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  Beobachtungs- bzw. Erlebnisbericht vom Polarlicht - 10. auf 11. Mai 2024
Geschrieben von: Simon - 21.05.2024, 15:34 - Forum: Beobachtungsberichte - Antworten (5)

Hallo zusammen,

auch ich war in der Nacht vom 10. auf den 11. Mai unterwegs, um die Polarlichter mit den Augen und der Kamera einzufangen.

Am Donnerstag, den 9. Mai, konnte ich auf der Webseite der Polarlichtvorhersage sehen, dass eine Polarlichtwarnung für die kommenden Nächte ausgegeben wurde. Darauf hin habe diese in meinem Whatsapp-Status geteilt. Am selben Tag konnte ich die Sonne im Weißlicht sowie in Hα  beobachten. Es gab eine gigantische Sonnenfleckengruppe zu beobachten, welche aus dutzenden von Einzelflecken bestand, welche wiederum in einer allumfassenden Penumbra eingebettete waren. Abseits davon waren auch noch einige, kleine Sonnenflecken zu sehen. Auch gab es eine außerordentlich große Protuberanz zu sehen. Vorsichtshalber hatte ich bereits die Kamera samt Stativ eingeladen und bin zum ITV nach Gedern gefahren. Dort habe ich weitere Beobachtungen machen können.

Am Freitag, den 10. Mai,  konnte ich endlich die Sonne mit meinem PST sowie dem 10“ ICS Dobson beobachten. Es gab noch immer so viel zu Entdecken! Die riesige Protuberanz vom Vortag war noch da und sah inzwischen aus wie ein Dinosaurier. Auch sonst ließ sich in Hα  einiges entdecken! Eine Hand voll Filamente war ebenfalls zu sehen. Diverse kleine Protuberanzen rundeten das Sonnenbild ab. Das Seeing war zwar nicht immer das Beste, jedoch konnte man mit Geduld einige ruhige Phasen erwischen. An diesem Tag wurde die Polarlichtwarnung durch Flare-Meldungen ergänzt. Für mich war klar, dass ich mich in der kommenden Nacht auf die Lauer legen werde. Der Standort zum Fotografieren war Anfangs noch unklar. Schon seit längerem wollte ich Polarlichter mit einem interessanten Vordergrundmotiv ablichten. Schlussendlich habe ich mich wieder für den Standort am Bücholder Kreuz bei Arnstein entschieden. Wie bereits im März 2023 wollte ich die Kamera mittels Fernauslöser automatisch laufen lassen und es mir gleichzeitig im Auto gemütlich machen. Bevor ich losfuhr, habe ich mich vorsorglich nochmal ins Bett gelegt, um mich auszuruhen. Vorsichtshalber habe ich meinen Daunenanzug eingepackt, den ich im Verlauf der Nacht auch gebraucht habe.

Gegen 22:00 Uhr MESZ war ich etwas später als ursprünglich geplanten am Beobachtungsort. Dort habe die Kamera soweit aufgebaut und die ersten Testaufnahmen gemacht. Während dessen, die Parameter waren noch nicht optimal, fiel über dem nördlichen Horizont ein helles, horizontal ausgerichtetes Band auf, welches deutlich rot leuchtete (ca. 22:06 MESZ). Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich zu diesem Zeitpunkt bereits Polarlichter sehen könnte, da die nautische Dämmerung noch nicht abgeschlossen war. Ich war außer mir, als ich realisiert habe, was ich da gerade sah! Meine Begeisterung und Freude kannte keine Grenzen! Erhofft hatte ich mir von dieser Nacht, dass ich fotografisch zumindest ein deutliches Polarlicht fotografieren könnte. Um so schöner wenn es anders kommt. Wink

       

