1000mmF5 und der Asi533 Mcp.

Grüße und CS aus Volkach
Klaus Shy
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#2
Hallo Klaus,
da ist Dir beim ersten Motiv ein perfektes Ergebnis gelungen Daumen hoch
Die Wahl des Bildausschnittes ist optimal gewählt und die tiefe Belichtung mit natürlich wirkender Farbgebung sieht für meine Augen sehr angenehm aus.
Hier finden sich eine große Auswahl an Motiven für längere Brennweiten. In dem gezeigten riesigen Feld eine Klasse für sich, weil der Zusammenhang erkennbar ist.

Das zweite Bild ist ebenfalls sehr gut platziert. Hier merkt man die von Dir angesprochene Begrenzung der Belichtungszeit. Wobei die Belichtungszeit im Grunde mit 105x5min sogar noch größer im Schmalbandbereich war. Hieran kann man erkennen, welch lichtschwaches Objekt Du anvisiert hast.

Dein Konzept mit der Schmalbandbeimischung gefällt mir.

CS
Ralf
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#3
Mal wieder tolle Ergebnisse zeigst Du hier Klaus! Die Bearbeitung ist Dir wirklich gut gelungen mit der Einarbeitung der Schmalbanddaten.
Viele Grüße,
Marco

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#4
Lieber Klaus!

Grandios! Vielen Dank für's Teilen, es ist eine Freude!!
Magst du mal beschreiben, wie due Schmalbanddaten zufütterst? Machst du einen synthetischen Rotkanal nach ContinuumSubtraction? Oder blendest du die Daten mit negativer Multiplkation rein?

Liebe Grüße!
Philipp
At this point, hobby astronomers have become citizen scientists.
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#5
Hallo,
vielen Dank für das Lob. 
Mittlerweile habe ich eine Vorliebe für RGB und bei passendem Objekt noch mit H-Alpha.
Reine Schmalbandaufnahmen gefallen mir momentan nicht mehr so gut, wobei bei einigen Objekten schon sehr beeindruckende Ergebnisse zustande kommen.

@Philipp
Das mit dem Schmalband anfüttern ist eigentlich ganz einfach.
Ich entferne aus dem Schmalband-Master die Sterne und strecke meistens mit GHS.
Dann noch etwas Kurven für Sättigung und Kontrast.
Zum Schluss werden das RGB und das sternlose Schmalband Bild mit einem Script vom Pixinsight Papst Adam Block (Cosmic Photons Image Blend)
Bei diesem Script werden das Basisbild..meistens das RGB und das eingeblendete ineinander gerechnet. (Screen = negativ multiplizieren)
Manchmal nehme ich aber auch das Schmalband Bild als Basis damit das RGB mit den Sternen nicht so dominant ist.
Innerhalb des Skriptes kann mann den Schwarzpunkt die Mitten und auch den Grad der Einblendung frei wählen wie es am besten zueinander passt.

Grüße und CS
Klaus Shy
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