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Set für Einstieg in die Astrofotografie
#1
Hallo,

nach langem überlegen habe ich wieder paar Fragen, denn bald sollen die Deep Sky Objekte auch auf Bildern festgehalten werden.
Meine Fragen sind:
1.Welches Teleskop könnt ihr für die Astrofotografie empfehlen?
2.Was sollte man sich an Zubehör(Filter, Adapter etc.)anlegen?
3.Was würdet ihr noch dazukaufen??

Ich hoffe ihr könnt diese Fragen beantworten Wink

Danke für eure Antworten! Daumen hoch
Liebe Grüße Smile
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#2
Hallo,

schau mal hier.
Astronomische Grüße
Ulf

[Bild: signatur.jpg]

Wer die Freiheit einschränkt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren!
Benjamin Franklin
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#3
Hallo AstroMenemey,
ich antworte mal als Erster - aber Obacht - neben Forenmitglied bin ich auch Händler und verkaufe die empfohlenen Teile auch noch Tongue Wink 

Für einen Einsteiger empfiehlt sich für die Fotografie von der optischen Seite ein Teleskop mit relativ kurzer Brennweite und möglichst wenig Arbeit mit Justage usw.
Ein kleiner Apo also.
Diesen hier habe ich mir selbst zugelegt:
https://www.teleskop-express.de/shop/pro...uszug.html

Ausschlaggebend war für mich, dass hier ein gerechneter Flattener erhältlich ist, weil ohne Zusatzoptik in der Regel keine brauchbaren Bilder zu erreichen sind:
https://www.teleskop-express.de/shop/pro...fnung.html

Für einen möglichen späteren Aufstieg eignet sich das kleine und feine Teleskop auch als Leitrohr. Dann ist das Geld auch nicht umsonst ausgegeben worden sondern für den 72mm finden sich viele Anwendungen.

Neben dem Flattener benötigst Du noch einen T-Ring für Fotografie mit der vermutlich vorhandenen DSLR Kamera!?
Filter sind dann nötig wenn die Bedingungen durch Lichtverschmutzung eingeschränkt sind, ansonsten würde ich ohne Filter beginnen. Die Probleme bzw.die Herausforderung ist schließlich die nötige Bildbearbeitung samt den Programmen.

Allerdings ohne Nachführung geht im Deep Sky Bereich nichts. Nebem dem Budget geht es hier auch um das Gewicht das Du bereit bist zu tragen Tongue
Diese Montierungen der Klassen EQ5 bis EQ6 sind üblich und der kleine 72er verlangt hier nicht viel.
Von der Steifheit der Montierung kann es nie genung sein, so das die Wahl hier entscheidender ist als die der Optik. Eine gute laufende Montierung würde Dir für den Anfang helfen mit kurzbelichtenden Aufnahmne ohne Guiding erste Erfahrungen zu sammeln. Für den foldgenden Fortschritt muss die AutoGuiding Schnittstelle vorhanden sein um hier weiterzukommen.
Das Budget für die Montierung liegt in dem Fall höher als für die Optik, für die man vermeintlich das Geld lockerer übrig hat als für Mechanik die keine Bilder bringt.
Aber das ist bei der Fotografie tatsächlich entscheidender um runde bzw. saubere Sterne auf den Chip zu bekommen.

Besten Gruß
Ralf

http://www.astro-theke.de
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Florian B. (02.01.2018)
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Florian B. (02.01.2018)
#4
Ich bedanke mich wirklich sehr für eure Antworten. Das Teleskop, was du empfohlen hast Ralf, ist das nicht eine zu kleine Öffnung?
Liebe Grüße Smile
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#5
Hallo AstroMenemey,

ich antworte mal als Dritter - mit etwas Erfahrung in Astrofotografie...

Weil, da sind wir schon bei dem Problem: was willst Du an DeepSky fotografieren?
Wenn es eher die Fizzelchen (Galaxien) sind, dann würde ich das mal nach hinten schieben mit mehr Erfahrung im Untergrund.
Bei Galaktischen Nebeln bist Du mit dem, was Ralf empfhohlen hat als Einstieg sehr gut beraten, wenn es nicht die großen Kracher M31, 33 oder ähnliches ist. Freilich gehen auch alle möglichen OH´s und KH´s von einigermaßen Größe.

Wichtig: die Montierung sollte groß, schwer genug sein und exakt laufen bzw. nachgeführt werden können.

Falls sie das nicht sein kann, dann muss eine entsprechend empfindliche Kamera mit einem Teleskop mit "schnellem" Öffnungsverhältnis (f~2) eingesetzt werden. Aber das bringt wieder andere Probleme mit sich.

Filter hängen von dem ab, was Du fotografieren willst und von welchem (lichtverschmutzten) Ort Du beobachtest. Aus der Stadt heraus machen eigentlich nur Filter einen Sinn, aber dann nicht mit einer DSLR. Die hat ja schon eine Filtermatrix vor dem Chip. Und bei Staubnebeln machen Filter gar keinen Sinn.