In der Aufregung hatte ich meine Freundin angerufen und sie aus dem Bett geschickt. Sie war ganz erschrocken, dass ich sie zu der Zeit so aufgeregt angerufen hatte und dachte zuerst mir wäre etwas passiert. Stimmte auch irgendwie Wink. Sie hatte wiederum ihre Eltern und Großeltern aus dem Betten gescheucht. Bei meinen Eltern hatte ich ebenfalls angerufen, worauf hin meine Mutter zum Bücholder Kreuz gefahren ist. Zwischenzeitlich habe ich mit einem Bekannten aus Burghaun telefoniert, während wir gleichzeitig das Polarlicht mit dem bloßen Auge beobachteten. Ihm ging es von der Stimmung her ähnlich wie mir. Alle waren außer sich! Nachdem meine Mutter am Bücholder Kreuz ankam, haben wir zusammen die Polarlichter beobachten können. Zu diesem Zeitpunkt erschien das Polarlicht noch immer deutlich rötlich, wobei dieses die untergehende Mondsichel umrahmte. Die Formen hatte sich inzwischen stark verändert. Es waren im weiteren Verlauf rötliche Flecken am Himmel zu sehen, wobei gelegentlich Beamer beobachtet werden konnten.

       

Meine Erwartungen waren nach diesem Auftakt bereits mehr als erfüllt, wobei ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste,dass die Nacht noch mit weiteren fantastischen Erlebnissen aufwarten würde.

Zwischenzeitlich setzte ich via WhatsApp einen Status ab, mit dem Vermerk, dass die Polarlichter aus der Nähe von Arnstein aus mit dem bloßen Auge sichtbar sind. Aufgrund der ersten Meldungen in den Medien waren viele Leute in der Nacht unterwegs. Es waren viele Autos auf den umliegenden Flurwegen zu sehen. Auch am Bücholder Kreuz gab es einige Polarlichtouristen. Zu deren Pech waren diese überwiegend da, als das Polarlicht gerade ruhiger war (23:30 bis etwa 00:15 Uhr). Die Leute kamen mit dem Auto, stiegen aus, sahen aufgrund der fehlenden Dunkeladaption durch Autos und insbesondere deren ständigen Smartphonegebrauchts wenig bis nichts. Manche nutzten ihr Smartphone als eine Art Restlichtverstärker, sodass die das Polarlicht zumindest auf dem Display betrachten konnten. Ich kam mir vor wie auf einem Konzert, bei dem die Leute permanent damit beschäftigt waren auf deren Smartphones zu starren. Unzählige Fotos wurden gemacht. Ob in einem Jahr noch jemand anschaut? Ich glaube nicht.
Mit etwas Geduld und Disziplin hätten die Leute deutlich mehr von diesem Ereignis gehabt. Selbst wenn sich die Leute nur eine volle Stunde Zeit genommen hätten und vor allem die ollen Smartphones in der Hosentasche hätten stecken lassen, wäre ihnen ein unvergesslicher Abend geboten worden. Stattdessen sind viele enttäuscht nach hause gefahren.

Nachdem das erste Polarlicht abgeebbt war, war am nördlichen Horizont eine schwache Aufhellung entlang des Horizontes zu sehen. Erst ging ich davon aus, dass es sich hierbei um den letzten Rest der Dämmerung handeln würde. Bei genauerem hinsehen war jedoch erkennbar, dass zwischen dem Horizont und der Aufhellung ein schmaler Streifen dunklen Himmels zu sehen war. Es war also nicht die Dämmerung, sondern gehörte ebenfalls zum Polarlicht. Eine Aufnahme mit der Kamera lieferte letzten Endes für mich den Beweis, wobei dieses nicht rötlich sondern grünlich bis gelblich leuchtete. Von der Bewegung her war es eher statisch, wobei sich im Lauf der Zeit beobachten ließ, wie dieses immer mehr an Höhe gewann. Was die Form betrifft, entwickelte es sich zu einem flachen Bogen, der wie eine Brücke über dem Horizont stand.

