Hallo, Gast
Du musst dich registrieren bevor du auf unserer Seite Beiträge schreiben kannst.

Benutzername
  

Passwort
  





Durchsuche Foren

(Erweiterte Suche)

Foren-Statistiken
» Mitglieder: 281
» Neuestes Mitglied: Kowalski
» Foren-Themen: 5.047
» Foren-Beiträge: 35.340

Komplettstatistiken

Aktive Themen
Biete: EOS 700d und Sigma...
Forum: Biete
Letzter Beitrag: Florian B.
Vor 1 Stunde
» Antworten: 2
» Ansichten: 138
10. Teleskoptreffen des F...
Forum: Treffen, Termine und Veranstaltungen
Letzter Beitrag: August
Vor 1 Stunde
» Antworten: 91
» Ansichten: 7.439
Gehäuse für
Forum: Zubehör & Sonstiges
Letzter Beitrag: tigitary
Vor 8 Stunden
» Antworten: 3
» Ansichten: 568
Pelikan in H-alpha u. bic...
Forum: Deep Sky
Letzter Beitrag: Lars
18.09.2019, 16:35
» Antworten: 3
» Ansichten: 144
119. Astro-Stammtisch
Forum: Treffen, Termine und Veranstaltungen
Letzter Beitrag: tschetto
18.09.2019, 15:10
» Antworten: 16
» Ansichten: 619
Fötusnebel - NGC 7008
Forum: Deep Sky
Letzter Beitrag: Astrokarsten
16.09.2019, 07:57
» Antworten: 2
» Ansichten: 111
TS125 PhotoLine f7.8 BIN...
Forum: Teleskope & Optik
Letzter Beitrag: Christoph
14.09.2019, 12:56
» Antworten: 5
» Ansichten: 156
Das schwärzeste Schwarz d...
Forum: Fehler und Lösungen
Letzter Beitrag: Andreas-TAL
13.09.2019, 23:16
» Antworten: 0
» Ansichten: 80
Erlanger Astrostammtisch
Forum: Treffen, Termine und Veranstaltungen
Letzter Beitrag: Schicko
13.09.2019, 21:57
» Antworten: 11
» Ansichten: 3.711
AME 2019 - Fahrgemeinscha...
Forum: Treffen, Termine und Veranstaltungen
Letzter Beitrag: Karsten
12.09.2019, 17:00
» Antworten: 9
» Ansichten: 334

 
  Fötusnebel - NGC 7008
Geschrieben von: Christoph - 15.09.2019, 16:34 - Forum: Deep Sky - Antworten (2)

Hallo!
Eine der Lieblingsnebel von zwei Usern Wink hier im Forum ist der Fötusnebel - NGC 7008.
Auf ihn fiel meine Wahl nach dem der DSS-Killer am Himmel seine Helligkeit verbreitet. Dachte mir, das könnte bei einer größeren Brennweite etwas werden.

Zudem hatte ich einen Celestron-Autoguider, den ich mit Schrauben und Zwei-Komponentenkleber Big Grin  an den 180mm Refraktor brachte.

Bei voller Brennweite von 1640 mm und Autoguiding mit der ST-402 habe ich drei Nächte Testaufnahmen gefahren, wovon 144 min verwertbar waren. Genommen wurden jeweils nur 30 sec Frames mit der ASI294C-Pro, die ich auf -10° gekühlt hatte.

Für mich absolut erstaunlich, was diese Kamera an Photonen einfängt und kaum dabei rauscht!
Eine "Feldaufnahme" mit 50%
   

und ein 100% Ausschnitt:
   

Drucke diesen Beitrag

  Das schwärzeste Schwarz des Planeten?
Geschrieben von: Andreas-TAL - 13.09.2019, 23:16 - Forum: Fehler und Lösungen - Keine Antworten

Bei der Vielzahl an Mattlacken, die man in Teleskoptuben einsetzen kann und den zahlreichen Erfahrungen dazu, kam mir die Idee eine (beliebig zu erweiternde) Übersicht über diese Lacke zu erstellen. Aktuell sind hier nur meine Erfahrungen zusammengefasst, aber gerne können Erfahrungen mit weiteren Lacken und Folien hier veröffentlicht werden.
Angemeldete Mitglieder können dies ganz einfach durch einen zusätzlichen Beitrag machen, den ich dann in die Übersicht übernehme. Alternativ, aus den Tiefen des Netzes, per Mail an „TAL_250K“ (add) „Yahoo.com“, dann kann das hier ergänzt werden.
 
Die Bewertungen sind natürlich subjektiv, schon allein deswegen weil letztlich die Erfahrungen und Beurteilung in einer praktischen Anwendung dahintersteht und keine quantifizierten Messungen. Das müssen andere leisten. Auf eine stark systematisierte Darstellung (Tabellenform, „durchdeklinierte“ Kriterien) möchte ich verzichten, da dadurch eine Objektivität suggeriert wird, die so nicht gegeben ist. Im Endeffekt sind hier individuelle Erfahrungen beschrieben, die man sich zueigen machen kann, oder eben auch nicht.

Presto Acryllack schwarz-matt: Ein einfach zu verarbeitender Lack zum Aufsprühen, der eine matte und sehr homogene Oberfläche zurücklässt. Im senkrechten Lichteinfall auf die Probe sehr schwarz, aber stark reflektierend bei bereits leicht schrägen Lichteinfall. Für astronomische Einsätze zur Streulichtunterdrückung nicht geeignet. Er eignet sich ggf. für Außenobenflächen von Bauteilen (Rückwände, Gehäuseaußenseiten)
 
Krylon Camouflage Ultra Matte: Der Lack erzeugt ein schönes, raues Sprühergebnis. Der Sprühnebel bleibt bis zur kpl. Leerung der Spühflasche fein und kleckst nicht. Die Rauheit unterbindet weitgehend eine gerichtete Reflexion. Der Lack selbst streut das Licht aber merkbar. Die darin verwendeten Mikropigmente haben also einen gewissen Glanzgrad. Für große Flächen, die mattiert werden sollen und bei denen es nicht auf die letzten Prozentpunkte an Streulichtunterdrückung ankommt, aber eine interessante Variante. Der Lack sollte in 2 Schichten aufgesprüht werden. Bei sehe warmen Außentemperaturen über 30 Grad bindet der Lack bereits teilweise ab, bevor der Sprühnebel sich mit der Oberfläche verbunden hat. Erreicht man einen perfekten Sprühauftrag, mattiert der Lack über seine dreidimensionale Struktur sehr gut. Interessant ist, dass der Lack mit Tetenal Kameralack als Primer und anschließend 1-2 Schichten Krylon eine noch verstärktgekörnte Oberfläche ergibt. Der Lack basiert allerdings auf Lösungsmitteln, die als VOC emittiert werden. 
 
