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Messier 64
#1
Hallo!
Messier 64 stand im April für eine längere Belichtung ideal am Himmel. Und da ich einen Langläufer an der Montierung brauchte, um zum Schlafen zu kommen, war es die richtige Wahl!

Überrascht haben mich die vielen Dunkelstrukturen, die sowohl im Kern als auch in den Galaxienarmen, differenziert herausgearbeitet werden konnten. Das Bild ist über zwei Nächte belichtet worden. Insgesamt kamen am 12" Newton @ 1120 mm eine Belichtungszeit von 9,4 h in L-RGB zusammen.

   

Nebenbei durfte in einer Nacht auch der 72 mm TS-Apo etwas über 4 h werkeln. Ein Ausschnitt davon (leider war sonst nicht viel los im Feld):

   
Viele Grüße
Christoph

https://www.klostersternwarte.de
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Astrokarsten (15.05.2020), August (23.05.2020), Florian B. (16.05.2020), Herbipollution (21.05.2020), Johannes Röll (16.05.2020), Karsten (24.05.2020), LarsL. (17.05.2020), Martin.F (18.05.2020), Rainer K. (16.05.2020), Ralf (15.05.2020), Ulf (20.05.2020)
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#2
Hallo Christoph,

sehr schön geworden! Sehr detailliert im Kern, wobei das fast schon Schärfungsartefakte sind, wenn ich reinzoome. Die Galaxienarme gefallen mir sehr gut.

Langläufer ist gut Big Grin . 9 Stunden ist doch normal.
Klaren Himmel und klaren Kopf wünscht Karsten
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Christoph (20.05.2020)
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Christoph (20.05.2020)
#3
Hallo Karsten!
Danke für Deine Rückmeldung!
Ja, mit dem Schärfen habe ich mal versucht, wie weit ich gehen kann. Wenn Du das Bild dann über 100% vergrößerst, dann siehst Du die Artefakte, die ansonsten weniger auffallen.

Leider habe ich das Bild etwas zu früh veröffentlicht. Nach Austausch mit Ralf via Mail gefällt mir die Farbgebung weniger. Aber so waren die Daten vom Chip.
Was tun in solchen Fällen? Hinbiegen nach amerikanischer Art oder das nehmen, was man hat?   Confused 
Ich habe mich für letzteres entschieden.
Viele Grüße
Christoph

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#4
Hallo Christoph,

warum gefällt Dir die Farbe nicht? Hast mal eine Kalibrierung zum Beispiel mit Regim oder Excalibrator probiert?
Klaren Himmel und klaren Kopf wünscht Karsten
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#5
Hallo Karsten!
Die Farbkallibration habe ich mit Astropixelprozessor gemacht. Aber das betrifft dann nur die Sternfarben.

Der schwache Halo der Galaxie wird dabei nicht wirklich oder irgendwie mit "kalibriert", da die Datenlage für die Farbe relativ dünn ist in den schwachen Bereichen. Beim Aufziehen der Tonwertkurve ist nicht unbedingt davon auszugehen, dass das, was dabei rauskommt, auch in Wirklichkeit so ist. Da spielt das Rauschen eine nicht unerhebliche Rolle!

Die verschiedenen Darstellungen im Netz zu Messier 64 sprechen dazu Bände: Von blau bis gelb-rot-bräunlich ist alles zu finden!
Vielleicht ist deshalb M64 auch ein wenig gezeigtes Objekt - ähnlich wie M94!
Viele Grüße
Christoph

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#6
Hallo Christoph,

PI kalibriert ja auch die Objekte mit, wenn man vorher den Typ festlegt. Das könnte ich heute Abend mal testen und zeigen. Da wäre ich auch mal gespannt. Nach Wikipedia ist es eine ®SA(rs)ab;HIISy2 Galaxie.
Klaren Himmel und klaren Kopf wünscht Karsten
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#7
Hallo Karsten!
Ja, genau das passiert dann: die vorhandenen Daten werden dann ggf. aber auch "hingebogen". Dafür sind die Programme ja gemacht.
Das geht schon alles und ist meines Erachtens eine Frage, wofür man sich entscheidet.

Vielleicht noch folgender, zusätzlicher Gedanke, vom Gebiet der Astrometrie her betrachtet:
Wenn ich neu entdeckte Asteroiden vermesse, dann sende ich meine Messungen ein wie sie sind, und nehme nicht Werte, die am besten zu den bisherigen Bahndaten passen. Manchmal, gerade bei wenigen Beobachtungen und schnell bewegten Objekten kann es sein, dass ich fast eine Bogensekunde daneben liege. Wie heißt es so schön: no risk, no fun!

In diesem Sinne bin ich mal gespannt, welche Farben PI rausbekommt! Smile
Viele Grüße
Christoph

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#8
Hallo Christoph,

wichtig ist meiner Meinung nach, dass die Daten schon im linearen Bereich hingebogen werden weil noch keine Veränderung der Daten stattgefunden hat.

Ich habe mal in PixInsight verschiedene Modi getestet und dann schau mal was teilweise für verrückte Farben rauskommen.

Sa-Galaxie

   

Sb-Galaxie

   

Mit Fluxx nur über Gaia Daten

   

Mit einfacher Farb-Kalibrirung und mein M51 als Referenz

   

Und tabellarisch habe ich noch die Multiplikations-Faktoren für die Farben zusammengestellt

   
Klaren Himmel und klaren Kopf wünscht Karsten
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Florian B. (24.05.2020)
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Florian B. (24.05.2020)
#9
Hallo Karsten!
Das mit den verrückten Farben überrascht mich nicht.
Ich würde Version 3 nehmen!  Confused
Viele Grüße
Christoph

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Astrokarsten (23.05.2020)
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Astrokarsten (23.05.2020)
#10
Hallo Christoph und M64 Leser,
hier wurde Mannschaftssport betrieben:
http://www.ralf-kreuels.de/%2B%2B%2BM64-final.jpg

23 Bildautoren und 200h Belichtungszeit!

Ich denke, bei den Farben ist häufig das Problem, dass die Detailauflösung fehlt und deswegen die Farben strukturlos und ohne Zuordnung als Flecken erscheinen. Bei dem vorliegenden Bild wurde eine sehr gute Detailauflösung erreicht und deswegen werden die Farben nachvollziehbar mit Blick auf die Herkunft.

Vielleicht hilft der Vergleich um dem Thema Farbgebung näher zu kommen.

Besten Gruß
Ralf
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Christoph (24.05.2020), Florian B. (24.05.2020)
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Christoph (24.05.2020), Florian B. (24.05.2020)




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