   

Gegen 00:30 Uhr MESZ gab es den nächsten Schub. Direkt über dem zuvor genannten Bogen erschienen eine Reihe von Beamern. Das Polarlicht nahm immer mehr Raum am Himmel ein. Das Polarlicht war nun nicht nur am nördlichen Horizont zu sehen, sondern erstrecke sich mit seinen vielen Lichtsäulen von West nach Ost. Von der Höhe her konnte ich das Polarlicht bis fast in den Zenit sehen.  Die Beamer reihten sich auf wie die Palisaden einer Befestigung. Zeitweise stand das Polarlicht über mir. In südliche Richtung waren zwei  Wölkchen zu erkennen, welche sich ebenfalls als Polarlicht entpuppt haben. Zu Spitzenzeiten stand das Polarlicht eine Hand breit über dem Skorpion. Absolut Irre! Eine Nach wie im Rausch.

Die Landschaft war auffällig hell erleuchtet. Als ich meine Hand neben meinem Beobachtungsstuhl hielt, warf diese einen diffusen aber dennoch sehr deutlichen Schatten. Das hatten wohl auch die Vögel gemerkt. Die Nacht war erfüllt von unterschiedlichen Vogelgesängen. Das Wetter war perfekt. Die noch während der Dämmerung vorhandenen Wolken hatten sich im Laufe der Nacht gänzlich aufgelöst. Lediglich eine Reihe von Kondensstreifen und Dunstfetzen ließen sich am Himmel blicken. Der Wind war so schwach, dass er unbemerkt blieb. Die Temperaturen fielen geschätzt auf ca. 10°C, wobei ich im Laufe der Nacht doch noch meinen Daunenanzug anzog. Wenn man die ganze Zeit nur reglos in den Himmel blickt, wird es doch irgendwann mal frisch.

Um 03:15 habe ich mich dann auf den Weg nach hause gemacht, um am nächsten Tag fit für die Ausbildung bei der Feuerwehr zu sein. Kurz vor Retzstadt habe ich auf der Höhe noch einen kurzen Halt eingelegt, um zum letzten mal in dieser Nacht einen Blick auf die Polarlichter zu werfen.



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  Was unsere Smartphones hergeben...
Geschrieben von: Uwe - 18.05.2024, 16:17 - Forum: Unser Sonnensystem - Keine Antworten

Hallo,

nach den tollen Polarlichtnächten, in denen wir mit den Smartphones ja schon wunderschöne Freihandaufnahmen gemacht und gesehen haben, konnte ich letzte Woche am 135/1080 AOM FLT mit dem Samsung S22 ein paar Schnappschüsse durch das Okular machen. Ich war doch erstaunt, was auf dem Chip ankam.

Man muss ja bedenken, dass das Handy einfach ans Okular gehalten wird und man drückt auf gut Glück auf den Auslöser. Ich habe auch keine Halterung. Da ist es schon toll was für Ergebnisse vorhanden sind. Klar ist bei genauerer Betrachtung Überschärfung oder über die Fläche keine gleichmäßige Ausleuchtung, aber für solche Schnappschüsse hat man früher großen Aufwand betreiben müssen.

Visuell war die Ansicht am Mond im Max-Bright Bino aber einfach nur genial. Da erschlägt einen fast der Kontrast und feinste Details brennen sich in die Sehzellen.

Daumen hoch

   

   

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  Fokus Peaking
Geschrieben von: Ulf - 18.05.2024, 14:02 - Forum: Fotografie - Antworten (3)

Hallo,

hab was, zumindest für mich, neues Entdeckt.

Fokus Peaking, bei Canon MF Peaking um beim Manuellen fokussieren die Ränder des Objektes farblich (rot, gelb oder grün) darzustellen und somit das Fokussieren zu erleichtern.

Bei der Bedienungsanleitung für meine R10 ist es auf Seite 493.

Interessante Sache (besonders für mein Walimex 500mm Spiegel Objektiv das schwer zu Fokussieren ist), werd ich das nächste mal testen.