Tetenal Kameralack: Der Lack erzeugt eine hochstrukturierte, raue Oberfläche, die sehr matt reagiert. Eine gerichtete Reflexion wird vollständig unterdrückt, die Streuung ist gering ausgeprägt und die Oberfläche ist gut abriebfest. Die Spraydose muss vorher sehr gut aufgeschüttelt werden um eine homogene Verteilung der Mikropigmente zu erreichen. Gegen Ende der Dosenfüllung wird der Sprühnebel oft klecksig. Die Trägersubstanz in der die Pigmente eingebettet sind, ist dabei deutlich glänzender als die Pigmente selbst. Je nach Untergrund benötigt mindestens 3 Schichten für eine vollständige Deckung, was die Kosten deutlich nach oben treibt. Wird zuviel Lack in einem Arbeitsgang aufgesprüht, bilden sich winzige, aber stärker glänzende Farbkügelchen auf der Oberfläche. Daher ist die Anwendung anspruchsvoller als bei einfachen, wasserbasierten Lacken. Er wäre möglicherweise auch als Finish über eine schon vorhandene, dunkle Schicht interessant. Ich verwende ihn manchmal in ZS-Gehäusen.
 
Schultafellack: Einfach zu verarbeitender Lack auf Lösemittelbasis (ca. 25%iger Anteil), der üblicherweise gestrichen oder gerollt werden kann. Der Lack baut eine schöne, matte Oberfläche auf. Die direkte, gerichtete Reflexion im Austrittswinkel ist gering, allerdings streut der Lack das auftreffende Licht in einem recht hohen Ausmaß wieder ab, so dass der Anteil des Lichts, das zerstreut wird geringer ausfällt. Dennoch ist er eine kostengünstige, sehr oft erprobte und daher auch gut dokumentierte Variante für Mattierungen. Ein zu dicker Auftrag in einem Arbeitsgang verschlechtert die mattierenden Eigenschaften deutlich. 
 
SL-94 glatt: Ein auf Lösemittel (max. 50%) basierender Lack, der zügig verarbeitet werden muss, oder nochmals eine weitere Verdünnung benötigt. Zu dicke Schichten verschlechtern, wie bei anderen Lacken auch, das Ergebnis deutlich. Das Lösemittel (VOC) ist sehr flüchtig und sollte nur in sehr gut belüfteten Räumen oder im Außenbereich verwendet werden. Das gilt auch die Lagerung der beschichteten Teleskoptuben bis zum endgültigen Ablüften. Für den Lack gibt es ausführliche und sehr detaillierte anwendungs- , sicherheits- und gesundheitstechnische Hinweise um den Auftrag gelingen zu lassen. Wichtig scheint ein sehr gleichmäßiger und dünner Lackauftrag mit sehr weichem Pinsel und ein korrektes Aufrühren des Lacks zu sein. Daher sollte man idealerweise in der Lage sein, den Lack mit Sprühpistole und Druckluft zu sprühen. Mit Pinsel und Rolle konnte ich bei diesem Lack kein zufriedenstellendes Ergebnis erreichen.
 
SL-94 rau: Senkrecht von oben betrachtet erscheint der Lack sehr dunkel. Der körnige Lack entwickelt bei sehr streifenden Lichteinfall einen starken Glanz. Nach Vertreiberangaben kann der Lack bis zu DIN Winkeln von 60 Grad eingesetzt werden. Die anderen Rahmenbedingungen (Verdünnung, Lackauftrag, Pinsel, Anwendungungshinweise, Gesundheitsschutz) sind identisch zu SL-94 glatt. Nach Vertreiberangaben wird der Lack SL-94 rau bei Laborgeräten erfolgreich eingesetzt. Bei Teleskoptuben soll, um das Ergebnis zu Optimieren, zusätzlich eine Schicht SL-94 glatt über den aufgebracht werden. Auch hier gelang mir mit Pinsel oder Rolle keine zufriedenstellende Oberfläche. 
 
Berger-Astrofarbe: Richtig aufgebracht (dünn und gleichmäßig, evtl. mit etwas Wasser verdünnt) erzeugt der Lack eine sehr matte Oberfläche, die sehr gute Mattierungseigenschaften hat. Die Streulichtunterdrückung ist nicht in jedem Winkel gleich. Bei sehr flachen Winkeln (nach DIN-Norm, die von der senkrechten = 0 Grad misst), also bei Winkeln von 80 Grad und mehr, reflektiert der Lack etwas stärker. In der Summe aber ein sehr guter „Allround“-Lack. Bei dickerem Lackauftrag bleiben die Strichspuren des Pinsels auch im abgetrockneten Zustand sichtbar. Besser ist es entweder mit 2 Aufträgen kreuzweise zu schlichten oder im verdünnten Zustand mehrmals zu rollen. Die Astrofarbe der Fa. Berger ist leider nicht mehr erhältlich.
 
Black 2.0: Neuentwickelte Künstlerfarbe aus England. Die Verarbeitung erfolgt entweder wasserverdünnt mehrmals gestrichen oder gerollt. Die Haftung bei nichtsaugenden Oberflächen ist ausreichend, allerdings kann man den Lack auf solchen glatten Oberflächen mechanisch rückstandsfrei entfernen.
Für eine optimale Wirkung auf der Fläche sind 2-3 dünne Anstriche sinnvoll. Die Farbe unterdrückt bei seitlichem Lichteinfall die Reflexion sehr stark. In sehr steilen Winkeln reagiert die Farbe ähnlich wie die Astrofarbe der Fa. Berger. Hier entscheidet dann die Qualität des Auftrags, welche Farbe weniger reflektiert. Der Lack in seiner wässrigen Lösung ist alkalisch (pH Wert 9-10). Je nach Untergrund muss das Beachtung finden.
 
Black 3.0: Aktuellste Version der Künstlerfarbe aus England. Black 3.0 erzeugt extrem matte Oberflächen und unterdrückt hochgradig Reflexionen. Es benötigt zur Haftung allerdings einen Primer als Haftvermittler (der auch Black 2.0 sein kann). Die Oberfläche ist hochstrukturiert, aber auch empfindlich und ist nicht abriebfest (leicht kreidend). Black 3.0 hat in allen Winkeln einen sehr stark streulichtunterdrückenden Effekt.
 
