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Mondfinsternis 21.1.2019
#1
Hallo Miteinander!
Die ersten Ergebnisse der Mondfinsternis von hier https://forum-stellarum.de/showthread.ph...2#pid43992 sind präsentabel. Hat einige Zeit gedauert, aber APS-C Format Bilder sind was anderes, als die kleinen AVI/BMP Bilder der Planeten ... will sagen das Stacken und Co. hat ganz schön gedauert ...

Zur Entstehung:
Vor Beginn der Mondfinsternis habe ich mir eine Übersicht über die Zeitabläufe (Kernschatten - Eintritt - Austritt - Totalität) verschafft und rund 30 Zeitpunkte festgelegt an denen ich Bilder machen wollte. Die fortschreitende Verfinsterung habe ich mal als linear ablaufenden Prozess gerechnet. Auf einer Kugeloberfläche in einem dreidimensionalen Raum wird das nicht wirklich stimmen, aber für mich war die Näherung völlig ausreichend.
Danach habe ich - je nach Verfinsterungsgrad - die entsprechenden Belichtungszeiten festgelegt. Ein große Hilfe war diese Übersicht hier http://i0.wp.com/scienceblogs.de/alpha-c...chtung.png . Die hat im wesentlichen sehr gut gepasst.
In jedem Set wurden rund 20 Mondbilder angefertigt.

Das Setup:
Als Grundlage diente dieses Mal mein TAL-100 APOLAR Apochromat mit 750mm Brennweite auf der CEM60 mit EOS 350D. Die Belichtungszeiten variierten von 1/2000 Sek. bis 1,5 Sek. bei ISO 800. Die einzige Kröte, die ich schlucken musste, war das Aufnahmeformat JPEG bei der EOS, welches ich wählen musste, da ich nur eine sehr kleine Speicherkarte zur Verfügung hatte.

Die Verarbeitung:
Anschließend wurden in der Regel 85% der Bilder pro Set via AutoStakkert gestackt - also die 3 schlechtesten von 20 wurden aussortiert. Insgesamt war die Qualität der Einzelbilder erstaunlich hoch - so richtigen Ausschuss hat das Setup gar nicht produziert. Mein kleiner APO scheint nicht zu den schlechtesten zu gehören, was die Farbe angeht.
Anschließend habe ich in Registax 6.0 acht unterschiedliche Wavelet-Schemata definiert, die verschieden hart/weich... schärften um den verschiedenen Ergebnissen der Summenbilder gerecht zu werden. Vor dem Schärfen wurde zudem auch jeweils das Histogramm gestreckt. Die größten Schwierigkeiten hatte Registax mit den Bildern kurz nach der Totalität, die eine stark überbelichtete Mondsichel, die bereits aus dem Kernschatten ausgetreten war, zeigten. Hier musste ich teilweise von Hand selektieren und zentrieren. Anschließend wurden die Bilder per noch IrfanView um 90 Grad gedreht.

Die Weiterverarbeitung:
Nach der Reduzierung auf jeweils ein geschärftes 1 Summenbild pro Set wurden die Mondbilder in Photoshop CS2 zusammengesetzt und positioniert. Hier erfolgte auch noch eine sachte Tonwertkorrektur um die tlw. verschiedenen Mondhelligkeiten, die sich durch die unterschiedlichen Belichtungszeiten ergeben haben, einander anzugleichen. Am stärksten habe ich via Photoshop bei den zwei Bildern kurz vor der Totalität eingegriffen, um die langsam deutlicher werdende Mondscheibe vom Kernschatten noch stärken zu zeigen (Tonwertkorrektur, Farbbalance, Sättigung), damit der Übergang zum rot/orangen Mond nicht zu abrupt geschieht. Auch die letzten beiden Bilder sind via Photoshop stärker bearbeitet, da ich bei der Aufnahme kürzere Verschlusszeiten wählte, um die Himmelshintergrund dunkel zu halten. Der Mond bekam dadurch - und durch seinen tiefen Stand von 13° über dem Horizont - eine gelblich, cremige Färbung, die ich etwas ins hellere Grau geschoben habe.

Ansonsten habe nicht nicht groß drin rumgefummelt, der Rest ist Kunstwerk der Natur und Schöpfung.

Die Ergebnisse:
Die Originaldatei hat Posterformat - rund 9000 x 8000 Pixel (also in etwa 76 x 68 cm). Hier sind zwei, wieder nach JPEG konvertierte, verkleinerte Versionen: Einmal eine FullHD Version mit 1980 Pixel Breite und eine HD Version mit 1080 Pixel Breite. Die 4K Version ist bereits zu groß für hier. Außerdem stelle ich noch ein verkleinertes, einzelnes Stackingbild der Mondes in der Totalität rein, das mir von den Farben, die die Finsternis auf den Mond malte, sehr gut gefällt.

1080 Pixel Breite ist hier:
   

FullHD Breite ist hier:
   

Einzelmond ist hier:
   

So, das waren die ersten Resultate. Mal sehen, ob noch was in anderen Anordnungen oder so geht ... wird aber noch etwas länger dauern. Abschließend ein herzliches Dankeschön an Christoph hier, der mich bei meinem ersten DSLR-Experiment mit seinem Fachwissen unterstützte.

Andreas-TAL
____________________________________________________

Die Nacht, in der das Fürchten wohnt, hat auch die Sterne und den Mond“
                                                                                                                              (Mascha Kaléko)  
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Andreas Paul (27.01.2019), Astrokarsten (28.01.2019), Christoph (26.01.2019), Florian B. (27.01.2019), Karsten (28.01.2019), Martin.F (27.01.2019), MRHofmann (28.01.2019), Ralf (26.01.2019), Ulf (26.01.2019), Uwe (26.01.2019)
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#2
Hallo Andreas, eine Wahnsinns Arbeit! Klasse gemacht!!   Daumen hoch Daumen hoch 

Grüße Michael
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#3
Hallo Andreas,

wiedermal einer der wenigen Momente, in denen ich meinen seltenen "Astrohut" (Mütze) vor einer Leistung ziehe. Chapeau!!!
Ganz großes Kino  Daumen hoch Daumen hoch Daumen hoch ... tolle Bilderserie für die Nachwelt!

Hast du mal bei deinen Aufnahmen nach dem Einschlag gesehen? Das wäre das i-Tüpfelchen.
the sky is the limit

Gruß Uwe

"Sehen ist schwieriger als Glauben" Zitat aus "Die Kometenjäger"

http://www.the-night-black-white.de
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#4
Hallo Andreas,

ganz stark, top Zusammenstellung. Daumen hoch
Astronomische Grüße
Ulf

[Bild: signatur.jpg]

Wer die Freiheit einschränkt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren!
Benjamin Franklin
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#5
Hallo Andreas!
Erste Sahne Dein Poster! Einfach klasse, was Du aus der Mofi für Bilder gezaubert hast! Daumen hoch Daumen hoch Daumen hoch 

Bei mir zogen ja Cirren durch, was bei Dir nicht der Fall war.

Der Einschlag war 4:41:43 UT: APOD vom 25.1.2019.
Viele Grüße
Christoph

http://www.klostersternwarte.de
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#6
Vielen Dank fürs Zeigen!
Daumen hoch 
Alles richtig gemacht!


Gruß Ralf
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