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  Mond 44% vom 14.05.24
Geschrieben von: Abiroth - 17.05.2024, 14:56 - Forum: Unser Sonnensystem - Antworten (2)

Hallo Zusammen,

ich habe es endlich mal geschafft ein Foto zu machen mit dem 1600mm APO in der Sternwarte Würzburg, welcher von Ralf gebaut wurde.

Insgesamt habe ich 1000 Aufnahmen gemacht und 50% zum Stacken hergenommen mit Autostakkert und anschließend Registax zum Schärfen genutzt.

[Bild: get.jpg?insecure]

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  IC 2944 "Running Chicken"
Geschrieben von: Astrokarsten - 14.05.2024, 17:56 - Forum: Deep Sky - Antworten (5)

Hallo Astrofreunde,

ich habe wie bereits angesprochen habe ich die Remote-Astrofotografie entdeckt.

Als VdS-Mitglied habe ich die Möglichkeit die Remote-Sternwarte auf Hakos zu nutzen und am 10. April die ersten Objekte belichtet. Mein Operator war in dieser Nacht Martin Nischang.

VdS Remotesternwarte

IC2944 habe ich sowohl mit dem 12 Zoll f/4,56 und dem 160er TAK f/3,3 parallel belichtet. Das funktioniert prima und ohne Guiding auf der 10Micron GM 3000.

Belichtung 25x300 Ha, jeweils 10x300 R,G,B

[Bild: 1150-Ha-LRGB-jpg]

[Bild: 1151-Ha-LRGB-sternlos-jpg]

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  Merkur und Saturn am Taghimmel
Geschrieben von: Christoph - 14.05.2024, 16:48 - Forum: Unser Sonnensystem - Antworten (2)

Hallo,
nach dem Kracher mit den riesigen Sonnenflecken und dem Polarlicht mal was einfaches:
Merkur und Saturn am Taghimmel.

Beim Vorstellen der Sternwarte bei ca. 30 Schülern unseres Gymnasiums waren wir mit dem Sonnenprogramm durch.
Nachdem um 9:00 Uhr MESZ noch etwas Zeit blieb von der Doppelstunde war die Frage, was man "noch sehen kann". Planeten! Alles etwas schwierig, aber warum nicht!

Geschwind auf Merkur geschwenkt und da war er auch in der Mitte des Okulars. Super fand ich, dass einige den Merkur sofort sahen, manche als Punkt, andere als Sichel (wow) und wieder andere schlichtweg angaben nur "hell und weiß" zu sehen. Alles richtige Beobachtungen!
Darauf hin kam die Frage auf, kann man den auch filmen? Kamera in den OAZ rein und gefühlvoll den Fokus gefunden und mal 20.000 Bilder auf die Platte gespühlt. Davon habe ich ca. 6.000 verwendet für ein erstaunliches Summenbild:

   

Saturn entpuppte sich als sehr harte Nuss. Im Okular war fast nichts zu sehen. Ab und zu dachte ich einen Schimmer von einem flächigen Etwas zu erhaschen und dann war es schon wieder weg. Mancher Schüler sah tatsächlich etwas von der Kugel!
Im RGB war Saturn mit einem Hauch von Ring zu sehen, der schon sehr geschlossen ist. Dazu nahm ich später einen Griff in die Kiste vor und schraubte einen ab 685 nm IR-Filter vor den Chip. Da war tatsächlich Saturn mit seinm Ring am Monitor! Zwar mit einem lausigen Kontrast, aber das Summenbild überraschte mich dann doch. Selbst der Ringschatten ist auf der Saturnkugel deutlich zu erkennen:

   

Für mich war es ein lohnender Morgen. Die Erfahrung, wie die jungen Menschen am Teleskop aufgetaut sind und selbst begeistert waren etwas zu sehen und zu verstehen, das war schon klasse! Die Einladung für einen Beobachtungsabend bzw. - morgen wurde dankend angenommen.