Fineshut Kiwami: Neuentwickelte aufklebbare Urethanfolie mit extrem starker Mikrostruktur. Flexibel handhabbar, mit geeigneter „Fusselrolle“ mehrmals regenerierbar. Vom Mattierungseffekt das Maximum dessen was erreichbar ist, wenn man den Effekt mit den Augen visuell „messen“ will. Die Einschränkungen sind die sehr hohen Kosten (also günstig zu anderen solcher Folien und Vantablack, aber extrem teuer im Vergleich zu Lacken), die zu bevorzugende Anordnung der Folienstruktur quer zum Lichteinfall und die Unmöglichkeit, das Produkt in einem Zug auf komplexe Oberflächen zu applizieren (faktisch nur Ebenen und zylindrische Formen). Dadurch dass die Folie auf Urethanmikroschaum basiert, ist Fineshut Kiwami (im Vergleich zu anderen Mattierungsfolien auf Aluminiumbasis) sehr robust und kann mehrfach gesäubert (regeneriert) werden.
 
Hinweis: Einige der vorgestellten Lacke enthalten in verschiedenen Umfang lösemittelhaltige Komponenten (ungenannt bei Tetenal, 36% bei Krylon, 25% bei Schultafellack, 50% bei SL-94 glatt/rau). Neben der wichtigen, korrekten Anwendung um Gesundheitsrisiken durch VOC (volatile organic components) zu minimieren, gibt es auch Stimmen die Verwendung von Lacken mit Lösemitteln wegen möglicher Auswirkungen auf Beschichtungen und Vergütungen bei optischen Oberflächen kritisch sehen. Jede Anwendung geschieht daher ausdrücklich auf eigenes Risiko.


Andreas.TAL

Drucke diesen Beitrag

  TS125 PhotoLine f7.8 BINO-Teleskop Vorstellung
Geschrieben von: tschetto - 13.09.2019, 16:54 - Forum: Teleskope & Optik - Antworten (5)

Hallo Forum,
Hiermit möchte ich euch mein TS125-Bino vorstellen.
Bei den Teleskopen handelt es sich um zwei TS125 PhotoLine f7,8 mit 975mm Brennweite, wovon einer um 80mm gekürzt wurde.
Das Bino wird von einer Skywatcher AZ-EQ6 im AZ Modus getragen.



Zur Planung und Bau des Projekts:
Ich habe nach langer Planung (ohne fremde Ideen) mich beim Grundkörper der die beiden Tuben tragen soll für eine L- Halterung entschieden.
Der Vorteil liegt auf der Hand: Leichter Grundkörper und einfache Ausrichtung der Tuben durch die L-Halterung. Es werden pro Teleskop nur ein Zenitspiegel benötigt, und nicht 6Stück bei einem Bau nebeneinander, oder eben Matsumoto. Außerdem ist der Schwerpunkt sehr nah am Montierungskopf. (siehe Bilder)
Die Daten für den Augenabstand bei einer  vertikalen Ausrichtung an der AZ-EQ6 habe ich an einem Zeichenbrett erledigt. Jedoch ist das Bino auf 64mm Augenabstand gerechnet und somit ist wenig Spielraum für andere Beobachter.. Ob man dann noch mit den Zenitspiegeln ein paar mm für andere Augen bewegen kann weiß ich nicht, das müsste man testen, schließlich setzt ja irgendwann die Bildfelddrehung ein...
Alle Teile und die Ausführung habe ich bisher selbst erledigt! Nur den Spezialadapter der einen 70° Winkel gebraucht hat habe ich von Steffen Noack (GreatStar) anfertigen lassen und einen justierbaren großen Zenitspiegel hat mir Stefan gemacht.
Der zweite TS125 ist übrigens direkt bei TS gekürzt worden, da hat Wolfi mir ein gutes Angebot gemacht.
Die Optik konnte ich schon ausführlich testen. Da passt alles, identisches Bild wie mein erster TS125. Beim Stahlengang durch die verkürzte Bauweise konnte ich visuell mit einem 17,5 Morpheus keine Vignettierung feststellen, obwohl es rechnerisch und auch beim durchschauen von der Öffnung des TS125 bis zum Okular so sein sollte und zu erkennen ist. Um den Strahlengang etwas zu vergrößern werde ich wahrscheinlich das OAZ Rohr innen noch um 50mm kürzen, wo ich noch genug Spielraum hatte.
Der Zusammenbau aller Teile war bis auf Kleinigkeiten problemlos. Auch die Ausrichtung der Tuben zueinander war schnell erledigt, wobei ich aber nochmal nacharbeiten musste da der verlängerte OAZ vom Gewicht etwas drückte. Gut ist aber das die beiden OAZs des TS125 sehr hochwertig sind und wenig Spiel zulassen.
Schwierigkeiten machte mir anschließend der Befestigungskopf der AZ6, bei der sich die 3“Befestigungsschiene nicht 100% Senkrecht klemmen lässt, weil die „Backe“ vom Montierungskopf an einer Seite 1mm stärker ist als das gegenüber, und somit wäre mein ausgerechneter Winkel von 70° für den exakten Augenabstand dahin...
Bei der inneren Prismenklemme für die kleinen Schienen haben die das übrigens richtig gearbeitet. (PS: Auch bei dem Kopf der für die Gewichtsstange ist das gleiche Leid).Nun die Frage ob ich doch auf die kleine Schiene umdenken soll, aber am nach ein paar Sekunden Denkvorgang ging mir ein Licht auf. LOL Wie wäre es wenn ich die Schiene einfach auf der besagten Seite 1mm abfräse.. Klappte PERFEKT!! (Siehe Fotos)
Auch die verstellbare 2“Hülse musste am oberen Rand um 1,5mm abgedreht werden da ich sonst mit 64mm Augenabstand nicht hingekommen wäre. Jetzt geht diese bis auf 63mm zusammen.

