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Beteigeuze schwächelt
#51
Ja, die Gravitationswellen waren so grob Richtung Orion, aber nicht bei Beteigeuze selbst. Allerdings ist das alles sehr merkwürdig, denn diese Art Wellenfrequenz wurde noch nie aufgezeichnet. Sie könnten in Zusammenhang mit Gammastrahlenblitzen stehen, aber wohl nicht mit Beteigeuze. Noch so eine Narretei des Universums ... wahrscheinlicher ist aber ein Glitch (Panne, Fehlmessung), weil man das mit nichts in Korrelation bringen kann.
LIGO kann den Ort nicht exakt bestimmen, weil es dazu Daten/Messungen von vielen Detektoren braucht um das dann recht klassisch zu „triangulieren“.
Hier die Spots:
   

Und hier die Überlagerung mit einer Sternkarte:
   

Knapp vorbei ist auch daneben ... (wenn’s überhaupt echt war).

Hier ist noch ganz aktueller Lesestoff zu Beteigeuze:
http://www.astronomerstelegram.org/?read=13410

Interessant ist, dass man vermutet, dass sich Beteigeuze wieder ausgedehnt hat (rund 9%). Damit hätte der Stern in wenigen Monaten fast das Schrumpfen der letzten eineinhalb Jahrzehnte ausgeglichen. Hui ... das nenne ich mal dynamisch. Der Kerl „pumpt“ - und zwar heftig ...

Tja, bleibt das übliche Fazit: Nix genaues weiß man nicht, aber klar ist mittlerweile, dass Beteigeuze sich definitiv nicht mehr „normal“ verhält, selbst wenn man alle seine irregulären Aspekte als im weitesten Sinn noch „normal für Beteigeuze“ deklariert.
Hmm ... nichts ungewöhnliches für einen Supernova-Kandidaten. Wenn nur die elende Zeitachse nicht wäre.

Andreas.TAL

PS: Der Spektrenvergleich ist genial - wow! Respekt, Respekt, Respekt! Selbst ohne „Ergebnis“ - also das ist ja auch schon ein Ergebnis, dass man eben keine Unterschiede messen kann. Ich finde das ist schon weit mehr als „Amateur“astronomie. Wie geschrieben: Respekt!
____________________________________________________

Die Nacht, in der das Fürchten wohnt, hat auch die Sterne und den Mond“
                                                                                                                              (Mascha Kaléko)  
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#52
Hallo Martin!
Wow! Finde ich toll, was Du da gemacht hast! Daumen hoch Daumen hoch Daumen hoch 

KEIN abweichendes Ergebnis ist auch ein Ergebnis! Darum ging es ja!
Und vielen Dank für Deine Deutungen der Spektren dazu!

Gestern Abend hatte ich den Eindruck, dass Beteigeuze wieder heller wird. Aber vielleicht habe ich mich an seine "Dunkelheit" schon all zu sehr gewohnt.
Viele Grüße
Christoph

https://www.klostersternwarte.de
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#53
Hallo,
tut mir leid, aber ich sehe Unterschiede. Z.B bei 5000Å, eine verringerte Emission. Das kann Fe I (!!!) oder LiO sein.
Wahrscheinlich undurchsichtig gewordenes LiO.
Zudem geht es ja nur um sehr kleine Abweichungen im unteren Prozentbereich.

Grüsse von Wolfgang
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#54
Hallo!
Nun möchte ich mich hier auch mal einschalten und grüße die angenehme und informative Runde ...

Seit ein paar Tagen gehört Betelgeuse zum abendlichen bis nächtlichen Standardprogramm für mich. Was ich gestern noch nicht wahrhaben wollte ist nun  heute Nacht (22.1. 1 Uhr) eindeutig: Betelgeuse erscheint mir deutlich dunkler zu sein als Bellatrix (1.64) und auch als Elnath (β Tauri, 1.65) und nur noch eine Idee heller als Alhena (γ Gem, 1.93). Meine Schätzung: 1.8 (eher sogar 1.85)
Was haltet ihr davon? Gibt es Leute, die tatsächlich rot deutlich schwächer wahrnehmen?
Die vier Sterne sind sehr gut zu beobachten (wenn auch farblich etwas problematisch), stehen hoch und gestern Nacht störten weder Wolken noch Mond.

Vergleich (https://www.aavso.org/apps/webobs/results/?star=BETELGEUSE&num_results=200): visuell 22.1.: 1.3-1.75

Beim Spektrum fällt die Verschiebung des absoluten Peaks bei 7550Å auf. Ist das signifikant?
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#55
Hallo,
7550 Å ist Telluric O2 = Sauerstoff der Erdatmosphäre, also nichts vom B.
Gruß Wolfgang
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