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  182. Astrostammtisch im September
Geschrieben von: KlausE - 02.09.2026, 08:02 - Forum: Treffen, Termine und Veranstaltungen - Antworten (8)

Hallo zusammen,
wenn wir einen Astrostammtisch in Volkach machen wollen, kann ich gerne beim Griechen oder Mr. Sandmann einen Tisch reservieren.

Termine wären der 10./17./24. September, wobei der 10. schon recht knapp wird.
Bitte meldet euch ob wir was machen.

Grüße und CS
Klaus

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  IC 1311 neue Bearbeitung
Geschrieben von: KlausE - 01.09.2026, 10:09 - Forum: Deep Sky - Antworten (1)

   
   
Hallo Forum,
vor kurzem habe ich euch den offenen Sternhaufen IC1311 vorgestellt.
Ralf hat in einem Kommentar geschrieben das in der 100% Ansicht so etwas wie ein ''milchiger Film'' oder ein Schleier zu sehen war.
Nach nochmaliger Bearbeitung mit meinem gewohnten Workflow konnte ich diesen Schleier auch entfernen, das war ein großer Fehler wie ich feststellen musste.
Nach mehrmaligen betrachten und mehreren Bearbeitungen habe ich Festgestellt, das das kein Schleier ist sondern ganz feine OIII Schwaden die sich durch das ganze Bild ziehen.
Festgestellt habe ich das indem ich die Farbkanäle in H-Alpha und OIII aufgetrennt habe und dann eine richtige HOO Version gemacht habe. (vorher war RGB mit HA eingeblendet)
Mit dem Narrowband Normalisierungs Tool in Pixinsight sind mir dann diese Schwaden aufgefallen.
Auch der PN tritt jetzt durch sein starkes OIII Signal deutlich hervor und im sternlosen Bild sind diese Schwaden auch sehr gut zu erkennen.

Ansonsten habe ich alles gleich gelassen, soll heißen die Sternfarben sind RGB.

@Ralf vielen vielen Dank für deine Anmerkung, ohne diese wäre ich nie auf den Grund gekommen.
Ist doch immer gut wenn gute Kritik geäußert wird.

Grüße und CS
Klaus

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  M8, M20 und M21 Made in Burgos Weitfeld
Geschrieben von: Ralf - 30.08.2026, 16:44 - Forum: Deep Sky - Antworten (5)

Hallo Deep Sky Fans,
das Bild entstand nach Sonnenuntergang der Sofi, bzw. nach der Belichtung der Antares Region.
Die "Luft" bei den Sofi-Teilnehmern war größtenteils raus, nur Florian war noch motiviert. 
So klang etwa Marco " Schluss, ich mach nichts mehr". Oder Uwe, "Raaalf", wieviele Aufnahme hast Du schon gemacht – ah, 30 - hmmm.
und schließlich hieß es, ich gehe schon mal das Auto holen....

Von den 62x1min konnten 57 Bilder verwendet werden, also nicht ganz eine Stunde Belichtungszeit mit SQA60 plus SkyEye 24 just als RGB Aufnahme.

Bei der Region M8 mit M20 wird gerne M21 vergessen. Das ist der Sternhaufen direkt über den Trifidnebel.
Unterhalb von M8 finden sich im Sternenmeer zwei Kugelsternhaufen, NGC 6544 und NGC6553:
   

Die Darstellung entspricht etwa 2/3 der Auflösung

Hier ein Crop in 100% der Nebelregion:
   

Die Weitfeldansicht zeigt die Umgebung der Objekte als Ergänzung zu Marcos und Florians Detailansichten

CS
Ralf

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  Schleier-Nebel im Weitfeld
Geschrieben von: KlausE - 30.08.2026, 09:45 - Forum: Deep Sky - Keine Antworten

Hallo Forum.
Mitte August habe ich drei Nächte lang den Schleier-Nebel in Sternbild Schwan mit meinem Redcat 51 belichtet.
Bei dieser Brennweite passt der ganze Nebelkomplex wunderbar ins Sichtfeld.
Wie eigentlich alle Supernova Überreste spricht auch dieser sehr gut auf Schmalbandfilter, in meinem Fall weil Farbkamera, Dualband Filter an.
Die Belichtungszeit von 15 Stunden ist bis jetzt eines meiner längsten Projekte und gliedert sich in jeweils 60x300s Ha/O3 in der ersten und zweiten Nacht und dann noch einmal 65x300s S2/O3 in der dritten Nacht.
RGB für die Sternfarben habe ich dann aber nicht mehr gemacht, diese sind wieder aus den Schmalband Daten gerechnet was mittlerweile mit einigen Scripts sehr gut möglich ist.