So, nun aber konnte der erste Test am Sternenhimmel kommen, und wie konnte es auch anders sein, das Glück war mir weiter hold... Da ich erst Nachts um 3Uhr bereit war, musste NATÜRLICH M42/Orionnebel herhalten.
Nach minimaler Korrektur am Zenitspiegel war das FirstLight PERFEKT!! Mit zwei 9mm Morpheus bei 108facher Vergrößerung stand M42 wie eine gigantische Wolke im Gesichtsfeld!!!
DAS WAR ECHT BEEINDRUCKEND!!
Unglaublich um was der Faktor Beobachtungsspaß gesteigert wird!!! Bei der tiefen Stellung war dennoch SOFORT alle sechs Sterne des Orion Trapez zu beobachten. Vor allem wenn man mal mit einem Auge testet und dann wieder mit zwei schaut ist der gefühlte Helligkeitszuwachs enorm. Aber der eigentliche Kick ist das Stereo Beobachten, wie es ja einige in letzter Zeit tun ;- )



Das Gewicht des TS125-BINO beträgt ohne Okulare exakt 17,56kg, und somit prinzipiell leichter als erwartet wobei ich noch ein Gewichtsproblem habe das sich durch ein leichtes „Überschwingen“ bemerkbar macht. Hier muss also noch irgendwo ein Gewicht angebracht werden. Auch bei hoher Vergrößerung wirkt alles sehr stabil. Ob das Stahlstativ ebenso stabil ist wird sich zeigen. Der Auf und Abbau geht mit dem angebrachten Griff relativ einfach, nur sehr klobig das ganze Teil und wohin damit?? LOL



Ich hoffe der Bericht hat gefallen und wünsche euch das TS125-BINO bald in Aktion vorstellen zu können. Evtl. hat der eine oder andere Beobachter einen ähnlichen Augenabstand für einen kleinen „Ausritt ins Universum“
 
Grüße Thilo

   

   

   

   

   

   

   

   

   

   

   

Drucke diesen Beitrag

  Pelikan in H-alpha u. bicolor / Test NGC 7000
Geschrieben von: Lars - 11.09.2019, 20:02 - Forum: Deep Sky - Antworten (3)

Hallo allerseits,

nach längerer Pause konnte ich mich in der vergangenen Woche wieder mit Aufnahmen am 130er APQ jenseits der kurzen Belichtungszeiten befassen. Da mir nicht allzuviel Zeit zur Verfügung steht fiel die Wahl auf den recht hellen Pelikannebel. Zugleich war es ein Test für den Einsatz von APT. Das Zusammenspiel mit PHD und der ioptron CEM60 hat zum Glück reibungslos funktioniert. 
Am Montag konnte es also losgehen. Nach 10 Aufnahmen mit 120 Sekunden mit dem H-alpha Filter bin ich zu 180 Sekunden übergegangen. Es kamen 10 x 120 s und 31 x 180 s zusammen, also knapp 2 Stunden.
Hier das Ergebnis in 25% der Auflösung:
[Bild: Pelikan-2019-Ha-25pr1115x878.jpg]

Die 75%ige Auflösung befindet sich hier:
https://www.astrobin.com/full/9xxpff/0/?real=&mod=

Der OIII-Filter musste drei Tage auf seinen Einsatz warten. Mit 45 x 180 s wurden es 2 1/4 Stunden Belichtungszeit. 
Die farbliche Ausarbeitung habe ich etwa so wie bei NGC 7000 im letzten Jahr gestaltet - es bestehen ja im Kopf des Pelikans große Ähnlichkeiten zur "Cygnus Wall", allerdings der hochdynamische Bereich nicht so ausgedehnt.
Das Ergebnis wieder mit 25% der Auflösung:
[Bild: Pelikan-2019-bicolor-25pr1105x878.jpg]

Zur 75%igen Auflösung geht hier:
http://www.astrobin.com/full/969yc6/0/?real=&mod=

Für den Kopf habe ich noch einen Ausschnitt mit der originalen Auflösung erstellt und 90 Grad gedreht, d.h. hier mit 50%iger Darstellung:
[Bild: Pelikan-2019-bicolor-x-50pr1200x900.jpg]
und auf Astrobin in 100%:
http://www.astrobin.com/full/w4wwwk/0/?real=&mod=

Vom Detailreichtum des Pelikans bin ich angenehm überrascht. Er ist auch für überschaubare Belichtungszeiten ein dankbares Objekt.

Bei Ralf möchte ich mich nochmal für das Ausleihen des Astrodon H-alpha-Filters bedanken. Es hat 5 nm Halbwertsbreite und eine hohe Transmission. Was damit in nur 14 x 3 = 42 Minuten am Nordamerikanebel herauskommt finde ich ganz erstaunlich. Die Brennweite mit dem Reducer war wie beim Pelikan 766 mm:

   

Früher gab es ja für Schwarz-Weiß-Fotoabzüge die Sepia-Tönung. Das habe ich hier einfach mal "nachgestellt". Weitere Belichtungszeit war wolkenbedingt noch nicht möglich.

Viele Grüße
Lars

Drucke diesen Beitrag

  Biete: EOS 700d und Sigma C 17-70mm F2.8-4
Geschrieben von: Florian B. - 09.09.2019, 19:15 - Forum: Biete - Antworten (2)

Servus,

ich biete meine Zweitkamera, Canon EOS 700d an:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze...9-245-7691


Außerdem noch mein Sigma Contemporary 17-70mm F2.8-4:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze...5-245-7691


Wer Interesse hat kann auch hier eine PN schreiben. Über den Preis kann man sicherlich verhandeln. Beide Geräte sind in sehr gutem Zustand. Das Sigma Objektiv hat eine wirklich gute, scharfe Abbildung. Bei Interesse kann ich Beispielbilder zeigen.

Grüße,

Florian

Drucke diesen Beitrag

  Markarians Chain
Geschrieben von: Astrokarsten - 07.09.2019, 10:42 - Forum: Deep Sky - Antworten (7)

Hallo Astrofreunde,

heute zeige ich Euch ein weiteres Bild aus der Datenpipeline. Am 28. Februar und 01. April habe ich Daten von der Markarjanschen Galaxienkette sammeln können. Im Virgo-Haufen ist ziemlich viel los und ist auch ein Ziel für kurze Brennweiten. In der nächsten Saison kann ich mir vorstellen das Bild nach unten mit Messier 87 zu erweitern.

Insgesamt 42 x 600 Sekunden bei ISO 800. Die Sieben Stunden Belichtung wurden mit 100 Bias-, 25 Dark- und 25 Flats kalibriert. Bearbeitung wie immer komplett in Pixinsight.

Aufnahmeinstrument war der SW ED80 mit 0,85-fach Reducer mit der alten EOS 400 Da auf NEQ6.