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  Polar-Lichtverschmutzung - grandioseste Schauspiel am Himmel
Geschrieben von: Christoph - 11.05.2024, 19:20 - Forum: Blauer Planet - Antworten (4)

Hallo,
auch bei mir war die Lichtverschmutzung lästig: ca. 1 mag an Grenzgröße wurde mir bei der Fotografie von Near Earth Objects geklaut. Manche bekam ich garnicht zu fassen. Schade! Blush

Entschädigt hat die Lichtverschmutzung dann doch durch das grandioseste Schauspiel der letzten zwanzig Jahre am Himmel. Daumen hoch Daumen hoch Daumen hoch 

Eine kleine Auswahl, bis hin zu einem farbigen Löwen:

           

           

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Rainbow Polarlichter 10.05.24 stärkster Sonnensturm seit 2003
Geschrieben von: Abiroth - 11.05.2024, 15:58 - Forum: Blauer Planet - Antworten (9)

Hallo Zusammen,

ich hoffe ihr habt gestern Abend auch die Polarlichter genießen können. Hier mal ein paar fertig bearbeitete Bilder von mir.
Die Aufnahme wurden in meinem Heimatdorf in Thüringen bei wenig Lichtverschmutzung gemacht. Da hat sich das wirklich gelohnt!
Das letzte ist Richtung Süden gerichtet.

Mal schauen ob die heutige Nacht ebenfalls so erfolgreich ist.  Big Grin

               

           

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  Spektrum der Aurora
Geschrieben von: Martin.F - 11.05.2024, 15:03 - Forum: Blauer Planet - Antworten (3)

Hallo,

was für eine beeindruckende Nacht liegt hinter uns. Viele haben in der Whatsapp-Gruppe ihre Bilder gepostet, herzlichen Dank dafür, so wurde es zu einem gemeinschaftlichen Erlebnis.

Ich war gestern Nacht gerade dabei, Sternspektren aufzunehmen, als der Nordhimmel in unwirkliches Rot gehüllt wurde. Per Whatsapp kamen dann auch schon im Minutentakt die Meldungen über Polarlicht-Sichtungen herein.
Ich habe erst mal meine Frau aus dem Haus geholt, um mit ihr dieses außergewöhnliche Ereignis zu bewundern, danach habe ich das Teleskop mit dem Spektrographen auf eine sternarme Stelle über der Cassiopeia gerichtet und 20 Minuten lang die Lichterscheinung aufgenommen.

Das entstandene Spektrum zeigt, dass ich während der Aufnahmezeit vorwiegend eine rötliche Erscheinung vor der Linse gehabt habe. Die roten Emissionslinien des Sauerstoffes bei 6301 und 6368 Angström sind deutlich zu sehen. Die andere markante grüne Linie des Sauerstoffes bei 5577 Angström taucht nicht auf. Da hätte ich wohl auf eine andere grün leuchtende Himmelsregion zielen müssen.

Nun, was sagt so ein Spektrum aus?
- Die Lichterscheinung der Aurora besteht aus einzelnen wenigen Emissionslinien und unterscheidet sich damit deutlich von einem kontinuierlichen Spektrum eines thermischen Strahlers wie beispielsweise der Sonne.
- Auch in einer Höhe oberhalb von 200 km existiert noch Sauerstoff, der angeregt durch geladene Teilchen des Sonnenwindes für diese Leuchterscheinungen verantwortlich ist.

Ich hätte nie geglaubt, dass ich jemals den Spektrographen auf ein Polarlicht richten werde, aber unser Universum ist halt immer für eine Überraschung gut.



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  Starke Lichtverschmutzung
Geschrieben von: heiko - 11.05.2024, 09:04 - Forum: Blauer Planet - Antworten (5)

Hallo zusammen,

starke Lichtverschutzung von Norden her.
gesehen gestern Abend.

   

Grüße Heiko

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