Und nicht zu vergessen, die halbe Miete ist die Entwicklung der Bilder. Da wird oft die halbe Information, die eigentlich in den Bildern drinnen steckt, liegen gelassen oder schlichtweg auch verhunzt oder durch Filter glatt gebügelt.
Klar gilt auch: schlechte Rohbilder erzeugen bei bestem Können nur mittelmäßige Ergebnisse.
Eine gute Faustformel ist für mich: Belichtungszeit ist ungefähr die Bearbeitungszeit am Computer.
Also: auch in Software und Computer investieren - falls vorhanden, dann in Form von Zeit.
Viele Grüße
Christoph

http://www.klostersternwarte.de
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Florian B. (02.01.2018)
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#6
Hallo Ralf,

ist deine Teleskopempfehlung ernst gemeint oder entspringt sie doch eher den nachwirkungen der Silvesterfeier?  Tongue Wink
Astronomische Grüße
Ulf

[Bild: signatur.jpg]

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Benjamin Franklin
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#7
Hallo Ulf, Hallo Astromenemy,
also was mich angeht bin ich voll nüchtern und der Vorschlag für den Einstieg ist absolut ernst gemeint Smile 
Wie Du sicher weißt ist für Deep Sky Fotografie die Lichtstärke und Feldkorrektur entscheidend und nicht die relativ kleine Öffnung von 72mm.
Die Brennweite von 432mm ermöglicht große Felder aber eben auch kurzbelichtete Bilder ohne Guiding um in Sachen Fotografie hineinzukommen.

Einfach mal auf Astrobin ED 72 eingeben und die Bilder anschauen die so gezeigt werden:
Z.B.  https://www.astrobin.com/full/271789/0/

Der Vorschlag berücksichtigt zugleich, dass  am Teleskop nichts justiert werden braucht und der Flattener mit M48 nur einen passenden T-Ring M48 benötigt um den Abstand sicherzustellen. Der Auszug am Gerät ist ehrlich sehr nahe an einem Feathertouch FTF2530, welcher Alleine mehr kostet als hier das ganze Gerät.
Die optische Qualität konnte ich auf meiner optischen Bank prüfen und war schlicht begeistet! Praktisch perfekt justiert, also Plug und Play.

Mir ist nicht so richtig klar auf was Du hinauswillst Undecided ?

Wenn es günstig sein soll kommt ein Newton in Frage, aber vorher sollte man sich Tommy´s Anleitung ansehen und prüfen ob man sich zutraut den Weg zu gehen.
https://lacerta-optics.com/information/p...Primer.pdf

Sollte der Schritt später gegangen werden so ist der ED 72 ein tolles Leitrohr welches sogar auf einem Sucherschuh montiert werden kann. Genauso möchte ich das Gerät selbst betreiben:
1. Als Primäroptik für Reisen, Guiding über Sucher
2. Als Leitrohr für meinen Sechslinser 180/900

Wie ist denn Dein Vorschlag für den Einstieg mit Budget?

CS
Ralf
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Florian B. (03.01.2018)
#8
Danke nochmal für eure Antworten. Also ich würde erstmal Nebel fotografieren, wie z.B der Orionnebel baer planetarische Nebel. Aber auch Sternenhaufen und vielleicht auch ab und zu die Milchstraße. Da ich in einer lichtverschmutzen Stadt wohne, würde sich so ein Filter glaube ich lohnen. Galaxien stehen auf der Liste ganz hinten.Achso ja.

Ich denke gerade an 3 Kameras:
-Canon Eos 600d
-Canon Eos 1000d
-Canon Eos 1100d

Welche würdet ihr von denen empfehlen?

Danke nochmal für eure Antworten Daumen hoch
Liebe Grüße Smile
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#9
Hallo Ralf,

folge meinem Link weiter oben.  Wink

Bei deiner Empfehlung fehlt ja noch einiges was den einstieg leicht über 2000,- Euro ansteigen lässt.
Für weniger als die Hälfte geht's mit meiner, fotografisch und visuel, zu den ersten schritten.
Die Justage wird auch überbewertet, die Erfahrung hat gezeigt, einmal richtig justiert und etwas pfleglich behandelt hält selbige sehr lange an.

...und, ich steh auf farbrein. Smile
Astronomische Grüße
Ulf

[Bild: signatur.jpg]

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Benjamin Franklin
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#10
(02.01.2018, 21:06)AstroMenemey schrieb: Ich denke gerade an 3 Kameras:
-Canon Eos 600d
-Canon Eos 1000d
-Canon Eos 1100d

Welche würdet ihr von denen empfehlen?

Servus,

was niedriges Sensorrauschen anbelangt, ist die 600d die Beste der drei. Wie gesagt, ich bin mit der 700d sehr zufrieden, kann ich empfehlen!

Grüße,

Florian
Astronomie, einer der schönsten Gründe, nachts nicht schlafen zu gehen!
(Zeiss-Werbung)
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