So und nun seht selbst. Kritik und Anregungen sind gerne willkommen.

   

Drucke diesen Beitrag

  Hohe Geba: Von Zwerggalaxien bis Quasaren
Geschrieben von: Philipp - 06.09.2019, 19:57 - Forum: Beobachtungsberichte - Antworten (2)

Hallo zusammen,

in den letzten Wochen war auch ich, aufgrund der häufigen Hochdrucklagen sehr aktiv beim Beobachten. Ich möchte von zwei herausragenden Nächten berichten: Einmal auf der hohen Geba vom Samstag 30.08. auf dem 01. 09. und kürzlich von Dienstag Nacht am 03.09.

Auf der hohen Geba hatten sich Angie mit ihren Sohn,  Jörg und ich am Abend eingefunden. Es war noch ziemlich warm und der Himmel schön klar. Zu Beginn in der Dämmerung wurden Jupiter und Saturn observiert, welche sich vor allem Jupiter aufgrund des Seeigs ziemlich zappelig zeigten. Dennoch waren schön die Wolkenbänder und an Saturn klar die Cassinische Teilung zu sehen.

Nachdem es dunkel genug war nahm ich mir noch mal, sozusagen als spielerischen Einstieg Kemple2 vor. Auch litle Cassiopeia genannt. Es ist ein kleiner Asterismus der sehr der Cassiopeia ähnelt. Eine lustiges und schönes Objekt vor allem für kleine Teleskope.
Jetzt zu NGC 6543 dem Katzenaugennebel: Angeregt durch das DSS Bild im aktuellen VDS Journal Nr. 70 besitzt dieser PN eine 5´große schwache Hülle die fast bis zum daneben stehenden Stern reicht. Das hatte ich bereits zu hause unter Hochvergrößerung bis 480x schon versucht wahrzunehemen, aber ohne Erfolg. Hier unter dunklen Himmel jedoch auch nicht wirklich sicher. Schon bereits zu hause und auch hier unter guten Himmel will ich nicht auf alle meist wenig bekannte Objekte eingehen, sondern nur auf die Bemerkenswertensten.

ZB. Abell 61 blue ein schwacher PN in Cygnus Nord. Eine große runde Nebelblase die sich trotz OIII Filter nur schwach andeutet.

Natürlich wenn schon mal unter dunklen Himmel, sehe ich mir etliche Altbekannte Prominente an: NGC 6826 der blinkende PN: Zu hause hatte ich an ihn in einer Nacht mit überraschend guten Seeing die Vergrößerung bis zur Schmerzgrenze 980x getrieben und dennoch überraschend Details feststellen können. So auch am Katzenaugennebel, sowie dem blauen Schneeball. Beim letzteren waren interessante kräuselige Strukturen erkennbar. An solchen Vergrößerungen war allerdings hier auf der hohen Geba nicht zu denken. Bei 320x war Schluß. Zu stark war der bereits am Abend aufkommende Wind geworden, und er sollte noch stärker werden.
Handelnebel, Cirrusnebel und Schwanennebel standen wie ausgestanzt mit OIII Filter im 14 mm Explore 100° Oku da. Ein Gedicht. Beim Schwanennebel konnte ich weiter umlaufende HII Regionen erkennen. Der "Golf von Mexico" im Nordamerikenebel hob sich auch sehr deutlich ab. Lagunen und Trifidnebel blieben etwas zurück. Hier war die Horizontnahe Durchsicht diesmal nicht so gut. Denoch kein Vergleich gegen zu hause.

Ich hatte jedoch, wenn schon mal dunkler Himmel andere spezielle Kandidaten auf dem Programm...  In Aquilla Süd fahr ich NGC 6818 Little Gem Anular Nebula an. Ein kleiner blaugrüner PN der sich recht gut abhebt und sich noch gutmütig bei höherer Vergrößerung zeigt. Interessant jedoch wird die Sache bei niedriger Vergrößerung und großer AP, wenn dann NGC 6822 Barnards irreguläre Zwerggalaxie mit ins Bildfeld rückt. Klingt schön, ist aber nicht leicht. Jetzt heute will ich es wissen und kann nach einer Weile eine schwache relativ große Aufhellung ausmachen, die auch bei mittlerer Vergrößerung im 14 mm Explore noch schwach zu erkennen ist. Bingo! Getroffen. Schon jetzt macht sich die Anfahrt zur Geba bezahlt.

Schwenke runter in den südlichen Aquarius und besuche wieder mal den Helixnebel. Dieser große Dounat hebt sich eindrucksvoll mit OIII Filter im 26 mm Nagler ab. Kann bis 176x im 9 mm Expl. vergrößern und muss an die spektkulären Eindrücke in Namibia auf der Kiripotb Farm denken. Damals füllte er mit dem 20" Dobson gut die Hälfte des Sehfeldes aus.
In Aquarius Ost an der Grenze zu Capricornius liegt noch eine weitere irreguläre Zwerggalaxie, die ebenfalls zu unserer lokalen Gruppe zählt. MCG 03-01-015. Kann sie ebenfalls als schwache difuse Aufhellung idendifizieren.

Den Quasar MR2251-178 im Aquarius kann ich trotz seiner 13 -14 mag nicht sicher Orten. Anscheinend bin ich noch nicht genug im Kartenmaterial eingearbeitet. Muss ich noch mal versuchen.

Dunkler Himmel ist eine schöne Sache, jedoch und das will ich jetzt hier an dieser Stelle wie ich bereits in der Wats App Gruppe geschrieben habe noch mal erwähnen:
Nervige Autolichter! Klar das lässt sich nicht ganz vermeiden und es waren anfangs noch die wegfahrenden Tagesausflügler von der Meiniger Hütte. Später fuhren auch noch einige Beobachter weg, welche an diesem Abend zahlreich vorhanden waren. Vielleicht hätte der eine oder andere von ihnen ein Stück mit Standlicht abfahren können, sofern es sicher geht dachte ich. Es kamen jedoch immer wieder andere den Berg hochgefahren die teils mit Fernlicht reinflashten um letztendlich nach kurzer Zeit umzudrehen und wegzufahren. Insbesonders zwei mal stand jemand in größerer Entfernung an der Zufahrtsstraße und blendete minutenlang mit Fernlicht. Sehr nervig und anstrengend nicht die Dunkeladaption zu verlieren und das im Sternepark Rhön...  Hatte ich mir so nicht ganz vorgestellt. Das war die weniger schöne Seite des Abends. Nicht destotrotz war die Nacht gut und will sie nicht schlecht reden.