Der ganze Nebelkomplex besteht aus diversen NGC und IC Objekten weswegen ich wieder ein beschriftetes Bild mit beigefügt habe.
Einige der Einzelobjekte habe ich ja auch schon mit längerer Brennweite fotografiert und hier vorgestellt.
Um den Unterschied der verschiedenen Brennweiten zu verdeutlichen und einen Bezug zum Weitfeld herzustellen habe ich diese Bilder noch einmal mit angefügt.( westlicher Teil mit 500mm östlicher Teil mit 1000mm Brennweite)

Der große Vorteil der Astrofotografie von der heimischen Terrasse ist die komplette Ausnutzung der Nacht.
Auf dem Feld würden mir drei Nächte mit jeweils fünf Stunden Belichtung und Auf/Abbau des Teleskops und der Anfahrt zum Fotospot schon sehr schwer fallen.
Der große Nachteil ist und bleibt der schlechtere Himmel, unter richtig dunklem Himmel in der Rhön oder so würde für die gleiche Aufnahme wahrscheinlich die halbe Belichtungszeit reichen.
Das vermute ich zumindest, da ich bisher noch nicht unter dem Rhönhimmel fotografiert habe evtl. ist bei den Schmalbandfiltern der Unterschied nicht so ausgeprägt.
Vielleicht kann ja der eine oder andere von euch etwas zu dem Unterschied des Rhön- oder anderer Dunkelspots im vergleich zu einem Terassen oder Ortsrand Himmel etwas sagen.

Setup: William Optics RedCat51/Asi2600Mcp aus meiner ZWO AM5 
           2x60x300s Ha/O3 Askar D1 und 65x300s S2/O3 Askar D2 Dualband Filter, beide 6Nm Bandbreite.

Alle Bilder sind in der Foraxx-Palette, einer Farbpalette des Seti-Astro Scripts Perfect-Palette-Picker, dargestellt.
Die Foraxx-Palette ist meines Wissens nach eine Mischung aus der HOO und der SHO-Palette, bei der die Kanalverhältnisse nicht starr sind sondern die Pixelwerte entscheiden wie die Farben gewichtet werden.

fester Kanalverhältnisse lässt die Foraxx-Methode die tatsächlichen Daten beziehungsweise Pixelwerte entscheiden, wie stark die einzelnen Kanäle gewichtet werden. Dadurch entstehen oft harmonischere Übergänge und realistischere Farbkontraste bei Nebeette zu verschmelzen. Statt fester Kanalverhältnisse lässt die Foraxx-Methode die tatsächlichen Daten beziehungsweise Pixelwerte entscheiden, wie stark die einzelnen Kanäle gewichtet werden. Dadurch entstehen oft harmonischere Übergänge und realistischere Farbkontraste bei
Ich hoffe euch gefallen die Bilder.

Statt fester Kanalverhältnisse lässt die Foraxx-Methode die tatsächlichen Daten beziehungsweise Pixelwerte entscheiden, wie stark die einzelnen Kanäle gewichtet werden. Dadurch entstehen oft harmonischere Übergänge und realistischere Farbkontraste beiStatt fester Kanalverhältnisse lässt die Foraxx-Methode die tatsächlichen Datenbeziehungsweise Pixelwerte entscheiden, wie stark die einzelnen Kanäle gewichtet werden. Dadurch entstehen oft harmonischere Übergänge und realistischere Farbkontraste be
Viele Grüße und CS aus Volkach
Klaus Shy

   
   
   
   

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  Sonnenfinsternisbilder Spanien 2026 von Marco
Geschrieben von: Marco - 27.08.2026, 07:07 - Forum: Unser Sonnensystem - Antworten (8)

Hallo zusammen,

Die meisten von euch haben unseren Trip zur Sonnenfinsternis mit den sechs Forenteilnehmern sicher schon mitbekommen, daher möchte ich in diesem Thread sukzessive meine Bilder der einzelnen SoFi-Phasen präsentieren. Ich will hier gar nicht zu viele Worte über die Reise selbst verlieren – das werden bald andere Teilnehmer übernehmen und euch ausführlich davon berichten. Daher im ersten Post nur ein paar Aufnahmen vom Setup.