Von natürlicher Seite her wurde es jetzt auch etwas schwerer und anstrengender: Der Wind nahm zu und der Dobson wurde manchmal regelrecht durchgerüttelt. Im Westen waren Wetterleuchten zu sehen die mehr wurden. Blickte mal leicht Besorgt auf das Regenradar und sah wie eine Regenfront mit Gewittern westlich durchzieht. Hoffentlich erreicht sie uns nicht ist die bange Frage. Auch in Horizonznähe ist es jetzt nicht mehr so gut. Leichte Schleierwolken kündigen sich an.

Im Cetus sehe ich mir deshalb noch schnell NGC 253 die Sculptorgalaxie an. Da liegt siie wieder majestätisch in ihrem Sternenfeld, jedoch nicht so imposant und hell wie damals auf der Kissinger Hütte 2011. Die Durchsicht hat nachgelassen. Aber immerhin wieder mal gesehen denke ich.

Sowie Tabbys Stern im Cygnus (hatte ich schon mal berichtet) so ist auch Luyten 726-B 12,6 mag mit seinen Begleiter UV Ceti 13 mag ein Stern mit interessanten Hintergrund, den ich anhand Aufsuchkarte und Sky Safari App nach einer Weile idendifizieren konnte.

Weg von Horizontnähe in hohe Deklinationen so lange das Wetter noch mit spielt: In der Cassiopeia liegt IC10, ebenfalls eine irreguläre Zwergalaxie die zur Andromedagalaxie und unserer lokalen Gruppe zählt. Habe sie früher schon mal aufgesucht und kann sie zweifelsfrei als schwacher Fleck Orten.
Schon mal in dieser Ecke sehe ich mir auch M33 an. Sie zeigt sich schön mit weit ausladenden Spiralarme, selbst noch im 9 mm Oku.
Jetzt zu M31, genauer zu den Kugelsternhaufen die dort zahlreich vorhanden sind. Allerdings sind sie schwer auszumachen in 2,7 Mio Lj  Am leichtesten ist noch G001 der ein ganzes Stück Abseits der Galaxie liegt. Auch G073 in M110 kann ich sicher ausmachen und zeigt sich lediglich als 14 mag schwaches unscharfes Sternchen oder fast Scheibchen. Aufällig auch die Sternwolke NGC 206 im Spiralarmbereich der Galaxie. Bin immer wieder erstaunt wie weit ausladend das Ganze ist. Selbst im Übersichtsokular bei 61x muss man alles abfahren und wenn man nicht mehr im hellen Bereich ist und glaubt draußen zu sein, ist man immer noch in der Galaxie.

Halt! Fast hätte ich ihn vergessen. Den Quasar PG 0117+21 in den Fischen. Hatte ich ihn damals zusammen mit Simon auf der Kissinger Hütte zum ersten mal gesehen, so wollte ich ihn jetzt unter guten Bedingungen wieder mal aufsuchen. Hab ihn dann nach kurzen Suchen in Nähe eines aufälligen Sternenmusters, und er blinkt mich immer wieder aus über 9 Mrd Lj an. Damals war er schwerer zu orten. Möglich, dass er an Helligkeit bzw. Aktivität etwas zugelegt hat. Kann ihn jedenfalls immer wieder sehen und kurz halten.

Man könnte immer so weiter machen, wie das eben so ist in einer guten dunklen Nacht, aber nun ziehen Schleierwolken über den Himmel und es ist bereits 03:30. Packe aufgrund des unsicheren Wetters sicherheitshalber mal alles ins Auto und verbringe die Zeit darin bis früh morgen. Gegen 6:45 ging es dann nach ein bisschen Schlaf oder besser Ruhen wieder nach hause.

Wieder mal geschafft zur Hohen Geba zu fahren und es hat sich gelohnt.



Drei Kometen und drei Quasare

Dienstag Nacht 03.09.  Zu hause im Garten:

Es gibt sie noch. Herausragende Nächte mit guten Seeing wie bereits oben beschrieben oder mit hervorragender Durchsicht wie in dieser Nacht. Ich versuche mich noch mal am 850 Mio Lj entfernten Quasar MR2251-178 im Aquarius. Diesmal mit besserer Vorbereitung und Einarbeitung der Karten. Nach dem ich endlich die umliegende Formation der Feldsterne kapiert hatte, konnte ich das Zielgebiet sicher idendifizieren und auf höherer Vergrößerung wechseln. Es dauerte auch nicht all zu lange und er blitzte immer wieder genau an der Stelle auf. Erstaunlich bei der relativ tiefen Deklination und den durch Schweinfurt aufgehellten Himmel ihn doch so gut zu sehen. Dank der guten Durchsicht, der trockenen und möglicherweise vom Wind zuvor Staubärmeren Luft. Ich kann auch die Milchstraße in den hohen Breiten und Zenit trotz Vorstadthimmel deutlicher erkennen als gewöhnlich.

Vom Erfolg beflügelt nehme ich mir dann noch mal PG 0117+21 in den Fischen vor. Auf der Geba klappte es ja. Man kann es ja hier auch noch mal probieren denke ich. Nach kurzen Aufsuchen bin ich dann wieder bei dem aufälligen Sternmuster und es dauert auch nicht all zu lange bis der Quasar immer wieder mal exakt an der richtigen Stelle blinkt. Bin überrascht und hätte es nicht gedacht dass es zu hause klappt. Ich glaube schon, dass er etwas heller gegenüber damals 2010 geworden ist und in Kombination mit der guten Wetterbedingung letztlich auch zu hause zum Erfolg geführt hat.

Unweit in den Fischen hält sich auch UGC 545 alias 1ZW1 auf.  Diesen Quasar hatte ich letztes Jahr endlich nach mehreren Anläufen sicher idendifizieren können. Er bildet zusammen mit zwei Feldsternen ein gleichschenkeliges Dreieck, an der sich an einer Seite zwei Sterne im rechten Winkel weiter fortsetzen. Letztes Jahr hatte ich dieses Muster der schwachen Feldsterne erkannt, seit dem gelingt das Aufsuchen sicher und leichter. Mit rund 14 mag ist der 770 Mio Lj entfernte QS mit 14" Öfnung bei guter Sicht leicht zu halten. Kein gelegentliches Aufblinken.