Mir war zwar von vornherein klar, dass die Tausenden Aufnahmen viel Arbeit bedeuten würden, aber den tatsächlichen Umfang hatte ich dann doch etwas unterschätzt. Wobei ich mir da mit meinem eigenen Perfektionismus wahrscheinlich auch ein bisschen selbst im Weg stehe, daher werden die Bilder erst so nach und nach hier ergänzt. Wink

Die Vorbereitungen für dieses Projekt begannen bereits vor geschätzt zwei Jahren. Ich habe mir im Vorfeld viele Gedanken darüber gemacht, welches Equipment ich mitnehme und wie ich die Finsternis am besten ablichte. Ein großer Teil der Planung lief über Google Maps für optimale Standorte (aber am Ende kommt es dann doch immer anders als geplant Rolleyes ), und auch KI kam intensiv zum Einsatz, um die optimalen Aufnahmeeinstellungen zu finden.
Mein oberstes Ziel war natürlich, die Sonnenfinsternis live vor Ort zu genießen – und das hat sich wirklich mehr als gelohnt. Dieses einmalige Phänomen mit eigenen Augen zu erleben, hat mir echte Gänsehaut beschert. Ein absoluter Glücksmoment, der mir noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird. Blush

Es stand daher recht schnell fest, dass die Aufnahmen komplett automatisiert ablaufen müssen, damit ich nicht ständig auf den Laptop starre. Florian hatte mir vor einiger Zeit erzählt, dass er dafür eigene Skripte geschrieben hat – und genau diesen Weg wollte ich auch gehen und habe dazu meine beiden Kameras an einen Laptop angeschlossen, auf dem beide Skripte parallel liefen.
Am Vortag haben wir dann zum Glück noch einmal einen kompletten Testlauf durchgeführt, der so einige Fehler zutage brachte. Ich hatte nicht bedacht, wie dunkel die Sonne am Ende sein würde, und musste den Belichtungsreihen noch ein paar Zeilen hinzufügen. Am Ende war ich froh, dass alles absolut reibungslos durchlief und ich den Moment einfach aufsaugen konnte – die SoFi durch das mitgebrachte Bino zu beobachten war wirklich einmalig. 


Hier noch meine eingesetzte Hardware:

MainSetup: 
Kamera:       Touptek Skyeye24 Vollformatkamera
Teleskop:     TS-Optics CF-APO 90mm f/6 mit Flattener 544mm
Montierung:  ZWO AM3
Software:     Sharpcap 4.1
Script:          SharpCap Eclipse Sequence Creator

Zweitsetup:

Kamera:    Sony A7IV Vollformat
Teleskop:  Tamron 70-180 F2,8 bei 70mm und F5.6
Stativ:      Rollei Lion Rock Traveller Pro
Software:  Sony Imaging Edge Desktop
Script:      PowerShell-Automatisierung geschrieben von GeminiAI

Drohne: DJI Mini 3

             
         

…to be continued

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  M8 & M20 Region
Geschrieben von: Florian B. - 25.08.2026, 18:06 - Forum: Deep Sky - Antworten (4)

Servus,

während unserer SoFi-Reise hatte ich neben Marco und Ralf, ebenfalls immer "schweres Gerät" im Einsatz. Die erste Nacht, war windig, deshalb habe ich alles umgestellt in der Position. Das und weitere Probleme haben die erste Nacht fast zu Nichte gemacht mit verwertbaren Aufnahmen.
Dafür konnte ich in der Nacht vom 11.08. und 12.08.2026 weiter Photonen sammeln. Der Himmel war alles andere als transparent, wahrscheinlich durch den Waldbrandrauch und Staub, v.a. durch den Wind über den ausgetrockneten Böden.

Antares und die hübschen habe ich nach der 1. Nacht wieder verworfen, da das Objekt viel anspruchsvoller ist als gedacht und so schon viele RGB Aufnahmen braucht. Aber durch die schlechte Transparenz und dem niedrigen Stand am Himmel hätte ich nicht das gewünschte Ergebnis erzielen können. 
Also ging es dann nur noch auf M8 und M20 die letzten beiden Nächte.

Insgesamt konnte ich so mit dem mit der ASI 2400 und Antlia ALP-T Dual Band 5nm: 25×240 Sekunden und mit dem Astronomik L-2 Luminance UV/IR Block: 93×90 Sekunden sammeln. Also fast genau 4h Belichtung. Am CF-90 Apo mit Reducer bei 432mm Brennweite dann, auf der AM5 gesattelt.

Ist ganz hübsch geworden nach wenigen Iterationen in PixInsight. Minimal mehr Details auf Astrobin.