Die Sky Safari App zeigte mir drei Kometen die jetzt gut zu erreichen sind: Das ist C/2018W2 Africano mit ca 11 mag im Perseus den ich ziemlich schnell aufgefunden habe und sich mit relativ großer Ausdehnung zeigt und noch im 9 mm Oku zu erkennen ist.

C/2018 N2 ASASSN  mit 13 mag und 260 P/Mc Naught mit 14 mag im Widder kann ich nach einer Weile ebenfalls sicher verbuchen. Allerdings sind sie deutlich lichtschwächer, kleiner in ihrer Ausdehnung und muss schon genauer hinsehen.

Schon mal dort fahre ich nach langem wieder mal die Galaxie NGC 772 mit ihrer schwächeren Begleiterin NGC 770 an. Schön sind die beiden Welteninseln anzusehen, sogar noch bei 320x Sie ist durch Gezeitenwirkung asymetrisch von ihrer Nachbarin verformt. Die gute Durchsicht machen die schönen Eindrücke halt möglich.

Ich mache einen kurzen Schwenk zu M74 in den Fischen, welche sich ebenfalls schön groß, wenn auch schwächer zeigt. Hier konnte ich vor ein paar Jahren eine SN beobachten.

Im Pegasus nehme ich mir wieder mal NGC 7331 mit Stephans Quintett vor und kann die Hicksongruppe gut in drei Teilen ausmachen. Auch die vier direkten Begleitgalaxien von NGC 7331 sind zweifelsfrei zu sehen, welche ich die schwächste mit 14,5 mag als noch ganz schwache aber sichere Aufhellung mit indirekten Sehen wahrnehmen kann. Das erstaunt und befriedigt mich doch sehr, so schwache Objekte an meinem Standort noch sehen zu können. Dann ist mein "Lichteimer" bzw. Spiegel anscheinend doch nicht schlecht denke ich.

Mein Interresse gilt jedoch auch weiterhin den Kugelsternhaufen in M31 und M110. Wieder zeitraubendes Suchen und häufiges Vergleichen im Stropek. G073 kann ich diese Nacht auch bei meinem Himmel hier zweifelsfrei erkennen, was neulich nicht gelang. Ermutigt davon vesuche ich es auch mit G041, was dann nach einer Weile ebenfalls zum Erfolg führt. Kann die Kugelhaufen schwach als Scheibchen oder unscharfe Sternchen erfassen. Weiter abseits in M31 kann ich dann G280 ebenfalls dingfest machen. Zusammen mit G001 also vier extra Galagtische Kugelsternhaufen in der Andromeda in 2,7 Mio Lj Entfernung.

Die schon fast legendäre egde one Galaxie NGC 891 will ich mir bei so einer guten Nacht natürlich auch nicht entgehen lassen und zeigt sich wenn auch nicht hell, jedoch wunderbar mit ihren Staubband. 

Mal ein helleres Objekt zur Erholung fahr ich dann die Radiogalaxie M74 Cetus A an. Sie zeigt sich schön und leicht neben ihren sehr hellen Kern mit ihren Spiralarmen als heller runder Lichthof.

Es ist schon wieder sehr spät bzw. schon 03:30 früh als ich zum Schluß noch NGC 1275 Perseus A ebenfalls eine Radiogalaxie in über 200 Mio Lj einen Besuch abstatte. Ich kann sie so gut wie schon lange nicht mehr mit ihren zahlreichen Nachbargalaxien sehen. Ähnlich wie bei Markarians Galaxienkette im Virgo, setzt sich auch hier eine Kette von Galaxien von Perseus A aus fort. Nur aufgrund der größeren Entfernung lichtschwächer.

Wieder so eine Nacht die man durchmachen könnte, aber die Müdigkeit sitzt jetzt auch von den vorherigen Nächten in den Knochen.

Es sind eben diese Nächte an denen man sich dann gerne erinnert.

Drucke diesen Beitrag

  NGC 7635 PN
Geschrieben von: Uwe - 05.09.2019, 21:21 - Forum: Zeichnungen - Keine Antworten

Hallo,

aus der Beobachtungsnacht vom 03.09.2019 bei Bernhard am 18" Dobson entstand diese schnelle Skizze des Bubble-Nebula. Der Bericht zur Nacht ist unter "Einfach genial..." im Beobachtungsberichteboard zu lesen. Hier der Vollständigkeithalber die abfotografierte Skizze des schönen planetarischen Nebels:

   

Für das umgebende Sternfeld und eine präzise notation der Sternchen war leider nur wenig Zeit, so dass hier durchaus Abweichungen auftreten können. Die Blase an sich mit der helleren Randregion und dem schwächeren Zentralstern ist sicher gut getroffen. Wink

Wer genau hinsieht erkennt auch die zarten Ausläufer des Nebels über die Blase hinaus (rechts in der Zeichnung).

Drucke diesen Beitrag

  Einfach genial...
Geschrieben von: Uwe - 05.09.2019, 21:07 - Forum: Beobachtungsberichte - Antworten (4)

BB vom 03.09.2019

Hallo,

Bernhard und ich verständigten uns am Samstag darauf, den Dienstag als Beobachtungsabend zu wählen - die Vorhersagen für die Bedingungen enttäuschten uns dann auch nicht. Die Lufrtruhe war außergewöhnlich und auch die Transparenz war sehr ordentlich, wenn auch sicher hier noch ein wenig Luft nach oben blieb.

Als ich gegen 21:00 Uhr bei Bernhard eintraf, hatte der schon den 18er Dobson justiert, und über die digitalen Teilkreise das Tablet mit Sky-Safari angeschlossen. Die Kombi, die auch einige andere im Forum nutzen ist absolut genial und funktioniert sehr zuverlässig.

Saturn war gleich das erste Highlight. Er stand wie festgenagelt im Gesichtsfeld und präsentierte sich in zarten gelbbraunen Farbtönen in den Wolkenbändern. In den Ansen konnte man bei ca. 500x dias Encke-Minimum erhaschen - die Cassiniteilung wirkte "gewaltig" ausgestanzt.
Bestimmt eine viertel Stunde beschäftigten wir uns mit dem Herr der Ringe. Rhea, Tethys, Dione und Titan umgaben den majestätischen Planeten. Nahe am Ring sollte auch Enceladus mit 12,5 mag aufzufinden sein. Für einen winzigen Augenblick blitzte er auf, um sich dann im hellen Schein der Ringe zu verstecken. Ein Feldsternchen Tyc 6873-0162-1 mit 12,8 mag, das einen Tick weiter entfernt stand war dauerhaft zu erkennen.