   

Grüße,

Florian

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  Offener Sternhaufen IC 1311
Geschrieben von: KlausE - 24.08.2026, 12:26 - Forum: Deep Sky - Antworten (6)

   
Hallo Forum,
heute stelle ich euch mein Projekt der letzten beiden Tage vor.
Meine Vorliebe für Sternhaufen ist euch ja bekannt, deshalb ist es diesmal IC 1311 ein eher unbeachteter offener Sternhaufen mit ungefähr 850 Sternen im Sternbild Schwan.
Wie mein neulich vorgestelltes Bild von M 29 ist auch IC 1311 inmitten von riesigen H-Alpha Gebieten gelegen.
Das Bild ist eine Ausarbeitung in RGB mit eingearbeiteten Dualbanddaten für die Wasserstoffwolken im Hintergrund.
Rechts etwas oberhalb der Mitte ist auch der PN DSH JK2009.6+4114 zu erkennen, den ich erst für ein Artefakt bei der Bildbearbeitung gehalten habe.
Nach einigen Recherchen bei Astrobin und der Überprüfung meiner Subframes/Flats hat sich dann doch herausgestellt das es ein PN ist.
Bei meinem Bild wird der PN bei der Astrometrierung nicht erkannt, aber bei einem anderen Astrofotografen bei Astrobin schon.
Das Bild besteht aus 150x120s RGB und 70x300s Dualband-Filter Daten, also insgesamt 10 Stunden Belichtungszeit.
Setup: Noctutec RedDwarf II/Asi533Mcp Baader und Askar D1 Filter.
Überrascht bin ich auch von meinem Newton, den ich jetzt ziemlich genau ein Jahr habe.
Nach anfänglichen Arbeitsabstand Problemen mit dem GPU Korrektor hat sich das Teleskop doch als sehr kollimationsstabil erwiesen.
Ich habe das Teleskop das letzte mal vor Monaten mit einem Laser kollimiert.
Grüße und CS aus Volkach
Klaus Shy

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  Sofi 2026 Bilder gewonnen in Burgos
Geschrieben von: Ralf - 22.08.2026, 18:12 - Forum: Unser Sonnensystem - Antworten (4)

Hallo Sofi-Fans und Daheimgebliebene,
das Sofi Team ist zurück aus Burgos und hat Bilder mitgebracht.

Da ich vergleichsweise unvorbereitet ans Werk gegangen bin, schätzte und verschätzte ich mich mit den händisch am Rechner ausgelösten Belichtungszeiten.
Ich hätte tatsächlich mehr kurzbelichtete Aufnahmen benötigt, durchaus auch mit 1/100s. Bilder mit 0,5s und mehr waren nicht zielführend.
Verwendet wurde immer ISO 100 an der Canon 6D. Teleskop ist ein ED80/600. Für die Phasen wurde ein Sonnenfilter verwendet. In der Totalität natürlich ohne Filter.

Bearbeitet wurden die RAW Daten in PixInsight. Damit gelang das Aufspreizen von schwachen Bereichen und Dämmen von hellen Bereichen im Bereich des Möglichen.
Ohne Bearbeitung kommen weder die hellen, noch die schwachen Bereiche zur Geltung und behindern sich gegenseitig. Der Helligkeitsunterschied ist immens.
Immens auch, was unser Auge zu kompensieren vermag. 
Mit dem Auge erschien die Protuberanz richtig Rot und die Corona hatte diesen Warmton, der wohl auch dem tiefen Sonnenstand geschuldet ist.
Die Atmosphäre war in dem warmen Licht völlig unwirklich und der Kontrast zur schwarzen Mondscheibe sensationell. Was war ich aufgeregt Angel

Die Sofibilder:
   
   
   
   
   
   
   

Gute Nacht Sofi 2026
Ralf

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  M8 Lagunen- und M20 Trifidnebel
Geschrieben von: Marco - 21.08.2026, 20:20 - Forum: Deep Sky - Antworten (3)

Hallo Astrofreunde,

wie bereits Ralf möchte ich auch mein fertiges Ergebnis aus Spanien präsentieren.
Ich habe mich für M8 dem Lagunen- und M20 dem Trifidnebel als Komposition entschieden. 

Oben der offene Sternhaufen ist M21 und unten der goldene Sternhaufen NGC5644, der Seestern-Haufen. 
Leider hatte ich ziemlich viel walking Noise im Bild, da ich vermutlich in der einen Nacht das Ditherung falsch eingestellt hatte auf RA. Dadurch habe ich den Hintergrund recht weit runter gezogen. 
Ich hoffe das Bild gefällt trotzdem.


   


Als Equipment kam die Skyeye24 Vollformatkamera zusammen mit dem APO90 bei 544mm Brennweite zum Einsatz. 
Zum ersten Mal zum Einsatz kam auch mein neu angeschafftes StellaVita wegen der Skyeye zum Einsatz. Schon auch nicht schlecht aber es gibt noch einiges Aufzuholen zum ASIAIR.  Wink
Gesamtbelichtungszeit 2:38h. Jeweils 60sec Einzelaufnahmen.