Es war ein toller Auftakt zu einer fantastischen Reise in die Tiefen des Weltalls... Rolleyes 

In der Gegend Cassiopeia / Kepheus, die von mir zu Hause eher ungünstig hinter dem Haus steht, konnten wir einige kleine OH betrachten. Die Sternabbildung war wirklich außergewöhnlich fein und ruhig. Da machen auch diese Objekte große Freude.

M52 OH - ein sternreicher Haufen, in den man mit höherer Vergrößerung gut hineintauchen kann.

NGC 7510 OH - hat eine außergwöhnliche, hübsche Dreiecksform mit schönen hellen und dazwischen schwächeren Sternchen. Wäre ein schönes Zeichenobjekt... aber wir wollen doch beobachten Tongue 

NGC 7419 OH - er zeigt sich relativ kompakt und weißt 5 rote Überriesen auf (die höchste Anzahl, die bis Ende des 20. Jahrhundert bekannt war) und sieht ebenfalls sehr spektakulär aus!

Für den bekannten PN Bubble-Nebula / Blasen-Nebel NGC 7635 schraubten wir den UHC ins 7mm Okular und konnten bei ca. 300x eine wunderbar rundliche, auf der nördlichen Seite hellere, klar umrissene Nebelscheibe erkennen. Der zentrale Wolf-Rayet rundete das Bild der Blase ab. Südlich läuft der Nebel über die "Blase" hinaus fein und weitläufig aus. Es sah genial aus!

   

Da musste ich eine sofort 3-Minuten-Skizze anfertigen - auf der Leiter ist das natürlich eine eher wacklige Geschichte, muss man doch auch bei 300x den Dobson nach führen. Ich stell die Skizze auch ins Zeichenboard (die Sterne wurden im Feld nur schnell gesetzt, da kann es schon kleine Abweichungen zum realen Abbilld geben, aber die Blase war einfach zu schön!)

NGC 7354 - PN... den hatte ich dieses Frühjahr schon mit dem 10er ACF auf dem Zeichenbrett - bei mir blieb es ein blasses, graues Scheibchen. Im 18er kommt er deutlich hell daher -  beinahe "gewaltig". Hier zeigten sich die Ränder ansatzweise leuchtkräftigter gegenüber dem dunkleren Zentrum. Alles aber sehr dezent.

Sooo...

dann wollten wir natürlich auch noch in die tieferen Tiefen des Alls vordringen und auf Galaxienjagd gehen. Im Pegasus gibt es ja wahrhaftige Schätze, die man sich mit dem Großgerät erschließen kann. Nunja, während der Woche, wenn man an den nächsten Morgen denkt - an dem man fit, früh raus soll ... dann muss es nicht das letzte Fizzelchen sein, sondern einfach das, was begeistert.

Begeistert war ich vom Trio:

NGC 7769, 7770, 7771 GLX - die beiden helleren, größeren Sterninseln waren gleich auch in der Form zu erfassen. An der länglichen NGC 7771 "hing" dann auch die winzige rundliche NGC 7770. NGC 7769 zeigte sich schön rundlich-oval.

NGC 41 - GLX nahmen wir so nebenbei mit.

NGC 7817 - GLX betrachteten wir auch nur wenige Minuten.

NGC 93/90 - 83/80 - GLX liegen in einem dichten, größten Galaxienfeld in Andromeda, der sicher für eine längere Sitzung einige Objekte parat hält. Erstaunlicherweise stehen diese Galaxien nicht im Stropek - bzw. werden hier nicht erwähnt, obwohl die hellste NGC 80 mit 12,3 mag eigentlich schon mit 10" gut zu erreichen sein sollten. Die schwächste Galaxie hat eine Helligkeit von 13,8 mag.
Hier könnten wir uns mal mit dem 24"er austoben, überlegten wir... Sleepy ...stehen doch noch mindestens 7 weitere Glx in erreichbarer Größe.

Nachdem ich zuletzt bei mir NGC 7814 mit dem 8"er Dobs betrachtet hatte und vom schönen Staubband nur träumen konnte, wurde dieses zumindest nahe des Zentrums nun im 18" Dobson erhascht. Die Galaxie hat ein sehr helles Zentrum, welches natürlich dann wieder die Sichtbarkeit eher ermöglicht als in den furchtbar schwachen Ausläufern der Edge On.

NGC 7479 - GL  wollten wir ebenfalls noch besuchen. Der zentrale Balken wurde schon direkt erkannt und die geschwungenen Ansätze der Spiralarme waren leicht zu sehen.

Beim Blick auf die Uhr stellten wir fest, dass es schon beinahe Mitternacht war. Als Absacker gönnten wir uns die gewaltigte Andromeda Galaxie M 31. Die beiden Staubbänder traten stark strukturiert hervor und motivierten dann doch noch, auf ein paar "innere Werte" unserer kosmischen Nachbarin zu blicken. Die Sternentstehungsregion NGC 206 war als deutliches Wölkchen gut zu erfassen.

G 73, G 76 und G1 - die KS in M31 und M110 waren kurzerhand über die Teilkreise eingestellt. G1 zeigte sich sogar deutlich granuliert. 

Bei Vergrößerungen zwischen 300x und 700x waren wir mehr als Angetan von den Eindrücken dieser tollen Nacht.
Fantastisch!!!

Daumen hoch

Zu Hause hatte ich meinen 10" ACF noch auf der Terrasse "geparkt" und ließ bis ca. 1 Uhr nochmal ein paar Objekte - erreichbare freilich - revue passieren. Daneben blickte ich staunend auf die prächtige Spätsommermilchstraße und erwischte dabei doch glatt zwei sehr helle Sternschnuppen. Eine zischte gegen 0:20 Uhr in der Andromeda hellgrün leuchtend vorüber, die andere zog ihre Bahn über dem Großen Wagen im Norden...

Was will ein Astronomenherz mehr? - 4 Stunden Photonendusche!!!

Drucke diesen Beitrag

  Palus Somni .
Geschrieben von: Polaris - 05.09.2019, 15:59 - Forum: Unser Sonnensystem - Keine Antworten

[Bild: 69746899_2222280728069689_81490018977940...e=5E00D1BE]

Big Grin  Man sieht sich auf der AME 2019

Drucke diesen Beitrag