Anbei noch eine beschriftete Version.

   

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  Antares Region made by Burgos
Geschrieben von: Ralf - 19.08.2026, 20:50 - Forum: Deep Sky - Antworten (9)

Hallo Deep Sky Fan´s,
neben der Sofi hatten wir südlich von Burgos auch einige klare Nächte für Deep Sky Fotografie. Was für ein Abenteuer, da steht man windstill auf dem Feld und baut genüsslich das Equipment auf und wartet auf die Dunkelheit. Kaum ist die Sonne weg, erfährt der Astronom, warum in der Gegend so viel Windräder stehen Confused  
Haltet die Teleskope fest!!
Bis zu 60km/h Böen machen einen fertig Sad

Die Durchsicht ist keine Entschädigung. Dagegen ist der unterfränkische Landhimmel wie Gebirgshimmel  Huh
Wir vermuten, dass der Rauch der Waldbrände die Durchsicht so stark eingeschränkt hat. Die Industrie um Burgos hatte Batterien von Flutlichtschweinwerfern postiert, die in Verbindung mit dem Rauch dafür Sorge trugen, selbst helle Sternbilder zu verstecken.
Einzig der Süden, also die entgegengesetzte Richtung von Burgos, war verhältnismäßig dunkel, aber von schlechter Durchsicht. Da musste man schon angestrengt nach dem Skorpion Ausschau halten. Immerhin steht das Teil 8° höher als bei uns und bietet die Chance auf die Antares Region. 

Ohne Vorbereitung hatte ich keine Vorstellung von der Größe des Objekts. Es sei hier gesagt, dass selbst Teleobjektive von 135mm Brennweite hervorrangend geignet sind. Mit langer Brennweite kann man zahlreiche Einzelobjekte fotografieren, aber der Reiz liegt schon im Zusammenhang. Ein Paradies für Farbfotografie ist die Gegend um Antares. Soviele Objekte, Farben und Mischfarben vereint mit Dunkelnebeln und Kugelhaufen ist wohl einmalig.

Am Start war ich mit dem SQA 60 pro und SkyEye24 Farbkamera auf VixenSpinx Montierung. Das Zusammenspiel von Monti und StellaVita ist wohl eine eigene Geschichte. Gelegentlich mussten die Kollegen im Dunkeln meine Schreie ertragen . Neeeeiiiiin Angry

Sehr mühseelig konnten über drei Nächte 137 x 1min an Belichtungszeit zusammengetragen werden. Unglaublich viele Satellitenspuren, Flugzeug und sogar Raketenspuren blieben in der Sammlung. Nur Wolkenbilder und Nachführquatsch flogen heraus.

Der SQA60 pro liefert mit der Vollformatkamera ein bemerkenswertes Feld von 7° x 4,85°. Das sind fast 34 Quadratgrad oder 136mal den Vollmonddurchmesser.

Wegen den Bedingungen grenzt das Ergebnis an ein Wunder, auch wenn ich überzeugt bin, dass vom Blau aus dem All nur wenig den Weg auf den Sensor gefunden hat. Dodgy Die Darstellung ist 50% des Orignalbildes und zudem wurde die Kamera 90° verdreht, um mehr von der Region auf auf das 3 zu 2 Format zu bannen.

   

Das Bild zeigt gleich drei Kugelsternhaufen, NGC 6144, M4 und M80. Mit der reduzierten Auflösung muss nicht an MB´s gespart werden, um Euch die Farben knallig zeigen zu können. Übertreiben darf man es hier nicht, davon finden sich auch viele Beispiele im Netz. Die Buntheit der Region ist aber wirklich beeindruckend.

So, nun zeige ich noch ein Crop. Dieser ist gedreht in der natürlichen Ansicht und in 100% Auflösung. Also Achtung, die volle Dröhnung von 278mm Brennweite Big Grin
Immerhin 4,4"/Pixel.

Links ist Antares, der blaue helle Stern rechts ist Alnyat. Der blaue Reflexionsnebel heißt IC 4605 und ist laut aktuellen Messungen nur 393 Lichtjahre entfernt. Um Alnyat sind H-alpha Regionen zu sehen es gibt sind viele LBN-Nummern auf Karten eingetragen.
In der Nähe von Antares ist der kleine Kugelsternhaufen NGC 6144 und der "große Haufen" ist M4, der selbst bei 278mm als solcher zu sehen ist.

   

hasta la vista

Ralf

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